Großer Garten ü 1000qm /nutztierhaltung /Gestaltung

Diskutiere Großer Garten ü 1000qm /nutztierhaltung /Gestaltung im Gartenpflege Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo wir sind seit ein Paar Monaten Mieter eines Einfamilienhauses und starten nun die Gestaltung der Fläche von ü 1000 qm . Im Mietvertrag ist...

weiblichehrlich

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Hallo wir sind seit ein Paar Monaten Mieter eines Einfamilienhauses und starten nun die Gestaltung der Fläche von ü 1000 qm .

Im Mietvertrag ist keine Vereinbarung für die Gestaltung und Nutzung der Gartenfläche geregelt!

Nachbarn brachten uns auf die Idee dort ein paar Hühner zu erhalten und im Ausgleich versorgen wir die angrenzenden Nachbarn mit frischen Freilandhühner eiern. Ein Hahn wird nicht angeschafft !! Dieser würde nur für 1-2 Tage Gast sein.

Damit haben die Nachbarn kein Problem.

Nun zur Frage welche Dinge betreffend des Gartens muss ich denn dem Vermieter mitteilen und um Erlaubnis fragen ?

Doch nur das was nicht wieder entfernbar ist oder ?

Wir wollen im Garten auch ein Aussengehege für unsere Zwergkaninchen aufstellen !

Ist dies möglich ?
 

braut

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Üblicherweise bleibt dir überlassen, wie du den Garten nutzt.

Allerdings schuldest du normal, dass du den Garten in entsprechendem Zustand zurück gibst, indem du ihn übernommen hast. Wenn dort bisher Rasen war, dann hinterlassen Hühner dort eher die Bombenkrater eines Truppenübungsplatzes. Rechne also damit, dass du den Garten umfräsen, einebnen und neu besäen musst oder womöglich sogar Rollrasen fällig wird.

Bedenke, dass du für Hühner auch entsprechende Gebäude brauchst: Hühnerstall und Lagerraum für's Futter. Braucht es Schutz vor Greifvögeln? In den letzten Jahren gab es auch immer wieder Auflagen wegen lokaler Vogelgrippe-Ausbrüche, wo Hühner nicht ins Freie durften.

Erfreut sich eure Nachbarschaft am Hahnen-Geschrei? Laufen Hühner gerne in die Nachbarschaft? Freut ihr euch auf den Milbenbefall bei Arbeiten im Stall?

Und wer kümmert sich um die Hühner an jedem Tag des Jahres, falls ihr mal verreisen wollt?

Bis ihr von euren eigenen Eiern profitiert müsst ihr ziemlich viel vorbereiten - und mit den Kosten für eure Kleinmengen an Hühnerfutter werden die Eier trotzdem nicht billig sein.

Als Liebhaberei gerne. Für die ernsthafte Selbstversorgung zweifelhaft. Und falls ihr bei so großem Garten auch noch irgendwas anbauen wollt: Denkt an einen hohen Zaun zum Schutz eurer Beete.
 

Trygg2807

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Unsere Nachbarn halten Hühner zur Selbstversorgung. Reine Wohnsiedlung, hier hat man gewöhnlich nur Katze/Hund. Eigentlich braucht man dafür nur eine kleine Holzhütte, Größe Hasenstall und ein Gehege mit hohem Drahtzaun. Die Hühner laufen auch nicht rum, sondern sind das ganze Jahr über im Gehege. Das Gehege liegt abseits von der Straße unsichtbar zwischen Bäumen.
Ich würde zu Bedenken geben:
1. Muss der Stall+Gehege schon irgendwie vetankert sein, sonst ist es nicht sturmsicher. Es kann gut sein, dass die Nachbarn die Zaunpfähle und Pfosten des Stalls einbetoniert haben, ähnlich wie bei einem Schaukelgerüst.
2. Auch ohne Hahn machen Hühner Geräusche. Manche Menschen können da sehr empfindlich sein. Bei uns wohnen nur Eigentümer, da ist die Hemmschwelle, einen Streit vom Zaun zu brechen, erstmal hoch, weil man noch lange auskommen muss. Ist der Nachbar mit Hühnern ein Mieter, sieht die Sache vielleicht anders aus und die Toleranz ist geringer.
 

