Handtuchheizkörper herunter gefallen

Diskutiere Handtuchheizkörper herunter gefallen im Versicherungsschäden Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, ich bin zwar kein Vermieter sondern ein Mieter, glaube aber dennoch das ihr mir vielleicht helfen könnt. Wenn es das falsche Unterforum...

  1. Geefix

    Geefix Neuer Benutzer

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    Hallo, ich bin zwar kein Vermieter sondern ein Mieter, glaube aber dennoch das ihr mir vielleicht helfen könnt. Wenn es das falsche Unterforum ist, bitte ich um Nachsicht ;)

    Und zwar bin ich in meiner Mietwohnung Samstag früh um halb sechs von einem Schlag geweckt worden. Nachdem ich geschaut habe was das war habe ich im Bad gesehen dass der Handtuchheizkörper offenbar von der Wand gefallen ist. Das Waschbecken hat er auch erwischt, denn das lag in Einzelteilen daneben.

    Ich natürlich gleich den Vermieter informiert, der das nicht glauben konnte das sich nach zehn Jahren das Ding plötzlich selbstständig macht. Die Rohre sind zum Glück dicht geblieben (geknickt müssen aber ersetzt werden), der Heizkörper selbst ist noch intakt. Wir haben ein gutes Verhältnis und ich konnte glaubhaft versichern dass ich den Heizkörper nicht misshandelt habe.

    Nun die Frage wer den Schaden zahlt.

    Mein Vermieter und der Heizungsbauer denken aber dass seine Versicherung das nicht abkaufen wird und hat mich drum gebeten dass ich einen Haftpflichtschaden geltend machen soll.

    Von der Konstruktion her ist es so dass verschraubte Plastikhalterungen aus der Wand schauen, das letzte Stück schaut mir aus wie eine Plastikschraube. In einem anderen Thema hier habe ich gelesen dass solch Plastikzeug an der Heizung durchaus spröde werden kann. Sind die nicht für 10 Jahre ausgelegt?

    Da ich keinen Story erfinden will und auch keinen Versicherungsbetrug begehen möchte nun die Frage: wie berechtigt ist seine Sorge? Dazu kommt dass in einen anderen Mietshaus noch ein nicht unerheblicher Wasserschaden von einem anderen Mieter schon seit einem Jahr über die gleiche Versicherung läuft, er meint das wäre ein ungünstiger Zeitpunkt. Keine Ahnung..

    Da ich jetzt nicht noch mehr Zeit verlieren will und ich im Bad kein Waschbecken mehr habe bitte ich um schnelle Hilfe, vielen Dank!
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 02.04.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Naja, da werden wohl die Meisten erst mal blöde aus der Wäsche gucken...

    Beim Vermieter glaube ich das gerne, hängt aber von der Versicherung ab. Ohne Wasserschaden wird bei seiner Versicherung vermutlich nichts machbar sein.

    Keine Ahnung auf welche Lebensdauer die verwendeten Befestigungteile ausgelegt sind. Einen Materialfehler nachweisen ist zwar kein Problem, sofern das die Ursache ist, aber teuer. Ohne Gutachten geht da nix und den Hersteller kennt man vermutlich auch nicht.

    Der Heizungsbauer kann ein Ansatzpunkt sein.
    Zu prüfen wäre hier, ob das verwendete Befestigungsmaterial für die Anwendung zugelassen ist.
    Wenn falsches Material verwendet wurde, wäre das ein Fall von Handwerkerhaftpflicht, sofern die sich nicht rausreden, weil die Konstruktion 10 jahre gelten hat.
    Dieser Weg geht ebenfalls nur mit Gutachter. Sollte man aber nicht machen, wenn man eigentlich mit diesem Handwerker zufrieden ist.


    Du kannst den Schaden auch deiner Hapftlichtversicherung melden. Schaden tut das sicherlich nicht, solange du bei der Wahrheit bleibst.
    Vielleicht ist die Befestigung des Handtuchheizkörpers nur für die ganz kleinen Gästehandtücher ausgelegt. Dann wäre es natürlich dein Fehler gewesen, das Dingens mit den pitschnassen Badetüchern der Familie und Nachbarschaft zu belast... wenn deine Versicherung das glaubt.
    Ich kann mir eher vorstellen, das sich Jemand an dem Heizkörper abgestützt hat und damit überbelastet. In Bädern ist es ja manchmal feucht und irgendwann rutschten praktisch alle mal deswegen. Normalerweise halten Heizkörper bzw. deren Befestigung sowas aber aus.


