Gegenstände im Treppenhaus

Diskutiere Gegenstände im Treppenhaus im Kantine Forum im Bereich Off-Topic; Unser Vermieter hat jetzt dazu verpflichtet alle Gegenstände aus dem Treppenhaus zu schaffen. Sollte das bis zum bestimmte Datum nicht geschehen...
Robert77

Robert77

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Unser Vermieter hat jetzt dazu verpflichtet alle Gegenstände aus dem Treppenhaus zu schaffen. Sollte das bis zum bestimmte Datum nicht geschehen sein, so werden die Sachen kostenpflichtig entsorgt und das spiegelt sich dann in den Nebenkosten wieder :sauer016:
Das kann doch nicht sein, dass Leute die Sachen einfach so ins Treppenhaus stellen und dann drauf sch...
Ja und dann soll ich dafür bezahlen? Das sehe ich nicht ein. Wie sieht die Rechtsgrundlage bei so einem Fall aus?
 
lostcontrol

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Das kann doch nicht sein, dass Leute die Sachen einfach so ins Treppenhaus stellen und dann drauf sch...
Ja und dann soll ich dafür bezahlen? Das sehe ich nicht ein. Wie sieht die Rechtsgrundlage bei so einem Fall aus?
normalerweise ist es so, dass garnichts im treppenhaus stehen darf (ausser rollatoren und kinderwägen und die auch nur an dafür geeigneten stellen). das hat was mit dem brandschutz bzw. dem fluchtweg zu tun.
wir haben das - nach zuwiderhandlung - auch schon gehandhabt wie dein vermieter, nämlich damit gedroht dass, wenn die sachen nicht bis zu einem bestimmten termin verschwinden, wir sie entfernen (lassen) und die kosten hierfür auf die mieter umlegen. rechtlich ist das völlig ok, sofern nicht mietvertraglich etwas anderes vereinbart wurde, also z.b. den mietern ein bestimmter platz im treppenhaus zugewiesen wurde für z.b. schuhschränke oder ähnliches (sprich: diesen mitgemietet haben).
 

Pharao

Hi Robert77,

naja, in der Regel ist das Treppenhaus auch nicht mitvermietet an den Mieter. Zumal es auch unschön aussieht, wenn jeder sein "gerümpel" vor der Tür oder irgendwo im Treppenhaus abstellt. Auch kann es problematisch sein, wenn`s mal bei euch brennen sollte, also Fluchtwege, etc. Von demher ist es also völlig in Ordnung, das der Vermieter dies jetzt untersagt.

Erstmal muss der Vermieter alle auffordern den "Müll" zu beseitigen, ggf. mit Fristsetzung. Kann er den Müll jemanden zuordnen, dann haftet dieser auch für diese kosten. Kann er niemanden den Müll zu ordnen, dann haft meines Wissens die Gemeinschaft.
 
Robert77

Robert77

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Vielen Dank.
Brandschutzordnung war mir bewusst, habe jetzt auch nichts gegen die Beseitigung. Die gemeinsamen Kosten stören mich nur und wie es aussieht kann ich auch nichts dagegen machen :(.
 
lostcontrol

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Brandschutzordnung war mir bewusst, habe jetzt auch nichts gegen die Beseitigung. Die gemeinsamen Kosten stören mich nur und wie es aussieht kann ich auch nichts dagegen machen :(.
jetzt wart's doch mal ab ob die leute nicht wirklich selbst ihren kram wegräumen.
üblicherweise geht's ja um schuhschränke und evtl. noch 'n hockerchen oder ähnliches - da werden die leute wohl kaum interesse dran haben wenn das entsorgt wird.
oder steht bei euch wirklich müll im treppenhaus?
 

MrBesserwisser

Betriebskosten

In der Betriebskostenverordnung (BetrKV) heißt es:
"Betriebskosten sind die Kosten, die dem Eigentümer oder Erbbauberechtigten durch das Eigentum oder Erbbaurecht am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen. "

Da diese Kosten durch einmalige Beauftragung entstehen, sind es IMO keine Betriebskosten im Sinne der BetrKV. Damit wären Sie insbesondere nicht auf die Mieter umlegbar. Viele Vermieter versuchen diese Kosten trotzdem auf die Mieter umzulegen. Die Frage ist, ob es sich lohnt, sich hiergegen zu wehren.

Wenn der Vermieter die Kosten wieder haben will, müsste er diese eigentlich als Schadenersatz bei den Verursachern wiederholen.
 

Papabär

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Da diese Kosten durch einmalige Beauftragung entstehen, sind es IMO keine Betriebskosten im Sinne der BetrKV.
Die Art der Bauaftragugn ist nebensächlich. Viel entscheidender ist, ob diese Kosten regelmäßig anfallen - wobei regelmäßig nicht unbedingt jährlich bedeuten muss. Eine Abfuhr alle 3-4 Jahre dürfte auch noch als regelmäßig gelten.
Auch muss die Umlage von Kosten der Sperrmüllentsorgung nicht noch einmal separat neben den Kosten der allgemeinen Müllentsorgung im Mietvertrag verankert sein.

Guckst Du VIII ZR 137/09.

Sofern der Verursacher zu ermitteln ist, hat der Vermieter sich natürlich an den Verursacher zu halten ... eine kriminaltechnische Untersuchung des abgelagerten Mülls kann man vom Vermieter deswegen jedoch nicht verlangen.
 
lostcontrol

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Da diese Kosten durch einmalige Beauftragung entstehen, sind es IMO keine Betriebskosten im Sinne der BetrKV.
hat denn jemand behauptet dass das betriebskosten wären?

