Handwerkerrechnungen und Steuer

Dieses Thema im Forum "Steuer - Vermietung und Verpachtung" wurde erstellt von Vermieter_Noob, 12.08.2012.

  1. #1 Vermieter_Noob, 12.08.2012
    Vermieter_Noob

    Vermieter_Noob Benutzer

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    Hallo,
    noch eine wohl Standardfrage: Ich lese ständig, dass man Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen bzw. abschreiben kann.
    Das hängt wohl damit zusammen, dass es u.A. Reparaturen sind, die zur Instandhaltung dienen und somit als Werbungskosten zu verzeichnen sind.

    Jetzt mal ganz naiv gefragt: Wieviel kriege ich denn da ungefähr zurück? Kann man das so pauschal sagen?
    Wenn jetzt z.B. ein Mieter von der Sanitärfirma ein neues Waschbecken installiert bekommt, dann setzt sich das ja zusammen aus Material und Arbeit (Lohn?).

    Ich habe z.B. gelesen, dass man auf Lohnkosten seit 2009 bis zu 1200 Euro zurückbekommt, um die Schwarzarbeit besser zu bekämpfen.

    Heißt das, dass ich von der Rechnung zumindest die Lohnkosten zurückbekomme, aber auf den Materialkosten selbst sitzen bleibe?

    Und wie sieht das mit größeren Rechnungen aus, wo es vielleicht nicht vorwiegend um eine Reparatur ging, sondern eher um Renovieren, weil das Bad 30 Jahre alt ist und einfach alles neu gemacht werden muss.
    Zählt das auch noch als Werbung?

    Ich verstehe das ganz naiv so, dass unter Werbung so ziemlich alles zählt, um das Haus am Laufen zu halten. Dagegen ist scharf abzugrenzen, was den Standard hebt, weil das nochmal anders gewertet wird.

    Oder werden dann größere Investitionen abgeschrieben, d.h. über mehrere Jahre verteilt?

    Aber nochmal ganz konkret: Kann man pauschal sagen wieviel Prozent man von einer Handwerkerrechnungen als Geld wiedersieht, wenn man die Rechnung als Werbungskosten durchkriegt?

    Gruß,
    Noob
     
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  3. #2 BarneyGumble2, 12.08.2012
    BarneyGumble2

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    Eine Handwerkerrechnung von 500 € verringert Dein zu versteuerndes Einkommen um 500 €, für die Du ja sonst Steuern hättest zahlen müssen.
    Welchen Steuersatz Du hast, kann Dir wohl hier derzeit keiner sagen (es sei denn, die Glaskugel taucht endlich mal wieder auf:wink5:)
     
  4. #3 Soontir, 13.08.2012
    Soontir

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    Hallo,

    da Du beim Thema Steuern ja starke Defizite hast, würde ich Dir hier empfehlen,
    einen Steuerberater hinzuziehen.

    Der kann Dir dann mal genau erklären, wie hier was abgesetzt wird.
     
  5. #4 Vermieter_Noob, 13.08.2012
    Vermieter_Noob

    Vermieter_Noob Benutzer

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    Ja, werde ich tun.

    Gruß,
    Noob.
     
  6. #5 Mac, 13.08.2012
    Zuletzt bearbeitet: 14.08.2012
    Mac

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    Grundsätzlich gilt es zu klären, in welchem Bereich die Handwerkerrechnung bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden soll/kann.

    z.B. Austausch Handwaschbecken (Rechnung Brutto EUR 500 davon Material EUR 300 und Lohnanteil (Arbeitszeit des Handwerkers) EUR 200)

    1. bei Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
    Vermieter kauft für seine vermietete Wohnung für seinen Mieter ein neues Waschbecken mit Ansatz der Handwerkerrechnung i.H.v. EUR 500 als Werbungskosten.

