Grundsteuer Vergleich

Diskutiere Grundsteuer Vergleich im Grundsteuer Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, kann man die Grundsteuer verschiedener Objekte am gleichern Ort miteinander vergleichen? Praxisbeispiel hier vor Ort (gleiche...

  1. Neely

    Neely Benutzer

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    Hallo zusammen,

    kann man die Grundsteuer verschiedener Objekte am gleichern Ort miteinander vergleichen?

    Praxisbeispiel hier vor Ort (gleiche Stadt, Entferung 600 m Luftlinie):

    Haus 1, Bj. 1918: Grund 822 m², EFH 150 m² = 145 € Grundsteuer

    Haus 2, Bj. 1961: Grund 540 m², MFH 200 m² = 540 € Grundsteuer

    War mir vor Erwerb des zweiten Hauses nicht bewusst, dass die Unterschiede so krass sind.

    VG, Neely
     
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  3. #2 immobiliensammler, 12.01.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Nicht nur am gleichen Ort! Lies mal die §§ 19ff, 68ff BewG, da ist das Vorgehen zur Ermittlung des Einheitswertes geregelt, daraus ergibt sich dann im Endeffekt die tatsächlich zu zahlende Grundsteuer.

    Überblick z.B. hier:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Einheitswert
     
  4. Andres

    Andres
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    Machst du ja. ;)


    Google: Ertragswertverfahren :wink001:

    Dass 200 m² Wohnfläche in einem MFH dabei besser abschneiden als 150 m² EFH, sollte nicht überraschen. Dazu kommt noch die höhere Messzahl für das MFH in den alten Bundesländern bzw. der höhere Sockelbetrag für EFH in den neuen Bundesländern.
     
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  5. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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  6. #5 taxpert, 14.01.2019
    taxpert

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    Grundsätzlich kann man die Ursache für die unterschiedliche Höhe der Grundsteuer nur aus dem erstmaligen EW-Bescheid ersehen. Dort wurde die angesetzte qm-Zahl, die angesetzte JRM und der verwendete Vervielfältiger (VV) ausgewiesen. Soweit es danach "nur" um Zurechnungsfortschreibungen und nicht um Wertfortschreibungen handelt, wird der "Rechenweg" nicht erneut aufgeführt.

    Grundsätzlich lässt sich der Unterschied hier nicht (nur) aus der unterschiedlichen Wohnfläche und der unterschiedlichen Messzahl (§15 GrStG) erklären. Dies würde etwa zu einer ein-einhalb-Fachung der Grundsteuer führen, nicht aber fast zu einer Vervierfachung! Das "Problem" muss daher bereits im EW liegen!

    Möglichkeit 1: Die angesetzte JRM
    1964 wurde für jede Gemeinde (Stadtteil) eigene durchschnittliche Rohmieten ermittelt. Dabei wurde zwischen schlechter, normaler und guter Ausstattung unterschieden.
    Bei einem entsprechend alten Gebäude kann es natürlich sein, dass es 1964 noch nicht saniert war, also z.B. Außen-Abort und nur fließend Kaltwasser! Das würde zu einer entsprechend niedrigerer qm-Miete führen.

    Außerdem stellt sich die Frage, was an dem Gebäude ggf. noch verändert wurde. Waren es 1964 tatsächlich auch schon
    oder wurde zwischenzeitig aus- bzw. angebaut?

    Möglichkeit 2: Der VV
    Das BewG enthält für jede einzelne Grundstücksart eigene VV. In der Grundstücksart wird nach Bauart, Baujahr und Größe der Gemeinde/Stadt am 01.01.196 unterschieden, so dass es für jede Grundstücksart 144 verschiedene VV gibt! Aber auch der VV kann hier nicht ausschlaggebend sein, denn der ist zwar bei Bj. 1918 niedriger als bei Bj. 1961, aber dafür beim EFH per se höher als bei einem Mietwohngrundstück!

    Generelle Frage: Sollte man daran rühren?

    Ich würde höchstens den höheren EW an Hand der Berechnung überprüfen (lassen)!

    Wenn an dem EFH seit 1964 tatsächlich etwas geschehen ist (Modernisierung, An-/Ausbau), dann würde dies zu einer Neuberechnung und damit ggf. zu einer Wertfortschreibung kommen. Warum sollte man schlafende Hunde wecken?

    taxpert
     
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