...Günstigster Anbieter am Markt...

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von gruz, 04.12.2014.

  1. gruz

    gruz Neuer Benutzer

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    Guten Tag Freunde,

    ein Mieter (Rechtsanwalt:unsicher035:) macht uns das Leben schwer.
    Für fast jeden Kostenposition aus der letzten Abrechnung verlangt er, ich zitiere unteranderem "Auch insofern dürfen wir nochmals darauf hinweisen, dass der günstigste Anbieter am Markt zu wählen ist, weshalb wir um die Darlegung der vorgenommen Bemühungen bitten wollen, den günstigsten Anbieter am Markt zu wählen."

    Muss ich ihm was darlegen? Wenn ja, wie denn? Ich kenne z.B. die Preise der Hausmeisterdienstleistungen und weiß dass meiner "günstig" ist. Aber wie lege ich das dar?

    Ich warte mit glänzender Hoffnung auf Antworten.

    Viele Grüße from Niederrhein
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 04.12.2014
    Papabär

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    Ohje ... die Schwierigkeit bei der Beantwortung dieser Frage sind die 10 Zeichen ... (hiermit erledigt)

    VIII ZR 340/10
     
  4. gruz

    gruz Neuer Benutzer

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    OK Super. Danke für die schnelle Hilfe. Aber das betrifft nur Wohnraum. Ist das auch auf ein Gewerbemieter zu projizieren? Der Mieter ist die Kanzlei in einem Wohn-Geschäftshaus.
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Und was lernen wir daraus, falls nochmal ein Mietinteressent kommt der Anwalt ist :?
     
  6. gruz

    gruz Neuer Benutzer

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    Den haben wir "mit gekauft". Hätten wir das vorher gewusst, dass ... wir hätten ein Kaufpreisnachlass verlangt!
     
  7. #6 Pharao, 04.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 04.12.2014
    Pharao

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    @ gruz,

    meine Erfahrung dazu ist, gerade wenn der Mieter selber Anwalt ist, das es dann oft sinnvoll ist, sich bei Streitigkeiten auch anwaltlichen Rat zu suchen bzw. sich gleich dann auch ggf. anwaltlich Vertreten zu lassen. Oft sind das so Kleinigkeiten an die ein "normaler" Vermieter nicht denkt, hinterher aber Probleme machen können.
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    gruz:

    "Auch insofern dürfen wir nochmals darauf hinweisen, dass der günstigste Anbieter am Markt zu wählen ist,"
    - Stimmt nicht. Er möge doch mal "günstigste" erläutern. Ich würde ihm im gleichen Gesülze-Stil wie: "weshalb wir um die Darlegung der vorgenommen Bemühungen bitten wollen," antworten.

    "Ich kenne z.B. die Preise der Hausmeisterdienstleistungen und weiß dass meiner "günstig" ist. Aber wie lege ich das dar?"
    - Einfach die Preisspanne und den daraus resultierenden Medianwert mitteilen, und dann Deinen aktuellen.

    "Ich warte mit glänzender Hoffnung auf Antworten."
    - Eben, mit eigenen Waffen schlagen...:15:
     
  9. Andres

    Andres
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    Keinesfalls. Man macht nicht die Arbeit der Gegenseite. Wenn der Mieter Unwirtschaftlichkeit darlegen will, kann er das gerne tun. Die Recherche kann er dann aber bitte selbst erledigen. Der Mieter ist Profi in Rechtsfragen - das sollte man nicht vergessen.

    Das o.g. BGH-Urteil ist auch nicht auf Wohnräume beschränkt, also alles ganz entspannt. Kurze Antwort, dass man der Bitte des Anwalts nicht folgen wird, maximal noch den Hinweis auf das BGH-Urteil.

    Auch ist die Ansicht, dass stets der billigste Anbieter auszuwählen wäre, nicht zutreffend. Selbst wenn der Anwalt also darlegen können sollte, dass es billigere Anbieter gegeben hätte, steht dir ein gewisses Ermessen zu, um z.B. eine langjährige, gute Geschäftsbeziehung zu einem bestimmten Anbieter fortzuführen oder allgemein ein Angebot in guter Qualität auszuwählen. Aber auch hier gilt: Kurz fassen! Der Profi auf der anderen Seite soll sich das gefälligst selbst anlesen, wenn er es nicht schon weiß.

    Dein Schreiben sollte außerdem noch eine weitere (kurze) Zahlungsfrist bzw. die Erinnerung an eine bestehende Frist enthalten - ist übliche Praxis und macht der Anwalt bei der Abwehr von unberechtigten Einwänden gegen Forderungen, die er verfolgen soll, auch so. :)


    Wenn solche Eingaben regelmäßig kommen, muss man sich irgendwann Gedanken machen, ob man dieses Mietverhältnis auf Dauer fortführen will.
     
  10. #9 Papabär, 04.12.2014
    Papabär

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    Ich wüsste keinen Grund, der dagegen spricht. Im Gegenteil, Wohnungmieter genießen in Deutschland sogar regelmäßig einen höheren Schutz als Gewerbemieter.



