Generelle Aufklärung zum Thema ISTA und Co.

Diskutiere Generelle Aufklärung zum Thema ISTA und Co. im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Guten Morgen zusammen, ich habe mal flott eine generelle Frage zum Thema Abrechnung. Wie schon in meinem anderen Posting erwähnt bin ich ab...

  1. #1 Chrisnation, 17.12.2018
    Chrisnation

    Chrisnation Neuer Benutzer

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    Guten Morgen zusammen,

    ich habe mal flott eine generelle Frage zum Thema Abrechnung. Wie schon in meinem anderen Posting erwähnt bin ich ab 31.01.2019 Vermieter von 2 Wohneinheiten. Die 3. nutzen wir selber.
    Das Haupthaus (Eigennutzen), das angebaute Nebenhaus und da Apartment über der Garage werden aktuell von einer Ölheizung und einem Holzvergaser beheizt. Der Holzvergaser kann zuheizen, es kann aber auch die Ölheizung alleine heizen. Diese wird im Frühjahr von uns durch eine neue ersetzt.
    Aktuell heizen wir sehr viel über Holz und möchten dies auch später in Form von einem Kamin im Haupthaus, sowie dem Holzvergaser für alle Objekte weiter führen.
    Für die ersten Jahre möchte ich die Nebenkosten Abrechnungen von der ISTA erstellen lassen. Aktuell sind in den Wohnungen an den Heizkörpern "Röhrchen" montiert.
    Nun zu meinen Fragen. Diese Röhrchen erfassen nur den gemessenen Verbrauch an dem Heizkörper selber ?
    Wenn ich nun in meinem Haus im Wohnzimmer solche Röhrchen habe, den Raum aber über den Kamin beheize. Dann erfasst das Röhrchen auch nichts ? vor 15 Jahren haben wir mal in einer Mietwohnung gewohnt und den ganzen Winter mit Holz geheizt und trotzdem eine Heizkosten Abrechnung von 1200€ erhalten (Verbrauch ist trotz Kamin weiter gestiegen)...
    Vorausgesetzt die Variante mit den Röhrchen ist mittlerweile ausgereift und funktioniert, wie erfasst die ISTA dann den gesamten Verbrauch. Angenommen ich habe nun für 2019 3000l Öl getankt und im Holzvergaser 7 Raummeter Holz verbrannt. Wird die ausgegebene Summe dann hergenommen und anhand der Verbrauchswerte auf die jeweiligen Zimmer/Wohnungen runtergerechnet ? Oder wird Pauschal gerechnet. Sprich z.B. 1kwH entspricht Summe X. Mieter 1 hat so und so viele kwh verbraucht und muss dafür Summe XYZ bezahlen. Unabhängig davon wie viel ich für das besorgen der Heizleistung bezahlt habe ?
    Ich hoffe ihr könnt mir grob folgen und evtl. helfen.
    Das ganze stellt sich doch als Mammut Projekt heraus, da wir zeitgleich den Umzug von uns als Großfamilie (4 Kleinkinder - 6 Personen und 5 Hunden) planen und nebenbei das Thema Vermietung angehen - um nicht am Anfang gleich alle Fettnäpfchen mitzunehmen.
    Ich bedanke mich wieder mal für eure Hilfe und wünsche eine tolle weitere Adventszeit
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 17.12.2018
    ehrenwertes Haus

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    Nein.
    Der Hauptverbrauch wird zwar direkt am Heizkörper "gemessen", aber die Dinger heißen Verdunsterröhrchen, weil sie über Verdunstung irgendeinen "Verbrauch" anzeigen.
    Verdunstet wird diese Flüssigkeit auch über die Raumtemperatur, nicht nur wenn der Heizkörper warm ist. Daher zeigen diese Verdunsterröhrchen auch einen Verbrauch in Form von "Flüssigkeitssäule sinkt" in den Sommermonaten an, wenn man wirklich nicht heizen muss.

    Da das aber alle Röhrchen im Haus betrifft, kann man diesen Messfehler vernachlässigen. Die Kosten für den so erfassten Verbrauch, werden ja Anteilig auf alle Nutzer umgelegt. Das du in deiner ehemaligen Wohnung trotzdem Heizkosten zahlen musstest liegt am der Umlageschlüssel der gesamten Heizkosten für das Haus.
    Normalerweise wird zwischen 30-50% der Gesamtkosten auch nach der Wohnfläche umgelegt. Der Teil hat nichts mit deinem persönlichen Heizverhalten zu tun.
     