    Vermutlich wird das ein Fall von "den letzten beißen die Hunde". In diesem Fall, den Vermieter.
    Das ist zwar ärgerlich für ihn, aber kein Weltuntergang.



    Also das Problem können wir nicht lösen. Eine Reparatur dieser Art per Datenleitung überfordert uns (noch).
     
  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ganz platt formuliert: Du hast einen Anspruch gegen deinen Vermieter, nämlich dass er dir die Mietsache vertragsgemäß zur Verfügung stellt.
    Wie er das macht, und ob und wie er versichert ist, kann dir egal sein. Es ändert nichts an deinem Anspruch.

    Blöd wird es nur dann für dich, wenn du in die Situation kommst, beweisen zu müssen, dass du den Heizkörper nicht als Turnstange verwendet hast.
     
  5. #4 Papabär, 02.04.2019
    Papabär

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    Die Reparatur ist zunächst mal Vermietersache. Die Frage der Kosten kann dann notfalls auch später geklärt werden.

    Das Heizkörper so ganz ohne Krafteinwirkung von der Wand fallen ist mir ehrlich gesagt auch neu ... aber diese Kunsstoffhalterungen, die nach x Jahren einfach mal spröde geworden sind und den Dienst versagen kenne ich auch. Meist lösen sich aber nicht alle vier gleichzeitig, so dass die HK bestenfalls etwas schief aus der Wäsche gucken. Jedoch will ich mangels Sachkenntnis nicht ausschließen, dass bei diesen Handtuchhalterheizcorpus (delicti) der Hase vielleicht anders läuft.

    Ich würde
    1. die aufgefundene Situation incl. Waschbecken und speziell die HK-Befestigungen möglichst genau dokumentieren. Lieber drei Fotos zuviel - als hinterher eines zuwenig. Selbst wenn man sich seit Jahren gut mit dem Vermieter versteht, so ist das kein Garant dafür, sich nicht doch eines Tages mal am Richtertisch zu treffen.
    2. eine ggf. vorhandene Haftpflichtversicherung zumindest mal informieren. Bei der Wahrheit bleiben! Zwar sehe ich nicht, dass dies ein Haftungsfall für den Mieter wäre - aber so eine Haftpflichtversicherung wird ja nicht umsonst auch "kleine Rechtschutzversicherung" genannt.
    3. Bei einer Reparatur durch einen Fachbetrieb selber anwesend sein, die defekten Halterungen herausgeben lassen und aufbewahren.
     
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  6. set

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    Viele (vor allem preiswerte) Badheizkörper haben nur Befestigungen aus Kunststoff. Stellenweise werden die Befestigungen auch mit Kunststoffschraube am HK zusammengeschraubt. Mit den Jahren schwindet der Weichmacher aus dem Plastik, sie werden spröde und wenn dann noch den Befestigung an der Wand nicht mehr richtig fest ist kann so eine HK Befestigung auch mal zu Bruch gehen. Ist meist ein schleichender Vorgang und wenn man nicht darauf achtet fällt es auch nicht so auf, das die Halterung mit den Jahren schief am HK hängen...

    So gebrochene oder lose Befestigungen am Handtuchtrockner kommen schon mal vor, wenn man dann noch Kinder hat die etwas kräftiger am Badehandtuch ziehen was darauf hängt... (war mal so ein Fall wo ich den Heizkörper wieder befestigt habe)

    Das der Heizkörper dann auch noch aufs Waschenbecken fällt... ist dumm gleaufen.
     
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  7. Andres

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    Vor allem den letzten Satz möchte ich mit maximaler Deutlichkeit unterstreichen! Nach der bisherigen Schilderung ist das Geschehen niemals ein Haftpflichtschaden, nicht einmal wegen des gerne übersehenen Ausschlusses von Mietsachschäden, sondern ganz einfach mangels Verschulden oder überhaupt Mirtwirkung des Mieters. Aber wenn den Vermieter die Meldung glücklich macht ...


    Wessen Versicherung? Die Gebäudeversicherung des Vermieters? Stimmt, für die ist das wahrscheinlich auch kein Versicherungsfall. Oder doch eher die Betriebshaftpflicht des Heizungsbauers? Für die wäre es vielleich ein Fall, sofern es überhaupt eine gibt und dem Handwerker ein Verschulden zuzurechnen wäre.

