Gasthermentausch mit besserer Energieeffizienz = Modernisierung ?

Diskutiere Gasthermentausch mit besserer Energieeffizienz = Modernisierung ? im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Ihr, wir haben in einer vermieteten Wohnung (Bj 1890) eine Kombi-Gastherme (Bj 2008) mit den Effizienzwerten C/B. Die Therme ist (aktuell)...

  1. #1 Stuermer, 18.12.2018
    Stuermer

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    Hallo Ihr,

    wir haben in einer vermieteten Wohnung (Bj 1890) eine Kombi-Gastherme (Bj 2008) mit den Effizienzwerten C/B.
    Die Therme ist (aktuell) nicht defekt & muß also nicht instandgesetzt werden.
    Es handelt sich um Heizwert & muß auch Heizwert bleiben, da sich weitere Thermen am selben Kaminzug befinden - also leider nix mit Brennwert.

    Austauschen würden wir gerne gegen eine brandneue mit den Effizienzwerten C/A.
    Und auf den Produktdatenblättern ist bei "Jährlicher Energieverbrauch für Raumheizung (QHE)" bei der geplanten neuen ein um 8.067 kWh geringerer Wert angegeben (kein Tippfehler - auch wenn's mir strange vorkommt).
    Auch der Stromverbrauch (Standby & unter Vollast) bei der geplanten neuen ist geringer als bei der aktuellen.

    Langen diese besseren Werte Eurer Meinung/Erfahrung nach dazu, die Kosten für die neue Therme voll umzulegen ?

    Und wenn ich schon beim Fragen bin ;-).
    Wenn jetzt zB weitere Maßnahmen fürs nächste Jahr mitgeplant sind (wie erstmalige Fliesenverlegung in Küche, ggf Innendämmung, da Fassade denkmalgeschützt) & auch mit in die Ankündigung kommen, aber nicht alle - a) zumindest zum zunächst geplanten Termin bzw b) im worst case gar nicht - erfolgen, kann das dann Stress geben ?

    Dh, wenn der Mieter bleibt, hat er dann Anspruch auf die Umsetzung ?
    Bzw wenn er (deswegen) auszieht, Anspruch auf Schadensersatz ?
    Also der Thermentausch soll auf jeden Fall stattfinden, das Fliesen auch.
    Nur bei der Innendämmung sind wir am Zweifeln - das Thema kam nur wegen dieser Mieter auf.
    Die anderen beiden Parteien & alle vorherigen Mieter hatten da nie Probleme...
    Und bevor wir da was verschlimmbessern, was man ja so lesen kann...
    Nur, wir wollen uns halt auch die 11 % sichern, wenn's wirklich zum Zuge kommt.
    Wir hatten halt gedacht, wenn uns im Lauf des nächsten Jahres Experten überzeugen, dies doch nicht zu tun, dann wollen wir uns diese Option erhalten (ohne dafür "bestraft") zu werden.


    Danke Euch schon mal für Eure Erfahrungen/Antworten.
     
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  3. #2 dots, 18.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2018
    dots

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    Willst du die Therme verbrennen?
    Wenn ja, dann handelt es sich bei der Therme sicherlich um einen (vermutlich geringen) Heizwert.
    Diese Betrachtung ist aber eher unüblich & außerdem wirkt es auf mich komisch wenn man einzelne Sätze mit dem &-Zeichen verknüpft. So ein Wort wie "und" verbraucht gerade mal 2 Buchstaben mehr als dieses unübliche Zeichen, welches zudem mit umständlicheren Tastenkombinationen zu tippen ist.
    Wenn du Aufmerksamkeit erregen willst, kann ich dir nur empfehlen, zusätzlich noch bestimmte Buchstaben durch Zahlen zu ersetzen & das s13ht dann b3st1mmt v0ll c001 aus!

    Ja, wenn der Mieter ...
    .. drauf ist & ein ...
    ... eintritt.


    Das kommt drauf an & auch auf was da geschrieben ist: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__555b.html

    Ich sehe nicht, dass durch die Masßnahme neuer Wohnraum geschaffen wird (siehe §555b BGB), somit ist es demnach(!) keine Modernisierungsmaßnahme.
     
