Gastronomie - wer zahlt an wen?

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  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #1
Goldhamster

Goldhamster

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Hallo,

mal eine kleine Frage am Rande - genau richtig für unsere Kantine.

Folgender Fall hat sich neulich in Hamsterdam ergeben:

Gastronomie A - Irish Pup mit Öffnungszeiten von teilweise 10Uhr morgens bis spät abend. Zumindest im Sommer. Ca. 70 feste Innensitzplätze und noch mal locker 30 draussen. Stehplätze noch viel mehr.
Gastronomie B - kleines! Cafe mit Fokussierung auf Frühstück. Ca. 20 feste Innenplätze und noch einmal 15 draussen.

Beide liegen baulich direkt aneinander.

Nun lässt sich Gastronomie A von Gastronomie B Frühstück liefern und bietet das auf der eigenen Karte an. Sozusagen eine Erweiterung der Karte für den Irish Pub.

Wer hat jetzt an wen zu zahlen? Beide haben Vorteile, das kleine Cafe aber auch Nachteile.
Man muß jetzt für das leckere Frühstück nicht mehr ins Cafe, sondern kann es auch im Irish Pub geniessen.


Frage: Sollte der Wirt des Irish Pub mehr oder weniger für das Frühstück an das Cafe zahlen? (als in der Karte des Cafes ausgewiesen)

Goldi
 
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #2

RP63VWÜ

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Ich trinke ja zum Brötchen lieber einen Kaffee als ein Guinness.
Du hast da so einen schönen Spruch in Deiner Signatur:
Nanne schrieb:
"Ein Dackel kann eben nicht soweit pinkeln wie ein Schäferhund"
Ich biete noch:
• "Jeder (Café-Besitzer) ist seines Glückes Schmied"
oder auch:
• "Schuster (Pub-Besitzer), bleib bei Deinen Leisten"
Ernsthaft kann ich gerade keinen Vorteil für das Café erkennen.
Bleiben wir mal bei dem (fiktiven?) Fall und der konkreten Frage:
Selbstverständlich weniger als auf der Karte des Cafés steht.
Schließlich hat der faule Pub-Besitzer ja auch (eigene) Personalkosten und muss alles was übrigbleibt selbst aufessen …
 
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #3
Andres

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Ernsthaft kann ich gerade keinen Vorteil für das Café erkennen.
Wenn der Laden sowieso voll ist und man mit dem vorhandenen Personal problemlos noch 10 zusätzliche Portionen Frühstück am Tag aus der Küche laufen lassen könnte, wird man den Umsatz gerne mitnehmen. Aber ob diese Vorbedingungen alle wirklich zutreffen ...?

Schließlich hat der faule Pub-Besitzer ja auch (eigene) Personalkosten und muss alles was übrigbleibt selbst aufessen …
Das ist auch ein Gedanke: Gibt es eine garantierte Abnahmemenge? Das könnte sich tatsächlich auf den Preis auswirken.
 
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #4
taxpert

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Du kannst Dir sicher sein, dass hier zwei Unternehmer mit diametral unterschiedlichen Gedanken an einem Tisch gesessen haben und den Deal ausklamüsert haben! Jeder der beiden wird seine Position -die wir jeweils nicht kennen! - entsprechend vertreten haben und zum Schluss ist ein Preis rausgekommen, der für beide Seiten akzeptabel war! Wer dabei tatsächlich den besseren Desl gemacht hat oder ob es wirklich eine win-win- Situation ist, kann nur die Zukunft zeigen.

Ich Habers mir abgewöhnt über solche „Probleme“ nachzudenken! Meine Erfahrung zeigt, das es selbst für die abstrusesten Vertragsgestaltungen tatsächlich gute Gründe geben kann.

taxpert
 
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #5
Goldhamster

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Wenn der Laden sowieso voll ist und man mit dem vorhandenen Personal problemlos noch 10 zusätzliche Portionen Frühstück am Tag aus der Küche laufen lassen könnte...

