Gemeinschaftseigentums verkümmert

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Triple-J, 14.12.2014.

  1. #1 Triple-J, 14.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 14.12.2014
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.09.2011
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    53
    Gemeinschaftseigentum verkümmert

    Hallo zusammen,

    in einer größeren Wohnanlage verkümmert meiner Meinung nach das Gemeinschaftseigentum mehr und mehr. In einem anderen Thread hatte ich diesbezüglich schon Fragen bezüglich eines Hausmeister(firmen)wechsels gestellt, weil die Hausmeistertätigkeiten derzeit durch eine Firma des Verwalters wahrgenommen werden. Ich möchte dem Verwalter und dem Beiratsvorsitzenden nunmehr einen konkreten Vorschlag unterbreiten und dabei nochmal auf die aktuelle Situation hinweisen, die u. a. wie folgt aussieht:

    Zunächst mal folgendes Bild:
    [​IMG]

    Es handelt sich hierbei um einen Balkon, der laut Teilungserklärung zum Gemeinschaftseigentum gehört mit Sondernutzungsrecht an den Wohnungsbesitzer. Von einem seitlich liegenden Flur kann man durchs Fenster wunderbar auf diesen Balkon drauf sehen. Grundsätzlich soll mir ja zunächst mal egal sein, wer was auf seinem Balkon macht oder nicht macht. Aber seht Ihr in einem solchen Extremfall Handlungsbedarf? Sollte die ETG diesbezüglich gegenüber dem Verwalter verlangen, tätig zu werden?

    Zum "allgemeinen" Gemeinschaftseigentum seht Ihr vier weitere ausgewählte Bilder. Ein in diesem Zustand völlig nutzloser Pumpensumpf; vermosender Bodenbelag (Die zwei Drittel links gehören zum Gemeinschaftseigentum, rechts Bürgersteig); eine Stromkabel samt Box, die Mitten im nassen Gestrüpp herumliegt und dessen Kabel nach unten in den Boden geht (wohin auch immer, keine Ahnung, wie gefährlich das ist) sowie einen "Aufzug des Grauens", der nachweislich seit mindestens einem halben Jahr so aussieht. Der Verwalter tut immer so als sei alles bestens, um seinen eigenen Hausmeisterdienst zu schützen (für die Reinigung gibt es jedoch einen anderen Dienstleister). Der Druck der Eigentümer auf den Verwalter ist meines Wissens aber auch gering.

    Mir fällt es schwer, hier noch von ordnungsgemäßer Verwaltung zu sprechen (es handelt sich nur um eine kleine Auswahl an Bildern, Bilder von "nur teilweise" schließenden Haustüren sowie von Treppenhausfenstern, die man erst in die richtige Richtung drücken muss, um sie wieder zu schließen, habe ich z. B. rausgelassen.)

    Ich bitte hierzu um Eure Meinung.
     

    Anhänge:

    • 019.jpg
      019.jpg
      Dateigröße:
      98,9 KB
      Aufrufe:
      51
    • 080.jpg
      080.jpg
      Dateigröße:
      96,6 KB
      Aufrufe:
      100
    • 053.jpg
      053.jpg
      Dateigröße:
      106 KB
      Aufrufe:
      44
    • 099.jpg
      099.jpg
      Dateigröße:
      101,7 KB
      Aufrufe:
      41
    • 062.jpg
      062.jpg
      Dateigröße:
      100,5 KB
      Aufrufe:
      43
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.371
    Zustimmungen:
    1.410
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Balkon: Wohnungseigentümer anschreiben er möge doch bitte tätig werden, dass der Nutzer entsprechende Pflegemaßnahmen duldet/durchführt, da sich bei Schäden die Gemeinschaft an ihn wenden wird.

    Pumpensumpf: Status unklar. Funktioniert die Pumpe wie sie soll?
    Ansonsten nichts beunruhigendes, bis auf: Wo ist die Abdeckung? Hast du sie nur fürs Foto weggenommen?

    "Kabel mit Box": Ich gehe davon aus das dort mal eine Beleuchtung oder ähnliches montiert war und das Ende des Erdkabels mit der Verteilerdose gesichert wurde. Wenn innen ordentlich geklemmt o.k.