Ferdl

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Was möglich ist liegt am Mietvertrag.
Laut der "üblichen" Verträge müsst ihr euren Vermieter um Erlaubnis fragen.
 

weiblichehrlich

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Üblicherweise bleibt dir überlassen, wie du den Garten nutzt.

Allerdings schuldest du normal, dass du den Garten in entsprechendem Zustand zurück gibst, indem du ihn übernommen hast. Wenn dort bisher Rasen war, dann hinterlassen Hühner dort eher die Bombenkrater eines Truppenübungsplatzes. Rechne also damit, dass du den Garten umfräsen, einebnen und neu besäen musst oder womöglich sogar Rollrasen fällig wird.

Bedenke, dass du für Hühner auch entsprechende Gebäude brauchst: Hühnerstall und Lagerraum für's Futter. Braucht es Schutz vor Greifvögeln? In den letzten Jahren gab es auch immer wieder Auflagen wegen lokaler Vogelgrippe-Ausbrüche, wo Hühner nicht ins Freie durften.

Erfreut sich eure Nachbarschaft am Hahnen-Geschrei? Laufen Hühner gerne in die Nachbarschaft? Freut ihr euch auf den Milbenbefall bei Arbeiten im Stall?

Und wer kümmert sich um die Hühner an jedem Tag des Jahres, falls ihr mal verreisen wollt?

Bis ihr von euren eigenen Eiern profitiert müsst ihr ziemlich viel vorbereiten - und mit den Kosten für eure Kleinmengen an Hühnerfutter werden die Eier trotzdem nicht billig sein.

Als Liebhaberei gerne. Für die ernsthafte Selbstversorgung zweifelhaft. Und falls ihr bei so großem Garten auch noch irgendwas anbauen wollt: Denkt an einen hohen Zaun zum Schutz eurer Beete.
lieben Dank für deine noch mal erweiterte aufschlussreiche Antwort :)

ich hab nun eh einen termin bei einem Anwalt für Mietrecht .. die Hasen sollen entfernt werden bis 31.1.2022 zeitleich eine Abmahnung....das es hier schon bei den bei Mietvertragsabschluss vorhandenen Zwergkaninchen es sind 3 nun Probleme gibt bedeutet nichts gutes 😫😩
 

weiblichehrlich

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Was möglich ist liegt am Mietvertrag.
Laut der "üblichen" Verträge müsst ihr euren Vermieter um Erlaubnis fragen.
im Mietervertrag selbst ist nicht festgeschrieben bezüglich des Gartens..mal sehen was nun die Vorsprache bei einem Anwalt für Mietrecht raus kommt
 

weiblichehrlich

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Unsere Nachbarn halten Hühner zur Selbstversorgung. Reine Wohnsiedlung, hier hat man gewöhnlich nur Katze/Hund. Eigentlich braucht man dafür nur eine kleine Holzhütte, Größe Hasenstall und ein Gehege mit hohem Drahtzaun. Die Hühner laufen auch nicht rum, sondern sind das ganze Jahr über im Gehege. Das Gehege liegt abseits von der Straße unsichtbar zwischen Bäumen.
Ich würde zu Bedenken geben:
1. Muss der Stall+Gehege schon irgendwie vetankert sein, sonst ist es nicht sturmsicher. Es kann gut sein, dass die Nachbarn die Zaunpfähle und Pfosten des Stalls einbetoniert haben, ähnlich wie bei einem Schaukelgerüst.
2. Auch ohne Hahn machen Hühner Geräusche. Manche Menschen können da sehr empfindlich sein. Bei uns wohnen nur Eigentümer, da ist die Hemmschwelle, einen Streit vom Zaun zu brechen, erstmal hoch, weil man noch lange auskommen muss. Ist der Nachbar mit Hühnern ein Mieter, sieht die Sache vielleicht anders aus und die Toleranz ist geringer.
naja bei und ist es sehr dörflich...manche halten ein paar Ziegen...manche Schafe ...manche Hühner und einige sogar Pferde 😅

der Platz wäre vorhanden aber denke die Vermieterin macht dem ganzen eh den gar aus ... wenn selbst Zwergkaninchen nun raus sollen 🤓😫😅
 
