Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühr

Diskutiere Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühr im Immobilien - Erwerb/Veräußerung im Inland Forum im Bereich Immobilien Forum; Hallo, wenn der Kaufpreis eines Hauses durch das Einräumen eines Wohnungsrechtes für den Verkäufer stattfindet, sinkt die Restsumme, die bezahlt...

  1. Block9

    Block9 Benutzer

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    Hallo,
    wenn der Kaufpreis eines Hauses durch das Einräumen eines Wohnungsrechtes für den Verkäufer stattfindet, sinkt die Restsumme, die bezahlt werden muss ja nennenswert.

    Mit welchem Wert werden Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühr berechnet? Mit dem Kaufpreis vor oder nach Abzug des Wohnungsrechtwertes?

    Vielen Dank für Eure Antworten.
     
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  3. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Meines Wissens zählt der Kaufpreis vor Abzug des Wertes fürs Wohnrecht (Wohnungsrecht kenne ich nicht aber ich vermute mal da du ein Wohnrecht meinst).
    Beim Notar bin ich mir sicher, bei der Steuer vermute ich das, der Makler ist möglicherweise verhandelbar.
     
  4. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Ich würde mal denken den Kaufpreis den man bezahlt hat? Das ein Wohnrecht den Wert für einen Immobilie mindert ist sicher richtig, genau so wie ein undichtes Dach. Nur warum sollte im Falle eines Wohnrechtes ein anderer hypothetischer höherer Wert angesetzt werden? Und welchen eigentlich? Ich kenne jedenfalls nicht den "wirklichen" Wert eine Immobilie. Ich kenne Einschätzungen aus Gutachten und diverse sonstige Meinungen. Außerdem ist der vermeindliche "Wert" eines Wohnrechts ja vor allem an die Vertragsbedingungen geknüpft. Ein Wohnrecht aus Lebenszeit bei dem der Vertragsteilnehmer nach 2 Monaten tot umfällt hat wohl im Ergebnis einen ganz anderen Wert als würde er dort noch 30 Jahre wohnen.
    Wenn die Wertminderung zu diesem Zeitpunkt ein Fakt ist, sollte eigentlich auch nur diese Wert als Bemessungsgrundlage dienen. Das würde ich bei den Notarkosten genau so sehen wie bei der Steuer. Maklerkosten sind natürlich immer Verhandlungssache.
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 22.05.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Jein.
    Es gibt Tabellen aus denen der Wert eines Wohnrechts abgelesen werden kann. Dieser Wert richtet sich nach dem Alter und der statistisch zu erwartenden Restlebensdauer des Berechtigten bei lebenslangem Wohnrecht. Ein befristetes Wohnrecht wird wertmäßig wie die entsprechende statistische Restlebendauer bewertet.

    Ob sich die Realität dann an irgendwelche Statistiken und Tabellen hält, bleibt Spekulation.
     
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  6. #5 taxpert, 22.05.2020
    taxpert

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    Weil's im Gesetz steht!
    §§13ff BewG.

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  7. Ferdl

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    Für das Wohnrecht bringst du eine Gegenleistung, der Wohnrechtsinhaber darf da ja Wohnen.
    Daher wird der imaginäre Tabellenwert des Wohnrechtes zur Berechnung angesetzt.
     
  8. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Ts, Ts, Sachen gibt es. Gibt es dann nach dem Ableben des Wohnberechtigten eine Abrechnung, oder ist das schlicht dem Zufall überlassen?
     
  9. Ferdl

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    Es wäre doch sehr zu hoffen dass das Ableben dem Zufall überlassen bleibt.:musik009:
     
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  10. AJ1900

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    Klar, nur aus dem Zeitpunkt des Ablebens ergibt sich ja demnach der Wert des Wohnrechts wie du schreibst. Wenn als von einer Restlebensdauer von 20 Jahren ausgegangen wird, was passiert wenn der Berechtigte schon nach 2 Monaten oder erst nach 40 Jahren umfällt?
    Ist das dann wechselseitig Pech oder eben Glück oder wird das dann steuerlich irgendwie verrechnet?
     
  11. #10 ehrenwertes Haus, 22.05.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Das ist der Spekulationsanteil, an dem der Staat nichts verdient oder auszahlt.
    Der Staat hat damit nichts mehr zu tun, außer paar Kröten zur Austragung des Wohnrechts aus dem Grundbuch. Für die Steuer wird nicht der Kaufpreis aus dem Kaufvertrag als Basis ansetzt, sondern der vertragliche Kaufpreis + Wert des Wohnrechts = steuerrelevanter Kaufpreis.

    Wertsteigerungen von Immos, die sich ohne eigenes Zutun ergeben, interessiert Väterchen Staat nicht, bis zum nächsten Eigentümerwechsel.
     
  12. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Nö, schub ich nicht.
     
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  13. taxpert

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    Das kommt natürlich darauf an, was Käufer und Verkäufer vereinbart haben! Ändert sich der Kaufpreis, wenn das Wohnrecht über- oder unterdurchschnittlich lang zu gewähren ist, dann ändert sich natürlich auch die GrESt, §175 AO. Wenn der Preis "fix" ist, dann ist es eben wirklich Glück/Pech!

    Es gibt übrigens einen netten Fall dazu aus Frankreich! Google mal Jeanne Calment!

    taxpert
     
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