H+G Roland Rechtschutz oder ARAG

Diskutiere H+G Roland Rechtschutz oder ARAG im VF - Ankündigungen! Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Guten Morgen, ich habe meine Erste Wohnugn gekauft, und zwar jetzt vermietet. Jetzt was denkt Ihr, soll ich H+G + Roland Rechtschutz abschliessen...

bojomojo

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Guten Morgen,

ich habe meine Erste Wohnugn gekauft, und zwar jetzt vermietet. Jetzt was denkt Ihr, soll ich H+G + Roland Rechtschutz abschliessen (35 + 60 Euro), oder ARAG via vermietsicher.de (229 Euro).

Arag hat dazu:
- Keine Wartezeiten
- Mietausfallversicherung ohne Selbstbehalt
- JuraTel
- Sachschaden
- Online Förderungmangement,
- Mediation, ... etc

Bei Roland ist sie aber ziemlich günstiger, nur vor Gericht und mit Wartezeit.


Was denkt ihr?
 

Tinnitus

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Ich empfehle Roland: ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG wird auf Trustpilot mit 3,3 von 5 als „Akzeptabel“ bewertet

Sobald man ein Gefühl für die neuen Miteigentümer, die Verwaltung und den Mieter hat, kann man die Notwendigkeit nochmal hinterfragen. Ich persönlich mag lieber ein Risikomanagement in Form eines sehr kleinen, absetzbaren Jahresbetrages als auf das Nichteintreten einer verlorenen Gerichtsverhandlung oder einer (außer)gerichtlichen Einigung zu hoffen. In einer WEG kann der Streitwert sehr schnell fünfstellig werden und wenn man entsprechende Miteigentümer und/oder eine große WEG hat, ist das Produkt aus Streitwert mal Streitwahrscheinlichkeit nicht unerheblich.

Es muss ja auch nicht immer alles in der ersten Instanz vorbei sein.

Den ARAG-Vermieterrechtsschutz Basis (ebenfalls nur vor Gericht) gibt es direkt bei ARAG für ca. 60 Euro im Jahr, allerdings hat ARAG keinen guten Ruf: ARAG Versicherungen wird auf Trustpilot mit 2,1 von 5 als „Mangelhaft“ bewertet
 

Fischlaker

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Ich habe H+G incl. Rolandrechtsschutz. Rechtsschutz allerdings nur für 7 „ausgesuchte“ ET-Wohnungen. Überschaubarer Preis ( abzüglich individueller Steuersatz ) und für langwierige Fälle gut gerüstet. Früher war ich der Meinung : Rechtsschutz und den sicherlich „nicht so optimalen Sachverstand“ des H+G brauche ich nicht. Probleme mit einem Mieter ( blieb auf 6 T€ Kosten ( ohne Mietausfall ) sitzen ) haben mich „geläutert“. Auch wenn seither nicht passiert : Man schläft besser.
 

ehrenwertes Haus

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ich habe meine Erste Wohnugn gekauft, und zwar jetzt vermietet. Jetzt was denkt Ihr, soll ich H+G + Roland Rechtschutz abschliessen (35 + 60 Euro), oder ARAG via vermietsicher.de (229 Euro).
Für Anfänger als Vermieter finde ich eine spezielle VM-Rechtschutz gar nicht so verkehrt. Bei nur 1 Wohnung sind die Kosten überschaubar, VM-Fehler schnell teurer, Risikostreuung (noch) nicht möglich.

Mit mehr Wissen und Erfahrung, Streuung des Risikopotentials bzw. besserem eigenen Finanzpolster darf man das überdenken.
Vor Allem sollte man sich bewußt sein Versicherungen wollen verdienen, nicht zahlen. Im Ernstfall wird ein versicherter Schaden/Fall zwar übernommen, die Versicherungskonditionen aber verteuert bis hin zu Kündigung von Versicherungsseite.

Jetzt was denkt Ihr, soll ich H+G + Roland Rechtschutz abschliessen (35 + 60 Euro), oder ARAG via vermietsicher.de (229 Euro).
Schau dir genau an (Kleingedrucktes lesen!) was beide Versicherungen abdecken. Da gibt es ganz sicher Unterschiede, nicht nur bei der Kostenfrage.
Dann überlegen, was du genau versichert haben willst, was besser zu deinen Bedürfnissen passt.

