Gekündigt und ein Problemchen

Diskutiere Gekündigt und ein Problemchen im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hi, wir haben unserem Mieter wegen zahlreicher Probleme ja gekümdigt mit der verlängerten Kündigungsfrist von 6 Monaten (diese Regelung bei einem...

  1. Pladde

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    Hi,

    wir haben unserem Mieter wegen zahlreicher Probleme ja gekümdigt mit der verlängerten Kündigungsfrist von 6 Monaten (diese Regelung bei einem Zweifamilienhaus wenn der Vermieter selbst im Haus wohnt :vertrag ) zum 28.02....

    Nun ist es heute schon das 3. Mal vorgekommen dass der Mieter die Haustür offen stehen gelassen hat nachdem er das Haus verlassen hat. :wand:

    Eine Bekannte sagte das sollten wir abmahnen und nach der 3. Mahnung könnten wir den früher bzw fristlos rausschmeißen..... stimmt das? Ich mein, die Versicherung freut sich wenn eingebrochen wird und die Haustür stand sperrangelweit auf :motzki

    LG, Pladde
     
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  3. #2 Thomas76, 19.09.2009
    Thomas76

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    Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber ob der Mieter so dumm sein und nach mehreren Abmahnungen immernoch die Tür offen lassen wird ? Vermutlich doch eher nicht.

    Sprich, die Chance, den Mieter auf diesem Wege schneller loszuwerden dürften eher gering sein.
     
  4. RMHV

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    Das stimmt nun keineswegs. Liegt eine Verfehlung des Mieters vor, genügt eine einzige Abmahnung. Im Wiederholungsfall kann fristlos gekündigt werden. Allerdings ist nicht jedes Verhalten des Mieters, das dem Vermieter heute gerade nicht passt, auch ein Verstoß gegen vertragliche Pflichten. Liegt keine Verletzung von Verpflichtungen aus dem Mietvertrag vor, wird auch eine noch so große Anzahl von Abmahnungen keinen Kündigungsgrund schaffen können.
     
  5. #4 Thomas76, 20.09.2009
    Thomas76

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    Bliebe für mich noch die Frage, ob denn alles, was im Mietvertrag als Pflicht des Mieters genannt wird, auch bei Verstoß zu Abmahnung&Kündigung berechtigt ? Z.B. Dinge wie "Müll ist zu trennen", "Haustür ist zu schließen", "keine Fahrzeuge in der Auffahrt abstellen", etc.Ich könnte mir vorstellen, das durchaus vor Gericht die Verhältnismäßgkeit in Zweifel gezogen werden könnte ?
     
  6. Pladde

    Pladde Benutzer

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    Naja, ich halte es für einen Unterschied ob jemand ein Auto in die Auffahrt stellt oder die Haustüre die ganze Nacht oder den ganzen Tag offen stehen lässt... zB ein Auto ist einfach nur "nervig", eine offene Haustüre ist aber eine Einladung für Einbrecher usw....
     
  7. RMHV

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    Dem würde ich mich nicht anschließen...

    Der Mieter darf genau die Dinge nutzen, deren Nutzung im Mietvertrqag vereinbart ist. Stellt der Mieter ohne dazu berechtigt zu sein sein Fahrzeug auf dem Grundstück ab, ist dies keineswegs nur nervig, sondern eine Eigenmächtigkeit, die man im Prinzip nicht hinnehmen darf.
    Mit der gleichen Berechtigung könnte der Mieter auch eine zufälligerweise gerade leerstehende Garage belegen. Warum sollte wohl die eigenmächtige Nutzung des Grundstücks nur nervig sein?
     
  8. Pladde

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    Gut, das stimmt schon. Ist schon eine Form der Eigenmächtigkeit, da gebe ich Dir Recht.

    Wie soll ich meine Ansicht jetzt rigendwie erklären.... ich versuch es mal. Theoretisch entsteht dadurch aber ja eigentlich kein unmittelbarer Schaden.

    Wenn die Tür jedoch offen stand und ein Einbrecher kommt, verlieren wir den Versicherungsschutz und Alle Schäden und Verluste durch einen Einbruch müssen aus eigener Tasche ersetzt werden.

    Verstehst Du was ich meine? :Blumen
     
  9. RMHV

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    Bei dieser Grundeinstellung ist es schwer vermittelbar, dass eine leerstehende Wohnung nur gegen Zahlung einer Miete zur Nutzung überlassen wird. Schließlich entsteht auch ohne Mietzahlung kein unmitelbarer Schaden...


    Man stelle sich einfach mal vor, eine Hausratversicherung verweigert in einem Haus mit vielleicht 20 oder 30 Wohnungen die Regulierung eines Einbruchsschaden mit der Begründung, der Einbrecher wäre wegen einer zufälligerweise gerade einmal offenen Haustür ins Treppenhaus gelangt. Das ist kaum vorstellbar. Die Versicherungsbedingungen im Zweifamilienhaus unterscheiden sich nicht von den Bedingungen für Wohnungen in größeren Objekten.

    Selbstverständlich... das macht aber die hier vorgetragenen Wertungen weder richtig noch sinnvoll.
    Es wird eine schlichte Frage zu beantworten sein: ist der Mieter verpflichtet, die Tür zu schließen?
    Gibt es die Verpflichtung, kann man abmahnen und in der Folge kündigen. Gibt es die Verpflichtung nicht, sollte man vielleicht einen Türschließer montieren.

    Eine entsprechende Verpflichtung wird man durchaus begründen können und wenn man Glück hat folgt einem das zuständige Gericht im Streitfall auch. Da der Ausgang eines Streits aber völlig ungewiss ist, würde ich persönlich zur Streitvermeidung eher den Türschließer montieren.
     
  10. #9 Thomas76, 21.09.2009
    Thomas76

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    Und genau wegen diesem Glücks-Faktor würde ich vermuten, das das Gericht bei Kündigungen wegen derartiger Pflichverletzungen eher dem Mieter Recht gibt.Vor allem, wenn man bedenkt, wie schwierig es tlw. schon bei gravierenderen Kündigungsgründen ist als Vermieter vor Gericht Recht zu bekommen.

    Zumal es in diesem Fall ja im Kern nicht um die offenstehende Haustür u.ä. geht, sondern um eine Möglichkeit, einen unliebsamen Mieter loszuwerden.Und da würde ich bei vorgeschlagener Vorgehensweise, wie gesagt, die Chancen eher als gering einschätzen.
     
  11. Pladde

    Pladde Benutzer

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    Na den Mieter sind wir ja schon "quitt", die Wohnung ist ja schon rechtskräftig unsererseits gekündigt worden. Es geht halt nur darum dass der wirklich Alles versucht, uns die letzte Zeit noch möglichst unangenehm zu gestalten....
     
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