    "Vermosende Fläche": ehm und wo ist da der Grund zur Panik? Da würd' ich auch noch nichts machen. Wenn man den mal im Herbst oder Frühjahr schönes Wetter und lange Weile hat geht man da halt irgendwann mal mit dem Kärcher und Besen bei.

    "Fahrstuhltür": Ja, und was willst du da jetzt machen? Die Fahrstuhlkabine austauschen?
    OK, ne Dose Zinkspray vielleicht.
     
  4. #3 Triple-J, 14.12.2014
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.09.2011
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    53
    Ja, die Abdeckung hatte ich hochgehoben.
    Beunruhigend sei dahingestellt, letztlich ist so ein Pumpensumpf in einem Waschkeller jedoch insbesondere dazu da, um im Falle eines Wasserschadens Wasser ablaufen zu lassen bzw. Wasser aufnehmen zu können. So erfüllt der Pumpensumpf jedoch keinen Zweck.

    Wenn das denn mal passieren würde!!

    Ich hatte da eher an heißes Wasser und Reinigungsmittel gedacht.
     
  5. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.371
    Zustimmungen:
    1.410
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Ist die Pumpe defekt? Dann Mangel melden und Dampf. Den Verwalter mal nach seiner Haftpflichtvers. fragen. Ggf. diese dann anfragen ob auch für Schäden durch pflichtwidriges Unterlassen gehaftet wird...

    Wenn das alle paar Jahre mal passiert langt es doch, nach deinem Bild würde das auch erst in dem einem oder anderem Jahr anstehen...

    Und was sagt dein Verwalter dazu?
    Wenn einer Sonderreinigung schon reicht umso besser.

    O.K. bei mir wissen die Verwalter was ihnen weniger Ärger und Arbeit macht. Mich zu ignorieren ganz sicher nicht. Bisher bin ich es gewöhnt, dass wenn ich einen Schaden/Mangel melde ich innerhalb von 2h bis einer Woche :
    a) über einen Handwerker stolpere/ sehe die Arbeiten sind erledigt
    b) ich eine Info bekomme alá Arbeiten sollen im Rahmen dieser und jener Tätigkeiten mit erledigt werden
    c) Info das ist etwas größer, da muss die ETV ran, es wird ein entsprechender TOP mit angelegt.
     
  6. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.706
    Zustimmungen:
    1.246
    Mein Senf dazu: Zumindest sehe ich keine offensichtlichen Gründe, warum hier keine ordnungsmäßige Verwaltung mehr vorliegen sollte.

    Was ich sehe, sind klassische Streitpunkte in einer WEG: Dinge, die man sehr wahrscheinlich nicht machen muss - jedenfalls nicht sofort - aber sehr wohl machen kann, wenn man auf eine entsprechende Außenwahrnehmung Wert legt. Wenn die Gemeinschaft mit der Situation mehrheitlich unzufrieden ist, kann man da mit Sicherheit etwas bewegen - sonst nicht.
     
  7. #6 Triple-J, 15.12.2014
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.09.2011
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    53
    @ Duncan: Ich habe dem Verwalter und dem Beiratsvorsitzenden gestern Abend mal eine "Mängelliste" zukommen lassen.

    @ Andres: Gut, ich werde wie gesagt bei der nächsten ETV in einem halben Jahr den Vorschlag unterbreiten, entweder einen festen HM oder einen HM-Komplett-Service zu engagieren. Denn meines Erachtens verkommt die Anlage mehr und mehr, was sich natürlich auch auf den Wert der einzelnen Wohnungen niederschlägt. Wenn den anderen Eigentümern dies bei der nächsten ETV natürlich egal sein sollte, habe ich Pech gehabt.
     
  8. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    1.568
    Zustimmungen:
    492
    Ich sehe da jetzt auch keine Mängel. Wohl aber Dinge, die mich persönlich sehr stark stören würden.
    Was ist denn mit dem Pumpenschacht? Da hab ich noch nicht kapiert/gesehen, was daran nicht okay ist.

    Das bisschen Moos auf dem Pflaster neben dem Anhänger macht nichts kaputt, das Moos und die paar Pflänzchen auf dem Balkon m.E. auch nicht.