    Steuerliche Auswirkung im Jahr 2011:

    z.B. zu versteuendes Einkommen (Summe der Einkünfte (Einnahmen abzl. Ausgaben) aus den Einkunftsarten) im Jahr 2011 ohne o.g. Rechnung EUR 60.000 und ergibt gem. Einkommensteuergrundtabelle (Einzelperson, nicht verheiratet, keine Kinder = 28,4% Steuersatz) eine an das Finanzamt zu zahlende Einkommensteuer EUR 17.028 zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

    Bei Anerkennung der Handwerkerrechnung i.H.v. EUR 500 als Werbungskosten reduziert sich die Einkommensteuerzahlung von EUR 17.028 um etwas weniger als ca. EUR 142 (28,4% von EUR 500) auf EUR 16.886 zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

    2. keiner Einkunftsart zuordenbar
    Steuerpflichtiger kauft sich für seine Wohnung (egal ob angemietet oder Eigentum) ein Handwaschbecken zu o.g. Kosten mit Ansatz als Sonderausgabe als Sonderausgabe im Rahmen der Haushaltsnahen Dienstleistungen (Mantelbogen Jahr 2011 Zeile 78).

    Steuerliche Auswirkung im Jahr 2011:

    Bezug nehmend auf das o.g. Beispiel reduziert sich seine Einkommensteuerzahlung von EUR 17.028 um EUR 40 (20% aus Lohnanteil EUR 200) auf EUR 16.088 zzg. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

    Diese Art der Reduzierung der Steuer ist begrenzt auf 20% aus Lohnanteil EUR 6.000 = EUR 1.200.
     
  7. #6 Vermieter_Noob, 13.08.2012
    Zuletzt bearbeitet: 13.08.2012
    Vermieter_Noob

    Vermieter_Noob Benutzer

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    Hi,

    Danke für das detailierte Beispiel. Ich komme leider nicht ganz mit, weil einmal die Handwerkerrechnung 500 Euro kostet und dann 1000 Euro? Habe ich was verpasst oder ist das einfach ein Schreibfehler?

    Aber verstehe ich das so richtig:
    1. Ich gebe meine ganzen Einkünfte aus der Miete an.
    2. Abhängig von meinem Steuersatz x zahle ich Anteilig meine Steuern.
    3. Wenn ich eine Handwerkerrechnung als Werbung durchbekomme, dann erhalte ich den Steuersatz x von der Rechnung zurück, genauer von den bisher gezahlten Steuern zurückerstattet.

    Und was ist jetzt das ominöse Abschreiben?
    Ich dachte wenn eine Rechnung um viel Geld ging, z.B. Renovierungsarbeit, dann geht das doch in das sogenannte abschreiben über, oder? Ich bekomme zwar mein Geld zurück, aber die Rückzahlung ist über mehrere Jahre verteilt?

    Gruß,
    Noob.
     
  8. #7 Soontir, 14.08.2012
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    Nein, nicht ganz. Deine Steuer errechnet sich folgendermaßen:

    Dein zu versteuerndes Einkommen x Deinem Steuersatz=Deine zu zahlende Steuer

    Mit der Handwerkerrechnung verringert sich nun Dein zu versteuerendes Einkommen.

    Die Abschreibung über mehrere Jahre macht unter gewissen Umständen Sinn. Es bringt dir nichts in einem Jahr eine Rechnung von sagen wir 20 TEUR in Abzug zu bringen, während die Mieteinnahmen p.a. lediglich 5 TEUR betragen.
    Hier würde es dann schon durchaus Sinn machen, die Rechnung über mehrere Jahre abzuschreiben.

    Hierzu solltest Du aber einen Steuerberater kosultieren, was sich hier dann für dich mehr rechnet.
     
  9. Mac

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    Schreibfehler, der soeben korrigiert wurde. Rechnungsbetrag EUR 500.
     
