Gradtagszahlen

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von ALBA, 09.12.2008.

  1. ALBA

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    Hallo liebe Interessierten und Forumsmitglieder!!

    Es geht mir um meine BK-Abrechnung 2007. Und zwar ist die für einen Zeitraum von 3.Monaten erstellt worden, weil ich Anfang Oktober 2007 in meine Wohnung gezogen bin.

    Bei Einzug wurden die Wasseruhren und Wärmezähler Heizung abgelesen und am Ende des Jahres ebenfalls.
    Mein Problem liegt daran, dass mein Vermieter den Verbrauchsabhängigen Teil der Heizung nach Gradtagszahlen abgerechnet hat, wobei ich ca. 30€ schlechter komme. Ich bin der Meinung, dass er aber nach tatsächlichem Verbrauch abrechnen kann und muss. So habe ich es zumindestens in der Heizkostenverordnung §9 Abs. 2 und 4 verstanden. Im Mietvertrag steht, dass er das darf. Mein Immo.lehrer hat gesagt, dass das nicht zulässig wäre.

    Was ist den jetzt nun richtig? Danke im voraus.
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Er kann und darf schätzen. 1x in 2 Jahren darf geschätzt werden.
    Waren die Ablesungen bei ein- und Auszug nur vom "Verwalter" oder vom Ableseservice?

    Für stellt sich das folgendermaßen da:
    Variante 1: Sonderablesung für Auszug (Beispielbetrag 100€)-> 40€ bearbeitungsgebühr auf die Ablesung drauf. (Würde dann 140€ ergeben)
    Variante 2: Schätzung nach Gradtagszahltabelle -> Beispielbetrag 130€

    Die Frage ist nun: Ist nach dieser Rechnung in deinen Augen die Schätzung ok?

    Etwas anderes: Wurden die Zähler der allgemeinräume ebenfalls abgelesen? Steht im Mietvertrag drin: 100% nach Verbrauch? Sind die Zähler in den NK berechnet? Oder nur in den Verbrauch eingerechnet?
     
  4. ALBA

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    Tut mir Leid, das mit den Varianten versteh ich nicht so recht.....

    Also abgelesen wurde am Einzugstag vom Verwalter bzw. Vermieter einer etwas größeren Firma. Es wurden alle Heikostenzähler und alle Wasserzähler abgelesen.

    Ich bin nicht damit einverstanden, dass er nach Gradtagszahlen den Teil des Verbrauches abrechnen, wenn durch die Ablesung Ende des Jahres der genaue Verbrauch nachvollzogen werden kann.
    So habe ich es auch laut Heizkostenverordnung verstanden:

    Der Vermieter ist verpflichtet die Stände am Einzugstag festzuhalten und dann den Teil des Verbrauches (bei mir 70%) nach Stricheinheiten abzurechnen. Falls die Zähler kaputt wären oder es keine geben würde, dann könnte ich das ja verstehen. Die Sache ist die, dass ich durch Abrechnung nach Gradtagszahlen 24€ schlechter komme.

    Im Mietvertrag steht, dass bei Auszug geschätzt werden dürfte oder so etwas ähnliches. Mein Lehrer meinte, dass es sowieso nicht zulässig wäre den Verbrauchsteil der Heizkosten nach Gradtagszahlen abzurechnen, selbst wenn es im Vertrag stehen würde.
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Ja nee, is' klar. Wenn ich also einen Mieter für das Ablesen auch beim 4 Termin nicht antreffe, rechne ich trotzdem nach Verbrauch ab. Nach welchem Verbrauch denn? Nach dem vom letzten Jahr oder den Verbrauch, den mir der Mieter per Telefon mitteilt. Deinem Lehrer kannst du ja mal die Heizkostenverordnung vorlegen. (§6)

    Das was abgelesen wurde, war unerheblich. Diese ablesung ist nicht "verwertbar". Der Ableseservice verlangt hierfür eine Pauschale von ca 40€ pro Ablesung. Die hätte beantragt werden müssen. Diese Kosten sind umlegbar. Also: Schätzung 30€ mehr wie die Ablesewerte. Das mag für dich hart sein. Aber hast du auch beachtet, dass eine Ablesung durch den Ableseservice als Dienstleistung auch etwas kostet? Wenn der nun seine Pauschale berechnet und deine Verbrauchswerte aufnimmt, dann machst du nicht nur 10€ minus gegenüber der Schätzung, die Ablesung als solches hat schon keinen Sinn.