  4. #3 Chrisnation, 17.12.2018
    Chrisnation

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    Macht denn dann ein zuheizen mit dem Kamin im Wohn- Ess und Küchenzimmer (90m²) überhaupt Sinn ? Letzt endlich müsste ich bei der ISTA Abrechnung durch den größten Anteil der Quadratmeter dann ja auch den mit Abstand größten Teil zahlen, auch wenn ich für die Räume die Heizung gar nicht nutze, oder ?
    Unser HAupthaus umfasst ca. 180m², das vermietete Nebenhaus 68m²(bis auf eine Wand freistehend) und das Apartment lediglich 45m² (freistehend)
     
  5. #4 Benni.G, 17.12.2018
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    Du hast zum eine die Kosten, die insgesamt angefallen sind.
    Dann hast du die Ablesewerte von den Verdunstungsröhrchen, die mit der Heizleistung der Heizkörper einen Verbrauch je Heizung ergibt. Alle Heizkörper zusammen ergibt den Gesamtverbrauch.
    Nun werden die Gesamtkosten durch den Gesamtverbrauch geteilt und du hast einen Betrag je Einheit. Dieser Betrag wird nun mit dem Verbrauch je Heizung multipliziert und der jeweiligen Wohnung zugeschrieben. So erhältst du die Kosten je Wohnung.
     
  6. #5 Benni.G, 17.12.2018
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    Du hast ja ca. 2/3 der Wohnfläche. Somit macht sich jeder eingesparte Euro auch bei dir deutlich bemerkbar. Die Flüssigkeit im Röhrchen verdunstet deutlich langsamer, wenn die Raumtemperatur z.B. 24°C beträgt, wie wenn direkt am Heizkörper 60°C anliegen.
     
  7. #6 Chrisnation, 17.12.2018
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    Okay, also würde ich bei der ISTA die Gesamtkosten einreichen z.B. in Form von 3000l Heizöl und z.B: 7 Raummeter Brennholz. Dieses wird dann als Kosten eingerechnet.
    Im darauf folgenden Jahr dann auch wieder usw.
    Dann müsste ich die Raummeter Holz die ich im Wohnzimmer mit dem Kamin verbrenne, zusätzlich mit angeben und nicht extra nur als meine Kosten, richtig ?
    also z.B. 7 Raummeter Holz für den Holzvergaser + 7 Raummeter Holz und Kohle für den Kamin im Wohnzimmer ?
     
  8. #7 Chrisnation, 17.12.2018
    Chrisnation

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    In der Theorie ja. Jedoch zeigt mir die Erfahrung das wir als Familie extrem Heizkosten sparen und z.B. meine Eltern, die später das Nebenhaus bewohnen genau das Gegenteil von uns sind.
    Aktuell beheizen wir unser Haus mit 4 Raummeter Holz, 300kg Kohle und 1000l Öl 1 Jahr lang. Heizung und Warmwasser.
     
  9. #8 Benni.G, 17.12.2018
    Benni.G

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    Wenn ihr für das gesamte Haus nur 1.000 € statt 2.000 € für Brennstoff ausgebt, wird im Endeffekt jede Partei sparen.
     
  10. Ferdl

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    Meines Wissens sollen Verdunsterröhrchen auch auf zuheizung durch einen Kaminofen reagieren.
    Bei modernen elekronischen HKV mit 2 Punktmessung soll das nicht mehr der Fall sein.
    Ob sich der Umbau lohnt? Es gibt vorerst sicher dringendere Probleme abzuarbeiten.
     
  11. Andres

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    Doch, kann dort genauso passieren. Wenn der Radiator über den Ofen (oder eine andere Wärmequelle) über die absolute Temperaturschwelle (meist so ca. 30 °C) erwärmt wird, fängt der HKV an zu zählen. Das Zweifühlergerät reduziert dieses Problem ein bisschen, ein Einfühlergerät oder ein Verdunsterröhrchen wäre diesem Effekt viel stärker unterworfen. Wie man diese falsche Erfassung verhindert, muss man vor Ort klären.
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 18.12.2018
    ehrenwertes Haus

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    Die einfachste Lösung sind Etagenheizungen.

    Damit erledigt sich nicht nur das Problem von Meß- und Umrechnungsfehlern bei der Wärmemengenerfassung, sondern auch gleich das Problem Mieter zahlt seine Heizkosten nicht und freut sich über trotzdem warme Bude...
    Der Versorger darf die Heizung irgendwann abdrehen, ein Vermieter nicht.
     
    Wohnungskatz, immobiliensammler und GJH27 gefällt das.
  13. #12 dabescht, 19.12.2018
    dabescht

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    du hast doch sicherlich getrennte zuleitungen zu den einzelnen we. dann lass dort für jede zuleitung bzw we einen wärmemengenzähler einbauen. von den röhrchen würde ich wenn möglich abstand halten. meine frau hatte da sogar verbrauch in ihrer alten wohnung an einem heizkörper der nie benutzt wurde und in einem unbeheizten zimmer war. die kaltverdunstung war also grösser als das durch die leichte überfüllung der röhrchen ausgeglichen werden sollte
     
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