Damit wären Sie insbesondere nicht auf die Mieter umlegbar. Viele Vermieter versuchen diese Kosten trotzdem auf die Mieter umzulegen.
dazu gibt's jede menge urteile in denen der vermieter recht bekam und die kosten umlegen durfte - denn dass die mieter diese kosten verursacht haben, indem sie auch nach aufforderung ihren kram nicht weggeräumt haben, ist ja eindeutig.

Wenn der Vermieter die Kosten wieder haben will, müsste er diese eigentlich als Schadenersatz bei den Verursachern wiederholen.
nenn's von mir aus "schadensersatz" (auch wenn man darunter eher was anderes versteht), aber genau das soll ja hier passieren und ist auch völlig korrekt so.
 

tokape

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Gilt das mit der Entsorgung eigentlich auch für Fahrräder? Ich habe da so zwei nette Mieter die ihre Räder immer im Treppenhaus abstellen (es gibt auch einen Fahrradkeller) und diese dann noch ans Treppengeländer anschliessen. Darf ich dann echt nach Ankündigung das Schloss knacken und diese vor die Tür stellen? Ich habe auch schon mehrfach gemahnt wg Brandschutz und so weiter.
 
Syker

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Hallo Tokape


Gilt das mit der Entsorgung eigentlich auch für Fahrräder?

Meiner Meinung nach gillt das für alle Gegenstände,
die im Treppenhaus gelagert werden.


Ich habe auch schon mehrfach gemahnt wg Brandschutz und so weiter.

Hierbei wichtig das du nachweisbar abgemahnt hast,
und die Entsorgung angekündigt hast.

Erlöse aus der Entsorgung
(z.B. Verkauf von Gegenständen an einen Schrotti)
musst du mit den entstandenen Kosten verrechnen.


VG Syker
 

Papabär

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Erlöse aus der Entsorgung
(z.B. Verkauf von Gegenständen an einen Schrotti)
musst du mit den entstandenen Kosten verrechnen.
Vor allem aber sind die Verursacher hier augenscheinlich bekannt! Betriebskostenumlage is also nich ...
 

Pharao

Hi Tokape,

was hast du den für uneinsichtige Mieter ? Ich mein, wenn man den Mieter erstmal nett drauf hinweist, das das Treppenhaus kein Fahrradabstellplatz ist, sehen das i.d.R. die meisten Mieter auch ein. Wenn du jetzt noch schreibst, das du die sogar schon deswegen abgemahnt hast, dann kann ich wirklich nicht nachvollziehen, warum die Mieter sich nicht daran halten wollen.

In dem Fall würde ich es also genauso machen wie Skyer es beschrieben hat, denn ansonsten tanzen die dir auf der Nase rum.
 
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immodream

immodream

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Hallo tokape,
ich habe meinen Mietern wegen der Gegenstände im Treppenhaus ( u.a. auch angekettete Fahrräder )einen netten Brief geschrieben.
Unter Hinweis auf die Brandschutzverordnung habe ich angedroht, die Fahrräder zu entfernen.
Das habe ich auch dann nach einigen Wochen auch durchgeführt und die Fahrräder in den Fahrradkeller verbracht.
Es hat sich Niemand bei mir beschwert.
Das gleiche Verfahren habe ich mit Fahrrädern, die monatelang ohne Vorder- oder Hinterrad im Fahrradkeller die Plätze blockierten , durchgezogen.
In einem Schreiben, in dem ich die Mieter aufgefordert habe, die nicht fahrtüchtigen Fahrräder in ihren eigenen Keller zu verbringen, habe ich erklärt, die Fahrräder nach 4 Wochen als Schrott an die Straße zu stellen.
Auch hier hat sich Niemand gemeldet, nachdem die Fahrräder von mir an die Straße gestellt wurden.
Manchmal muß man auch den Mut haben, seinen Androhungen gegenüber den Mietern auch Taten folgen zu lassen.
Grüße
Immodream
 

Papabär

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Manchmal muß man auch den Mut haben, seinen Androhungen gegenüber den Mietern auch Taten folgen zu lassen.
So und nicht anders!

Natürlich sollte die Ankündigung eine eventuelle Urlaubsabwesenheit berücksichtigen ... drei Wochen vor dem geplanten Räumungstermin halte ich hierfür aber für ausreichend.

Des Weiteren würde ich empfehlen, sich bei der Aktion mit ´nem Fotoapparat zu bewaffnen um die "Entwendung wertvoller Güter" für einen eventuellen Disput zu dokumentieren.



In einigen Häusern mit besonders kleinen Kellerverschlägen - aber mit Fahrrad- Kinderwagen- und Trockenräumen, habe ich persönlich beispielsweise auch kein Problem damit, wenn die Mieter ihren Sperrmüll vor einem bestellten Abfuhrtermin vorübergehend (und nach Absprache) in einem der Gemeinschaftskeller unterbringen. Dann steht der Plunder wenigstens nicht auf der Straße rum ... aber dann sollen die Mieter auch ihre Namen drauf schreiben.
 

LisaB

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Hallo,

aus Brandschutzgründen muss die Treppe frei bleiben und ein mindest Abstand zur Wand halten. Sonst würde der Vermieter im Falle eines Brandes... zur Kasse gebeten wenn es nicht eingehalten würden werde und dadurch Personenschäden entstehen.
 

Papabär

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aus Brandschutzgründen muss die Treppe frei bleiben und ein mindest Abstand zur Wand halten.
:152: Wie groß soll denn dieser Mindestabstand zwischen Treppe und Wand sein? Bei uns haben die die Treppe einfach direkt an die Wand gebaut ... so ein Pfusch.

Wenn der Abstand groß genug wäre, dann würde sich ja auch der Fluchtweg deutlich verkürzen.
 
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