Gesamtrücklagen stark negativ - Folgen für neuen Eigentümer

Diskutiere Gesamtrücklagen stark negativ - Folgen für neuen Eigentümer im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Also ich persönlich habe mich auch schon - meist selbst in der Zwangsversteigerung - in solche Gemeinschaften "eingekauft", eben alles eine Frage...

immobiliensammler

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Das sind aber lediglich Szenarien wie es sein könnte, es könnte auch anders kommen, was mich dabei am meisten stört ist die Tatsache dass die jetzige Gemeinschaft wirtschaftlich für die Versäumnisse aus der Vergangenheit aufkommen muss, bei so hohem Saldo auf dem Instandhaltungskosten und eventuell gerichtliches Einfordern von den alten Eigentümern, kann man schon im Kopf überschlagen, was alleine dafür aufgewendet werden muss.

Anwälte arbeiten nicht kostenlos und die Verwaltung muss zu einem bestimmten Zeitpunkt Anwälte einschalten.

Gruß
BHShuber

Also ich persönlich habe mich auch schon - meist selbst in der Zwangsversteigerung - in solche Gemeinschaften "eingekauft", eben alles eine Frage des Kaufpreises. Ziel muss dann natürlich sein eine schlagkräftige Verwaltung zu installieren die die Rückstände aufarbeitet, die Hausgeldschulden eintreibt oder eben die Zwangsversteigerungen beantragt. Irgendwann sind dann die Eigentümer ausgetauscht, ist aber natürlich ein gewisses Risiko, dass einen klar sein muss.

Die Differenz von 90T Verkehrswert zum Kaufpreis könnte genau dieser Tatsache geschuldet sein.
 

BHShuber

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Die Differenz von 90T Verkehrswert zum Kaufpreis könnte genau dieser Tatsache geschuldet sein.

Hallo,

verführerisch allemal würde ich sagen aber es bleibt ein unkalkulierbares Risiko, insofern die Hausverwaltung keinesfalls im Verwaltervertrag verpflichtet ist, die Beitreibung der Hausgeldrückstände selber zu betreiben, hier wird ein Jurist damit beauftragt und die Kosten für Erfolg oder Mißerfolg zzgl. der Kosten für die Beitreibung tragen die Eigentümer.

Es könnte sein, dass außer Spesen nichts gewesen, die Eigentümer auf diesen Kosten sitzen bleiben, die bei solchen Summen nicht ganz unerheblich sein werden.

Gruß
BHShuber
 

jorgk

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... Ziel muss dann natürlich sein eine schlagkräftige Verwaltung zu installieren die die Rückstände aufarbeitet, die Hausgeldschulden eintreibt oder eben die Zwangsversteigerungen beantragt. Irgendwann sind dann die Eigentümer ausgetauscht ..

Wie soll das gehen mit einer von 170 Wohnungen im Fall des TE ???

Wenn die/der TE so viel Rücklagen hat, bei den künftigen Zwangsversteigerungen regelmäßig als Meistbietender heraus zu gehen, dann mag es Sinn machen, aber vorher ist es vollkommen unkalkulierbar.

Wie auch immer, eine Übernahme läuft sicherlich 'glatter' wenn allen Hausgeldsäumigen und frustrierten Miteigentümern ein 'annehmbares' Angebot gemacht würde. Nach dem Motto, alles oder nichts zu übernehmen (bzw. dabei zumindest nah an die Stimmen-Mehrheitsverhältnisse zu kommen).
Aber für solche Szenarien sind wir hier im Forum vielleicht doch etwas klein ...

Grüsse
 

immobiliensammler

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Wie soll das gehen mit einer von 170 Wohnungen im Fall des TE ???

