Haftung Betriebskostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Svalroph, 12.02.2014.

  1. #1 Svalroph, 12.02.2014
    Svalroph

    Svalroph Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich wollte mal nachfragen wie es sich verhält, wenn ich die Betriebskostenabrechnung von einer Firma (Hausverwaltung) erstellen lasse und ich den Rechnungsbetrag der Firma mit dem Vermerk "VORBEHALTLICH DER KORREKTEN ERSTELLUNG DER ABRECHNUNGEN" bezahle.
    Wie lange habe ich Zeit die die erbrachte Dienstleistung zu prüfen?

    Fall:
    - Abrechnung erstellt 23.12.13 durch Firma für Kalenderjahr 2012
    - Versand durch mich per Post am 30.12.13 bzw. eigenhändiger Einwurf
    - rechtsanwaltlicher Einspruch am 15.1.14 eines Mieters wegen Fristversäumnis (angeblich erst 2.1.14 erhalten) und angeblich nicht nachvollziehbarer Grundsteuer für den Wohn- u. Gewerbeanteil)

    Bin ich selbst schuld, wenn ich der Firma nur den Gesamtbetrag der Grundsteuer mitgeteilt habe?
    Bislang ist noch keine Abrechnung der Stadtwerke für Wasser/Abwasser 2012 eingetroffen. Kann ich von der Firma eine kostenlose Korrektur der Abrechnung verlangen sobald diese Rechnung eingetroffen ist?

    Bitte um eure konstruktive Meinung

    Danke Svalroph
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 12.02.2014
    Martens

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    moin,

    grundsätzlich haftet Deine Hausverwaltung für den Kram, den sie verzapft.
    Ansprüche verjähren nach drei Jahren, auch Regreßansprüche an eine Hausverwaltung...

    Grundsatz ist, wer Zugang behauptet, muß Zugang beweisen. Hier geht es vor allem um den fristgemäßen Zugang 31.12.
    Postverand am 30.12. kann problematisch werden, die Post ist inzwischen ein Schlampenladen.
    Eigenhändiger Einwurf ist hoffentlich belegbar und dann auch gerichtsfest.

    Der Gewerbeanteil der Grundsteuer muß nur dann separat ausgewiesen werden, wenn das Finanzamt ihn mit einem anderen Faktor berechnet, als den Wohnanteil. Ansonsten geht das nach Schema F.

    Nun ja, Dein Dienstleister kann nur die Informationen verarbeiten, die Du ihm zur Verfügung gestellt hast... Hellsehen ist eine oft stillschweigend erwartete Leistung, die aber auch wir bisher nicht zuverlässig anbieten können. ;)

    Wir kennen Deinen Vertrag mit dem Dienstleister nicht...
    Was da noch kommen kann ist jedoch für Deinen Dienstleister keine Korrektur (eines eigenen Fehlers etwa), sondern ein Mehraufwand, der vorbehaltlich anderer vertraglicher Vereinbarungen i.a. separat zu vergüten wäre.

    Christian Martens
     
  4. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Das ist doch wohl eher eine populistische Aussage?

    Täglich stellt die Post bundesweit rund 64 Mio. Briefe zu. 95% davon erreichen bereits nach einem Tag ihr Ziel! Auch wenn die Zahlen geschönt sind und wirklich nur bei 90% liegen, finde ich die Bezeichnung "Schlampenladen" nicht gerechtfertigt, auch wenn sich das gut anhören mag, aber früher war ja eh alles besser.

    Ich finde es eher als Schamperei zu bezeichnen, wenn man die Abrechnung erst am 23.12. fertig hat! Werden dann noch 7 Tage benötigt um die Abrechnung zu versenden, wundert es mich nicht das der Mieter die Abrechnung erst am 2.1.14 erhalten haben will.

