Gewerbemietvertrag

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Gewerberäume" wurde erstellt von kamasve, 01.12.2006.

  1. #1 kamasve, 01.12.2006
    kamasve

    kamasve Neuer Benutzer

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    hallo, ich hab da mal ne Frage;

    wir haben einen Gewerbemietvertrag abgeschlossen, hier sind bekanntlich die details frei verhandelbar. Nun behauptet die Mieterin, es sei mündlich eine kürzere Kündigungsfrist ausgehandelt worden. Im Mietvertrag ist gesetzliche Kündigungsfrist angekreuzt. da meine Frau als Vermieterin allein, und die Mieterin mit Ihrem Mann bei dem Gespräch anwesend waren, steht hier Aussage gegen Aussage. Der Ehemann steht im Streitfall als Zeuge zur Verfügung, unser Anwalt meint keine Chance für uns. Ist es wirklich so, das jemand einen Mietvertrag unterschreiben kann, und dann 5 Jahre später so einen Sch... behaupten kann, und damit durchkommt???

    ich wäre mal an eure Meinungen interessiert.

    mfg
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Ich werde mich hüten und hier eine Erfolgsgarantie gegen die Aussage eines Anwaltes geben. Wenn du deinem Anwalt nicht vertraust, wie vertraust du dann einem Internetforum mit Vermietern??

    Ich würde dem Anwalt wohl Gehör schenken...
     
  4. #3 kamasve, 02.12.2006
    kamasve

    kamasve Neuer Benutzer

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    natürlich vertraue ich meinem anwalt, 1. hatte ich nach meinungen gefragt, 2. hätte es ja sein können, das es jemand gibt, dem so etwas auch schon mal passiert. ist. und 3. das ein forum keine rechtsberatung ersetzt ist mir auch klar, aber triotzdem danke für den hinweis
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Nein, es ist eindeutig nicht so...

    Vielmehr ist es so, dass regelmäßig eine Partei mit der Erkennitnis überfordert ist, dass der Ausgang eines Zivilprozesses nicht durch die eigene Kenntnis - man könnte alternativ auch sagen: durch die Wünsche - einer Partei bestimmt wird.
    Bevor man über die Ungerechtigkeit der Welt lamentiert, sollte man vielleicht einen Moment über die Ausgangslage in einem Zivilprozess nachdenken. Es fängt doch wohl damit an, dass 2 Parteien sich nicht über einen Anspruch einigen können. Es bestehen also offensichtlich unterschiedliche Auffassungen darüber, was nun "richtig" ist. Diese Auffassungen werden dann dem Gericht vorgetragen und das Gericht hat nach dem Vortrag und den vorgelegten Beweisen zu entscheiden. Man beachte, dass das Gericht nicht 5 Jahre lang ununterbrochen anwesend war!!!!

    Wenn nun also eine Partei eine mündliche Änderung des Mietvertrags behauptet, muss diese Partei dafür nach den Regeln der ZPO auch einen Beweis erbringen. Dies kann durch eine Zeugenaussage erfolgen. Selbstverständlich kann auch der Ehepartner als Zeuge aussagen. Ausgeschlossen sind lediglich die Vertragsparteien. Nun ist ein Ehepartner sicher zumindest dann kein überzeugender Zeuge, wenn die Gegenseite die Aussage eines unbeteiligten Dritten präsentieren kann. Gibt es aber keine weiteren Beweise, kann die Aussage eines Ehepartners auch nicht einfach ignoriert oder als Falschaussage eingestuft werden.
    Geht man bei der beschriebenen Ausgangslage in ein Verfahren, müsste man die Aussage des Ehepartners über die Änderung des Mietvertrags zu Fall bringen. Dies sollte immer dann im Bereich des Möglichen liegen, wenn die Zeugen nicht über die für eine erfolgreiche Falschaussage erforderliche Intelligenz verfügen und sich in Widersprüche verwickeln oder erkennbar abgesprochene Aussage liefern.

    Die Einschätzung eines - vielleicht sogar am Gerichtsort ansässigen - Anwalts über die Chancen zur Erschütterung einer zu erwartenden Zeugenaussage kann in einem Forum naturgemäß nicht bewertet werden. Der Mandant wird darauf vertrauen müssen, dass der anwaltliche Rat sinnvoll ist oder er setzt sich über den Rat hinweg und beauftragt den (oder einen anderen) Anwalt mit der Klage. Diese Entscheidung muss jeder nun mal selbst treffen.
     
  6. #5 kamasve, 02.12.2006
    kamasve

    kamasve Neuer Benutzer

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    vielen dank für die antwort,
    leider ist der ehemann interlektuell in der lage diese falschaussage, auch vor gericht, duchzuzuiehen. Was uns an dieser situation stört, ist die tatsache, das es tatsächlich 2 absprachen über andere themen gab, die der mieterin jetzt zum nachteil gereichen würden, an die sich diese leute allerdings absolut nicht mehr erinnern können. Nun haben wir reichlich lehrgeld bezahlt und machen da beste draus.
     
Thema: Gewerbemietvertrag
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