  10. #9 immodream, 14.08.2012
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

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    Hallo Noob,
    du kannst größere Rechnungen z. B. auf bis zu 5 Jahre aufteilen.
    Damit kannst du verhindern, das eine große Rechung , die in einem Jahr komplett berücksichtigt wird, den Steuersatz z. B. von 30 % auf 10 % oder sogar 0 % senkt.
    Sinnvoller wäre es z. B. über mehrere Jahre den Steuersatz durch Aufteilung von 30 %auf 20 % zu senken.
    Dazu mußt du aber eine Steuertabelle haben , so das du dir vor dem Erstellen der Steuererklärung immer schon ausrechnen kannst, wie du deine Steuererklärung gestaltest.
    Ich addiere z. B immer im Herbst alle meine Rechnungen , um dann schon einmal grob zu überschlagen , welche Investitionen ich noch tätigen kann oder soll.
    Leider sind manche Reparaturen nicht planbar.
    Grüße
    Immodream
     
  11. kabus

    kabus Erfahrener Benutzer

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    Gegenprüfung Rechnungssteller <-> -empfänger durch FA?

    Seit einiger Zeit bekomme ich von einigen Handwerkern Rechnungen per E-Mail zugeschickt, die ich mir dann selber ausdrucke und beim Steuerberater einreiche. Mir ist dabei aufgefallen, dass diese Rechnungen, normale Word- oder Excel Dateien, nicht geschützt sind und auch nicht unterschrieben wurden.
    Ich könnte also selbst diese Rechnungen verändern und weiterreichen. Dass das Urkundenfälschung und Steuerbetrug wäre, ist mir schon klar - zumindest letzteres.

    Ich verschicke ebenfalls Rechnungen, allerdings als geschütztes und unterschriebenes PDF-Dokument, welches nicht bearbeitet werden kann; nur der Druck ist möglich.

    Prüft eigentlich das Finanzamt derartige Rechnungen beim Rechnungsersteller gegen? Ggf. könnte ich mir den ganzen Aufwand mit Acrobat und die Kosten für das Programm künftig schenken.
     
  12. #11 Eilemuc, 11.11.2012
    Eilemuc

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    Evtl. hilft das?

    Das Bundesfinanzministerium erläutert erstmals verbindlich die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug aus elektronischen Rechnungen ohne qualifizierte Signatur.
    Exakt ein Jahr nach der Abschaffung der Signaturpflicht für elektronische Rechnungen hat sich das Bundesfinanzministerium dazu geäußert, wie elektronische Rechnungen aus Sicht der Finanzverwaltung zu behandeln sind. Diese Erläuterungen sind vor allem deshalb interessant, weil das Gesetz nun anstelle der Signaturpflicht andere Anforderungen als Voraussetzung für den Vorsteuerabzug aus einer elektronischen Rechnung stellt.
    Beispielsweise verlangt das Gesetz ein innerbetriebliches Kontrollverfahren, das einen verlässlichen Prüfpfad zwischen Rechnung und Leistung schafft, ohne diese Vorgabe oder deren praktische Umsetzung näher zu definieren. Wirklich konkret wird das Finanzministerium zwar auch nicht, aber immerhin stellt es klar, dass die Unternehmen relativ viel Freiheit bei der Gestaltung der betrieblichen Abläufe haben.
    Sowohl bei Papier- als auch bei elektronischen Rechnungen müssen die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet werden. Genau dafür verlangt das Gesetz das besagte Kontrollverfahren mit verlässlichem Prüfpfad, nennt aber als die beiden einzigen Beispiele die qualifizierte elektronische Signatur oder den elektronischen Datenaustausch (EDI), also die beiden früher ausschließlich zulässigen Verfahren für elektronische Rechnungen. Für Unternehmen, die kein Risiko beim Vorsteuerabzug eingehen wollen, liefe das auf eine Aufrechterhaltung der Signaturpflicht durch die Hintertür hinaus, wenn die Finanzverwaltung nicht auch alternative Verfahren ausdrücklich für zulässig erklärt.