Hallo Andres,
die junge Neu-Gastronomin hat gerade einmal 4 Vierertische und 2 Zweiertische drinnen gehabt. Da war kein extra Personal in der Küche...

Ihr total leckeres und preiswertes Käsefrühstück wurde über den Nachbarn verramscht.

Sie ist nach 4? Monaten pleite? gegangen.
Der Irish Pub nach ein paar Jahren.


Ich finde das schlimm wie der Wirt des Irish Pub der jungen Dame den Hals umgedreht hat. Das wusste er doch vorher!
Das Verhältnis von Gastronomen untereinader... grausam!

Goldi
 
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #6
Duncan

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Ich finde das schlimm wie der Wirt des Irish Pub der jungen Dame den Hals umgedreht hat. Das wusste er doch vorher!
Das Verhältnis von Gastronomen untereinader... grausam!
Ah,ja. Funktionierend kenne ich solche Konstellationen eigentlich nur von "der Alte" hat die Wirtsstuben/den Krug und die Tochter das "kleine nette Café", oder so kommen halt auch Imbiss/Speisen in die Spielstube/Bar/Disco...
Der Irish Pub nach ein paar Jahren.
Gibts bei euch noch gut laufende Irish Pubs?
Bei mir im weiten Umkreis haben die nach und nach alle dicht gemacht. Vermisse ich etwas - und erst nach Berlin reinfahren will ich auch nicht, man will im Pub ja auch das eine oder andere Bier trinken...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #7
Andres

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die junge Neu-Gastronomin hat gerade einmal 4 Vierertische und 2 Zweiertische drinnen gehabt. Da war kein extra Personal in der Küche...
Auch so ein Problem für weniger erfahrene Solo-Selbständige: Im ersten Moment kostet mich meine Arbeitszeit ja nichts. Es ist dann unglaublich verlockend, Leistungen nicht sauber durchzukalkulieren, und am Ende arbeitet man für umsonst.

Ihr total leckeres und preiswertes Käsefrühstück
Nächstes Problem, noch nicht einmal nur für Selbständige: Den Wert der eigenen Arbeit kennen und entsprechende Preise aufrufen.

Sie ist nach 4? Monaten pleite? gegangen.
Ich kann weder eine Quelle noch wirkliche Details nennen, meine mich aber erinnern zu können, dass schon vor Corona etwa ein Drittel aller neuen Gastronomien das erste Jahr nicht überstanden haben. In "Szene-Lagen" (Gegenden, in denen Lieschen Müller den Lebenstraum einer eigenen Kneipe verwirklichen möchte, Berlin gehört da wohl vollständig dazu) geht die Quote eher so in Richtung 50 %. Jetzt trifft also ein gewisses Überangebot auf preissensible Verbraucher und Quereinsteiger als Unternehmer. Da muss die Frau noch nicht einmal wirklich viel falsch gemacht haben ...

Das Verhältnis von Gastronomen untereinader... grausam!
Keine Ahnung. Der Pub scheint ja auch nicht gerade blendend gelaufen zu sein. Was ich mache, wenn mir selbst das Wasser bis zum Hals steht, ... ich will's nicht wissen. Und bei deiner Beschreibung des Pubs dachte ich schon im ersten Moment: "Hoppla, das ist eine ziemliche Operation". Wenn du Öffnungszeiten von Vormittag bis Nacht hast, läuft der Geschäftsbetrieb im Prinzip rund um die Uhr. Die wenigen Stunden, die du nicht geöffnet hast, laufen Tätigkeiten wie Putzen oder der Einkauf, und weil du vielleicht auch mal eine Stunde schlafen möchtest, bist du auf zuverlässiges Personal angewiesen, die auch ohne ständigen Kontrolldruck vernünftig arbeiten. Bei den Leuten, die in der Gastronomie unterwegs sind, ist das ein ewiger Ritt auf der Rasierklinge. Da ist es schon verlockend, wenn die junge Dame von nebenan zuverlässig Frühstück anliefert, die vielleicht etwas dünnen Umsätze durch noch ein paar Stunden Öffnungszeit zu verlängern.