Ino75

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ich hab nun eh einen termin bei einem Anwalt für Mietrecht .. die Hasen sollen entfernt werden bis 31.1.2022 zeitleich eine Abmahnung....das es hier schon bei den bei Mietvertragsabschluss vorhandenen Zwergkaninchen es sind 3 nun Probleme gibt bedeutet nichts gutes 😫😩

Oha, das hört sich nach einem sehr spaßigen Mietverhältnis auch für die Zukunft an. Nach allem, was mir bekannt ist, kann ein Vermieter die Haltung von Kleintieren, zu denen Kaninchen und wahrscheinlich auch Hasen gehören (was habt ihr denn nun? Kaninchen, Zwergkaninchen oder Hasen?), schlicht nicht verbieten (außer in großen Ausnahmefällen, aber auf solche Exoten gehe ich jetzt nicht weiter ein). Nicht in der Wohnung und auch nicht in einem zur alleinigen Nutzung überlassenen Garten. Aber wenn die Vermieterin schon so anfängt, dann scheint sie der Typ "Gutsherrin" zu sein. Ist mir persönlich bisher nur einmal untergekommen, aber das artete ziemlich aus und ich würde Dir entweder raten, ein echt gutes Verhältnis zu Deinem Anwalt aufzubauen und zusätzlich Nerventee zu trinken, oder Dir so schnell wie möglich ein neues Mietverhältnis zu suchen...
 

Ferdl

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Hier scheinen eher zwei grundverschiedene Ideen zur Gartennutzung aufeinanderzutreffen.
im Mietervertrag selbst ist nicht festgeschrieben bezüglich des Gartens
Der Garten gehört zur Mietsache. Demzufolge gilt die Genehmigungspflicht auch für den Garten.
wenn die Tiere schon bei Vertragsabschluss vorhanden waren, warum wurde nichts dazu vereinbart?

Der nwalt wird dass aber nach Einsicht in den Mietvertrag auflösen können. Berichte bitte was dabei herausgekommen ist.
 
Andres

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Nach allem, was mir bekannt ist, kann ein Vermieter die Haltung von Kleintieren, zu denen Kaninchen und wahrscheinlich auch Hasen gehören (was habt ihr denn nun? Kaninchen, Zwergkaninchen oder Hasen?), schlicht nicht verbieten (außer in großen Ausnahmefällen, aber auf solche Exoten gehe ich jetzt nicht weiter ein).
Ich würde mal ganz wild spekulieren und vermuten, dass der Vermieter sich eher am Außengehege als an dessen Bewohnern stört. Bei den Kaninchen, Hasen oder was auch immer es denn nun genau ist wäre er wegen der Tierhaltung ja noch nicht einmal um Erlaubnis zu fragen (Kleintiere), aber sobald das Außengehege als bauliche Veränderung durchgeht, entscheidet der Vermieter.

Hier scheinen eher zwei grundverschiedene Ideen zur Gartennutzung aufeinanderzutreffen.
Das vielleicht auch, aber will man es dem Vermieter ernsthaft übel nehmen? Es ist nun einmal so, dass die Begeisterung, für einen Hühnerstall ein paar Punktfundamente zu setzen, bei den meisten Mietern deutlich größer sein dürfte, als die Motivation, diese bei Auszug wieder auszugraben. Von den üblichen Problemen bei der Tierhaltung mal ganz abgesehen. Selbst wenn die Tierhaltung rechtlich einwandfrei sein sollte, wird man doch bei den wenigsten Vermieter große Freude verursachen, wenn man nach "ein paar" Zwergkaninchen nun auch noch "ein paar" Hühner hält.
 
Duncan

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Ich bin immer noch ein großer Fan von Perlhühnern...
So ein halbes Dutzend bis Dutzend wäre schon was Feines (und füllt auch eine Festtafel).
b0422.gif
 

Ferdl

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Vielleicht hätte @weiblichehrlich dem Vermieter mal einen Stallhasen oder lecker Hühnchen anbieten sollen...
Mit vollem Bauch denkt sichs schwer aber loyal.
 

ehrenwertes Haus

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Nachbarn brachten uns auf die Idee dort ein paar Hühner zu erhalten und im Ausgleich versorgen wir die angrenzenden Nachbarn mit frischen Freilandhühner eiern.
Ich finde deine Argumente für die Hühner extrem mager.

