Gebäudeversicherung fordern, aber nicht mit den Nebenkosten zahlen?

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Gewerberäume" wurde erstellt von taxxo, 25.02.2011.

  1. taxxo

    taxxo Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    mein Vater ist Vermieter einer Bankfiliale.
    Der Mietvetrag wurde damals (2007) von der Bank verfasst, und leider sind dort unter abzurechnende Nebenkosten weder die Grundsteuer noch Gebäudeversicherung vermerkt. Auch gibt es keinen Verweis auf entsprechende Gesetzestexte a la "Betriebskosten gem § xyz".

    Daher haben wir wohl keine Chance, diese beiden Positionen auf die Bank umzuwälzen, oder?

    In einem anderen Paragraphen wird allerdings explizit das Vorhandensein einer Gebäudeversicherung gefordert!

    Hat jemand Erfahrungen, ob es Regularien gibt, die besagen, dass eine Gebäudeversicherung, die vom Mieter gefordert ist, von diesem auch zu tragen ist? Unabhängig davon, ob diese unter den abzurechnenden Nebenkosten aufgeführt ist?

    Vorab vielen Dank für die Hilfe!
     
  2. AdMan

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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo,
    wer fordert sie von wem?
     
  4. taxxo

    taxxo Neuer Benutzer

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    Die Bank hat folgenden § in den Vertrag aufnehmen lassen:

    § 6 Versicherungen

    Der Vermieter hat das Mietobjekt gegen Feuerschäden, Leitungswasserschäden zu versichern. Auf Verlangen des Mieters hat der Vermieter den Abschluß der Versicherungsverträge und die laufende Zahlung dere Prämien durch Vorlage der Versicherungspolice und der Prämienquittung oder sonstiger Zahlungsbelege nachzuweisen.

    ...Quasi auf Versicherung bestehen, aber nix dafür zahlen wollen...
     
  5. #4 armeFrau, 25.02.2011
    armeFrau

    armeFrau Erfahrener Benutzer

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    Das Objekt ist aber nicht auch durch diese Bank noch finanziert?
     
  6. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Richtiger: nichts zahlen brauchen, da "anders" vereinbart... :lol
    Der (arme) VM wird es wohl schon (unbewusst) in der Nettomiete einkalkuliert haben und kann sich damit trösten, dass es es ja von der Steuer absetzen kann ohne es als Einahme zu versteuern hat.
     
  7. taxxo

    taxxo Neuer Benutzer

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    Noch viel richtiger: Die Antwort muss zur Frage passen...
    Und zur Erklärung: Banken sind generell sehr liquide Mieter und haben dadurch die Marktposition, entgegen der gängigen Praxis dem Vermieter den Mietvertrag im Grunde aufdiktieren zu können.

    Da meinem Vater bei Abschluß die Erfahrung fehlte, hat er sich leider auf diesen Passus eingelassen.
    Und einkalkuliert in der Nettomiete ist dieser Kostenpunkt auch nicht.
    Er hat sich de facto von der Bank sowohl in diesem als auch in anderen Punkten über den Tisch ziehen lassen.

    @ Berni im speziellen:
    Wenn Du versuchen willst konstruktiv zu helfen, gerne.
    Wenn du nur altkluge Vermutungen aufstellen willst, dann mach das bitte woanders.
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Am allerwichtigsten ist Hirn einschalten. Das gilt auch dann, wenn irgendwelche Antworten nicht wunschgemäß sind. Berny hat nämlich völlig richtig erkannt, dass Betriebskosten nach dem Gesetz in der Miete enthalten sind.
    Soll das nicht der Fall sein, muss die Umlage der Betriebskosten nun mal vereinbart werden. Da dies hier nicht geschehen ist, waren die Kosten eben bei der vereinbarten Nettomiete "einkalkuliert".
    Wie der Vermieter kalkuliert, ist ausschließlich sein Problem. Er könnte seine Mietforderung auch auswürfeln. Ob er aus Dummheit, Unerfahrenheit oder weil die Sonne scheint in seiner Kalkulation irgendwelche Kosten mitgerechnet hat oder nicht, ist irrelevant.
    Mit dem Abschluss des Vertrags gibt es einen vereinbarten Betrag, mit dem die Leistung des Vermieters im definierten Umfang bezahlt wird. Wenn die Gebäudeversicherung zum vereinbarten Leistungsumfang des Vermieters gehört, ist das schlicht und einfach so. Wenn dafür keine zusätzliche Vergütung vereinbart wurde, ist auch dieses schlicht und einfach so.
     