    Das Bundesfinanzministerium stellt deshalb fest, dass das innerbetriebliche Kontrollverfahren nicht dazu dient, die rechtlichen Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs zu überprüfen. Ebenso wenig soll die inhaltliche Ordnungsmäßigkeit der Rechnung hinsichtlich der gesetzlich erforderlichen Angaben gewährleistet werden. Mit dem Kontrollverfahren soll lediglich die korrekte Übermittlung der Rechnungen sichergestellt werden. Eine inhaltlich richtige Rechnung (gemeint sind richtige Leistung, richtiger Leistender, richtiges Entgelt und richtiger Zahlungsempfänger) rechtfertigt die Annahme, dass bei der Übermittlung keine die Echtheit der Herkunft oder die Unversehrtheit des Inhalts beeinträchtigenden Fehler vorgekommen sind.
    Das Kontrollverfahren bestätigt also lediglich, dass die Rechnung weder ge- noch verfälscht oder auf andere Weise verändert wurde und dass die Rechnung der erbrachten Leistung entspricht. Die Anforderungen an das innerbetriebliche Kontrollverfahren haben sich laut dem Bundesfinanzministerium allein an diesem Ziel zu orientieren. Innerbetriebliche Kontrollverfahren sind also Verfahren, die der Unternehmer zum Abgleich der Rechnung mit seinen Zahlungsverpflichtungen einsetzt. Er kann aber das Verfahren frei wählen und wird nach Auffassung der Finanzverwaltung ohnehin im eigenen Interesse überprüfen, ob
    • die Rechnung in der Substanz korrekt ist, also ob die in Rechnung gestellte Leistung tatsächlich in dargestellter Qualität und Quantität erbracht wurde, und
    • der Rechnungsaussteller damit tatsächlich den behaupteten Zahlungsanspruch hat und die vom Rechnungssteller angegebene Kontoverbindung korrekt ist,
    damit er sicherstellen kann, dass er tatsächlich nur die Rechnungen begleicht, zu deren Begleichung er auch verpflichtet ist.
    In der Praxis werden sich die Durchführung des Kontrollverfahrens und die Prüfung der Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs in Teilen überschneiden. Ist der Nachweis erbracht, dass die Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs gegeben sind, hat die Durchführung des innerbetrieblichen Kontrollverfahrens im konkreten Einzelfall keine eigenständige Bedeutung mehr und kann insbesondere nicht mehr dazu führen, dass das Finanzamt den Vorsteuerabzug verweigert.
    Ein innerbetriebliches Kontrollverfahren erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, wenn es einen verlässlichen Prüfpfad gibt, durch den ein Zusammenhang zwischen der Rechnung und der zugrunde liegenden Leistung hergestellt werden kann. Das kann zum Beispiel im Rahmen eines entsprechend eingerichteten Rechnungswesens erfolgen, aber auch einfach durch einen manuellen Abgleich der Rechnung mit vorhandenen geschäftlichen Unterlagen (Kopie der Bestellung, Auftrag, Kaufvertrag, Lieferschein, Überweisungs- oder Zahlungsbeleg, etc.).

