Grundgebühr für Kabel-TV

Dieses Thema im Forum "Kabel /Antenne / SAT-Anlage" wurde erstellt von Lucky Strike, 03.02.2014.

  1. #1 Lucky Strike, 03.02.2014
    Zuletzt bearbeitet: 03.02.2014
    Lucky Strike

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    Guten Tag zusammen,

    ich bin neu im Vermieterforum und habe hier schon einiges zum Thema gelesen, jedoch leider nicht verstanden. Daher sry, wenn ich dieses Thema nochmal anspreche.

    Also...ich habe zum ersten Mal meine (einzige) Wohnung in einem 3-Parteien-Haus vermietet. Vor meinem Auszug habe ich meinen normalen Kabel-TV-Anschluss bei unity media gekündigt. In dem Mietvertrag steht in der Auflistung der Betriebskosten der bekannte Passus

    15. Die Kosten des Betriebs der Gemeinschaftsantennenanlage bzw. Satellitenanlage oder die Kosten des Betriebs der mit einem Breitbandkabelnetz verbundenen privaten Verteileranlage

    Ich hab mir vor der Vermietung die Nebenkostenabrechnung unserer Hausverwaltung durchgelesen, darin stand iwie kein Posten zu irgendwas mit dem Kabel-TV-Anschluss. Daher hab ich das in der Berechnung der Nebenkosten für den Mieter auch nicht weiter berücksichtigt. Nach einer Diskussion mit dem Mieter nach dem Einzug lief es also darauf hinaus, dass ich den (Basis-)Anschluss bei unity media wieder reaktivieren musste, die monatl. Kosten belaufen sich auf 17,90€ (die ich dann in der NK-Abrechnung ja auch aufführen kann, weil ja Rechnungsbelege vorhanden sind, richtig?). Unity Media sagte mir, dass ich die Grundgebühr tragen muss, der Mieter hingegen auf eigene Kosten Produkte hinzubuchen kann (HD, Digital, was weiss ich). Hab ich auch nicht verstanden...wie kann ein anderer meinen Vertrag erweitern? Nun gut, soll mal nichts zur Sache tun.

    Aber grundsätzlich...heißt dieser Passus jetzt, dass damit Kosten für die Wartung von iwelchen Leitungen oder Verteileranschlüssen im Keller gemeint sind? Oder bedeutet es wirklich, dass ich einen fertigen Kabel-TV-Anschluss zur Verfügung stelle und der Mieter quasi nur noch das Kabel in die Dose stecken muss.

    "Verteileranlage" klingt für mich wie ein Kasten im Keller, von der aus dann ein Kabel in jede Wohnung geht...und bei der ich sicherstellen muss, dass sie funktioniert, ähnlich wie ein Sicherungskasten. Ich hab ja auch Steckdosen und Telefonanschlussdosen in der Wohnung, aber zahl ja auch keinen Strom oder den Telefonanschluss für den Mieter.

    Und was ist nun also bei einer (erwarteten) Neuvermietung zu tun? Weiterhin den Basis-Kabel-TV-Anschluss bezahlen und in die monatlichen NK mit aufnehmen? Oder den Anschluss wieder kündigen und den Passus aus dem Mietvertrag nehmen? Oder drinlassen und dazuschreiben, dass damit NICHT die Grundgebühr für einen privaten Kabel-TV-Anschluss gemeint ist?

    Eigentlich möchte ich die Entscheidung, ob jemand was bei unity media (oder Vodafone oder wie sie alle heissen) abschliesst, dem Mieter selbst überlassen und mich da völlig raushalten (und somit auch auf die mtl. 17,90€ bei unity media verzichten).

    Ich komme in diesem Punkt mit meinem Verständnis nicht weiter...hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken. Vielen Dank für Eure Hilfe.
     
  2. AdMan

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  3. Syker

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    Hallo Lucky

    Es gibt in eurer WEG also einen Kabelanschluss der vom Betreiber (UM-früher Telekom) vermutlich im Keller ankommt.

    Von diesem Hausanschluss gehen dann einzelne Kabel in die jeweiligen Wohnungen. Hier ist vermutlich die WEG (Gemeinschaftseigentum) für diese Verteilung verantwortlich.

    BK entstehen hier im Normalfall nicht, evtl. aber Kosten für die Instandhaltung.

    Jetzt hattest du einen Nutzungsvertrag mit UM das du Kabelfernsehen nutzen durftest.

    Bei Vertragskündigung wird dann meistens die Anschlussdose in der Wohnung verplombt was in deinem Fall wohl nicht erfolgt ist oder von UM nicht gemacht wird. (Was steht in den AGB von UM)

    Wenn der M jetzt den Anschluß nutzen will hätte dieser einen eigenen Vertrag bei UM abschließen können.

    Bei dir läuft der Vertrag aber weiter auf deinen Namen und du stellst quasi dem M den Anschluss zur Verfügung. Die hierfür anfallenden monatlichen Kosten können (sofern vereinbart) auf den M umgelegt werden.