Im Ergebnis wird das für jeden VM anders ausfallen, je nach Möglichkeiten der eigenen Risikostreuung, Finanzpolster, Risikobereitschaft, ...
 

Friedfertig

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Hallo,

ein vernünftiger Vermieter Rechtsschutz bei der ARAG Kostet dich ca. 1-2% von der Bruttomiete und bietet Schutz auch außergerichtlich.
In den meisten Fällen die ich erlebt habe, regelt der Anwalt die Angelegenheiten bereits vor Gericht, so dass ein Basis Rechtsschutz bei der ARAG wie bei der Roland in meinen Augen keine Option ist. Sollte man sich für einen Rechtsschutz entscheiden, dann für einen der auch das Vermieterrisiko abdeckt bereits vor man schon etliche Kosten selbst zu tragen hatte.
Ich kenne das Bedingungswerk vom Rechtsschutz der ARAG quasi auswendig also wenn noch Fragen sind schieß los.
 

Dschei2

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Hallo,
ich habe keinerlei Vermieter-Rechtsschutz, weil ich mehrere Einheiten habe und immer dachte, das wird zu teuer.
Bin aber jetzt doch neugierig:
Kostet dich ca. 1-2% von der Bruttomiete
-> das heißt, 1-2 % von der Warm-Miete?? Wenn ich heute sehe, dass die Rendite manchmal nur 4 % ist, (auf die Kalt-Miete gerechnet) werden ja damit die Hälfte oder mehr der Rendite abgeschöpft? Ist das so?

Wie ich das verstanden habe, werden doch nur die Kosten des Rechtsstreits bzw. der außergerichtlichen Einigung übernommen. Aber wenn der Mieter mittellos ist, dann bleibt man als Vermieter immer noch auf dem Schaden in der Wohnung sitzen. Oder wird der hinterlassene Schaden und die ausgefallene Miete auch übernommen?

Dann müsste ich das vielleicht trotzdem auch überlegen.
 

Tinnitus

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Eher so 0,x% von der Kaltmiete... Mal Hand aufs Herz, hat hier noch kein Vermieter einen Rechtsstreit verloren? Wird das auch eingepreist oder auf dem berühmten (separaten) Lehrgeldkonto verbucht?

Da eine RSV kündigt, sobald man 2-3 Fälle im Jahr hat, lohnt sich der außergerichtliche RS meines Erachtens nach gerade nicht. Für den Bereich habe ich den "Vermieterverein" :D und die Profis ihre Erfahrung.
 
immobiliensammler

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Tinnitus

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Andres

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Mal Hand aufs Herz, hat hier noch kein Vermieter einen Rechtsstreit verloren?
Doch, oder was glaubst, du warum ich hier immer so ellenlange Beiträge schreibe und alles fünfmal umdrehe? Mit ist bewusst, wie sicher ich mir sein will, bevor ich in einen Rechtsstreit gehe ...

Wenn wir schon bei Erfahrungswerten sind: Mir hat auch schon einmal eine Rechtsschutzversicherung gekündigt. Ich habe das damals zum Anlass genommen, mich mit meinen sämtlichen Versicherungen mal näher auseinanderzusetzen. Rückblickend muss ich sagen: Ich hätte mich auch nicht als Kunden haben wollen. Gleichzeitig ist die Erkenntnis aus meiner Perspektive: Gegen das Risiko eines Rechtsstreits versichere ich mich nicht.

Widerspruch in den Prozentsätzen
Egal, wer's war: Um diesen Preis ist nur das Prozesskostenrisiko versichert, oder? Was ist mit dem Mietausfall bis zur Rückgabe der Mietsache, ggf. ja selbst im Erfolgsfall über ein Jahr? Was ist mit Mieter-Vandalismus, Leerstand wegen Reparaturen? In einem (häufiges Beispiel) arbeitsrechtlichen Streit mag es ja damit getan sein, das Prozesskostenrisiko abzudecken, aber im Verhältnis zu den Gesamtkosten eines echten Problemmieters sind die Prozesskosten Peanuts.
 