    Jetzt verstanden? Schonmal von der 30/70 oder 50/50 Verteilung gehört? Wenn eine Verbauchsabrechnung nicht erlaubt wäre, wären mE 90% aller Abrechnung für die Tonne und eine Menge wohnungen würden leer stehen. Dann müßten wohl einige auf eine Wohnung verzichten...
     
  6. ALBA

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    Also irgendwie verstehen wir uns nicht und reden an uns vorbei. Warum sollte ich beim Einzug einen Ablesedienst beauftragen, die Stricheinheiten abzulesen??

    Das macht der Verwalter bei der Wohnungsübergabe. Mir ist nicht bekannt, dass soetwas nur der Ablesedienst darf §9 Abs. 1:

    (1) Bei Nutzerwechsel innerhalb eines Abrechnungszeitraumes hat der Gebäudeeigentümer eine Ablesung der Ausstattung zur Verbrauchserfassung der vom Wechsel betroffenen Räume (Zwischenablesung) vorzunehmen.

    Wenn der Mieter nicht angetroffen wird, dann gilt §9 Abs. 3:

    (3) Ist eine Zwischenablesung nicht möglich oder läßt sie wegen des Zeitpunktes des Nutzerwechsels aus technischen Gründen keine hinreichend genaue Ermittlung der Verbrauchsanteile zu, sind die gesamten Kosten nach den nach Absatz 2 für die übrigen Kosten geltenden Maßstäben aufzuteilen.

    Da ich aber bei der Wohnungsübergabe mit Zeugen und Verwalter abgelesen habe, gilt das doch nicht. Hier gilt dann §9 Abs. 2:

    (2) Die nach dem erfaßten Verbrauch zu verteilenden Kosten sind auf der Grundlage der Zwischenablesung, die übrigen Kosten des Wärmeverbrauchs auf der Grundlage der sich aus anerkannten Regeln der Technik ergebenden Gradtagszahlen oder zeitanteilig und die übrigen Kosten des Warmwasserverbrauchs zeitanteilig auf Vor- und Nachnutzer aufzuteilen.

    Warum gibt es den bitte §9 Abs. 1, wenn der Verwalter bei der Abrechnung mit Gradtagszahlen meinen Verbrauch abrechnet???

    Und nochmal muss ich sagen, dass es ok ist, wenn er 30% nach Gradtagszahlen abrechnet (siehe §9 Abs. 2), aber er soll doch bitteschön die restlichen 70% nach dem Verbrauch abrechnen und nicht das Gradtagszahlen, schließlich ist die Abrechnung nach verbrauchten Einheiten genauer, ich bezahle doch nicht für die Vorvermieter mit......

    Nochmal meine Frage:

    Wenn beim Einzug am 01.10.07 durch Verwalter bei Wohnungsübergabe abgelesen wurde und der Messdienst am 03.01.08 wieder abgelesen hat, dann ist ja der genaue Verbrauch nach Stricheinheiten und m³ vorhanden, warum sollte oder darf der Verwalter dann die 70% nach Gradtagszahlen abrechnen?
     
  7. Capo

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    Weil ein Verwalter nur ein Verwalter ist und KEIN Ableser. Der Verwalter hat auch nicht alle Zähler abgelesen oder doch? Wieviel hatten denn dann die Nachbarn.
    Du sagst, dass die Striche abgelesen wurde, dann müssen alle Zähler im gesamten Haus abgelesen werden, sonst wird der Anteil nicht genau berechnet.
    Das ist auch der Grund, weswegen bei einer Ablesung alle Röhrchen getauscht werden müssen. Die Verdunster reagieren nämlich je nach Flüssigkeit unterschiedlich. Also werden am Ende einer Abrechnungsperiode die Flüssigkeiten gewechselt, damit alle wieder gleich laufen.
    Das fällt bei EHKVs weg...

    Du hast also keine ablesung. Wie willst du also den Verbrauch festlegen.
    Eine Zwischenablesung wird nicht einfach vorgenommen. Die muss beantragt werden, da hier Kosten für den Mieter entstehen.

    Aber ich merke schon, das wirst du nicht verstehen. Gehe in die Praxis, dann wirst du es merken.
     
  8. ALBA

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    Die Röhrchen waren von Januar 07 bis Januar 08 drin, die Wasseruhren wurden
    3-4 Wochen nach Einzug gewechselt. Es wurden alle Wasseruhren und alle Heizkostenverteiler mit Seriennummer und 2 verschiedenen Ständen/Zahlen pro Verteiler in das Übergabeprotokoll geschrieben, anders kenne ich es auch bei meinem Ausbildungsbetrieb nicht.

