Grundsteuer wie lange Rückwirkend @ Taxpert

Diskutiere Grundsteuer wie lange Rückwirkend @ Taxpert im Buchhaltung Forum im Bereich Finanzen; Ich habe mal eine rechtliche Frage. Wir haben vor 5 Jahren ein Objekt gekauft. Ziemlich runter gewirtschaftet von der Stadt. Der Osten hat sein...

  1. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich habe mal eine rechtliche Frage.

    Wir haben vor 5 Jahren ein Objekt gekauft. Ziemlich runter gewirtschaftet von der Stadt. Der Osten hat sein übliches dazu getan. Die alten Mieten bekommt man nicht so recht hoch, da kein Mietspiegel vorhanden ist. Eine Mieterhöhung um 40€ liegt gerade bei Gericht.

    Jetzt haben wir seit dem Kauf keinen Bescheid über Grundsteuer erhalten. Wenn, dann würde ich eh zum Stichtag 31.3. die heruntersetzend beantragen um nicht die volle Grundsteuer zu bezahlen. Ob man da einen positiven Bescheid bekommt kann ich nicht sagen.

    Meine Frage ist.

    Wie lange kann die Gemeinde die Grundsteuer rückwirkend uns in Rechnung stellen?

    Das sind bestimmt diese 7 Jahre. Gilt es als Stichtag
    1. des Kalenderjahres wo der Kauf erfolgt ist,
    2. der Grundbucheintrag erfolgt ist oder
    3. wo der Steuerbescheid des 7. Jahres rechtskräftig geworden ist?

    Würden wir das dann mit Zinsen an die Gemeinde rückwirkend zahlen müssen?

    Dots wird mich bestimmt gleich in meiner Fragestellung verbessern.
     
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  3. #2 immobiliensammler, 21.01.2018
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    Hallo Pitty,

    auch wenn ich nicht angesprochen war (taxpert möge mich verbessern), wie kommst Du auf 7 Jahre? Nach meiner Kenntnis beträgt die Festsetzungsverjährung in der AO 4 Jahre, und die gilt doch wohl auch für die Grundsteuer?

    Welcher Stichtag hier gilt weiß ich aber auch nicht, insofern bleiben natürlich trotzdem genug Fragen an taxpert.
     
  4. Pitty

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    Ich dachte immer es wären wie beim Finanzamt 7 Jahre Verjährung. Das es 4 sind wusste ich nicht.
     
  5. #4 immobiliensammler, 21.01.2018
    immobiliensammler

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    https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__169.html
     
  6. Pitty

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    Vielen Dank für den Link.

    Dann brauche ich ja keine Angst haben das besonders viel zurück gefordert wird.

    Wenn ich jetzt 2018 einen Bescheid bekommen würde, könnten sie wohl ab 2014 die Grundsteuer berechnen. Ist das richtig?
     
  7. #6 immobiliensammler, 21.01.2018
    immobiliensammler

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    Würde ich zumindest so rechnen, ja! Warten wir mal ab, ob Taxpert mir recht gibt!
     
  8. #7 taxpert, 22.01.2018
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    Mach ich doch gerne!

    Ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht! Zwar beträgt die Festsetzungsfrist nach §169 AO 4 Jahre, es kommt aber auch darauf an, wann diese Frist beginnt! Das regelt §170 AO! Soweit eine Erklärung, Anmeldung oder Anzeige abzugeben ist, beginnt die Frist ggf. erst mit Ablauf des dritten Kalenderjahres, in dem die Steuer entstanden ist, §170 Abs.2 AO. Darum ist man z.B. bei der ESt bei maximal 7 Jahren!

    Bei der GrSt kommt es daher darauf an, ob eine Anzeige erfolgen musste (z.B. Baufertigstellungsanzeige) oder eben nicht. Bisher deute ich die Ausführungen von @Pitty jedoch so, dass "nur" eine Zurechnungsfortschreibung stattfinden musste, also keine Anzeige durch den Steuerpflichtigen vorzunehmen war. Damit wäre die GrSt 2013 mit Ablauf des 31.12.2017 verjährt (Beginn mit Ablauf 31.12.2013, Ende mit Ablauf 31.12.2107).

    Wobei natürlich noch zu prüfen wäre, ob hier eine Ablaufhemmung im Sinne des §171 Abs.10 AO vorliegt!

    taxpert
     
  9. Pitty

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    Danke für Deinen Hinweis.

    Wir haben ganz normal gekauft, ein altes Haus. Normalerweise bekommt man automatisch einen Bescheid. Schließlich haben wir die Grunderwerbssteuer ja auch gezahlt. Von da wird doch alles weiter geleitet.
     
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