    Von der Finanzverwaltung werden jedenfalls keine bestimmten technischen Verfahren vorgeschrieben, die die Unternehmen verwenden müssten. Das innerbetriebliche Kontrollverfahren unterliegt auch keiner gesonderten Dokumentationspflicht. Allerdings ist der Unternehmer nach wie vor verpflichtet, die Voraussetzungen des geltend gemachten Vorsteuerabzugs nachzuweisen.
    Die Ausübung des Vorsteuerabzugs setzt voraus, dass der Unternehmer eine korrekt ausgestellte Rechnung besitzt. Dass der Unternehmer hinsichtlich der Rechnung auch die Anforderungen an die Aufbewahrungspflicht einschließlich der besonderen Vorschriften für DV-gestützte Buchführungssysteme (GoBS) und für den Datenzugriff und die Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU) erfüllt, ist jedoch nicht Voraussetzung für den Vorsteuerabzug. Die Verletzung der Aufbewahrungspflicht kann das Finanzamt zwar als Ordnungswidrigkeit ahnden, aber jedenfalls nicht allein deswegen den Vorsteuerabzug verweigern.
    Andererseits trägt der Unternehmer die Beweislast für alle Tatsachen, die den Anspruch begründen. Das Ministerium weist daher auch noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Papier- und elektronische Rechnungen zehn Jahre aufzubewahren sind, und während des gesamten Aufbewahrungszeitraums müssen die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet sein. Sind die Unterlagen für den Vorsteuerabzug unvollständig oder nicht vorhanden, kann der Unternehmer den Nachweis, dass er eine ordnungsgemäße Rechnung besaß, mit allen verfahrensrechtlich zulässigen Mitteln führen.
    Ein weiteres Problem in Verbindung mit elektronischen Rechnungen sind digitale Kopien derselben Rechnung, wenn also die Rechnung zum Beispiel dem Empfänger als Mailanhang zugesandt und gleichzeitig auf einer Website zum Download bereitgestellt wird. Grundsätzlich gilt nämlich, dass der ausstellende Unternehmer die Umsatzsteuer mehrfach schuldet, wenn für ein und dieselbe Leistung mehrere Rechnungen ausgestellt werden, ohne dass sie als Duplikat oder Kopie gekennzeichnet werden. Auch darauf geht das Ministerium ein und stellt klar, dass dies nicht gilt, wenn inhaltlich identische Mehrstücke derselben Rechnung übermittelt werden. Wenn eine Rechnung aus mehreren Dokumenten besteht, sind diese Regelungen entsprechend für die Dokumente in ihrer Gesamtheit anzuwenden.
    Auch mit den Einsichtnahmerechten des Betriebsprüfers befasst sich das Finanzministerium. Ein grundsätzliches Datenzugriffsrecht haben die Betriebsprüfer schon lange, aber speziell auf Grund der Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung sind die Zugriffsrechte im Rahmen einer Umsatzsteuer-Nachschau ergänzt worden. Mit der Änderung wird geregelt, dass der Unternehmer dem Prüfer auf Verlangen Einsicht in die gespeicherten Daten zu gewähren hat, die mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellt wurden. Es reicht also nicht aus, wenn der Unternehmer nur Papierausdrucke der gespeicherten Daten bereitstellt. Falls erforderlich, hat der Betriebsprüfer auch das Recht, die eingesetzten Datenverarbeitungssysteme zu nutzen.
    Schließlich geht das Ministerium auch noch auf den Anwendungszeitpunkt ein. Grundsätzlich gelten die neuen Regeln nämlich nur für ab dem 1. Juli 2011 ausgestellte Rechnungen über Umsätze, die nach dem 30. Juni 2011 ausgeführt worden sind. Wird aber eine elektronische Rechnung über einen Umsatz, der vor dem 1. Juli 2011 ausgeführt und abgerechnet worden ist, nach dem 30. Juni 2011 berichtigt, können für die Berichtigung der Rechnung bereits die neuen Regeln angewendet werden.
     
  13. #12 Tobias F, 11.11.2012
    Tobias F

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    Die Rechnungen unserer Handwerker sind auch nicht unterschrieben.
    Das entsprechende Briefpapier mit Logo kann man sich problemlos beschaffen/erstellen/kopieren, und ein Unterschrift "hin zu schmieren" wäre wohl auch kein Problem, oder?



    Unsere Rechnungen sind ebenfalls nicht unterschrieben. Und bisher hat das FA noch nie bei uns nachgefragt (und wird es sicherlich auch niemals tun).
     
Thema: Handwerkerrechnungen und Steuer
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