  4. #3 Sweeney, 18.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2018
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    Die anteiligen Kosten der Erhaltungsmaßnahme dürften kaum der Modernisierung dienen, sodass dem Vermieter ein finanzieller Vorteil entstünde. Hier dürfte zumindest ein Abzug "neu für alt" vorzunehmen sein. Die Höhe eräbe sich aus der Differenz der Kosten einer (fiktiven) Erhaltungsmaßnahme und den eigentlichen Modernisierungskosten. Lediglich die vorbenannte Differenz wäre anteilig umlegbar auf den Mieter.
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Dass - nur - die Schaffung neuen Wohnraums als Modernisierung anzusehen wäre, ist zumindest für mich neu.
    Hat vielleicht zu viel Beschäftigung mit der Schreibweise des TE den Blick auf die zutreffend genannte gesetzliche Regelung verhindert?
    In § 559b BGB findet man als Modernisierung spätestens in Nr. 2 die Einsparung von nicht erneuerbarer Primärenergie.
    Der Einbau einer effizienteren Therme ist damit definitiv eine Modernisierung, die zumindest im Grundsatz zu einer Mieterhöhung berechtigt.
    Ob eine Mieterhöhung nach § 559 Abs. 4 BGB ausgeschlossen wäre, wird letztlich vom Umfang der Einsparung an Primärenergie abhängen.
     
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  6. Pitty

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    Wenn der TE keine Ahnung von der Modernisierung hat, so sollte er einen Fachanwalt hinzuziehen. Das kann ganz viel Geld einsparen wenn man es gleich richtig angeht.
     
  7. #6 dots, 18.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2018
    dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Nö. Ich habe ganz bewusst "demnach" geschrieben. Das "demnach" (sogar ganz bewusst mit Ausrufezeichen) bezieht sich auf die Schaffung neuen Wohnraums, so wie es in §555b BGB beschrieben ist.
    Die anderen Nummern/Sätze/Absätze/Teile (wie heißen diese Nummern eigentlich offiziell?) des Paragraphen kann der TE sich ja bei Gelegenheit mal durchlesen und bestimmt selbst entscheiden, ob seine Maßnahme laut dem Paragraphen als Modernisierungsmaßnahme anzusehen ist.

    Ja, schon, aber ob die neue Therme wirklich effizienter (als die alte) ist, ist doch noch gar nicht klar.

    Wir wissen, dass die neue Therme einen "geringeren Energieverbrauch für Raumheizung" und einen geringeren Stromverbrauch im Standby- und Vollastbetrieb hat.
    Das reicht aber nicht, um die Frage sicher zu beantworten.
    Es könnte ja sein, dass die neue Therme einen deutlich höheren Energieverbrauch für Warmwasserbereitung (in Bezug auf die alte Therme) hat, welcher den geringeren Energieverbrauch für Raumheizung überkompensiert und die neue Heizung somit in Gesamtbetrachtung einen höheren Energieverbrauch als die alte Therme hat.
    Gleiches gilt für den Stromverbrauch: Was, wenn im Teillastbetrieb (oder anderen Betriebszuständen) enorm viel Energie verbraucht wird, und somit die Gesamtbilanz dadurch schlechter ist als mit der alten Therme?

    Ja, ich weiß, ist alles unwahrscheinlich. Aber ich finde, dass man sich besser jetzt um solche Sachen Gedanken machen kann/sollte, wenn einem noch kein Mieter(-Anwalt) damit zuvorgekommen ist.
     
  8. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    bezüglich der Heizung ( vom Rest hab ich keine Ahnung, bzw der TE hat so verwirrend geschrieben das ich es nicht verstanden habe)
    Eine olle Heizung durch eine neue mit der gleichen ollen Technik zu ersetzen erscheint mir wenig Modern, wenn ich dein Mieter währ würd ich dir einen Husten.
     