    Somit werden ganz klar die 30% nach Wohnfläche (in meinem Fall nach Gradtagszahlen - was für mich auch ok ist) berechnet und die 70% nach Meßergebnis (wobei bei mir eben auch hier nach Gradtagszahl abgerechnet wird - und das finde ich laut HeizKV nicht zulässig).

    Ich meine es steht ja nicht umsonst in der HeizKV drin, dass der Gebäudeeigentümer/Verwalter bei einer Zwischenablesung die Stände notieren soll und dann nach Zwischenablesung abrechnen soll. Es steht nirgends, das dies von einer Ablesefirma durchzuführen ist, genauso wenig muss die Abrechnung ein Unternehmen vornehmen.

    Außerdem sind die Gesamtkosten meiner Wohnung für das Kalenderjahr 07 bekannt und man muss die Kosten nur nach Stricheinheiten- und m³-Verbrauch des Vormieters und mir aufteilen.
     
  9. Capo

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    Wie teuer ist denn bei dir die Stricheinheit? Bei Wasserzählern ist es klar, dass man nach Ablesung gehen muss. Ich rede hier eindeutig von den HKVs.
    die HKVs sind keine Verbrauchsmessunghilfsmittel, sondern vielmehr Verteiler. Wenn eine Zwischenablesung bei deinem Einzug durchgeführt wurde, dann hast du ja auch die Werte der anderen Mieter. Dann kann eine Verteilung der Heizkosten erfolgen.

    Beispiel: Nur weil ich weiß, wieviel km ein Auto gefahren ist, kann ich nicht feststellen, wieviel liter es für diese Kilometer verbraucht hat. Wenn ich den Spritverbrauch und die Kilometerzahl habe, kann ich auch nur einen anteiligen Verbrauch pro Kilometer ausrechnen. Es reicht nicht, dass du nur 10.000km mit dem Auto gefahren bist.

    Zusammenfassung: Wenn du also weißt, wie teuer deine Stricheinheit war (und damit meine ich nicht den Preis, der in der Jahresabrechnung angegeben sein könnte), dann kannst du genau sagen, wieviel dein vormieter verbraucht hat, dein Nachbar und das gesamte Haus bis zu dem Zeitpunkt deines Auszuges.
     
  10. ALBA

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    Ja ich habe den gesamten Verbrauch des Hauses (ca. 10.000€ auf 70%/30% verteilt) und den gesamten Verbrauch meiner Wohnung über das Abrechnungsjahr.
    Meine Stricheinheit errechnet sich ja durch den Verbrauch nach Messgeräten des ganzen Hauses durch die gesamte Wohnfläche. Da kommt glaube ich 4,24€ pro Stricheinheit raus.

    Hier ist mal die Gesamtabrechnung der Lieferfirma BRUNATA:

    http://www.materialordner.de/6GXZxOOvrDcHWXzqZZhExOrlMo5UxSQt.html
     
  11. Capo

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    Das IST die Abrechnung. Ich meinte die Werte in der Zwischenablesung.
    Damit wird es schwer werden eine Verbrauchsabhängige Abrechnung zu bekommen.
    Dauernd widersprichst du meinen Vermutungen um dann Beweise darzulegen, dass ich recht habe. Brunata ist eine Ablesefirma und die hat lt deiner Aussage keine Zwischenablesung vorgenommen. Also wird eine Verbrauchsabhängige Zwischenabrechnung unmöglich.

    Bevor Fragen auftauchen: Der Strichwert ist ein Durchschnittswert und ändert sich bei jeder abrechnung, da Gesamtkosten/Gesamteinheiten
     
  12. ALBA

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    Tut mit Leid aber ich verstehe es einfach nicht wie du es meinst. Für mich ist das Alles ganz logisch und nachvollziehbar, wie ich es rechne.

    Ich zeige dir einfach meine Rechnung:

    Laut Abrechnung wurden vom 01.01.2007-31.12.2007, also von mir und dem Vormieter cirka 69,70SE verbraucht.

    Bsp.:
    Ich habe bei Einzug einen Ablesewert von 11 im Wohnzimmer und auf dem Ableseprotokoll von Brunata steht 15, also habe ich 4 SE verbraucht.

    Und das gleiche für die anderen Räume. Insgesamt komme ich dann auf ca. xxSE's, also kann ich die dann von den 69,70SE Gesamtverbrauch abziehen und erhalte meinen Verbrauch. Oder liegt da ein Fehler?