    Wichtigste Information dabei aber: Punkt 1 ist nicht das Problem des Mieters und Punkt 2 ist weder das Problem des Mieters noch des Vermieters.
     
  8. Geefix

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    Ich habe mir eben die Halterung die noch an der Wand ist ( sind insgesamt noch drei) und das entsprechende Gegenstück das noch an Heizkörper klebt ( das einzige) angesehen. Lässt sich von den Bildern her sagen ob das fachlich richtig so montiert war?
     

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  9. Geefix

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    Hier übrigens noch ein Bild vom Heizkörper am Samstag
     

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  10. #9 Papabär, 03.04.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.04.2019
    Papabär

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    Scherzkeks! Für so eine Aussage braucht das KT des BKA mindestens 14 Tage - und zwar MIT den gesicherten Beweismitteln.
    Und wir sollen das hier anhand von ein paar Bildern machen?
    Wer hat denn nur unsere Kristallkugel schon wieder verbummelt?

    Ich kann lediglich vermuten (vulgo: spekulieren), dass die beiden unteren Halterungen durch die Schwupptizität des hohen Schwerpunktes i. V. m. entsprechender Hebelwirkung koppheister gegangen sind. Es ist durchaus möglich, dass hier eine altersgemäße Materialermüdung auch eine Rolle spielte, ABER1 ...beide obere Halterungen gleichzeitig? Da zwängt sich mir geradezu der Verdacht auf, dass hier entweder eine externe Krafteinwirkung erfolgt ist, oder ein Mangel in Form einer einzelnen gebrochenen Verbindung schon älter war und beflissentlich igno... nicht gemeldet wurde (*schielt auf 536c BGB*). Irgendwann hat sich dann eben auch die zweite obere Halterung verabschiedet woraufhin die Masse des Heizkörpers vorschriftsgemäß den Anweisungen Isaac Newtons gefolgt ist.

    ABER2 ... wird auch Dein Vermieter sicherlich etwas mehr als reine Spekulationen benötigen, um Kostenfrage von einem Richter zu seinen Gunsten durchsetzen zu lassen. Ein bloßes "wie soll es denn sonst gewesen sein?" wird ihm da üblicherweise nicht genügen.
     
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  11. #10 Geefix, 03.04.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.04.2019
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    Nach einem Kriminaltechnischen Gutachten ob die Heizung fachgerecht montiert wurde hab ich gar nicht gefragt, eher nach der Beurteilung einer Person die vielleicht eher damit zu tun hat. Ich hab nämlich keine Ahnung von Heizungsmontage. Aber vielleicht ist das auch zu speziell und ich frage noch mal in einem Forum für Heizungsbauer.

    Und ich kann dir versichern, wäre mir irgend etwas komisches an dem Ding vorgekommen dann hätte ich dem Vermieter das gesagt. Für mich ohne mit Meterstab oder Wasserwaage da ran gegangen zu sein hat das Teil immer genauso ausgesehen wie vor 1,5 Jahren als ich eingezogen bin.

    Wie genau der Hergang war, ob sich das wirklich im Laufe seiner Lebenszeit Stück für Stück von selbst gelöst, ob der der Vormieter da dran gerupft hat, ob jemand der zu Besuch war Spaß damit hatte oder ob es irgendwann 1° Schieflage bekommen hat weiß ich nicht, das wird wohl wirklich nur ein Kriminaltechnisches Gutachten ans Tageslicht bringen können. Ich weiß nur dass ich das Ding sachgerecht behandelt habe, mir keiner Schuld bewusst sein muss und der Vermieter auch nicht. Eventuelle Sparmaßnahmen bei der Wahl der Heizungshalter mit dem Installateur vor zehn Jahren mal außen vor.

    Ich verlange auch gar nicht dass das hier aufgeklärt wird, meine Absicht war lediglich ein Erfahrungsaustausch mit dem Vermieter-Schwarmwissen bei solchen oder vergleichbaren Fällen. Danke ;)
     
  12. set

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    Das sind genau die Halterungen die ich gemeint habe. Werden durch eine Kunststoffschraube am HK befestigt. Kommt so vom Hersteller. Augenscheinlich hat der Heizungsbauer bei der Montage alles richtig gemacht (ich hätte ihn nich anders angebaut).
    Es gibt auch Befestigungen die mit einer Schraube aus Metall am HK zusammengeschraubt werden, vielleicht sollte der Heizungsbauer solche für die Montage verwenden. Der Heizkörper ist ja recht groß.
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 03.04.2019
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    Das brauchst du doch gar nicht.