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  9. set

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    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die...


    was ein Quark..
    ..
    @Stuermer

    abgsehen davon, das Heizwertgeräte nur noch mit Ausnahmegenehmigung eingebaut dürfen stellt der Austausch keine Modernisierung nach § 559b BGB dar. Vorraussetzung dafür wäre eine deutlich Einsparung an Energie und fossilen Brennstoffen. Dies ist aber nur von Heizwert- auf Brennwertgeräten der Fall. Es macht auch ehrlich gesagt keine Sinn ein funktionierendes Heizwertgerät gegen ein gleichwertiges ausszutauschen. Der Gasverbrauch wir sicher gleich bleiben oder nur geringfügig sinken. Die WW Bereitung ist heutzutage effektiver. Die Stromkosten werden geringer. Ursach ist die eingebaute Heizungspumpe, da hat sich in den letzten Jahren eingiges getan.

    Ich würde an deiner Stelle eher nach Möglichkeiten suchen Brennwertgeräte einzubauen wenn die jetzigen Heizgeräte ihr Lebensende errreicht haben. Ein 10 Jahre altes Heizwergerät hält bei ordentlicher Wartung auch noch mal 10 Jahre (und länger). Man kann auch mehrere Bernnwergeräte an einen Kamin (dann neu) bauen.
     
  10. #9 immodream, 19.12.2018
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    Hallo set,
    ich habe in einigen Mietobjekten und auch in meinem Haus seit über zwanzig Jahren Brennwertgeräte eingebaut.
    Selbstverständlich werden die Geräte regelmäßig gewartet.
    Bei den Vaillantgeräten waren nach ca. 20 Jahren die Wärmetauscher durchgerostet, bei meinem Kessel der Kessel selbst durchgerostet.
    Kommentar meines Heizungsbauers : Da hätte ich aber Glück gehabt, da die durchschnittliche Lebensdauer bei Brennwertgeräten ca. 15 Jahre betragen würde .
    Die alten Geräte wurden wegen Ersatzteilmangel oft erst nach weit über 30 Jahren ausgetauscht.
    Das ist für mich in der Gesamtenergiebilanz ( Verbrauch und Herstellungskosten ) echtes Energiesparen.
    Grüße
    Immodream
     
  11. set

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    Na ja Vaillant - ich halte nicht viel von denen.

    Aber im Prinzip hast du recht. Die alten Gasthermen oder Kessel halten bei guter Pflege sehr lange. Ich habe auch noch recht viel davon in der Pflege. Das ein Brennwertgerät keine 30 Jahre hält ist nicht verwunderlich, ist doch dort viel mehr Technik verbaut. Aber 20 Jahre schaffen sie schon. Leider dürfen nur noch Brennwertgeräte eingebaut werden...
     
  12. #11 immodream, 19.12.2018
    immodream

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    Hallo set,
    wie soll das funktionieren?
    Ich habe an jedem Kamin immer 2 Geräte angeschlossen.
    Wenn ich nur ein Gerät erneuern wollte, müßte ich ja beide Geräte erneuern ( Schornstein ).
    Grüße
    Immodream
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 19.12.2018
    ehrenwertes Haus

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    Nein, du kannst auch 2 Wohnungen an eine Therme anschließen, oder 1 Wohnung auf "ohne Heizung" umstellen.
    Ok, wie du die Notwendigkeit und Vorteile den Mietern erklären kannst, fällt mir gerade auch nix ein, aber machbar wäre das.

    Ich bin mir aber sehr sicher, dass mir meine Mieter bei dem Argument "gekühlt hält länger frisch" oder "damit spart man sich die Eispackungen im Beautysalon" gewaltig auf's Dach steigen würden.
    :003sonst:
     
  14. set

    set Erfahrener Benutzer

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    In solchen Fällen kann es noch eine Ausnahmegenehmigung geben und du kannst noch ein Heizwertgerät einbauen. Genaues sagt dir dein zuständiger Schornsteinfeger. Ansonnsten müsstes du wirklich beide Geräte tauschen.
     
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Gasthermentausch mit besserer Energieeffizienz = Modernisierung ?

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