    Und das Stromkabel: Wenn da eine Funzel vorgesehen ist/war oder sich mal befunden hat, liegt da halt Strom. Was soll man denn machen? Das Kabel komplett ausbuddeln? Dass das Gestrüpp drumherum überhaupt nicht gepflegt ist, sehe ich auch so. Aber die Pflege muss auch jemand bezahlen - oder machen.

    Ich habe gute Erfahrungen - selbst mit größeren Aktionen (mehrere Stellplätze in Eigenliestung pflastern) - gemacht, wenn man einfach entweder selbst Hand anlegt oder aber einen Samstag mit allen Eigentümern/Besitzern/Bewohnern/Interessierten selbst anpackt und ab Samstagnachmittag den Grill, das Bier und/oder den Glühwein rausholt - dabei eintstehen die schönsten Hausparties mit allerbester Stimmung.

    Mach doch erst mal selbst das Moos neben dem Anhänger weg, damit die anderen sehen, dass du nicht nur redest, sondern auch anpacken kannst. Wenn du dann im Frühjahr herumfragst, ob man dir nicht am kommenden Samstag helfen möchte, das Wohnumfeld in Schuss zu bringen, sagt vielleicht der eine oder andere "ja".
     
  9. #8 BHShuber, 15.12.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    2.361
    Zustimmungen:
    656
    Ort:
    München
    päpstlicher als der Papst berechtigt oder nicht..................................

    Hallo,

    natürlich ist das nicht sonderlich schön anzusehen, dennoch bricht das Gemeinschaftseigentum lange noch nicht zusammen und ist dem Untergang geweiht.

    Ärgerlich, keine Frage, das ist es.

    Nach § 27 Abs. 1 Nr. 3 WEG ist der Hausverwalter verpflichtet Zur Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen, hierzu gehören nicht nur dringend notwendige Instandhaltungsmaßnahmen und Instandsetzungsmaßnahmen deren Erledigung sich bereits aus § 27 Abs. 1 Nr. 2 ergeben, sondern auch die fachgerechte Überprüfung von Schäden und beginnenden Schäden die im Gemeinschaftseigentum begründet sind, die das Gemeinschaftseigentum auf Dauer schädigen können.

    Es wird sicherlich nicht schaden, die Hausverwaltung hierzu aufzufordern, bleibt eine Aufforderung ungehört, sollte man die angesprochenen Mißstände in der Eigentümerversammlung als Tagesordnungspunkte zur Diskussion stellen und hierüber entscheiden wie zu verfahren ist.

    Gruß

    BHShuber
     
  10. #9 Triple-J, 15.12.2014
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.09.2011
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    53
    Für meine laienhaften Begriffe und für die fachmännischen Begriffe eines Hausmeisterservice (welcher sich das Objekt zwecks Angebotserstellung angeschaut hatte) erfüllt der Pumpensumpf in diesem Zustand seine eigentliche Funktion nicht mehr.

    Das war nur eine Frage, ich bin kein Fachmann. Ein Elektriker hat mir zwischenzeitlich auch erklärt, dass, solange die "Box" ordentlich verkabelt und verschlossen ist, alles in Ordnung wäre.

    Die Pflege wird bezahlt ! Und zwar nicht zu knapp !

    Das könnte man dann machen, wenn man nicht jeden Monat über 3.000€ dafür bezahlen würde! Davon entfallen gute 1.000€ auf die Hausreinigungsfirma und knappe 2.000€ auf den Hausmeisterservice (der u. a. für die "normalen" Hausmeistertätigkeiten sowie für die Garten- und Außenpflege zuständig ist.)

    Das ist richtig, aber (auf Dauer) sinkt der Wert der Anlage und der einzelnen Wohnungen.

    Außerdem, wie oben beschrieben, fließen jeden Monat über 3.000€ in das Objekt. Den jetzigen Zustand kann man m. E. auch für ein Drittel dieses Geldes erreichen.
     
  11. #10 Triple-J, 15.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 15.12.2014
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.09.2011
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    53
    Vielleicht zum besseren Verständnis noch ein paar weitere Bilder.

    Letztlich zieht sich die mangelhafte Leistung durch das komplette Objekt in fast allen Einzelheiten durch. Die Türstopper sehen, ohne zu übertreiben, fast alle so aus (Objekt mit mehreren Häusern und Eingängen). Auch der in Bild 033 zu sehende Zustand ist an mehreren Stellen im Haus der Fall.