    Nj... Doch. Wobei "günstig" nicht gleichbedeutend mit "billig" ist. Ich muss nicht die billigste Versicherung wählen, wenn mir die Leistungen oder der Service nicht zusagen ... und ich muss auch nicht alle 2 Monate den Stromanbieter wechseln, weil auf irgendeinem Preisportal mal wieder ein neues Supersonderschnäppchenangebot angepriesen wird.



    Aus taktischen Gründen würde ich überhaupt nicht mit irgendwelchen Informationen in Vorleistung gehen. Soll der Anwalt doch erst einmal erläutern, was er unter "Günstig" versteht - und auf Basis welcher Informationen er behauptet, dass die bestehenden Verträge dem nicht entsprechen würden.



    Lass ihn warten ...

    Man erkennt hier schon, dass der Mieter einfach mal ´ne Angel ausgeworfen hat um den Vermieter aus der Reserve zu locken. Wer da unsicher ist, ist mit der Hinzuziehung eines eigenen Fachanwaltes in der Tat besser beraten.

    Oft erledigen sich derartige Anfragen dann relativ schnell von alleine - denn gerade dieser Mieter wird die Kosten anwaltlicher Inanspruchnahme einzuschätzen wissen.
     
  11. Berny

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    "... Ich darf doch vorzugsweise Ihnen anheimstellen, mir Ihrem Sinne entsprechende vergleichbare Angebote zur gefälligen Einsichtnahme zu unterbreiten"... oder so ähnliche gequirlte Ka**e.:erschreckt015:

    PS: Ich war schon besser...
     
  12. #11 Papabär, 04.12.2014
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    Nein, bloß nicht - keine konkreten Angebote einfordern. Damit lege ich mir doch selber die Schlinge um den Hals, die der Mieter nur noch zuziehen braucht.

    Einen Anbieter der billiger bzw. "in seinem Sinne" ist findet man fast immer ... vielleicht ist sein Schwager ja ein arbeitsloser Gebäudereiniger - oder einer seiner Mandaten braucht noch´n Job (um die Bewährungsauflagen zu erfüllen) oder ...

    Die Gelegenheit für hochgestochene Formulierungen kommt später (vielleicht) ... zunächst stelle´mir uns aber erst einmal janz dumm un fragen eenfach nur wat´e mint.
     
  13. #12 Pharao, 04.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2014
    Pharao

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    Oder man lässt sich eben auch anwaltlich Beraten bzw. Vertreten, denn immerhin darf man hier nicht vergessen, das der gegenüber ein Anwalt ist (auch wenn vielleicht nicht für Mietrecht, aber ....). Ein Laie kann hier einfach sehr schnell einen Fehler machen, sei es das man zuviel schreibt oder das falsche schreibt oder was wichtiges vergisst oder ... <keine Ahnung> ....
     
  14. Berny

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    Aaber mit einem Anwalt macht's doch mehr Spass als mit Klein-Doofie...:)
     
  15. #14 Papabär, 05.12.2014
    Papabär

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    :finger010: Toll, no risk - no fun ... oder so.

    Das Problem dabei ist einfach, dass man mit jeder unvorsichtigen Aussage dem Mieter gegenüber den (späteren) Spielraum für den eigenen RA einschränkt.

    Daher erst einmal möglichst nichts sagen und nur höflich fragen ... soll doch der Mieter seinen Spielraum zuerst eingrenzen. Reagieren ist einfacher als agieren.
     
  16. Nero

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    @Papabär:

    Was Schachpiel und sonstige strategische Aktivitäten nicht alles auch an mietrechtlich "listigem " Vorgehen bewirken können.
     
  17. #16 Papabär, 05.12.2014
    Papabär

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    Oh-oh ... Salz -> Wunde ...:unsicher040:

    Dem
    wird ja ein kausaler Zusammenhang nachgesagt ... irgendwie ist das bei mir aber genau andersherum: Ich habe gegen meinen menschlichen Gegner erst eine einzige Partie gewonnen - und auch die vermutlich nur, weil er mir schon zu Beginn 6 Pils voraus war.
     
  18. #17 Nero, 05.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2014
    Nero

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    @Papabär:

    Wieso Salz? - das war Zucker!

    Und nach 6 Bierchen -gegen einen wohl "übermenschlichen Gegner - immerhin noch eine einzige! Partie.
    Das nenne ich aber mehr als wohlwollend einen veritablen Erfolg -

    Prost! und Weiter so"!
    Hauptsache gewinnen - Mit allen Mitteln. Wo auch immer.

    L. G. BM

    Ja. Salz ist sehr schlimm. V. a. wenn es mit Honig auf die Fußsohlen geschmiert wird und Ziegen es ablecken dürfen.
    Doch Gott sei Dank sind diese schlimmen Zeiten fast vorbei.
     
  19. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Ich hoffe, Du verstehst das jetzt nicht miss.
    Hatte einen Lateinlehrer, der mich sehr gequält hat.
     
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