Grundsteuer und Kabelgebühren im Mietvertrag

Diskutiere Grundsteuer und Kabelgebühren im Mietvertrag im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, angenommen man zahlt für eine Eigentumswohnung 50 EUR alle viertel Jahre, also 200 EUR im Jahr an Grundsteuer ans Finanzamt. Kann man...

  1. #1 Sven Werner, 22.01.2014
    Sven Werner

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    Hallo,

    angenommen man zahlt für eine Eigentumswohnung 50 EUR alle viertel Jahre, also 200 EUR im Jahr an Grundsteuer ans Finanzamt. Kann man das durch 12 teilen und in den Betriebskosten als monatlich Abgabe berechnen? Also 16,66 EUR monatlich ansetzen? Oder darf man das nur bei einer jährlichen Betriebskostenabrechnung ansetzen? Und wie definiert man diese Kosten, umgerechnet in Quadratmeter oder eine "Grundsteuer gemäß Grundsteuerbescheid"? Im Mietvertrag rechnet man die 16,66 EUR zu den "umlagefähigen Betriebskosten" die man laut Verwalter-Wirtschaftsplan erhalten hat?

    Andere Frage zu den Kabelgebühren. In der WEG zahlt jeder 10 EUR Kabelgebühren, egal wie groß die Wohnung ist. In dem Gesamtwirtschaftplan vom Verwalter gibt es den Punkt "umlagefähige Betriebskosten", "Heizkosten umlagefähig" und separat "Kabelgebühren". Nun ist bei den Betriebskosten alles nach qm aufgeschlüsselt aber bei Kabelgebühren als 10 EUR pro Monat. Gehören die Kabelgebühren dann beim Mietvertrag mit in die Betriebskosten nach Betriebskostenverordnung oder als "Sonstige Kosten"?

    Über Tipps würde ich mich sehr freuen

    Grüße
    Sven
     
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  3. Andres

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    Zur Grundsteuer: Die BK werden jährlich abgerechnet. Für die Kalkulation der Vorauszahlung kannst du natürlich mit den erwähnten 16,67 rechnen. Davon bekommt der Mieter aber nichts zu Gesicht, denn diese Kalkulation führst du nur für dich privat durch. Der Mieter sieht nur die Gesamtvorauszahlung (die in deiner internen Rechnung in viele Einzelpositionen zerfällt) und dann die Abrechnung nach Abschluss des Jahres.

    Kabelgebühren: Das klingt nach einer Abrechnung auf Basis von Wohneinheiten. Hier ist wichtig, dass im Mietvertrag die gleiche Umlage vereinbart ist, nach der auch das Hausgeld abgerechnet wird. Ist kein Maßstab vereinbart, wird nach Wohnfläche abgerechnet - das passt hier nicht.
     
  4. #3 Sven Werner, 22.01.2014
    Sven Werner

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    ja, die Kabelgebühren werden nach Wohneinheit abgerechnet. Bei den Betriebskosten sieht es im Einzelwirtschaftsplan so aus:

    umlagefähige BetriebskostenAnsatz.......... pro Jahr....................pro Monat
    Aufzugskosten........................6000,00............52,32.....................4,3600
    Müllabfuhr/Straßenreinigung......6000,00.............52,32....................4,3600
    Hausreinigung.........................9600,00............83,76.....................6,9800
    ..
    ..
    usw
    _______________________________________________________________________
    Summe :...............................51200,00...........452,20....................38,85

    Verteiler/ qm Wohnfläche............................................................5092,45
    Ihr Anteil/ qm Wohnfläche..............................................................49,00
    Ansatz pro qm Wohnfläche........../Jahr.............................................10,00
    Ansatz pro qm Wohnfläche........../Monat............................................0,91



    aber bei Kabelgebühren wird das so aufgeführt:

    .....................................................................................Ihr Anteil
    Kabelfernsehgebühr.............Ansatz.............pro Jahr..............pro Monat

    Breitbandkabelnetz.....................6000,00.............120,00...................10,00
    Summe:................................... 6000,00............120,00...................10,00


    Verteiler/ Kabelanschluß..................................................................50,00
    Ihr Anteil/ Kabelanschluß...................................................................1,00
    Ansatz pro Kabelanschluß.............../Jahr..........................................120,00
    Ansatz pro Kabelanschluß.............../Monat........................................10,00


    Das geht hier um einen Neubau mit Erstbezug. Es ist noch kein Mieter da und daher auch noch kein Mietvertrag. Was müßte man im Mietvertrag schreiben, damit das mit dem Kabel korrekt ist?

    Wäre diese Formulierung ok?:

    Falls kein anderer Verteilungsschlüssel vereinbart ist, kann der Vermieter die Betriebskosten grundsätzlich nach dem Anteil der Wohnfläche umlegen. Betriebskosten, die von einem erfassten Verbrauch oder einer erfassten Verursachung durch die Mieter abhängen, sind nach einem Maßstab umzulegen, der dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung trägt.


    oder :

    Die Betriebskosten werden, sofern sie nicht nach Verbrauch abzurechnen sind, nach dem Verhältnis der Mietfläche zur Gesamtfläche umgelegt. Nur für Eigentumswohnungen: handelt es sich um gemeinschaftlich verwaltetes Wohnungseigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft, ist der für den Vermieter in der Wohngeldabrechnung festgesetzte Umlageschlüssel (=Miteigentumsanteile) anzuwenden und gilt zwischen den Vertragsparteien jeweils als vereinbart.
     
  5. Andres

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    Beide Formulierungen sind nicht ausreichend. Die erste bietet die Alternativen Fläche und erfasster Verbauch (wovon die erste nur den gesetzlichen Regelfall wiedergibt) und die zweite bezieht noch die Verteilung nach MEA ein. Beides ist nicht ausreichend, zumindest bzgl. Kabelanschluss.

    Wie bereits geschrieben muss für die Kabelgebühren eine Umlage nach Wohneinheiten vereinbart werden. Vorher einfach mal die Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung und die Beschlusssammlung prüfen und die dortige Formulierung übernehmen.
     
Thema: Grundsteuer und Kabelgebühren im Mietvertrag
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