    Für dich als Mieter ist nur wichtig zu wissen, ob du den Schaden zahlen musst oder nicht. Da hast du doch eine sehr eindeutige Tendenz hier bekommen: Nein.

    Für die Beseitigung des Schadens ist dein VM verantwortlich. Wie er das macht, selber oder mit Handwerkern, ist sein Problem. Ebenso on er selbst oder eine Versicherung dafür aufzukommen hat.


    Das Einzige was zu dir für die Zukunft vornehmen kannst, genauer auf sich ankündigende Probleme achten.
    So ganz ohne jede Vorwarumung brechen auch bei Materialermüdung keine Halter. Das kündigt sich an, z.B. mit kleinen Rissen, Formveränderungen, Wackeln des Heizkörpers.
    Jetzt weißt du worauf achten, dann sollte sowas zukünftig kein Problem mehr sein. Jetzt merkst du das beim Heizkörper reinigen. Die Staubschicht darauf "bremst die Heizleistung" aus, kostet also dein Geld.


    Insgesamt haben du und dein VM noch Glück gehabt. Der Schaden hätte sehr viel größer sein können.
     
  14. #13 Fischlaker, 03.04.2019
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    Alles richtig was geschrieben wurde.
    Zuständig ist der Vermieter, der dir die Wohnung , die du gemietet hast, mängelfrei zur Verfügung stellen muss. Vermieter zahlen ungern. Ist es ein Gebäudeversicherungsschaden ? z.B. Leitungswasserschaden, Sturmschaden etc. . Wohl nicht. Der Vermieter macht sich strafbar, wenn er dich zur Einschaltung deiner Haftpflichtversicherung auffordert, obwohl du ja keinen Schaden verursacht hast. Wenn der Vermieter dir nicht konkret und nachweisbar eine Schuld zuordnen kann und du , auf Grund des guten Verhältnisses, eine eigene Kostenübernahme machst : zur kurzfristigen Schadensbeseitigung mit Fristsetzung auffordern ( schriftlich ) Danach Miete kürzen ( werden dann meistens wach) und eventuell Mieterverein einschalten. Ich als Vermieter einiger Wohnungen wundere mich immer über das Verhalten mancher Vermieter.
     
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  15. dots

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    Solange der TE seiner Haftpflichtversicherung die ganze Geschichte wahrheitsgemäß erzählt, sehe ich nicht, dass sich jemand strafbar macht. Ich sehe lediglich, dass die Haftpflichtversicherung des Mieters den Schaden (vielleicht) nicht begleichen/übernehmen wird.
     
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  16. #15 Papabär, 03.04.2019
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    Brauchst Du ja garnicht - ich glaube Dir das auch so. Und wenn ich Dich für eine mögliche Argumentation Deines Vermieters sensibilisiert habe, dann hätte ich mein Ziel erreicht.


    Genau so sehe ich das auch. Darüber hinaus wird aber der Versicherer geeignete Maßnahmen zur Forderungsabwehr kennen, und diese seinen Kunden auch meist gerne kund tuen. Ggf. bekommt man darüber auch eine anwaltliche Ersteinschätzung.
     
  17. Geefix

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    Also. Der Vermieter hat es der Gebäudeversicherung gemeldet. Leider bin ich ein totaler Laie und weiß nicht was da alles abgedeckt ist in so einer Versicherung.

    Jedenfalls kam heute die Antwort:

    Wie ist das zu bewerten?

    a) schwer zu sagen, weil die Verträge sehr individuell sind?
    b) ganz klar, Gebäudeversicherungen decken derartige Schäden nicht ab
    c) normalerweise zahlt die Gebäudeversicherung diese Schäden und versucht den einfachsten Weg zu gehen und sich vor der Zahlung zu drücken indem sie von einem Wasserleitungsschaden redet der nicht erfüllt ist

    Ich bin mir bewusst dass das möglicherweise wieder ein Spiel mit der Glaskugel ist, aber ich bin hier weil ich es nicht besser weiß und mir erhoffe hier weitere Informationen zu erhalten.
     

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  18. #17 ehrenwertes Haus, 09.04.2019
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    Also, wenn die Versicherung sagt sie kann den Schaden nicht übernehmen, dann bedeutet das kein Geld von der Versicherung zu erhalten, weil diese Schadensart nicht versichert ist.
    Ein Leitungswasserschaden bedeutet immer, dass sich Leitungswasser alternative Wege als Leitungen gesucht und gefunden hat. Sprich es gibt ne Pfütze, nasse Wand, regnet in der darunter liegenden Wohnung, oder was in der Art.
    Einer ausnahmsweisen Regulierung aus Kulanzgründen, wurde damit eine Absage erteilt.