Ich bin jetzt beim Bezug auf mich im zitierten Post auch nicht von der beschriebenen WE mit 170 ETW ausgegangen sondern von kleineren Objekten. Der TE schreibt aber, dass hier die Hausverwaltung schon ausgetauscht wurde und die Versäumnisse der Vergangenheit aufarbeitet. Klar bleibt da ein Risiko, ob alle Kosten entsprechend wieder reinkommen, aber irgendwie muss sich ja der gegenüber dem VKW reduzierte Kaufpreis ja erklären. Ist halt natürlich eine Spekulation ...
 

Papabär

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Ich würde ja vorschlagen, das mit der Prozentrechnung nochmal zu üben ... und sodann die darauf aufbauende Folgeberechnung erneut zu überprüfen.
 

Gecko

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Ich würde ja vorschlagen, das mit der Prozentrechnung nochmal zu üben ... und sodann die darauf aufbauende Folgeberechnung erneut zu überprüfen.
Hier wurde einfach mit 20% gerechnet - ist für mich ein Tippfehler. Das hatte jorgk im Text erwähnt.
 

Lulz

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Ich würde ja vorschlagen, das mit der Prozentrechnung nochmal zu üben ... und sodann die darauf aufbauende Folgeberechnung erneut zu überprüfen.


Sry es war spät und ein langer Tag da schleicht sich sowas ein ..

Ich sehe das Risiko nicht all zu hoch, wie gesagt ich rechne damit das evtl im schlimmsten Fall 40K von mir gefordert werden durch Sonderumlagen... ich erwerbe ja nur 1/170 :)

Ich sehs halt so das ich lieber einen Fehlinvestition in eine so günstige Wohnung mache als wie gesagt in München die billigste Wohnung für 300K+ zu kaufen und evtl die selben Risiken eingehe aber gleich extremst verschuldet bin.
 

Lulz

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Ich wollt mich mal zurückmelden,

danke an alle erstmal :)

Die Wohnung ist 2017 gekauft (43K € + Notar usw), seitdem kam nur ein neuer Durchlauferhitzer und ein paar neue Steckdosenabdeckungen als Kosten auf mich zu. Es gab bisher keine Sonderumlagen.

Es werden derzeit die letzten Restarbeiten an Brüstungserneuerungen getätigt. Da der Mieter wg Härtefall nicht kündbar ist (3. Kind bekommen, beide beim JC), habe ich davon abgesehen in naher Zukunft einzuziehen, aber auch wg. den anderen Bewohnern im Haus...

Bis auf etwas Stress wg dem Mieter bin ich recht zufrieden mit dem Kauf, als Neuling was Betriebskostenabrechnungen angeht wars natürlich etwas holprig, aber ich bin fit beim googeln!
 

Goldhamster

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Ich würde mir den Erwerb in einer solchen Anlage gut überlegen, das ist z.B. typisch für Privatisierungsobjekte, welche durch Strukturvertriebe unters Volk gebracht wurden. Da ist dann halt eben jeder zweite Eigentümer inzwischen in der Privatinsolvenz.

Jetzt spielen wir einfach mal durch, es kommt eine sagen wir Dachsanierung für 1 Mio, es gibt 100 Eigentümer mit gleichen Größen, also müsste jeder eine Sonderumlage von 10.000 Euronen zahlen. Wenn jetzt die Hälfte nicht zahlt, dann müssen die übrigen 50 Eigentümer je 20.000 Euro zahlen, haben zwar einen Anspruch gegen die anderen, aber wenn bei denen nichts zu holen ist???

Dieses Rechenbeispiel kannst Du jetzt mit beliebigen Größen durchrechnen (also z.B. nur 10 % zahlen), aber erschrick nicht beim Ergebnis!

Gleiches gilt natürlich, wenn Nachzahlungen an Hausgelder nicht gezahlt werden, dann müssen diese Kosten ja in irgendeiner Form auch aufs Konto, also praktisch durch Sonderumlagen von den anderen Eigentümern! Da ist die Hoffnung nur, dass irgendwann alle fraglichen Wohnungen in der Zwangsversteigerung gelandet sind und die Zweiterwerber dann zahlungskräftiger sind!
Hallo
 
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