Du musst erst von Nachbarn auf die Idee gebracht werden? Dann hast du also weder Ahnung von Hühnerhaltung, noch willst du sie ernsthaft aus eigenem Antrieb halten.
Dein Nachbar soll einen Ausgleich bekommen? Wofür denn? Dafür, dass er ich nicht kümmern muss und Hand aufhalten kann?
Beide Gedanken sind mietrechtlich nicht relevant.

Mietrechlich relevat ist u.A.:
Der Ausgleich für "du darfst das Haus und den Garten nutzen" nennt sich Miete. Gegen ein paar Häschen, die ab und an in einen (monilen) AUslauf in den Garten dürfen, wird man kaum ernsthafte Argumente finden.
Welchen Ausgleich hast du für den Vermieter angedacht für die Nutztierhaltung Hühner? Dein Vermieter hat doch als 1. den Ärger, wenn die baulichen Veränderungen nicht den Anforderungen der amtlichen Vorgaben entsprechen oder deine Freilandtierhaltung den Garten verwüstet.
Hast du mal ein Angebot eines Landschaftsgärtners eingeholt und weißt was die Anlage eines Gartens kostet? Solche Schadenersatzforderungen können auf dich zukommen.


Wenn dein Nachbar so spitz ist auf Hühnereier aus eigener Haltung, warum stellt er dann keine Fläche dafür zu Verfügung. Zeitaufwand, Unterhaltskosten und Eierlieferung könnt ihr doch zwischen euch aufteilen. Dafür musst du keine Hühner im eigenen Garten halten.

Wenn du ein wirklich gutes Konzept zu Hühnerhaltung im Garten, einschließlich einer entsprechenden Entschädigung für den Vermieter (nicht Nachbarn!) für diese Nutztierhaltung + extra Sicherheitsleistung für den Schadensfall in großzügiger Höhe anbietest, vielleicht kannst du deinen VM umstimmen... oder du änderst deine Meinung selbst, wenn dir die Risiken wirklich bewußt werden.

Gleiches gilt auch für Biorasenmäher, falls dein Nachbar nach der Eierfarm Gelüste auf Milch aus deinem mitgemieteten Garten haben sollte.
 
Ino75

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Ich würde mal ganz wild spekulieren und vermuten, dass der Vermieter sich eher am Außengehege als an dessen Bewohnern stört. Bei den Kaninchen, Hasen oder was auch immer es denn nun genau ist wäre er wegen der Tierhaltung ja noch nicht einmal um Erlaubnis zu fragen (Kleintiere), aber sobald das Außengehege als bauliche Veränderung durchgeht, entscheidet der Vermieter.

Das mag sein, dass die Vermieterin sich am Außengehege stört, ist aber unerheblich. Es sei denn, es ist ein Außengehege, dass ich zu den bereits erwähnten "Exoten" zählen würde (also mit Fundament oder etwas vergleichbarem). Ich bin in meinem Leben schon mehr als einem Außengehege für Karnickel begegnet (wir hatten in meiner Kindheit selbst eins für Meerschweinchen) und nicht ein einziges davon war als bauliche Veränderung einzustufen. Das sind eigentlich immer solche kleinen Holzhäuschen zum Hinstellen mit einem zusätzlichen Gatter aus Maschendraht o.ä., welcher dann ggf. noch mit einer Art Hering im Boden befestigt wird und "schlimmstenfalls" noch eine Art Gitter hat, welches den Boden bedeckt, damit die Tiere sich nicht rausbuddeln können.

Solange die TE hier nichts gegenteiliges mitteilt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich für die 3 Zwergkaninchen um genau so ein Außengehege handelt, bei nahezu 100%. Und das kann die Vermieterin nicht verbieten, sie muss nicht mal um Erlaubnis gefragt werden ;-).

Aber ich lasse mich natürlich immer gerne eines besseren belehren, denn wie sagte meine Großmutter immer so schön? Du kannst alt werden wie eine Kuh und lernst immer noch dazu.
 