Friedfertig

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Hallo,

entschuldigt bitte die verspätet Antwort ich war die Tage sehr im Stress. I h habe seit 2 Monaten nicht mehr gerechnet und ich muss gestehen das der Preis einen leichten Sprung gemacht hat, dennoch nicht all zu weit Weg ist von dem was ich sagte.
Hier ein Rechen Bsp.:



ARAG Vermieter Rechtsschutz Komfort mit Vermieter-Risiko vorgerichtlich


1. Bsp. Objekt 6 Wohneinheiten 40.000 - 50.000 € Bruttojahresmiete € ohne Selbstbeteiligung gibt es für 1.334,17€.
Optional: Mietausfall für 6 Monate 287,98€ für 12 Monate Mietausfallschutz 503,96€

2. Bsp. 5Wohneinheiten 30.000 - 40.000€ für 1 Gewerbeeinheit 18.000-24.000€ für 1482,51€ ohne Selbstbeteiligung

Mietausfall: Nach dem dem Mieter gekündigt wurde und dieser nach Räumungsklage entweder nicht auszieht oder die Wohnung nicht mehr bewohnbar ist und renoviert werden muss.

In dem Rechtsschutz sind alle relevanten Streitigkeiten mit den Mietern abgesichert, nach den 3 Monaten Wartezeit. Ist also verlass darauf das man seine Kosten aus den Rechtsstreitigkeiten mit den Mietern über den fest kalkulierten Beitrag abrechnen kann.
Ich habe mich mit den 1-2% wohl etwas aus dem Fenster gelehnt, bin aber weiterhin der Ansicht das jäh nach Mieterlage diese Versicherung Sinnvoll ist.

Es gibt noch eine höhere Version den Premium Vermieter-RS hier ist vor allem die Immobilie noch zusätzlich abgesichert (Planfeststellungsverfahren, Vertrags-RS bei Streit mit Handwerkern, Bauherren-RS)
 

Friedfertig

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Doch, oder was glaubst, du warum ich hier immer so ellenlange Beiträge schreibe und alles fünfmal umdrehe? Mit ist bewusst, wie sicher ich mir sein will, bevor ich in einen Rechtsstreit gehe ...

Wenn wir schon bei Erfahrungswerten sind: Mir hat auch schon einmal eine Rechtsschutzversicherung gekündigt. Ich habe das damals zum Anlass genommen, mich mit meinen sämtlichen Versicherungen mal näher auseinanderzusetzen. Rückblickend muss ich sagen: Ich hätte mich auch nicht als Kunden haben wollen. Gleichzeitig ist die Erkenntnis aus meiner Perspektive: Gegen das Risiko eines Rechtsstreits versichere ich mich nicht.


Egal, wer's war: Um diesen Preis ist nur das Prozesskostenrisiko versichert, oder? Was ist mit dem Mietausfall bis zur Rückgabe der Mietsache, ggf. ja selbst im Erfolgsfall über ein Jahr? Was ist mit Mieter-Vandalismus, Leerstand wegen Reparaturen? In einem (häufiges Beispiel) arbeitsrechtlichen Streit mag es ja damit getan sein, das Prozesskostenrisiko abzudecken, aber im Verhältnis zu den Gesamtkosten eines echten Problemmieters sind die Prozesskosten Peanuts.

Ich bin der Meinung wenn man von einer Versicherung gekündigt wird hat man die Wette gewonnen. Es gibt auf jeden Fall Versicherungen die einen zu früh Kündigen oder obwohl man viele Jahre versichert war raus werfen. Das ist auch nicht okay und wirft kein gutes Licht auf den Versicherer.
Meistens hat dies aber den Grund das man zumindest auf die letzten 5 Jahre gesehen eine sehr hohe Schadenquote hat, welchen dann dafür steht das die Versicherung sich in dem Zeitraum gelohnt hat.

Vor allem vertrete ich aber die Meinung das jeder sich so absichern muss wie er sich am wohlsten fühlt. Der eine bevorzugt Versicherung für alles und der andere trägt das Risiko eben gern für sich.

Ich wünsche eine angenehme Nacht :)
 
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