  9. taxxo

    taxxo Neuer Benutzer

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    Ich erklärs gern:
    Das was angemerkt wurde, hab ich bereits im Ausgangspost geschrieben, und nach Kenntnissen gefragt, ob es eine gesetzliche Möglichkeit gibt, aufgrund der Forderung nach Versicherung dennoch abzurechnen.
    Hier zur Erinnerung:

    Und da sind Kommentare wie

    einfach nur altklug und keine Antwort auf meine Frage.
    Und deine Antwort ist dagegen, wenn man sich den süffisanten "Sonne scheint Quatsch" wegdenkt, hingegen brauchbar.

    Also, falls jemand da Ahnung hat, ich würde mich weiter über Antworten auf meine Frage freuen! :wink
     
  10. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ich erkläre es gerne noch mal langsam zu mitdenken...

    Der Mieter hat genau das zu zahlen, was im Mietvertrag vereinbart wurde. Der Vermieter hat auch genau das zu liefern, was im Mietvertrag vereinbart wurde. Wenn dazu eine Gebäudeversicherung gehört, hat der Vermieter auch eine Gebäudeversicherung abzuschließen. Wenn keine Vergütung für die Gebäudeversicherung vereinbart wurde, gibt es auch keine.

    Was ist oder war daran so schwer zu verstehen?



    Die Frage war schon vorher vollständig beantwortet. Dass es beim TE an der erforderlichen Einsichtsfähigkeit mangelt, ist hier nicht zu ändern.
     
  11. taxxo

    taxxo Neuer Benutzer

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    Beantworte bitte meine Frage, und wenn Du keine Ahnung hast, lass es.

    Hat jemand Erfahrungen, ob es Regularien gibt, die besagen, dass eine Gebäudeversicherung, die vom Mieter gefordert ist, von diesem auch zu tragen ist? Unabhängig davon, ob diese unter den abzurechnenden Nebenkosten aufgeführt ist?
     
  12. #11 BarneyGumble2, 26.02.2011
    BarneyGumble2

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    Auch wenn Du es nicht glauben oder lesen willst, wenn diese Regularien nicht im Mietvertrag stehen, dann nicht! Vor allem in Gewerbemietverträgen kann man so ziemlich alles vereinbaren, insbesondere wenn es von Vorteil für den Mieter ist!
    Nachträgliche Änderungen sind nur in beiderseitigem Einvernehmen machbar.

    Warum erhöhst Du nicht einfach die Miete zum nächstmöglichen Zeitpunkt, damit die Kosten für die Versicherung gedeckt sind?
    Sind Mieterhöhungen ausgeschlossen? Falls ja, bis wann?
     
  13. Berny

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    Ich kann mir gut vorstellen, dass Du jetzt sauer darüber bist, dass Dein bedauernswerter Vater, der eine Immobilie an einen zuverlässigen Zahler vermietet hatte, von diesem soo brutal über den Tisch gezogen wurde.
    Ich darf aber empfehlen, die beim Überdentischziehen entstehende Reibungshitze als wohltuende Zuwendung zu empfinden.
    Solltet Ihr auf Dauer darüber nicht hinwegkommen, so teile mir doch die Bankverbindung Deines ach-so-armen Vaters mit, damit ich ihm finanziell unter die Arme greifen kann.

    PS: Wenn ich Deine anderen "Antworten" so lese...: Mann oh Mann, bist Du verbissen. Aber bitte erspare uns einen Suizid! :wand: :stupid
     
  14. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wir haben es hier offensichtlich mal wieder mit einem Fall von absoluter Beratungsresitenz zu tun...
     
  15. Berny

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    Ja sicher gibt es "Regularien"... in Timbuktu... :?
    Streiche Beratungsresistenz, setze Arroganz - oder beides... :wink
     
  16. taxxo

    taxxo Neuer Benutzer

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    Hm, ich werd mal mit der Bank das Gespräch suchen, vielleicht kann man sich da irgendwie "in beiderseitigem Einverständnis" einigen.