    Nun wurde ja scheinbar kein Beweis geführt um zu belegen das die Abrechnung rechtzeitig zugestellt wurde, denn Svalroph schreibt nur
    Da hätte ich die Abrechnung direkt beim Mieter abgegeben (Quittieren lassen) und mich für die lange Bearbeitungszeit eher entschuldigt.

    Konstruktive Hinweise sind ja von meinem Vorschreiber schon erfolgt.
     
  5. #4 Martens, 13.02.2014
    Martens

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    Nein, das ist eine Erfahrung.
    Briefe kamen noch vor ein paar Jahren zuverlässig an, nun haben wir bei Testbriefen in einem Fall eine Ausfallquote von 30% gehabt!
    Briefe innerhalb Deutschlands kamen vor ein paar Jahren noch zuverlässig am nächsten Werktag an, wenn sie heute überhaupt noch ankommen, dann vermutlich nicht am nächsten Tag.

    Wir werden häufiger mit Aufträgen dieser Art konfrontiert, wo jemand aus welchen Gründen auch immer kurz vor Jahresende feststellt, daß hier Abrechnungen zu fertigen sind und dann geht halt das Gerödel los.
    Meist sind Krankheit in der Familie oder gar Erbfälle der Grund für solch kurzfristige Aufträge, so daß ich das Gemoser für unangebracht halte.

    Ganz offensichtlich kennst Du solche Situationen nicht... und das ist schön für Dich.

    Christian Martens
     
  6. Berny

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    Alle unsere Mieter haben die BK-Abrechnungen spätestens drei Monate nach Beendigung des Abrechnungszeitraum in ihren Briefkästen. Gab noch nie Probleme. Man muss nur wollen.
     
  7. #6 PHinske, 17.02.2014
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    Dass am 12. Februar die Wasserabrechnung der Stadtwerke für das Vor-Vorjahr noch nicht erstellt ist, halte ich für äußerst ungewöhnlich.

    Da würde ich mal selbst nachforschen über den Verbleib.

    Einmal jährlich wird abgelesen und dann kommt innerhalb kurzer Zeit die Abrechnung.
    Das sind die gängigen Abläufe.

    MfG, PHinske
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Du sagst es. Bei uns dauert's max. einen Monat.
     
  9. #8 Pharao, 17.02.2014
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2014
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    Hi,

    naja, nicht immer ist die Post schuld, manchmal verschwindet der Brief auch erst beim Empfänger .... :91:

    Aber leider muss man auch sagen, wirklich zuverlässig ist die Post m.E. auch nicht, denn es landen des öfteren auch mal Briefe von meinen Nachbarn in meinem Briefkasten und sowas sollte eigentlich garnicht vorkommen ! Und jeder der schon mal einen Nachsendeauftrag gebührenpflichtig abonniert hat, stellt leider auch sehr oft fest, nicht alles kommt an.

    Sorry, aber das sehe ich durchaus ganz anders. Es gibt Fristen und solange man sich an diese hält, kann man niemanden was vorwerfen, auch wenn`s der letzte Tag vor Ablauf der Frist ist.

    Wenn der Gesetzgeber das gewollt hätte, das der Mieter nicht so lange warten muss, dann hätte man kürzere Fristen wählen müssen. Es schön, das du so schnell deine Abrechnung machst, aber jeder Vermieter kann sich auch mehr Zeit lassen, egal aus was für einen Grund.

    Mag durchaus ungewöhnlich sein, trotzdem aber nicht unmöglich.
     
  10. Duncan

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    vor ca. 2 Jahren haben wir bei Reparaturarbeiten auf einem Dachboden eines größeren großstädtischen Mietshauses (~110 Parteien oder so) mehrere blaue Säcke voller Briefe gefunden. Mehrheitlich namentlich adressierte Werbesendungen soweit ungeöffnet erkennbar. Aber einige schienen ganz "normale" Briefe gewesen zu sein. z.T. waren Ärzte und Anwälte, also "Geheimnisträger", die Absender. Wären eigentlich Briefe die man nicht gerne in fremder Hand weiß. Aber das Viertel ist "ergiebig" dort fanden sich auch schon mal einige Beutel Gras und einmal eine funktionsunfähig verrostete Makarow...
     