    VG Syker
     
  4. #3 Lucky Strike, 03.02.2014
    Lucky Strike

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    Hallo Syker, vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

    Alles richtig bis zum letzten Absatz, dort liegt der Knackpunkt. Der Mieter rief mich damals völlig angezickt an, daraufhin hab ich den Anschluss bei UM wieder aktiviert. Es gibt aber dazu keine weitere Vereinbarung mit dem Mieter (ich müsste mir nochmal den WhatsApp-Verlauf anschauen). Allerdings ist in der Wohnungsbeschreibung, die als Anlage ein vereinbarter Bestandteil des Mietvertrages ist, habe ich Kabel-TV in Wohn- und Schlafzimmer vermerkt.

    Aber im Übergabeprotokoll ist das Vorhandensein von Antennenanschlussdose(n) und Breitbandkabel vermerkt. Das wird quasi mein Fehler gewesen sein, der Mieter hatte somit seinerzeit Recht...was wiederum eine Abrechnung möglich macht. Denk ich richtig?
     

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  5. Syker

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    Wie muss ich mir dieses wieder aktivieren des Anschlusses vorstellen?

    Ja die monatlichen Kosten sind umlagefähig sofern im MV vereinbart.

    VG Syker
     
  6. #5 Fremdling, 04.02.2014
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    Hallo Lucky,

    es ist ein Unterschied, ob eine Verwaltung einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) [bei Euch mit drei Sondereigentümern (SE)] für die Gemeinschaft mit einem Kabelbetreiber einen Vertrag schließt oder jeder SE selbst ein bilaterales Verhältnis mit dem Kabelbetreiber eingeht. Fehlt in der Hausgeldabrechnung des Verwalters eine diesbezügliche Position, lässt das m.E. auf letztere Konstruktion schließen. Das deckt sich auch mit der von Dir ausgesprochenen und erfolgreichen Kündigung des Vertrages.

    Hast Du die Wohnung mit der beschriebenen TV-/Radio-Versorgung vermietet und bist Du auch Vertragspartner mit dem Kabelbetreiber (Grundversorgung), kannst Du diese Gebühr in der Nebenkostenabrechnung weitergeben. Der Mieter kann dann mit dem Kabelanbieter seinerseits ein bilaterales Vertragsverhältnis für gebührenpflichtige Zusatzleistungen über die mit der Grundgebühr bereits abgegoltenen Standardversorgung hinaus (weitere Sender, bessere Qualitäten, Telefon/Internet, ...) eingehen.

    Geschickter fände ich, Du belässt es bei der faktisch vorhandenen Kabelstruktur (Leitungsanschluss vom Übergabepunkt des Kabelanbieters bis zu den Steckdosen in der Wohnung bleibt erhalten) und Dein Mieter organisiert sich sowohl die Freischaltung des Anschlusses zur Standardgebühr als auch alle gewünschten Zusatzdienste mit dem Kabelanbieter direkt.

    Der Umweg der Grundgebühr über Dich als Vermieter machte doch nur Sinn und wäre dann auch zwingend, falls entgegen meiner obigen Annahme der Verwalter Eurer WEG für die WEG (und damit auch für Dich) einen Gesamtvertrag mit dem Kabelanbieter geschlossen hätte.
     
  7. #6 Lucky Strike, 04.02.2014
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    @Syker

    Also...
    - ich hab meinen Anschluss zum 31.08.13 gekündigt
    - Mieter (MV zum 01.10.13) rief am 10.10.13 bei UM an weil Anschluss abgeschaltet
    - dann zickte er mich an, weil in der Wohnungsbeschreibung Kabel-TV in Wohn- und Schlafzimmer vermerkt ist und das nach seiner Auffassung dann in den NK mit enthalten ist
    - ich telefonierte daraufhin mit UM, die sagten ich kann den Basisanschluss über mich laufen lassen, Sonderprodukte kann der Mieter auf Wunsch und eigene Kosten hinzubuchen
    - meine Rechnungsanschrift wurden geändert, der Anschluss wieder freigeschaltet, der Mieter darüber informiert

    @Fremdling

    Stimmt, die Eigentümergemeinschaft hat keinen Vertrag mit den Anbietern. Daher wäre es mir ja auch am liebsten, wenn der neue Mieter das komplett selbst abwickelt. Frage ist nur, ob ich das im nächsten Mietvertrag iwo mit hinterlegen soll...ich versuche immer, Dinge genau aufzuführen um genau solche Missverständnisse zu vermeiden.
     
  8. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Lucky Strike,

    vielleicht solltest du das nächste mal lieber nur schreiben "Kabelanschluss vorhanden" oder "Abschlüsse für Kabelempfang in Schlaf- und Wohnzimmer". Denn "Kabel-TV in Wohn- und Schlafzimmer" würde ich jetzt auch erstmal so deuten, das es in der Miete mit enthalten ist.

    Das du natürlich jetzt das ganze wieder frei geschaltet hast für den Mieter, aber das ganze über dich läuft, das erleichtert natürlich jetzt nicht gerade den Standpunkt, das der Mieter selber dies hätte "buchen" müssen/sollen.
     
  9. #8 Lucky Strike, 04.02.2014
    Lucky Strike

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    Vielen Dank, Pharao...diese Formulierung ist wirklich besser.
     
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