Grundsteuer nach Eigentümerwechsel

Dieses Thema im Forum "Grundsteuer" wurde erstellt von HaraldHirsch, 17.07.2015.

  1. #1 HaraldHirsch, 17.07.2015
    HaraldHirsch

    HaraldHirsch Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    wie andernorts im Forum schon beschrieben, stehen wir vor der Entscheidung ein 3FH zu kaufen.
    Im Moment sind alle 3 Wohnungen langjährig vermietet. Um aus unserer Mietwohnung herauszukommen, würden wir die EG Wohnung selbst beziehen.

    Vom aktuellen Eigentümer (der dort nicht wohnt) haben wir erfahren, dass er Dinge wie die Grundsteuer, Versicherungen usw. seit Urzeiten nie auf die Mieter (Nebenkosten) umgelegt sondern schon immer voll selber bezahlt.
    Seiner Meinung nach fuhr er damit besser, da diese Kosten seinen zu versteuernden Gewinn drastisch senken.

    Frage: ist das so korrekt?
    Wenn wir als evtl. neue Besitzer selber in dem Haus wohnen, wie gestaltet es sich dann?
    Und kann man solche Dinge, die "seit zig Jahren" so gehandhabt worden, als neuer Eigentümer dann überhaupt ändern? Die Nebenkosten der Mieter würden sich "plötzlich" ziemlich erhöhen.

    Danke und Gruß
     
  2. AdMan

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  3. #2 anitari, 17.07.2015
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Quatsch.

    Dann zahlt Ihr, genau wie die Mieter, Grundsteuer und Versicherungen das Haus betreffend, anteilig auf Eure Wohnfläche.

    Allerdings solltet Ihr vorab prüfen ob in den Mietverträgen die Umlage dieser und anderer Nebenkosten vereinbart ist. Wenn nicht bleibt Ihr auf den Kosten sitzen.

    Nur wenn die Mieter zustimmen.

    Empfehlung an Neulinge in Sachen Vermietung - die Mitgliedschaft bei Haus & Grund
     
  4. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo HaraldHirsch

    Ja das ist korrekt.


    Das kommt darauf an, wie das im jeweiligen MV vereinbart ist.
    Es kann sein das die Umlage vereinbart ist, aber die Kosten nie umgelegt wurden.
    Es kann aber auch sein dass die Umlage nicht vereinbart ist, dann hast du ein Problem

    VG Syker
     
  5. #4 HaraldHirsch, 17.07.2015
    HaraldHirsch

    HaraldHirsch Neuer Benutzer

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    danke für die schnellen antworten.

    leider habt ihr auf beide fragen zwei unterschiedliche antworten :-(

    die mietverträge werden wir noch prüfen!
    gruß
     
  6. peewee

    peewee Erfahrener Benutzer

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    ganz einfach:
    a) Grundsteuer, Versicherung etc. darf mann auf die Mieter umlegen sofern im MV vereinbart
    b) wenn du es nicht umlegst, dann sind es deine Kosten und diese kannst du ggf. bei deiner Steuer absetzen
     
  7. Andres

    Andres
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    Dafür wurden Begründungen erfunden. ;)

    Selbstverständlich ist die Umlage besser für dich. Kleines Beispiel mit einfachen Zahlen:
    Drei gleich große Wohnung, eine selbst genutzt.
    • Grundsteuer 1500 €
    • Du zahlst den Spitzensteuersatz von 42 %.
    Gemeinsamkeit in allen Fällen: Der Anteil, der auf deine Nutzung entfällt (1/3 von 1500), bleibt unberücksichtigt.
    • Verbleibende Grundsteuer 1000 €
    Szenario A: Keine Umlage zwecks "Steuerersparnis"
    • Du zahlst weitere 1000 € Grundsteuer.
    • Deine Steuerlast verringert sich um 420 €. Juhuu! :062sonst:
    • Du hast trotzdem noch 580 € weniger in der Tasche.
    Szenario B: Umlage auf die Mieter
    • Du zahlst 1000 € Grundsteuer.
    • Das berechtigt schon wieder zum Abzug von der Steuer und verursacht eine Erleichterung von 420 €.
    • Du bekommst von den Mietern 1000 € Grundsteuer über Vorauszahlungen und Abrechnung der Betriebskosten oder als Pauschale.
    • Die sind auch zu versteuern, macht weitere 420 € Steuer. Pfui! :154:
    • Kassensturz: -1000 + 420 + 1000 - 420 = 0, also kostenneutral.
    Solche Tipps kommen von Leuten, denen die Vendetta mit dem Finanzamt derartig das Hirn vernebelt hat, dass sie lieber selbst finanzielle Nachteile haben, um "Steuern zu sparen".
     
  8. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    es ist zwar immer schön, wenn man Steuer sparen kann, aber i.d.R. wird das nie mehr sein, als man Steuern auch bezahlt hat. Wenn du also hier die Versicherung komplett alleine übernimmst, glaube ich nicht so daran, das du wegen der Steuer dann besser wegkommst, als wenn das Anteilig deine Mieter bezahlen würden.

    Entscheidend ist was in den einzelnen Mietverträgen dazu vereinbart wurde. So was wie "Gewohnheitsrecht" gibt es im Mietrecht nicht.
     
  9. #8 Glaskügelchen 2, 17.07.2015
    Glaskügelchen 2

    Glaskügelchen 2 Erfahrener Benutzer

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    Wieso Quatsch? Natürlich kann man das so machen, und natürlich reduziert das den Gewinn.

    So unterschiedlich sind die Meinungen nicht.
    Sollte im MV eine Umlage der Nebenkosten vereinbart sein, können die jetzt auch umgelegt werden, selbst wenn der vorherige Vermieter das nicht getan hat.
    Ist keine Umlage der Nebenkosten vereinbart, hast du halt (Teil)inklusivmieten, was auch kein Drama wäre, wenn man die Mieten in einem angemessenen Zeitraum erhöhen kann. Dauert das einige Jährchen, sollte es in die Preisverhandlung einfliessen.
     
  10. #9 alibaba, 17.07.2015
    alibaba

    alibaba Erfahrener Benutzer

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    Grundsteuer wird den gemeien Mieter übergehalftert und fertig ,falls das in der Vergangenheit nicht so war , muss man das prüfen lassen

    vom Spezialist , bei mir zahlt der Mieter alles , sei nicht zu gutmütig/doof :D

    Gruss
    alibaba :D
     
  11. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    :148:

    Andres hat das in seinem Beitrag super erklärt und
    diese Aussage
    ist einfach Unsinn!
     
  12. #11 Martens, 17.07.2015
    Martens

    Martens
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    Selbstverständlich mindern Kosten den zu versteuernden Gewinn - die Frage ist jedoch, ob dann unterm Strich mehr übrig bleibt, siehe Beispielrechnung von Andres.

    Christian Martens
     
    Syker gefällt das.
  13. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Fakt ist doch, dass es den Gewinn schmälert. Normalerweise würden die Mieter die Grundsteuer Zahlen. Dann bist Du beim FA plus minus null ( Ein und Ausgaben). Wenn Du die Grundsteuer zahlst, frisst das Deinen Gewinn um 1000€ Im Jahr auf. Die 1000€ werden in 10 Jahren 10000€, die Dir bei irgendwelchen Investitionen fehlen. Toll, dass dein zu verstreuender Gewinn gemindert wurde.
     
Thema: Grundsteuer nach Eigentümerwechsel
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