Geschenk an dem ehem. Hausmeister

Diskutiere Geschenk an dem ehem. Hausmeister im Verwaltung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Unser Verwalter hat zum Abschied dem bisherigen Hausmeister ein Geschenk gemacht. Das Geschenk ist absolut berechtigt und sinnvoll - wobei ich...

braut

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Unser Verwalter hat zum Abschied dem bisherigen Hausmeister ein Geschenk gemacht.

Das Geschenk ist absolut berechtigt und sinnvoll - wobei ich bisher keine Belegeinsicht hatte, wie teuer dieses Geschenk ausfiel.

Mich wundert, dass der Verwalter ein solches Geschenk ohne Zustimmung der WEG machen kann. Der Verwalter meint, bei geringen Beträgen dürfe er dies.

Meine Frage: Wo liegt die Grenze dieser "geringen" Beträge?

WEG §27 ist da beliebig unscharf und betrifft womöglich nur Baumaßnahmen, ohnehin aber keine Geschenke.
 
immobiliensammler

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WEG §27 ist da beliebig unscharf und betrifft womöglich nur Baumaßnahmen, ohnehin aber keine Geschenke.

Wieso betrifft § 27 WEG nur Baumaßnahmen, das lese ich irgendwie anders:

Hier zum Nachlesen!

Es geht darin um die gesamte Verwaltung. Und ausdrückliches Ziel der WEG-Reform war ja, dem Verwalter mehr Rechte einzuräumen. Wobei ich ein solches Abschiedsgeschenk sogar nach altem Recht noch als ordnungsgemäße Verwaltung angesehen hätte (genauso wie ein Trinkgeld an Handwerker die regelmäßig für die WEG arbeiten).
 

braut

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Weil ein Geschenk weder eine laufende Baumaßnahme ist, wo man sinnvollerweise den beschlossenen Handwerker-Auftrag erweitert, noch eine Notmaßnahme, wo der Verwalter sofort handeln muss.

Du musst mir nicht § 27 WEG verlinken, wenn ich den selbst schon nenne.

Mich interessiert viel mehr die Grenze der Geringfügigkeit. Was genau bedeutet "untergeordnete Bedeutung haben und nicht zu erheblichen Verpflichtungen führen"?

Ich sehe hier das Spannungsfeld zwischen "wirtschaftlicher Handlungsweise", denn für ein Trinkgeld oder Geschenk bekommt man nicht unmittelbar eine Gegenleistung, sinnvollem sozialen Schmier-Geld, aber im Extremfall bis hin zur Veruntreuung und Bestechung.
 
immobiliensammler

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Du musst mir nicht § 27 WEG verlinken, wenn ich den selbst schon nenne.

Und wo genau liest Du denn jetzt, dass § 27 WEG nur Baumaßnahmen betreffen soll?

WEG §27 ist da beliebig unscharf und betrifft womöglich nur Baumaßnahmen, ohnehin aber keine Geschenke.

Im Gesetz steht genau das Gegenteil, auch Geschenke können (im angemessenen Rahmen) zur ordnungsgemäßen Verwaltung gehören. Vergleiche das mal mit der früher gerade in Großkonzernen üblichen "goldenen Taschenuhr" zum Jubiläum an verdiente Arbeitnehmer. Denkst Du, der Siemens-Vorstand hat sich das regelmäßig in einer Hauptversammlung von den Aktionären genehmigen lassen???
 

braut

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Hier zum Nachlesen

Wo steht in WEG §27 überhaupt etwas zu Geschenken?

Vergleiche das mal mit der früher gerade in Großkonzernen üblichen "goldenen Taschenuhr" zum Jubiläum an verdiente Arbeitnehmer. Denkst Du, der Siemens-Vorstand hat sich das regelmäßig in einer Hauptversammlung von den Aktionären genehmigen lassen???

Bekommt dein Hausverwalter 7 Mio im Jahr, so wie ein Siemens-Vorstand?

Wäre eine "goldene Taschenuhr" für einen langjährigen Hausmeister eine wohlverdiente und zulässige Anerkennung?
 
immobiliensammler

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braut

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Danke ich hatte den Paragraphen selbst verlinkt, hast Du das schon vergessen!
Ganz im Gegenteil. Da du ihn aber mir verlinkt hattest, ohne dass ich das brauchte, gehört es eventuell zu den für dich nötigen Gepflogenheiten.

