Grill von Mieter genutzt absetzen zulässig ?

Diskutiere Grill von Mieter genutzt absetzen zulässig ? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo, ich habe ein neuen Grill angeschft 1380.-€, den der Mieter auch nutzen darf. Ist es ztulässig den steuerlich abzusetzen ? Danke...

kgb

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Hallo,

ich habe ein neuen Grill angeschft 1380.-€, den der Mieter auch nutzen darf. Ist es ztulässig den steuerlich abzusetzen ?


Danke Freundlicher Gruß
 

Tinnitus

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Steuerberatung darf ich nicht machen, also frage ich mal ganz unbedarft: In welche Zeile würde man einen Grill denn eintragen?
 

Goldhamster

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Hi, hi @kgb

ich kann mir vorstellen, dass das gehen könnte. (@dots Und nicht nur, weil mach ein Grill ja auch Beine hat)

Vorsorglich würde ich ein Nutzungsbuch darüber führen.
Anzahl der Nacken, Filets und Würstchen, der Gemüsestücke und Fischfilets dokumentieren.
Dazu auch die Betriebszeiten.
Dann könnte man sich einen Verteilungsschlüssel ausdenken. Und anhand von diesen Aufzeichnungen die anteilige Nutzung durch den Mieter nachweisen.

So könnte es gehen meint
DER HAMSTER
 

immobiliensammler

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Bei dem Preis denke ich spontan an so ein Weber-Gas-Dingsbums-Teil! Könnte man da nicht - analog der Campingplatzdusche - einen Münzeinwurf anbauen, pro 1 Euro kommen dann für x Minuten Gas. Damit hätte man auch gleich die Einnahmen nachgewiesen und könnte dann natürlich auch die Anschaffungskosten aufteilen.
 

Goldhamster

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Hallo @taxpert

wie gehts?

Was denkst du, wäre

a) die Würstchen- oder
b) die Betriebsstundenabrechnungsmethode

genehmigungsfähiger?

Fähig schreibt seine Worte
DER HAMSTER
 

immodream

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Hallo,
Umlegung nach Grillpersonen , d.h. Mieter und Gäste oder anteiliger Wohnfläche .Alles nur mit Grillbuch in amtlicher genehmigter Ausführung .
Man könnte dann auch Grillsoßen , Senf , Brötchen und Grillkohle in Ansatz bringen .
Bitte bei der Angabe dieser Dinge darauf achten, das sie zu der angegebenen Menge von Grillwürstchen und Grillfleisch passen Nicht das das Finanzamt wie früher bei der Betriebsprüfung unserer Bratwurstmafia feststellt, das wesentlich mehr Wurstpappdeckel und Senf , als Bratwürstchen abgerechnet wurden
Grüße
Immodream
 

ehrenwertes Haus

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ich habe ein neuen Grill angeschft 1380.-€, den der Mieter auch nutzen darf. Ist es ztulässig den steuerlich abzusetzen ?
Wie ist dieses "auch" zu verstehen?

Nutzt du diesen Grill ebenfalls und wenn ja, privat oder geschäftlich?
Ist die Nutzungsmöglichkeit des Grills Bestandteil des Mietvertrags und mit der KM-Miete abgegolten, wird ein irgendwie geartetes Nutzungsentgeld erhoben (NK, Münzautomat) oder ist das eine völlig vom Mietvertrag losgelöste unentgeltliche Leihe?

Je nachdem wie die Antworten auf meine sicherlich unvollständigen Fragen sind, kann der Grill steuerlich ganz, teilweis oder gar nicht berücksichtigt, sagt mein Steuerdoofi-Bauch.


Ein Steuerberater freut sich über Fragen und Aufgabenstellungen bei der Steuererklärungen, mit denen der letzte Cent rausgekitzelt werden soll.
Der SB beim FA wird tendenziell hellhöriger und die akzeptierte Fehlertoleranz eher geringer.
 

taxpert

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Ist es ztulässig den steuerlich abzusetzen ?
Zunächst einmal finde ich die Frage durchaus legitim, weswegen ich nicht verstehe, warum ihr das teilweise ins Lächerliche zieht!!??

Auch wenn sich @ehrenwertes Haus als Steuerdoofi bezeichnet, ist er der Antwort schon sehr nahe! Es kommt ganz darauf an!

Geht man davon aus, dass der grill nicht im MV oder einer Zusatzvereinbarung erfasst ist, stellt sich die Frage, ob die unentgeltliche Überlassung eines Gegenstandes an eine Person, mit der man in einem vertraglichen Verhältnis steht automatisch Bestandteil dieses Vertragsverhältnisses wird?

Sollte man dies bejahen, stellen sich auf einmal noch ganz andere Probleme! Was ist, wenn der Mieter z.B. gleichzeitig der ArbG des Vermieters ist? Müssen dann die möglichen Wk auf die Einkunftsarten verteilt werden und nach welchem Verhältnis? Schließlich kann es ja sein, dass so ein Teil der Wk im Wk-PB "untergeht"!

Und was ist, wenn nicht der Vermieter den Grill anschafft, sondern der Mieter und der Vermieter darf ihn nutzen? Stellt die Nutzungsüberlassung dann für den Vermieter eine Einnahme im Sinne des §8 EStG dar, die bei den Einkünften aus V+V zu erfassen ist?

Allein aus diesen Umkehrschlüssen erkennt man, dass allein die Nutzung durch den Mieter nicht dazu führen kann, dass hier Wk vorliegen. D.h. aber natürlich nicht, dass nicht eine entsprechende vertragliche Vereinbarung vorliegen kann!

Liegt ein solche tatsächliche vertragliche Verflechtung vor, so stellt sich natürlich die Frage nach der Aufteilung der Kosten in private Kosten (§12 Nr.1 EStG) und Wk (§9 Abs.1 Satz 1 EStG). Dabei ist das ...
In welche Zeile würde man einen Grill denn eintragen?
das geringste Problem! Anlage V, Zeile 36, Spalten 1,3 und 4!

Bei einem Grill hat man sicherlich kein Problem, einen klaren und nachvollziehbaren Aufteilungsmaßstab zu finden. Ansonsten läge ja ein Fall des Aufteilungs- und Abzugsverbotes vor! Die Aufteilung nach Tagen dürfte ausreichend sein, wobei ein gewisser Nachweis, der aber bestimmt nicht so ...
a) die Würstchen- oder
b) die Betriebsstundenabrechnungsmethode
... oder so ...
Grillbuch in amtlicher genehmigter Ausführung .
... aussehen muss!

Liegen keinerlei Unterlagen vor, so ist die Aufteilung durch das FA zu schätzen, §162 AO! Meine Schätzung wäre dann, dass 10% zum Wk-Abzug bei V+V zugelassen werden. Bei 1.380 € und einer Nutzungsdauer von 6 Jahren sind das also 23 € pro Jahr oder im Spitzensteuersatz etwa 10 € Steuerersparnis!

taxpert
 
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