Ino75

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lieben Dank für deine noch mal erweiterte aufschlussreiche Antwort :)

ich hab nun eh einen termin bei einem Anwalt für Mietrecht .. die Hasen sollen entfernt werden bis 31.1.2022 zeitleich eine Abmahnung....das es hier schon bei den bei Mietvertragsabschluss vorhandenen Zwergkaninchen es sind 3 nun Probleme gibt bedeutet nichts gutes 😫😩

Mir fällt da gerade noch was Wichtiges ein!

Wenn euer Außengehege für die Kaninchen keine bauliche Veränderung ist, kann die Vermieterin da meiner Ansicht nach nichts machen.

Was sie aber durchaus machen kann, ist euch das Veterinäramt auf den Hals hetzen, wenn ihr die Haltungsanforderungen für Kaninchen nicht erfüllt. Und dann kommt der Amtstierarzt, ihr zahlt ein Bußgeld, müsst in einer kurzen Frist die Haltung verbessern oder schlimmstenfalls werden die Tiere beschlagnahmt und ihr zahlt für die artgerechte Unterbringung. Das ist leider etwas, was die allermeisten Halter von Kaninchen nicht wissen - es gibt da Vorgaben. Welche jetzt genau bei euch gelten, müsst ihr in der Gemeinde erfragen, das ist nicht überall gleich. Aber hier mal ein Link zu grundsätzlichen Infos zur Haltung:



Da, wo ich wohne, sind das tatsächlich auch die behördlichen Auflagen. Das weiß ich, weil ich beim Veterinäramt angerufen hatte. Unsere Nachbarn hatten nämlich ihre drei Kaninchen + 2 Meerschweinchen in so einem kleinen Häuschen gehalten, max 2qm insgesamt, und nur alle paar Tage mal für ein paar Minuten raus gelassen. Ich hatte mehrfach mit ihnen geredet und sie gebeten, das doch mal zu überdenken, aber außer Lippenbekenntnissen ist nichts passiert. Und dann habe ich halt beim Veterinäramt angerufen, weil ich Tipps haben wollte, wie ich unsere Nachbarn überzeugen kann, dass das auf Dauer nicht optimal für die armen Tiere ist. Der nette Mann wollte sofort die Adresse von mir haben und jemanden vorbeischicken, der die Tiere beschlagnahmt und hat mir dann halt von den vorgeschriebenen Grundanforderungen berichtet und dass das, was unsere Nachbarn machen, rechtlich bereits eine schlimme Tierquälerei ist und unbedingt sofort unterbunden gehört. Ich bin halb vom Stuhl gefallen, habe die Adresse aber nicht rausgerückt. Mein nächstes Gespräch mit den Nachbarn war dann schon deutlich ernster und die konnten selbst kaum glauben, was sie da zu hören bekommen haben, welche Anforderungen es an Kaninchenhaltung gibt, besonders an die Gehegegröße. Das Ergebnis war, dass sie die Tiere wegegeben haben zu Leuten, die die Anforderungen erfüllen konnten.

Also auch wenn ihr mietrechtlich nichts zu befürchten habt, ihr seid ggf. nicht aus dem Schneider und das sind Infos, die ihr von einem Anwalt für Mietrecht höchstwahrscheinlich nicht bekommen werdet.
 
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Nanne

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Aber ich lasse mich natürlich immer gerne eines besseren belehren, denn wie sagte meine Großmutter immer so schön? Du kannst alt werden wie eine Kuh und lernst immer noch daz

Auch meine Rede. Und zur Tierhaltung. Hühner- und Hasenmist stinkt bestialisch, wenn nicht regemäßig und gründlich gereinigt, gemistet wird; stikt auch über den Gartenzaun. Das sollte man beherzigen...
 

weiblichehrlich

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Hallo meld mich mal kurz an alle zurück!
ich nenn sie Mal Hasen , mal Zwergkaninchen...wobei es genauer gesagt Löwenköpfchen Zwergkaninchen sind :)

der jetzige Stall ist 4,5 qm gross beherbergt eine zweite halbe Etage :) . Die Hasen sind täglich 1 Stunde draußen. Wir reinigen alle 3 Tage die Ecken und einmal wöchentlich wird der komplette Stall gewechselt.