Ich zitiere dir gerne auch noch einmal, was du selbst geschrieben hast:
Im Gesetz steht genau das Gegenteil, auch Geschenke können (im angemessenen Rahmen) zur ordnungsgemäßen Verwaltung gehören.
Du behauptest also, dass Geschenke zur ordnungsgemäßen Verwaltung gehören. Ich fragte dich, wo im Gesetz etwas zu Geschenken steht.
Und wo steht da jetzt genau, dass das womöglich nur für Baumaßnahmen gilt?
Diverse Rechtsprechung zur Zulässigkeit und Beauftragung, welche Baumaßnahmen ohne Beschluss vergeben werden können.

Genau deswegen die Frage hier, denn ich fand noch nichts, ob und in welchem Umfang Geschenke zulässig sind. Nach deiner bisherigen Aussage wäre auch die goldene Taschenuhr zulässig - nach meiner Einschätzung eben nicht.
 
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Diverse Rechtsprechung zur Zulässigkeit und Beauftragung, welche Baumaßnahmen ohne Beschluss vergeben werden können.

Und welche davon ist aus der Zeit nach der WEG-Reform? Erklärtes Ziel dieser Reform war die Erweiterung der Verantwortung der Verwalter im Rahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung.

Genau deswegen die Frage hier, denn ich fand noch nichts, ob und in welchem Umfang Geschenke zulässig sind.

Ein letztes Mal: Sofern sie ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen!
 

Tinnitus

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Was ist denn der Hintergrund der Frage? Tut der Betrag weh oder ist man unzufrieden und will dem Verwalter eins auswischen oder geht es ums Prinzip oder um ganz was anderes?
 

braut

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Was ist denn der Hintergrund der Frage? Tut der Betrag weh oder ist man unzufrieden und will dem Verwalter eins auswischen oder geht es ums Prinzip oder um ganz was anderes?
Es geht um's Prinzip. Ich habe keinerlei Vorstellung davon, in welchem Umfang das zulässig oder üblich ist.

Der rechtliche Rahmen für Geschenke wurde in den letzten Jahren zunehmend eingeschränkt. So dürfen bei der Stadt angestellte Müllmänner überhaupt kein Bargeld mehr annehmen, Sachgeschenke bis 15 €. Im Öffentlichen Dienst sind Geschenke vollständig verboten. Geschenke bis 25 € werden in der Regel als Bagatelle toleriert (z.B. für Postboten).

Trinkgelder haben bei uns einen ganz anderen Stellenwert als z.B. in den USA (wo Bedienungen vor allem von den Tips leben müssen), aber auch in Japan (wo Trinkgeld als Beleidigung aufgefasst wird).

Deswegen frage ich eben hier, was ihr als Vermieter als Geschenke für angemessen haltet.

Was schenkt ihr denn im Durchschnitt euren Mietern, eurem Verwalter, was schenken eure Mieter euch? Mehr als ein Tütchen selbstgebackene Weihnachtsplätzchen halte ich selbst schon für ungewöhnlich. Ein Blumenstrauß ist ok. Eine goldene Taschenuhr nicht.
 

ehrenwertes Haus

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Was schenkt ihr denn im Durchschnitt euren Mietern, eurem Verwalter,
Wohl das was jeder einzelne VM für sich ganz persöhnlich als angemessen empfindet für den jeweiligen Mieter und/oder Verwalter, abhängig vom konkreten Anlass.
Für ein "Dienstjubiläum" von 20 oder mehr Jahren tendenziell ein Geschenk von höherem Wert als für das netterweise nach 10 Jahren einmalig angenommenes Päckchen.

was schenken eure Mieter euch?
Genau das was diese Mieter als angemessen empfinden.
Ich habe meine Mieter noch nie gefragt, ob sie versuchen diese Geschenke als Spenden, besondere finanzielle Belastung, Werbungskosten oder sonstwie steuerlich geltend zu machen oder als Privatvergnügen ohne Steuervorteil betrachten.

Der rechtliche Rahmen schränkt nicht den zulässigen Wert von Geschenken ein, nur die Grenze ab wann das rechtlich relevant werden könnte.

Ein Blumenstrauß ist ok. Eine goldene Taschenuhr nicht.
Ein Straus Juliet Rosen kostet mehr als eine günstige goldene (Taschen)Uhr.
 

Tinnitus

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Ich würde 20-50€ als angemessen empfinden.
 
Flat.com

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Braut, ich würde mit ISammler nicht diskutieren. Er neigt zu leichter Überheblichkeit und meint immer Recht zu haben.

Danke Dir für sehr durchdachte Themen und Anregungen.
 
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