Glasriss in Innenscheibe eines nach DB-Verordnung hergestellten Schallschutzfensters

Dieses Thema im Forum "Versicherungsschäden" wurde erstellt von free08, 28.08.2013.

  1. free08

    free08 Gast

    Hallo, ich bräuchte mal eine Meinung über folgenden Sachverhalt:
    Wir haben ein Mietshaus in Gleisnähe der DB, welches vor 4 Jahren fertiggebaut wurde. Beim Baumaterial wurde nicht gespart, die Statik stimmt und wurde abgenommen und die Fenster des Hauses wurden ordnungsgemäß nach der DB-Verordnung mit Schallschutz hergestellt und fachmännisch eingebaut. Seit 1 Woche befindet sich ein Riss in einer feststehenden Balkonscheibe, den mir der Mieter mit der Bemerkung er hätte damit nichts zu tun und das wäre "eindeutig" ein Spannungsschaden, der vom Gebäude verursacht worden wäre, gemeldet hat. Der Riss geht sternförmig von links beginnend am Gummi und reiß mittlerweile von der Mitte des Sterns gerade über die Glasfläche. Weder der Architekt, der auch die Bauaufsicht geleitet hat, noch die Fensterfirma, die die Fenster eingebaut hat und auch nicht der Hersteller des Schallschutzfensters haben dafür eine Erklärung (Rahmen und Gummi des Fensters sind auch nicht beschädigt); einen Spannungsschaden durch das Gebäude haben alle jedoch direkt ausgeschlossen. Eine "einfache" Gebäudeversicherung würde den Schaden jetzt nicht übernehmen (nur bei Hagel, Sturm & Erdbeben). Da ich aber der Meinung bin, das man nicht einfach einer so "eindeutigen" vom Mieter festgestellten Schadensursache nachgeben muss (denn dieser Mieter verursacht generell keine Schäden - wir hatten schon häufiger Dispute), habe ich ihn aufgefordert, doch bitte auch seiner Versicherung den Schaden zu melden, um den Sachverhalt durch einen Gutachter feststellen zu lassen. Nun wirft mir der Mieter auch noch vor, ich hätte ihn zum Versicherungsbetrug animiert. Wie würden Sie an meiner Stelle reagieren?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 28.08.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Hallo free08, :wink5:
    Was wurde vor 4 Jahren fertiggestellt ... das Haus oder das Gleis?


    Ich würde meinem Türen- und Fensterbauer bzw. seinem Glaser (also nicht dem, der die Fenster eingebaut hat) mal ein Foto von dem Riss schicken.
    So ein Fachmann kann an der Form des Risses schon recht gut erkennen, ob es sich um einen Spannungsschaden handelt oder ob hier andere Kräfte gewirkt haben.

    Wenn das Haus vor 4 Jahren fertiggestellt wurde, dann sind Setzungsrisse nicht ungewöhnlich - und gerade vor wenigen Tagen habe ich gelernt, dass Vibrationen (bei uns z.B. durch umgeleiteten Schwerlastverkehr auf Kopfsteinpflaster) meist erst in den oberen Etagen zu Verwerfungen führen.

    Grundsätzlich hat aber der Vermieter die Reparaturen durchzuführen - und zwar unabhängig von der Ursache. Sollte sich später herausstellen, dass der Mieter den Schaden verursacht hat, dann kann man ihm lediglich die Kosten überhelfen.

    Es ist auch Aufgabe des Vermieters, eine Verursachung durch den Mieter nachzuweisen ... aus welchem Grund sollte also die Versicherung des Mieters einen Gutachter stellen? Und wenn sie dies machen würde - meinst Du ernsthaft dass dabei herauskommt, dass ein Spannungsriss ausgeschlossen werden kann? Da wärst Du aber echt naiv.

    Sollte ein Verschulden des Mieters zweifelsfrei festgestellt werden, dann kann er sich ja an seine Haftpflichtversicherung (so er denn eine abgeschlossen hat) wenden ... sollte er den Schaden nicht gemeldet haben, wird die evtl. mit ihm zetern - das wäre dann aber sein Problem, denn in der Haftung wär´ er ja trotzdem.

    Auf so´ne Sprüche wie Animierung zum Versicherungsbetrug würde ich nichts geben - dafür hab´ ich zuviel Bauch.
     
  4. free08

    free08 Gast

    Hallo Papabär,
    danke für Dein Statement ;-) - es ist das Haus, das vor 4 Jahren fertiggestellt wurde. Ich werde Deinen Rat beherzigen und das Bild einem Glaser schicken. Mal sehen, was dabei herauskommt.
     
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