Gibt es Fristen wann mir mein Vermieter die Nebenkostenabrechnung zustellen muss?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von KleineKaffeetante, 10.01.2013.

  1. #1 KleineKaffeetante, 10.01.2013
    KleineKaffeetante

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    Ist zwar schon eine Weile her, aber kann ja wieder passieren...

    Im Juli 2000 hab ich meine erste Wohnung bezogen und die erste Betriebskostenabrechnung kam erst nach 1,5 Jahren irgendwann im ersten Halbjahr 2002 - natürlich auch gleich mit einer dicken Nachzahlung und höheren Nebenkosten die unter anderem damit begründet wurden dass es seit geraumer Zeit eine Hausverwaltung oder Hausmeisterservice statt des einfachen Hausmeisters gibt.

    Ist das zulässig dass ich die Abrechnung für 2000 erst 2002 erhalte und über solche meine finanzielle Lage betreffenden Änderungen nicht informiert werde, statt ggf. die Betriebskostenvorauszahlung direkt anzupassen?

    Ich habs dann damals bezahlt, es waren mehr als 2NKM, aber ist das richtig dass der Vermieter so nachlässig ist? Vielleicht auch gleich beim Auszug nach 5-10 Jahren die Abrechnungen für den Mieter machen?

    Danke für Eure Antworten...
     
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  3. #2 Tobias F, 11.01.2013
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    Davon abgesehen das Dir diese Frage, mit 1/2 Jahr Verspätung, wirklich früh einfällt:
    Der Vermieter muss die Betriebskostenabrechnung spätestens 12 Monate nach Ablauf des Abrechungszeitraums dem Mieter vorlegen.

    Sicherlich höhere Hauswartkosten? Denn die Kosten der Verwaltung sind nicht umlagefähig.


    Mit der Abrechung wurdest Du doch über gestiegene Kosten informiert. Meinst Du der Vermieter solle dich vorher um Erlaubnis fragen wenn z.B. die Kosten für den Hauswart, Öl/Gas, Wasser und Kanal o.ä. steigen?
     
  4. #3 KleineKaffeetante, 11.01.2013
    Zuletzt bearbeitet: 11.01.2013
    KleineKaffeetante

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    Wenn Du richtig gelesen hast: Es handelt sich um meine erste Wohnung vor über 10 Jahren - es ist reines Interesse für die Zukunft. Dann verstehe ich das richtig dass man im März 2002 keine Nachforderungen für 07-12/2000 mehr stellen darf?

    Ja Hausmeisterservice.

    Jedem Vermieter steht es frei wen er beauftragt für Hausmeisterarbeiten wie Glühbirnen im Eingangsbereich zu wechseln, meine Überlegung war nur wenn Rentner XY pro Mieter 20 Euro für seinen Nebenverdienst bekommt, die Agentur aber 50 Euro pro Mieter und man weiß dass die Nebenkosten definitiv nicht ausreichen, die Vorauszahlung nicht erhöht bevor der Schock zu groß ist. Die ca. 25 qm Appartments waren durchweg von Rentnern, Auszubildenden, Studenten und Sozialhilfeempfängern bewohnt, kein Klientel dass mal eben 1000 Euro auf dem Konto oder Sparbuch hat. Und es war ja nicht dass die Stadt höhere Gebühren für die Müllentsorgung nachgefordert und verlangt hat - mein Stromabschlag wird da ja auch nicht erhöht, ich darfs erst bei der Jahresrechnung zahlen, sondern dass der neue Arbeitnehmer teurer war wenn man will, das weiß man sobald man ihn einstellt.
     
  5. #4 Soontir, 11.01.2013
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    Also generell ist der Vermieter verpflichtet die Abrechnung den Mietern innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zukommen zulassen.
    Ist die Frist überschritten, kann der VM keine Nachzahlungen mehr vom MIeter verlangen.
    Ist die Fristüberschreitung aber aufgrund Umstände enstanden, welche der VM nicht zu verantworten hat, kann er die Abrechnung auch wirksam nach 12 Monaten zustellen.