    Ich bin der Meinung, dass die 3.000€, von denen immerhin knapp 2.000€ auf den Hausmeisterservice entfallen, sehr viel Geld im Vergleich zu dieser (Nicht-)Leistung sind. Wenn der Hausmeisterservice des Verwalters mit Ausnahme des Rasenmähens und Heckenschneidens alle Tätigkeiten nur auf ganz gezielte Aufforderung eines Eigentümers ausübt, dann braucht man meines Erachtens keine pauschalen 2.000€ jeden Monat zu zahlen. Dann kann ich den auch auf Stunden arbeiten lassen, indem dieser 1 x im Monat eine konkrete Auflistung von auszuübenden Tätigkeiten bekommt. Da kommt die ETG sogar mit einem hohen Stundensatz und langsamer Arbeitsausübung günstiger weg.

    Ich bin niemand, der von einem Hausmeisterservice erwartet, dass er es sofort bemerkt, wenn in einer großen Wohnanlage im obersten Flur in der verwinkelsten Ecke eine Lampe kaputt geht. Da braucht der HM natürlich schon mal einen Hinweis. Aber vorliegend geht man ja alle paar Meter an etwas vorbei, was schon längst hätte gemacht sein müssen.

    Es gibt noch weitere Dinge, die ich beanstande, wie die schon angesprochenen "nur teilweise" schließenden Haustüren sowie Treppenhausfenster, die man erst in die richtige Richtung drücken muss, um sie wieder zu schließen sowie kaputte Waschmaschinen und Trockner im Waschraum; aber ich will hier nicht den Rahmen sprengen. Ich habe dem Verwalter wie gesagt eine Mängelliste zukommen lassen.

    Meint Ihr wirklich, ich bin zu pingelig, in Anbetracht der Tatsache, dass die Gemeinschaft jeden Monat über 3.000€ für die Erhaltung der Anlage hinblättert (für das sogenannte "Müllmanagement" kommen übrigens noch 500€ jeden Monat oben drauf, dann wären wir schon bei über 3.500€... Winterdienst wird natürlich noch extra bezahlt.)?
     

    Anhänge:

    • 093.jpg
      093.jpg
      Dateigröße:
      95,1 KB
      Aufrufe:
      27
    • 060.jpg
      060.jpg
      Dateigröße:
      100 KB
      Aufrufe:
      28
    • 033.jpg
      033.jpg
      Dateigröße:
      99,3 KB
      Aufrufe:
      28
    • 045.jpg
      045.jpg
      Dateigröße:
      92 KB
      Aufrufe:
      27
    • 044.jpg
      044.jpg
      Dateigröße:
      100 KB
      Aufrufe:
      29
  12. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.371
    Zustimmungen:
    1.410
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Bei dem Balkon wär ich nicht so sicher. Ich sehe dort keine andere Entwässerung und gehe davon aus, dass diese über die breiten Fugen und Splitt geschieht. Wenn diese durch Pflanzen zugesetzt ihre Funktion nicht mehr erfüllen sucht sich Wasser seinen Weg, von unschönen Schlieren und Algenbewuchs bis zum ausgewachsenen Wasserschaden ist alles in der Palette der Möglichkeiten.


    PS: wenn man die Platten schon mal aufnimmt könnte man die auch richtig ausmitten und auf die Pfeife am Rand verzichten...
     
  13. #12 Martens, 16.12.2014
    Martens

    Martens
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    05.04.2006
    Beiträge:
    2.909
    Zustimmungen:
    157
    Ort:
    Berlin
    nur mal ein Zitat herausgegriffen:

    Um beurteilen zu können, ob die vertragliche Leistung komplett erbracht wird, muß man den Vertrag inhaltlich kennen - Du kennst ihn?
    Um beurteilen zu können, ob die gezahlten Gelder angemessen sind, muß man den vereinbarten Arbeitsumfang kennen, also z.B. den Reinigungsturnus und die Größe des Objektes, Anzahl der Höfe etc.

    Vertragsumfang für einen Hausmeisterservice ist selten die Instandhaltung des Objektes, die gezeigten Schäden am Türstopper und der Lampe sowie das Aussehen des Müllplatzes gehen auf unsachgemäßen Umgang der Bewohner mit der Immobilie zurück, nicht auf mangelhafte Leistung des Hausmeisters.

