Gebühr Erstellung Jahresabrechnung

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von MrBesserwisser, 07.11.2012.

  1. #1 MrBesserwisser, 07.11.2012
    MrBesserwisser

    MrBesserwisser Gast

    Wir haben einer Wohnungseigentümergemeinschaft (23WE und 20STP) angeboten den Verwaltervertrag zum 31.12.2012 einvernehmlich zu beenden. (Die waren mit unserer Leistung nicht zufrieden.)

    Der neue Verwalter will für das Nachbuchen zur Erstellung der Abrechnung 2012 von der Eigentümergemeinschaft 3.000 Euro zzgl. MwSt. Die Eigentümergemeinschaft möchte sich nun zumindest einen Teil von uns wiederholen.

    Der neue Verwalter ist, soweit der Vertrag zum 01.01.2013 beginnt zum Erstellen der Abrechnung verpflichtet (Soviel ist mir klar.)

    Allein der Betrag scheint mir schon unanständig hoch. Ich denke, dass der neue Verwalter hier überhaupt keine besondere Vergütung verlangen dürfte.

    Kennt jemand hierzu einschlägige Urteile oder sonst eine Literaturstelle ?

    Wenn ja würde ich mich über antworten sehr freuen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 07.11.2012
    Martens

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    Als scheidender Verwalter muß man ja nicht mit der Kostenstruktur des Nachfolgers konform gehen, oder?

    In der Tat ist es so, daß der Neue die Abrechnung machen muß, der scheidende Verwalter nicht. Ob der neue Verwalter hierfür ein Sonderhonorar vereinbart(!) oder nicht, ist seinem Verhandlungsgeschick überlassen.

    Sofern ich eine WEG dieser Größe nachbuchen und abrechnen muß, berechne ich bis zu drei Monatshonorare.
    Sofern ich eine saubere Saldenliste bekomme, die ich abrechnen kann, maximal ein Monatshonorar.
    Das nur als Hinweis, jeder kann es machen, wie er will.

    Ach ja, der Anspruch der WEG an den scheidenden Verwalter besteht nur hinsichtlich der Rechnungslegung. Also sauber gebucht und mit Saldenlisten und Kontoverprobung übergeben und Ihr seit raus.

    Christian Martens
     
  4. #3 MrBesserwisser, 07.11.2012
    MrBesserwisser

    MrBesserwisser Gast

    Danke für die Antwort !

    Das mit der Rechnungslegung ist mir schon klar. Zu den Sachen, zu denen wir verpflichtet sind, die werden auch ausgeführt.

    Die Wohnungseigentümergemeinschaft hat die "einvernehmliche" Vertragsauflösung mit uns aber noch nicht angenommen, weil Sie noch etwas nachverhandeln wollten. Die haben in der ETV den Verwaltungsbeirat ermächtigt die Verhandlungen durchzuführen und die Auflösung dann zu beschließen. Im Gespräch mit dem Verwaltungsbeirat kam dann von diesen der Lösungsvorschlag auf, dass wir den Vertrag zum 31.01.2013 "einvernehmlich" beenden. Davon wären wir jetzt weniger begeistert, insbesondere da es in der Eigentümerversammlung noch geheisen hatte, man möchte den Vertrag möglichst früh, wenn möglich sogar zum 15.11.2012 beenden.

    Ich habe übrigens auch schon verschiedentlich in Foren gelesen, dass der neue Verwalter nichts hierfür verlangen darf. Leider ohne ausreichende Quellenangabe. Bei bisherigen Übergaben kenne ich es so, dass vielleicht mal 200 oder 300 Euro für das Nachbuchen anstanden, also eine völlig andere Größenordnung. Viele mir bekannte Verwalter nehmen hier gar nichts, es sei denn es würde noch weiter zurückliegen.

    Der Betrag um den es hier geht entsprechen übrigens in etwa 7 Verwaltermonatsgebühren des alten Verwalters, sprich uns.
     
  5. #4 Martens, 07.11.2012
    Martens

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    Wenn das Objekt aus anderen Gründen lukrativ erscheint, kann man die Buchhaltung des Vorjahres natürlich auch ohne Berechnung durchführen - nur, man muß es nicht. Das ist alles Verhandlungssache.

    Ich habe aber schon Abrechnungen für Objekte gemacht, in denen wir nicht Verwalter wurden. Da habe ich dann die Verhandlungen mit den genannten Sätzen geführt und meine Position wurde größtenteils übernommen.

    Einvernehmlich heißt einvernehmlich.
    Sofern keine Einigung möglich ist, arbeitet Ihr halt weiter, bis die reguläre Bestellung ausläuft, oder?
    Es kann doch nicht sein, daß die Eigentümerversammlung den Termin der Abbestellung des Verwalters dem Verhandlungsgeschick des Beirates überläßt?!
    Der Beschluß müßte ohnehin ordnungsgemäßer Verwaltung widersprechen.

    Christian Martens
     
  6. #5 MrBesserwisser, 07.11.2012
    MrBesserwisser

    MrBesserwisser Gast

    Wir haben letzten Endes kein Interesse die Verwaltung gegen eine Mehrheit von Eigentümer durchzuführen, d.h. dass wir den Beschluss nicht anfechten würden. Wir hoffen nach wie vor, dass das Angebot angenommen wird. Da dem Beschluss, das der Verwaltervertrag aufgelöst werden soll alle anwesenden Eigentümer zugestimmt haben, glaube ich auch nicht, dass sonst ein Eigentümer diesen anficht.

    Wir sind der Meinung, dass das Angebot der Vertragsauflösung von unserer Seite recht großzügig ist, da wir auch keinerlei Gegenforderungen damit verbunden haben. Die Eigentümergemeinschaft sieht das allerdings vollkommen anders.

    Wir haben übrigens auch schon auf der Versammlung angedeutet, dass wir uns möglicherweise gegen einen anderen Termin als den 31.12 zur Wehr setzen würden.
     
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