Funktionierend kenne ich solche Konstellationen eigentlich nur von "der Alte" hat die Wirtsstuben/den Krug und die Tochter das "kleine nette Café", oder so kommen halt auch Imbiss/Speisen in die Spielstube/Bar/Disco...
Mit gegenseitiger Belieferung kenne ich das auch nicht anders. Ganz traditionell so, dass der eine Bruder eine Metzgerei betreibt und der andere eine Wirtschaft nebenan. Die Grenzen, wer den Imbiss zum Mitnehmen oder den Partyservice nun genau liefert, sind eher fließend.

Ansonsten kenne ich benachbarte Gastronomien nur so, dass man zwei selbständige Betriebe hat und sich gegenseitig in Ruhe lässt. Funktioniert, wenn die Sache in einer ausreichend stark frequentierten Lage stattfindet, d.h. Kunden kommen nicht unbedingt gezielt zu einem bestimmten Laden und jeder Betrieb profitiert davon, dass es am Standort für jeden Geschmack etwas gibt.
 
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #8

ehrenwertes Haus

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Gibts bei euch noch gut lauende Irish Pubs?
In der fränkischen Lebkuchenstadt scheint dieser Gastrozweig (mein Eindruck) gut zu überleben oder Schließungen (außer Überflieger-Newcomer) sind an mir vorbei gelaufen.


Funktionierend kenne ich solche Konstellationen eigentlich nur von "der Alte" hat die Wirtsstuben/den Krug und die Tochter das "kleine nette Café", oder so kommen halt auch Imbiss/Speisen in die Spielstube/Bar/Disco...
Solche Co-Existenzen können ganz gut laufen.

Einer meiner Lieblingsbiergärten in der schwäbischen Spatzenstadt ist so ein Dauerläufer. 2 Wirte, die sich einen Biergarten teilen, der Eine hat keine Schankerlaubnis darf nur Speisen anbieten, der Andere genau umgekehrt. Dass das 2 Betriebe sind fällt Fremden gar nicht auf, bis sie mal was wegbringen müssen.
 
  • Gastronomie - wer zahlt an wen? Beitrag #9
CS.Immobilien

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Hallo,

mal eine kleine Frage am Rande - genau richtig für unsere Kantine.

Folgender Fall hat sich neulich in Hamsterdam ergeben:

Gastronomie A - Irish Pup mit Öffnungszeiten von teilweise 10Uhr morgens bis spät abend. Zumindest im Sommer. Ca. 70 feste Innensitzplätze und noch mal locker 30 draussen. Stehplätze noch viel mehr.
Gastronomie B - kleines! Cafe mit Fokussierung auf Frühstück. Ca. 20 feste Innenplätze und noch einmal 15 draussen.

Beide liegen baulich direkt aneinander.

Nun lässt sich Gastronomie A von Gastronomie B Frühstück liefern und bietet das auf der eigenen Karte an. Sozusagen eine Erweiterung der Karte für den Irish Pub.

Wer hat jetzt an wen zu zahlen? Beide haben Vorteile, das kleine Cafe aber auch Nachteile.
Man muß jetzt für das leckere Frühstück nicht mehr ins Cafe, sondern kann es auch im Irish Pub geniessen.


Frage: Sollte der Wirt des Irish Pub mehr oder weniger für das Frühstück an das Cafe zahlen? (als in der Karte des Cafes ausgewiesen)

Goldi
So eine Frage stellt man wenn man absolut keinerlei Ahnung von Marktwirtschaft hat.
Frage doch deine Heroin Dr. Wagenknecht, ja genau die mit der 80% Steuer auf Einkommen.
 
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