    Mal noch eine andere Frage: wie liest man die HeizVerteiler richtig ab? Ich habe veruscht die Vorjahreswerte mit dem Protokoll vom Ablesedienst zu vergleichen. Leider komme ich bei anderen Werten raus.

    Ich lese das rechte Röhrchen ab, indem ich die Zahlen des linken Röhrchen gedanklich rüberschiebe an die Obergrenze. Ist das richtig?
     
  13. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Genau da liegt dein Fehler. Die nimmst an, dass
    1. die Röhrchen gleichmäßig messen
    2. den Verbrauch angeben.

    Das ist nicht so. Achte mal drauf, ob die Dinger bei starker Sonneneinstrahlung "verdunsten". ein kräftiger Sommer kann dazu führen, dass die Flüssigkeit verdunstet. von der sog Kaltverdunstung mal abgesehen. Da man aber davon ausgeht, dass das bei allen HKVs gleich oder fast gleich ist, kommt es auf den Ablesetag an.

    Beispiel:
    abrechnungsperiode
    100.000 Einheiten bei einem Preis von 20.000€
    Daraus würde sich ergeben, dass eine Einheit 0,2€ kosten würde.
    Was ist aber mit den Einheiten, die bei allen gezählt wurden, obwohl nicht geheizt wurde? die werden überrechnet. Dein Vormieter hat nun 100 Einheiten im Sommer gehabt. Der Heizkörper war also nicht an. Nach deiner Rechnung müßte er dafür bezahlen. Über das Jahr gleicht sich das ja aus. Nicht aber bei einzug/auszug.

    Mit anderen Worten: Ohne eine Ablesung ALLER HKV bei einer Zwischenablesung mit einer Aufstellung ALLER Kosten bis dahin, funktioniert das nicht. Das macht kein Vermieter und der Ablesedienst läßt sich das bezahlen. (viele Ablesedienste raten sogar in den letzten beiden Monaten vor dem Ende einer Periode davon ab, da die Kosten immer über einer evtl Einsparung liegen.
    Genau das ist bei dir passiert.

    Die Heizkörper laufen während des Jahres nicht gleichmäßig. Weil das so ist, wird der Heizanteil der Monate in der Tabelle angenommen. Die beruht auf die Temp Werte der Wetterdienste.
    Gerecht ist anders, das ist richtig, aber auch mit Mehrkosten verbunden. Ein Wärmemengenzähler ist ungleich teurer, als die bekannten HKVs.

    Noch ein Beispiel:
    Ein Fußballspiel dauert 90 min. Der Endstand ist 4-6.
    Daraus resultiert nach deiner Theorie:
    Der Halbzeitstand (Einzug/Auszug) war 2-3.
    Die Heimmannschaft hat alle 22,5 min ein Tor geschossen.
    Also hat der Stürmer der Heimmannschaft, der 68 min gespielt hat, von den 4 Toren 3 Tore geschossen.

    Aber eigentlich wird das ja anders gemacht:
    Der Endstand ist 4-6.
    Der Halbzeitstand ist 4-3. Aber den Endstand kann man daran wohl kaum erkennen.

    Okay dieser Vergleich hinkt nochmehr, wie der Auto-Sprit verbrauch, aber wenn es dir so leichter fällt...

    Autovergleich:
    20.000 km für 1700l Benzin -> Verbrauch 8,5l/100km
    nach 12.000km gibt es einen Fahrerwechsel. Verbrauch bis dahin ist nicht bekannt.
    Nach deiner Rechnung:
    12.000/100*8,5l = 1020l Benzin
    Bei einem Preis von aktuell 1,15€/l wären das für Fahrer 1: 1173 €
    Nun nehmen wir aber an, dass der Verbrauch 12.000km bekannt ist: 900 l
    Wäre es nun fair, wenn Fahrer 1 nun doch deine berechneten Liter bezahlen müßte?
    Das ist der Unterschied, ob ein Zwischenverbrauch bekannt ist oder nicht. Um bei Autobeispiel zu bleiben. Mit den Strichen weißt du nur die Kilometeranzahl, aber nicht den Gesamtverbrauch.

    zur Ablesung: Du musst erstmal in Erfahrung bringen, ob es sich um eine einheitsskala handelt oder nicht. Die meisten Zähler haben eine Einheitsskala. Dann kommt ein Faktor dazu, der sich aus den Wärmedurchgangskoeffizienten, Bauart des Heizkörpers, Größe des Heizkörpers errechnet. Eine Produktskala hat diesen Wert bereits eingerechnet. dh jeder HKV von verschiedenen Heizkörpern ist unterschiedlich. die 2te Skala ist für Kontrollzwecke gedacht.