    Eine Änderung der Betriebskostenvorauszahlungen während einer Abrechnungsperiode ist nicht zulässig. (siehe § 560 BGB)
     
  6. #5 KleineKaffeetante, 11.01.2013
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    Gründe wären? Ich werde dann in Zukunft mal nachhaken, sollte eine solche Situation nochmal eintreten

    Gut danke, merk ich mir und versuche für den Fall der Fälle Vorkehrunge zu treffen. Wann der Wechsel stattgefunden hat und ob berechtigte Gründe existierten die Anpassung bereits 1 Jahr zuvor vorzunehmen kann jetzt nur Spekulation bleiben.
     
  7. #6 Soontir, 11.01.2013
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    Gründe wären, dass hier irgendwelche Rechnungen der Versorger nicht beigekommen sind, z.B.
     
  8. #7 Papabär, 11.01.2013
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    Das stimmt soo aber auch nicht ganz.


    Das sind Instandhaltungsarbeiten = nicht umlagefähig.


    Wieviel Lohn der Hausmeister von seinem Arbeitgeber tatsächlich bekommt, ist nicht der entscheidende Punkt. Die Lohnnebenkosten gehören ja ebenfalls zu den HW-Kosten.

    Wenn der Hausmeister bei einer Fremdfirma angestellt ist, dann wird die daran ja auch noch etwas verdienen wollen ... allerdings müssen Instandhaltungs- & Verwaltungskosten trotzdem sauber abgegrenzt werden.

    Die Sache mit den Fremdfirmen scheint (insbesondere in großen Objekten) auch eine beliebte Masche zu sein um eben solche, nicht umlagefähigen Kosten zu verschleiern.


    Die Möglichkeit zur Anpassung der Vorauszahlungen ist kein Monopol der Vermieters. Lt. §560 (4) BGB
    Setzt der Vermieter die Vorauszahlungen bei Neuvermietung wider besseren Wissens wesentlich zu niedrig an, so kann der Mieter die resultierende Nachzahlung verweigern. Darüber gab´s mal ein Urteil (und auch einen Thread). Welche Grenze hier als "wesentlich" zu verstehen ist, weiß ich aber auch nicht mehr.



    Kkrrksss_beep: /Syntax Error# ... DEN Satz verstehe ich nicht, was haben denn die Müllgebühren mit Deinem Stromabschlag zu tun - und warum soll man wollen, dass der neue Arbeitnehmenr teurer ist?




    • Nachträgliche/verspätete bzw. sogar rückwirkende Rechnungslegung hat Soontir bereits genannt.
    • Wenn ein Ex-Mieter keine korrekte Verzugsanschrift angegeben hat und eine EMA-Anfrage keine korrektes Ergebnis geliefert hat - bzw. dies trotzt unverzüglicher Anfrage nicht rechtzeitig dem Vermieter zugegangen ist.
    • Die Aufhebung einer Zwangsverwaltung wenige Tage vor dem Ende des Abrechnungszeitraumes.
    • Angeblich soll "Krankheit eines Mitarbeiters" als Argument auch schon mal bestätigt worden sein (hab´sch mal auf ´nem Lehrgang erfahren ... ein entsprechendes Urteil habe ich jedoch nie gefunden. Bei kleinen HV´s könnte ich´s mir aber vorstellen).
    Die Liste lässt sich bestimmt noch erweitern ... aber im Normalfall kommt eine verspätete Abrechnung höchst selten vor - und wenn, dann liegt das meist an einem der ersten beiden Punkte.

    Die Situation aus dem 3. Punkt ist mir mal wiederfahren. Damals konnten wir mittels mehrerer 16h-Schichten gerade noch rechtzeitig einige hundert Abrechnungen verteilen. Erst hinterher haben wir von unserem RA erfahren, dass eine verspätete Zustellung hier höchstwahrscheinlich durchsetzbar gewesen wäre.
     
  9. #8 Soontir, 14.01.2013
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    Das les ich aber so aus Absatz 4 raus.
     
  10. #9 Papabär, 14.01.2013
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    Neee ... wenn Du die Abrechnung für das vorangegangene Kalenderjahr im April fertig hast, dann musst Du doch für die Anpassungen nicht bis zum nächsten 31.12. warten.
     
  11. #10 Soontir, 15.01.2013
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    Ahso jetzt weis ich auf was du hinaus willst. Drücken wir es mal anderst aus, eine Anpassung der Vorauszahlungen ohne Grundlage ist nicht möglich.
     
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