    Man kann zu diesem Thema eine Meinung haben, bitte sehr, aber ein sachliches Urteil über die Leistung des Dienstleisters und die des Verwalters kann man auf diese Weise kaum begründen.

    Um hier zu einer sachlichen Auseinandersetzung zu kommen, würde ich Dir dazu raten, selbst mindestens ein Angebot für die notwendigen Leistungen einzuholen. Du siehst dann, welche Kosten entstehen, wenn der Auftrag an eine andere Firma vergeben würde. Aussagen über die Qualität dieses Dienstleisters sind vorab nur schwer möglich, man kann sich aber Referenzobjekte nennen lassen und diese ansehen und ggfs. mit den Bewohnern dort sprechen.

    Christian Martens
     
  14. #13 PHinske, 16.12.2014
    PHinske

    PHinske Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    18.06.2009
    Beiträge:
    471
    Zustimmungen:
    47
    Ist ja nun wirklich nicht schön.

    Das Thema müsste als TOP zur nächsten Eigentümerversammlung angemeldet werden.

    Mit der Option, dass die Eigentümergemeinschaft die Kündigung der bestehenden Verträge beschließen kann. Ebenso wie eine Neuvergabe notwendiger Leistungen.

    In meiner Teilungserklärung ist zu lesen, dass die Eigentümer verpflichtet sind, dem Verwalter Mängel und Schäden am Gemeinschaftseigentum zu melden.
    Damit sollte man natürlich nicht jahrelang warten. Je eher, desto besser.

    Man sieht ja dann auch, ob der Verwalter handelt und die notwendigen Instandsetzungen veranlasst.
    Zum Veranlassen würde auch gehören, den Inhaber des Sondernutzungsrechts zur Instandhaltung des gezeigten Balkons anzuhalten.

    Zur Vorbereitung der Versammlung würde ich Einsicht in die bestehenden Verträge nehmen und prüfen, ob es Leistungsnachweise der beauftragten Firmen gibt.

    Es ist auch die Frage berechtigt, wann durch die Verwaltung zuletzt eine Begehung des Objekts passiert ist und ob es dazu ein Protokoll gibt.

    Die Vernachlässigung wird kaum in Interesse der Gemeinschaft liegen.
    Für Kapitalanleger bedeutet so ein Zustand sicherlich auch schlechtere Vermietbarkeit.
    Als Bewohner dürfte man auch unzufrieden sein, in solch einer Asi-Anlage zu leben.

    Also: Ansatzpunkte gibt es durchaus; der Verwalter sollte auch zur Disposition stehen; ER hat den Zustand mitzuverantworten.

    MfG PHinske
     
  15. #14 Martens, 16.12.2014
    Martens

    Martens
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    05.04.2006
    Beiträge:
    2.909
    Zustimmungen:
    157
    Ort:
    Berlin
    Genau, sofort und fristlos kündigen!
    Der Verwalter geht vermutlich nachts in die Objekte, zerstört Lampen, Aufzugskabine und Türfeststeller und reißt den Müll aus den Containern!

    Liebe Leute, meist bekommt man als Verwaltung für diese Dinge (Hausmeister, laufende Instandhaltung) von den Eigentümern ein Budget genehmigt, mit dem dann auszukommen ist. Es ist hier auch völlig unklar, welche weiteren Zwangspunkte diese WEG vielleicht grade hat, wofür also z.Zt. das Geld dringender benötigt wird.

    Wenn aber die Bewohner meinen, sie bräuchten jemanden, der täglich hinter ihnen aufräumt (Müllplatz, Grünanlagen) und sie müßten mit der Anlage nicht schonend umgehen (Lampen, Türanschlag, Aufzugskabine)
    ... dann ist der Verwalter schuld.
    Ja nee, is klar. ;)

    Christian Martens
     
  16. #15 BHShuber, 16.12.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    2.361
    Zustimmungen:
    656
    Ort:
    München
    aha

    Hallo,

    ungeachtet dessen, dass der Verwalter nicht immer informiert ist, ist er dennoch, wenn ein Miteigentümer die Mißstände meldet zum Handeln verpflichtet.

