Grundlagen-Hilfe wegen Wasserzählern in einer WEG

Diskutiere Grundlagen-Hilfe wegen Wasserzählern in einer WEG im Kaltwasserversorgung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo liebe Foristen, ich benötige mal etwas Grundlagen-Hilfe wegen Wasserzählern in einer WEG. Da gibt es meines Wissens fünf Beteiligte: A...
Cordula

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Hallo liebe Foristen,

ich benötige mal etwas Grundlagen-Hilfe wegen Wasserzählern in einer WEG.

Da gibt es meines Wissens fünf Beteiligte:
A: Der Eigentümer
B: Die Eigentümergemeinschaft
C: Der Verwalter
D: Der Messstellenbetreiber (z.B. Minol)
E: Der (idR kommunale) Wasserversorger

Welche vertraglichen Verbindungen haben die Beteiligten bzgl. Wasserzählern in der Regel untereinander?

Viele Grüße Cordula
 
dots

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Warum willst du das wissen, was ist der Hintergrund deiner Frage?
Wenn man einordnen könnte, worauf du hinaus willst (und ggf. wüsste, welche Rolle und Position du darstellst), könnte man dir bestimmt richtig gut helfen.
 
GSR600

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Vermutlich meint Fredl ob Haupt- oder Wohnungszähler.
 
Andres

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Messstellenbetreiber
... ist ein Begriff aus einem anderen Kontext. Wir nennen das einfach mal Messdienstleister.

Welche vertraglichen Verbindungen haben die Beteiligten bzgl. Wasserzählern in der Regel untereinander?
Mit besonderer Betonung auf "in der Regel" und "bzgl. Wasserzählern":

A mit B: Keine. Rechtsverhältnisse auf dieser Ebene ergeben sich nur selten aus Verträgen, z.B. ergibt sich das Recht auf Abrechnung über die laufenden Kosten aus dem WEG.

A mit C: Zumindest keine innerhalb der Gemeinschaft. Auch hier mögen sich Rechtsverhältnisse aus anderen Quellen ergeben. Ein Eigentümer könnte den Verwalter (oder irgendeinen anderen Verwalter) aber z.B. mit der Sondereigentumsverwaltung beauftragt haben, woraus dann möglicherweise eine vertragliche Verpflichtung entsteht, die Betriebskostenabrechnung gegenüber dem Mieter einer Wohnung zu erstellen.

A mit D: Das wäre ungewöhnlich, aber es ist dem Eigentümer unbenommen, z.B. zusätzliche Kaltwasserzähler zu mieten, wenn er ausdrücklich wissen will, wie viel Wasser die Klospülung verbraucht.

A mit E: Normalerweise keine. Nach meinem Kenntnisstand wäre es dem Versorger zwar nicht verboten, jede Wohnung (und die Gemeinschaftsfläche) mit eigenen Hauptzählern auszustatten und direkt mit ihnen abzurechnen, aber das dürfte doch eher die Ausnahme sein.

B mit C: Verwaltervertrag. Die Pflicht, die Abrechnung zu erstellen, ergibt sich aber bereits aus dem WEG. Der Verwaltervertrag wird hier höchstens noch Details regeln - vor allem die Bezahlung.

B mit D: Normalerweise sollte auf dieser Ebene die Anmietung der Messgeräte und Beauftragung von damit verbundenen Dienstleistungen (Ablesung, teilweise Abrechnung, Nutzerinformation, ...) vereinbart sein.

B mit E: Der Versorger betreibt den Hauptzähler und wird darüber mit der Gemeinschaft abrechnen.

C mit D: Keine.

C mit E: Keine.

D mit E: Keine.
 
Cordula

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In einer unserer WEGs wurde vor unserer Zeit beschlossen die Wasserzähler modernisieren zu lassen, indem notwendige Umbauten vorgenommen werden, die die Aufnahme der neuen Zähler ermöglichen.

Die Umbauarbeiten verzögerten sich jedoch jahrelang, und stehen nun an.

Die WEG hat die Wasserzähler bei einem Messdienstleister gemietet.

Die Wasserzähler sind laut Teilungserklärung Sondereigentum.

Im Grundsatz ist, soweit mir bekannt, Sondereigentum keiner Beschlussfassung zugänglich.

Eine verdinglichte Vereinbarung für eine Öffnungsklausel gibt es nicht.

In unserer Wohnung wären für die Modernisierung erhebliche Umbauarbeiten notwendig, weshalb wir sie ablehnen.

Deshalb versuche ich nun die Verträge, Beschlüsse und Vereinbarungen zu sortieren …
 
immobiliensammler

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Zumindest was die Warmwasserzähler angeht sind die Zähler zwingend Gemeinschaftseigentum, nie Sondereigentum. Überleg mal was sonst passiert: ET 1 kauft seine Zähler von ISTA, ET 2 mietet diese bei Techem, ET 3 kauft selbst irgendwelche gebrauchte Zähler etc etc. - wie soll dann eine Heizkostenabrechnung erstellt werden?
 
GSR600

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Vorallem nicht aus den Augen verlieren, ab 2026 war es glaub ich ist die Umrüstung auf Funk gesetzlich vorgeschrieben.
 
Cordula

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Zumindest was die Warmwasserzähler angeht sind die Zähler zwingend Gemeinschaftseigentum, nie Sondereigentum. ,,,,, wie soll dann eine Heizkostenabrechnung erstellt werden?
Sehe ich jetzt auch so.

Per Teilungserklärung sind alle Zähler Sondereigentum; de facto sind sie Gemeinschaftseigentum.
Der BGH löst diesen Widerspruch so auf, dass solche Regelungen in Teilungserklärungen unwirksam sind (BGH, Urteil vom 25.10.2013, V ZR 212/12; insb. Randnummer 10)
D.h. die Zähler in unserer WEG sind Gemeinschaftseigentum und der Beschluss zur Modernisierung ist rechtgültig.


Jetzt zu der Kostentragungspflicht:

Die Zähler als Gemeinschaftseigentum müssen gewechselt werden, wozu in unserem Fall das „halbe Bad“ zunächst herausgerissen werden und anschließend neu gefliesst werden muss.

Das Bad ist per se Sondereigentum.

Die Zähler zahlt die WEG, aber wer a) den Einbau der Zähler und b) die sonstigen Arbeiten im Bad (z.B. das Fliessen) ?
 
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