  11. #10 immodream, 17.02.2014
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    Hallo,
    manchmal wir auch ein Briefkasten mit Feuerwerkskörpern in Brand gesetzt.
    Also nachfragen.
    Grüße
    immodream
     
  12. #11 Papabär, 18.02.2014
    Zuletzt bearbeitet: 18.02.2014
    Papabär

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    :112: Aha? ... Also so einer bist Du. :50:


    Die Unzuverlässigkeit der Post (bzw. ihres Nachfolgeunternehmens "Dauert-Halt-Länger"/"Die-Halbe-Leistung") kann ich nur bestätigen. Wobei die Briefe durchaus ankommen ... nur lässt sich die Laufzeit nicht vernünftig planen (hab´ letzten Do-day ´nen Stapel Mahnungen eines Versorgers erhalten ... heute kamen die Rechnungen dazu).


    Ich kann auch nicht alle BK-Abrechnungen in der ersten Jahreshälfte fertigstellen ... und das obwohl ich bereits im Januar mit den Vorbereitungen beginne, aber wenn ich mehr als 2 Liegenschaften gleichzeitig bearbeite, verliere ich regelmäßig den Überblick.

    Und dann kommen ja auch noch die Heizkostenabrechnungen von Brunata, Techem, Ista usw., von denen jedes Jahr mind. 1 Block wieder korrigiert werden muss.

    Manche Versorger stellen ihre Jahresrechnungen trotzt erfolgter Zählerablesung auch immer erst zu festgesetzten Terminen (und das kann schon mal im September sein) - Zwischenabrechnungen gibt´s da nur gegen entsprechendes Bakschisch - und das versuche mal den Mietern zu vermitteln.



    Das mag ja sein - aber wenn ich bei 5% (Miet-)ausfällen nicht massiv gegensteuern würde, wäre ich meinen Job in kürzester Zeit los.
     
  13. Jobo45

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    95 % kommen am nächsten Tag an ! das heißt ja nicht, dass die restlichen 5% garnicht ankommen, also Postausfälle sind.

    Da gebe ich Dir recht, aber in dem aktuellen Fall wurde die Zustellfrist eben nicht eingehalten, denn der Mieter hat die Post ja (angeblich) erst am 2.1. bekommen.
    Deshalb kann die Zustellung per Post am 30.12. einfach zu knapp sein.
     
  14. #13 Martens, 18.02.2014
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    Nein, die Zustellung am 30.12. wäre fristgemäß, das Versenden am 30.12. ist sicherlich mit einem gewissen Risiko behaftet ;) daß keine fristgemäße Zustellung erfolgen wird.

    Christian Martens
     
  15. Pharao

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    Hi,

    das Risiko obliegt beim Versender, das er ggf. die rechtzeitige Zustellung belegen kann, egal ob nun per Post oder Zitat " ... bzw. eigenhändiger Einwurf".
     
  16. Duncan

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    Irgendwie bin ich versucht aus dem Verwaltungsrecht die Zustellungsfiktion binnen 3 Tagen analog anzuwenden. :48:
    Die ging schon bestätigt durch VGHs und BGH.
    Nur mit den handelnden Rechtsobjekten haben wir da ein kleines Problem und Nebenkostenabrechnungen sind üblicherweise keine Verwaltungsakte... :154:
    Aber als Orientierung kann man die 3 Tage schon ran ziehen.

    Wunsch: NKA geht Heilige Drei Könige raus.
    real: eher um Ostern, manchmal werden auch eher die Sommerferien daraus.
    Aber spätestens Heiligabend müssen(sollten) die Dinger beim Mieter (im Kasten) sein.
     
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