    ZITAT meines Posts von gestern:

    Nach § 27 Abs. 1 Nr. 3 WEG ist der Hausverwalter verpflichtet Zur Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen, hierzu gehören nicht nur dringend notwendige Instandhaltungsmaßnahmen und Instandsetzungsmaßnahmen deren Erledigung sich bereits aus § 27 Abs. 1 Nr. 2 ergeben, sondern auch die fachgerechte Überprüfung von Schäden und beginnenden Schäden die im Gemeinschaftseigentum begründet sind, die das Gemeinschaftseigentum auf Dauer schädigen können.


    Gruß

    BHSHuber
     
  17. #16 Triple-J, 16.12.2014
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.09.2011
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    53
    Es würde jetzt hier zu weit führen, die Größe der Anlage (ca. 140 Einheiten) darzustellen. Da ich jedoch auch Wohnungen in anderen größeren Wohnanlagen habe, kann ich im Vergleich feststellen, dass sich die Kosten für dieses Objekt im oberen Bereich bewegen.

    Unabhängig davon, ob es sich bei den Türstoppern um unsachgemäßen Umgang der Nutzer handelt oder nicht: Irgendjemand muss sich doch nun um die "Instandsetzung" dieser Türstopper kümmern. Muss ich Deiner Meinung nach jetzt eine extra Firma dafür kommen lassen? Dann brauche ich m. E. keinen Hausmeister(service), zumal die Reinigungsleistungen ohnehin schon an eine Reinigungsfirma vergeben sind.

    Habe ich bereits gemacht, sogar zwei Angebote, habe diese am Sonntag dem Verwalter zugeschickt. Mal gucken, was draus wird. Die günstigere der beiden Firmen, welche mir von einer anderen ETG empfohlen wurde, ist etwas günstiger als das jetzige "Paket". Beide Firmen, die sich das Objekt zwecks Angebotserstellung angeschaut haben, äußerten sich schockiert über den Zustand des Objektes. Eine der beiden Firmen sprach mich zudem auf die Türstopper an und man war ebenfalls der Meinung, dass man sich als Hausmeisterservice auch um diese zu kümmern hat.

    Habe ich dem Verwalter und dem Beiratschef bereits angekündigt. Die Versammlung wird allerdings erst wieder in einem halben Jahr sein. Ich habe beide zunächst mal um ihre Meinung hierzu gebeten und warte mal drei Wochen ab. Werde dann anschließend beantragen, meine konkreten Alternativvorschläge auf die TO der nächsten ETV zu setzen.

    Der Druck der Eigentümer ist, davon muss ich zumindest ausgehen, nicht sonderlich groß. Hängt auch damit zusammen, dass der überwiegende Teil vermietet ist und viele Vermieter außerhalb wohnen. Da ich auch vermiete, bin ich natürlich ebenfalls nur selten selbst im Objekt, ich wohne aber zumindest in der gleichen Stadt.

    Sehe ich genauso. Die Vermietbarkeit wird schlechter und der Wert der Wohnungen sinkt. Mal sehen, ob die Mehrheit bei der ETV dies genauso sieht.

    Hat niemand behauptet. Auch ist die Aufzugskabine nicht zerstört, sondern nur versifft. Aber er bzw. sein eigener Hausmeisterdienst muss sich anschließend darum kümmern. Dafür zahlen die Eigentümer bzw. deren Mieter.

    Ist gibt im Moment keine größeren Maßnahmen.

    Alles muss mal repariert und sauber gemacht werden. Abhängig vom Nutzerverhalten mal mehr, mal weniger. Wenn der Verwalter und der Hausmeisterdienst, so wie Du das schilderst, sich aber nicht darum kümmern (wollen), weil das ja alles die bösen Nutzer schuld sind (was in Teilen ja auch sicherlich der Fall ist), wozu brauche ich Euch dann? Unabhängig vom Verursacher muss man sich doch um die Beseitigung des Missstandes kümmern, ansonsten können wir einen Großteil des hierfür zur Verfügung gestellten Geldes einsparen. In erster Linie beauftragt man für solche Dinge einen Hausmeister(service). Und wie ich oben schon schrieb, zwei zwecks Angebotsanfrage guckende Hausmeisterservices zeigten sich entsetzt über den Zustand der Anlage. Ich bin zudem bisher immer davon ausgegangen, dass gerade solche größeren Wohnanlagen für einen Verwalter auch "eigene Werbung" sind... Naja, ich hoffe, dass der hiesige Verwalter zumindest zu einem Großteil mit meinen Beschwerden übereinstimmt und anschließend bleibt abzuwarten, ob die ETG einen meiner Vorschläge annimmt.