Bei Einzug wies die Vermieterin darauf hin das Sie es ablehnt das die Zwergkaninchen im Haus gehalten werden und verwies auf den ehemaligen Stall ( dort steht ebenso die Ölheizung) . Aufgrung der dortigen aufbewahrten Renovierungsüberbleibsel der Vermieterin sind sie dort nicht eingezogen sondern in einem 2X1 m großen Käfig...da wir immer Sommer letzendjahres einzogen hielten sich die Tiere so gut wie von früh bis spät abends draußen auf. In einem Auslauf und eben außerhlab diesens mit den Kindern 14/12 Jahre alt.

Aufgrund der fast verdopplung der Wohnfläche und der Gegebenheit das man wenn die Tiere am besten im Frühling an den dauerhaften Aufenthalt im Freien (sprich artgerechtem Unterschlupf und abgesichertem Aussengehege haben wir erstmal die Einrichtung des Hauses gekümmert.

Nun steht eben für dieses Jahr dementsprechendes an ... was die Hühnerhaltung betrifft bedanke ich mich bei allen für Ihre Infos und nein mich musste kein Nachbar darauf hinweisen bezüglich der Haltung. es lag eben erstmal der Fokus auf die Einrichtung.

Bevor ich mich weiter intensiv damit befasse dachte ich als erstes wär es eben auch wichtig zu wissen was überhaupt möglich ist. Zwischen andenken und umsetzen liegt da auch noch ebenso viel Zeit und eben auch Geld :)

Da nun das Verhältnis nicht gerade prickelnd ist was ich nicht vorraussehen konnte liegt jetzt eh erstmal alles auf Eis.

In dem Schreiben ist ja auch eine Frist angegeben bis zum 31.1.2022 wo die Zwergkaninchen entfernt werden sollen .... auf Dauer hier zu wohnen kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen ... hoffe das ich morgen einiges genaueres weiß. Das mit der Kleintierregelung ist ja nun wirklich Priorität!
 
Ino75

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Vielen Dank für Deine Rückmeldung, würde mich ja auch interessieren, wie es weitergeht.

Und basierend auf Deine Beschreibung der Haltung der Kaninchen bleibe ich bei meiner Einschätzung - das kann die Vermieterin nicht verbieten, das ist nicht mal erlaubnispflichtig. Ich würde mich aber wirklich nach was Neuem umsehen. Es ist ja schön und gut, wenn man im Recht ist, aber den Stress hat man bei solchen Mietverhältnissen trotzdem, und die Nerven bekommt man von niemandem "erstattet".

Ich drück auf jeden Fall die Daumen!
 

Nanne

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2. Auch ohne Hahn machen Hühner Geräusche.
Wer keine Geräusche in seinem Umfeld leiden kann, muss in die Wüste ziehen. Selbst da gäbe es gelegentlich starken Wind, der zu Missmut führen könnte.
Ich habe so den leisen Verdacht, dass sich in Zukunft mehr Mieter/Vermieter auf "Hühner" einstellen und das Gegacker der Hühner als Gegenleistung frischer Eier dulden. Eine Henne gackert nur bei einem gelegten Ei, also 1x am Tag für 5 Minuten. Und wenn die Tiere vorschriftsmäßig gehalten werden, wo ist da ein Problem?
 

Trygg2807

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Wir haben überhaupt kein Problem mit den Hühnern nebenan.
Ich weiß nur von Bekannten, die extra in die letzte Häuserreihe auf dem Land gezogen sind und sich dann eben genau über derlei "Naturgeräusche" aufgeregt haben. Nur konnten die da wenig machen, weil die Geräusche von einer landwirtschaftlichen Nutzfläche kamen.

Ich hätte das Thema anders angegangen, ich bin aber auch ein Theoretiker: Exposé mit genauer Erklärung, was passieren soll inkl. Skizze des Stalls am Standort, ungefähre Zahl der Hühner, nötige Veränderungen und dann gleich mit ins Exposé die Zusicherung eines vollständigen Rückbaus zur grünen Wiese falls nötig mit Rollrasen. Ggf. Angebot einer Kaution. Um dem Vermieter zu signalisieren, dass man auch die Folgen bedacht hat.
Wenn das Verhältnis sowieso nicht so toll ist, würde ich eher mit einem mittelfristigen Umzug planen.
 
Thema:

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