    Mieterhöhung geht glaub ich nicht, weil es sich um einen befristeten Vertrag handelt (?)
    Aber ich les mich in die Richtung auch nochmal schlau....

    Thx for help!
     
  17. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    DU BEGREIFST WOHL GARNICHTS!!! :stupid
    Die Bank hat eine "Einigung" garnicht nötig. :wink
     
  18. taxxo

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    Die Bank hat sicherlich kein Interesse daran, dass das Haus veräußert werden muß, weil die laufenden Kosten inkl. Finanzierung den Mietzins übersteigt.

    Sowas spricht sich aufm Dorf schnell rum und ist mitunter geschäftsschädigend.
    Zusätzlich kennt man sich.
    Insofern ist die Bank schon an einer Einigung mit der beide Parteien langfristig leben können, interessiert. Sowie es jeder seriöse Kaufmann sein sollte.

    ...Außerdem solltest Du mal aufhören, Leute hier persönlich zu beleidigen.
    Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du dich hier jetzt mit deinen Besserwisserkommentaren und Beleidigungen raushältst.
     
  19. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Original von taxxo:
    "Die Bank hat sicherlich kein Interesse daran, dass das Haus veräußert werden muß, weil die laufenden Kosten inkl. Finanzierung den Mietzins übersteigt."
    Wenn das Objekt soo waghalsig finanziert ist, könnte der Eigentümer mir fast leid tun.

    "Sowas spricht sich aufm Dorf schnell rum und ist mitunter geschäftsschädigend."
    Verstehe.

    "Insofern ist die Bank schon an einer Einigung mit der beide Parteien langfristig leben können, interessiert."
    Ein Blick in den MV zeigt - für jedes Schulkind verständlich - , dass der Mieter keinen Einigungsbedarf hat.

    "...Außerdem solltest Du mal aufhören,"
    Du lechst förmlich danach.

    "Leute hier persönlich zu beleidigen."
    Du magst Dich fühlen wie Du willst... :stupid

    "Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du dich hier jetzt mit deinen Besserwisserkommentaren"
    Dass alle hier Postenden es besser wissen als Du - darauf biste wohl noch nicht gekommen...? :banana

    "und Beleidigungen raushältst."
    Du magst Dich fühlen wie Du willst... :stupid
     
  20. #19 armeFrau, 27.02.2011
    armeFrau

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    Ich denke, dass es dem Mieter (der Bank) vollkommen latte ist, ob das Haus verkauft wird, oder nicht.
    Wenn die dementsprechenden Mietvoraussetzungen mit einem evtl. neuen Eigentümer nicht mehr interessant für eine Bank (Konzern) sind, wird sie wechseln, sich neu orientieren und neu irgendwo anmieten.
    Und, mal ganz ehrlich...Wieviel macht eine Gebäudeversicherung mtl. aus?
    Hängt ein Verkauf oder Nicht-Verkauf an diesem Betrag?
     
  21. taxxo

    taxxo Neuer Benutzer

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    Die Bank ist auch noch 7 Jahre an den Vertrag gebunden.
    Es gibt noch einen Anbau, und die Bank könnte u.U. interessiert sein, diesen auch zu mieten. Falls dort Interesse besteht, seh ich da jetzt mal meine Chance, Dinge wie Gebäudeversicherung + Grundsteuer neu zu verhandeln.
    Ist auf jeden Fall ein Ansatzpunkt, mal gucken...

    Auch wenn es einige hier nicht glauben, es gibt immer kreative Ansätze, so was EVENTUELL zu lösen, auch wenn die Möglichkeit gering scheint.

    Daher ist mir nicht geholfen, wenn mir mit erhobenen Zeigefinger das Problem unter die Nase gerieben wird, das kenn ich nämlich selbst.
    Ich freue mich hier über eventuelle Lösungsansätze oder Gesetzeslücken, da sich hier ja Fachleute tummeln.
    Und da sind Bemerkungen wie sinngemäß "Oh der aaaarme Vermieter" einfach unangemessen und verwässern den Thread, der auch für andere mal interessant sein könnte.
    Und das war jetzt mein letzter Kommentar der nicht zum Topic gehört, VERSPROCHEN!! :Blumen
     
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