    Wahrscheinlich hast du auch noch bei der Ablesung den Faktor vergessen. die meisten HzK haben den Faktor 1,3. Stimmt es dann mit den Werten der Ableser überein? Weißt du jetzt, warum die Ablesung durch den Verwalter nix mit der eigentlichen Abrechnung zu tun hat? Der kennt den Faktor jedes einzelnen Heizkörpers nämlich gar nicht.

    Nur so als Anmerkung: du meinst, mit der Verbrauchsabhängigen Ablesung günstiger zu liegen? Ich sehe das nun definitiv anders. Eine Zwischenablesung verursacht kosten. Du scheinst den Faktor vergessen zu haben. Also hast du nicht 30€ "gespart" sondern eher 100€ zu wenig gerechnet.

    Ich würde sagen: so wie der Vermieter das gemacht hat, ist es nicht nur richtig, sondern auch positiv für dich.
    Gruß an den Lehrer: Wenn jeder Auszug eine Zwischenablesung zu folge hätte, wären in manchen Häusern jeden Monat eine komplettablesung. Das würde also bedeuten, dass nicht nur die ausziehenden Mehrkosten zu tragen hätten, auch die Nachbarn müßten jedes Monatsende anwesend sein. Er wohnt wohl nicht zur Miete.
     
  14. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    wir haben 194 wohneinheiten im haus, die nachbartürme 224 und 296 wohnungen, teilweise auch WGs.
    überwiegend studenten. da sollte man nach ihm wohl wöchentl. eine komplette ablesung anberaumen (...)
     
  15. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Sorry, aber ich glaube Ihr fischt alle im Trüben.

    Wenn ich das richtig rausgelesen haben handelt es sich dabei um Verdunsterröhrchen.

    Eine Zwischenabrechnung mit den Ablesewerten von Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip ist bei zu wenigen Gradtagen nicht zulässig. Daher hat der Messdienst richtigerweise geschätzt.

    Die abgelesenen Striche müssen ignoriert werden.

    Das hat einen technischen Hintergrund und ist mit der Heizkostenverordnung konform.
     
  16. ALBA

    ALBA Neuer Benutzer

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    aha na dann, aber ab wieviel gradtagen ist es den notwendig nach Verbrauch abzurechnen??
     
  17. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Siehe Hier:

    http://www.delta-t-messdienst.com/Dienst/3_4_1.htm


    Und hier das wichtigste daraus:

    "Die Richtlinien der „Arbeitsgemeinschaft Heizkostenverteilung“ legen deshalb fest, daß es nicht sinnvoll ist eine Zwischenablesung an Verdunstungs-Heizkostenverteilern durchzuführen, wenn die Anzahl der Gradtage seit der letzten erfolgten Hauptablesung weniger als 400 Gradtage bis zum Nutzerwechsel oder mehr als 800 Gradtage bis zum Nutzerwechsel beträgt. In Fällen dieser Art ist es sinnvoll und erlaubt eine Abrechnung nur nach Gradtagen durchzuführen. Damit ist dann der Heizkostenverordnung §9b (3) im vollen Umfang Genüge getan."
     
  18. ALBA

    ALBA Neuer Benutzer

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    Also bei mir sind nach Hauptablesung ungefähr 640 Gradtage abgelaufen. Bei mir selber dann 360 Gradtage, demzufolge und wie ich es aus deinem Text herauslesen konnte ist eine Abrechnung nach verbrauchten Strichlinien möglich.
     
  19. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Wann war denn die letzte Hauptablesung? Am 1.Januar? Ich glaube nicht. Meist ist sie einige Wochen später.
     
  20. ALBA

    ALBA Neuer Benutzer

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    Also die letzte im Abrechnungszeitraum 2007 war am 3. Januar. Dieses Jahr also für Abrechnugszeitraum 2008 war sie z.B. schon am 22.12.2008 gewesen. Du meinst sicherlich das ablesen mit Rörchentausch.
     
  21. #20 Eddy Edwards, 04.01.2009
    Eddy Edwards

    Eddy Edwards Erfahrener Benutzer

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    In diesem Zusammenhang würde mich jetzt aber interessieren: Bei der Verwendung von EHKV - also NICHT diesen Verdunsterröhrchen - ist eine Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch möglich, auch wenn bei einer Zwischenablesung durch einen Nutzerwechsel nicht alle Verteilerstellen in der gesamten Wohnanlage abgelesen wurden?!
     
Thema: Gradtagszahlen
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