    Man kann eine Schadensübernahme noch bei deiner Haftpflicht versuchen. Ziemlich sicher hat sich das schon vor einiger Zeit angekündigt. Wenn man aber nicht weiß worauf Achten, kann man solche (kommenden) Probleme leicht übersehen. Möglich, dass deine Versicherung den Schaden übernimmt. Aber bleib bei der Wahrheit, nix erfinden. Hier denke ich sind die Chancen auf Kulanz der Versicherung etwas besser.

    Materialfehler oder Handwerkerpfusch wären noch Ansatzpunkte für die Versicherungen des Herstellers der Halter oder die Handwerkerhaftpflicht.
    Nach meiner Meinung aber (fast) aussichtslos.


    Ziemlich sicher wird das keine Versicherung übernehmen, wenn man nicht gerade Rücklagen für Reparaturen des Vermieters als eine solche Versicherung betrachtet. Die A-Karte trifft wohl deinen Vermieter, sagt meine Glaskugel (Feinjustierung der Relativitätsunschärfe ist aber kaputt).
     
  19. Andres

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    So ist es. Aus den Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft - so oder so ähnlich wird das in so ziemlich jeder Gebäudeversicherung geregelt sein:

    "Der Versicherer entschädigt für versicherte Sachen, die durch folgende Ereignisse (Gefahren) zerstört oder beschädigt werden oder infolge solcher Ereignisse abhandenkommen:
    A 1.1 Brand; Blitzschlag; Überspannung durch Blitz; Explosion; Implosion; Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeugs, seiner Teile oder Ladung;
    A 1.2 Leitungswasser;
    A 1.3 Naturgefahren;
    A 1.3.1 Sturm, Hagel;
    A 1.3.2 die weiteren Naturgefahren (Elementargefahren) Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch."

    Der Grund für den Hinweis auf den Leitungswasserschaden ist ganz einfach: Es ist von den versicherten Gefahren diejenige, die dem tatsächlichen Vorfall noch am nächsten kommt. Dass der Hinweis etwas bizarr klingt, hat einen ebenso einfachen Grund: Dass diese Geschichte kein Fall für die Gebäudeversicherung ist, ist wirklich offensichtlich.


    Du versuchst übrigens nach wie vor ein Problem zu lösen, das nicht dein eigenes ist.
     
  20. #19 Papabär, 09.04.2019
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    Durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser ist das Waschbecken ja nu´ nicht zu Bruch gegangen. Und solange der Heizkürper nicht gerade aus einem Flugzeug gefallen ist, bzw. selber als Schienenfahrzeug an das Waschbecken geprallt ist, wird eine Kostenübernahme (zumindest im Rahmen der üblichen Vertragsbedingungen) kaum möglich sein.
    Braucht Dich aber eigentlich auch nicht zu interessieren.

    Für Dich ist diese Ablehnung nur aus einem einzigen Grund - und da auch nur hypothetisch - interessant. FALLS es zu einem Haftpflichtfall werden sollte, hat man schon mal den Nachweis, dass der Schaden durch die Gebäudeversicherung nicht übernommen wird. (Die Assessoren der Haftpflichtversicherer kennen die Vertragsbedingungen für Gebäudeversicherungen natürlich auch - wollen das aber trotzdem regelmäßig nochmal schriftlich haben.)
     
  21. dots

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    Das macht nichts, dass du Laie bist. Ich bin es auch. ;-)
    Ob und wie dein Vermieter versichert ist, kann (und sollte dir in diesem Zusammenhang) egal sein. Dein Anspruch richtet sich gegen deinen Vermieter, nicht gegen dessen Versicherung. Mit einer eventuell vorhandenen Versicherung des Vermieters hast du - insbesondere rechtlich - nichts zu tun. Wo der Vermieter das Geld her nimmt kann dir egal sein.

    Dies alles unter der Voraussetzung, dass du wirklich einen Anspruch gegenüber deinem Vermieter hast.

    Und: Ja, in #3 steht das schon alles zum nachlesen (und verstehen).

    @Andres hat es kurz, prägnant und äußerst treffend zusammengefasst - im letzten Satz seines letzten Beitrags in diesem Thread.
     
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Handtuchheizkörper herunter gefallen

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