    Gut, ich habe dem Verwalter wie gesagt am Sonntag eine Mängelliste zukommen lassen. Ich nehme mal an, dass sich einer drum kümmern wird und werde mir das vielleicht nach Weihnachten nochmal anschauen.
     
  18. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.371
    Zustimmungen:
    1.410
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Weil ich gerade heute auch wieder in Kreuzkölln und Tempelhof unterwegs war: ich kann dir versichern, es gibt gar nicht so wenige Leute die gerne in Asi-Häusern leben. Und ja die fühlen sich so wohl. Dazu die Kneipe mit letzter Renovierung zur Eröffnung. Letztes Jahr war 35jähriges Jubiläum des Bierliefervertrages mit Kindl. Da darf man nicht nur Rauchen man muss! Feuer desinfiziert. Nikotin auch.
     
  19. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    1.568
    Zustimmungen:
    492
    Na logo! Der Hausmeister(-service) wird den Auftrag nicht erhalten, wenn er behauptet, dass das in "seinen" Anlagen noch viel schlimmer ist.
     
  20. #19 Triple-J, 16.12.2014
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.09.2011
    Beiträge:
    387
    Zustimmungen:
    53
    Das mag sehr gut sein. Aber die entscheidende Frage als Eigentümer ist ja: Will man ein solches Mieterklientel? Wenn nein, darf man sich mit diesem Zustand nicht zufrieden geben.

    Grundsätzlich richtig. Der günstigere Service ist mir aber zumindest von einer anderen ETG empfohlen worden. Da ich dort auch eine Wohnung habe, kann ich die Empfehlung nachvollziehen. Dort sieht es gut aus, ich meckere also nicht immer. ;)
     
  21. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.371
    Zustimmungen:
    1.410
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Die eingenommenen Mieten in den Objekten sind durchaus auf modernstem Stand. Also im Schnitt am oberen Ende des Mietspiegels, die Investitionen eher an unteren Ende des Durchschnitts bzw. diese sind es die den Schnitt nach unten zerren.
    Ist zwar auf Dauer in meinen Augen russisch Roulette mit Häusern. Aber über mangenldes Geld haben diese Investgesellschaften noch nie geklagt.
     
Thema:

Gemeinschaftseigentums verkümmert

Die Seite wird geladen...

Gemeinschaftseigentums verkümmert - Ähnliche Themen

  1. Gemeinschaftseigentum verursacht Schaden am Sondereigentum

    Gemeinschaftseigentum verursacht Schaden am Sondereigentum: Guten Abend, wie verhält es sich in einer Eigentümergemeinschaft wenn eine undichte Balkontür bei Sturm Wasser durchlässt und dieses dann zb den...
  2. Gemeinschaftseigentum? Sondereigentum?

    Gemeinschaftseigentum? Sondereigentum?: Hallo an alle Forumsmitglieder! Ich würde gerne wissen, um was es sich bei folgendem Objekt handelt: - Anbau ans Haus, separater Eingang, derzeit...
  3. Rücktritt vom Kaufvertrag, Mieter randaliert und verschmutzt Gemeinschaftseigentum

    Rücktritt vom Kaufvertrag, Mieter randaliert und verschmutzt Gemeinschaftseigentum: Hallo, ich habe mal eine Frage. Ich habe eine Wohnung gekauft, Wohnung besichtigt und alles schien in Ordnung zu sein. Mieter war nett, angeblich...
  4. Gemeinschaftseigentum einzelnen Parteien vermieten ?

    Gemeinschaftseigentum einzelnen Parteien vermieten ?: Guten Tag, in einem Mehrfamilienhaus mit 9 Mietparteien ist trotz ausreichenden Parkplätzen die Situation leider sehr komplex, so dass von zwei...
  5. Balkon/Dachterrasse: Wie weit geht Sondereigentum?

    Balkon/Dachterrasse: Wie weit geht Sondereigentum?: Ein Balkon bzw. eine Dachterrasse ist in der Regel Gemeinschaftseigentum. Lediglich der Aufbau (z. B. Plattenbelag) und die Innenseiten gehören...