Hartz 4/Arge: Wie gelangt das Geld direkt auf mein Konto

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von savange, 11.06.2010.

  1. #1 savange, 11.06.2010
    savange

    savange Neuer Benutzer

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    Hallo, ich habe zwei Hartz4-Interessenten für meine Wohnung. Was muss man dabei beim Mietvertrag beachten und wie kann ich im Voraus festlegen, dass die ARGE das Geld direkt auf mein Konto überweist?
     
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  3. #2 BarneyGumble2, 11.06.2010
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    Festlegen kannst Du vieles, aber ein Schreiben von Deinen zukünftigen Mietern an die ARGE und die überweisen denen wieder das Geld.
    Ausserdem kannn es immer wieder Sanktionen der Arge in Form von Leistungskürzungen oder Streichungen geben, weil. z.B. mehrere zumutbare Jobs nicht angenommen wurden etc.
    Die Sanktionen betreffen auch die Miete!

    Willst Du das (zusätzliche!) Risiko wirklich eingehen?

    Ich will nicht alle Hartz4-Empfänger über einen Kamm scheren aber das Risiko von Mietausfällen ist hier nunmal höher als beispielsweise bei Angestellten, Beamten etc...
     
  4. #3 F-14 Tomcat, 12.06.2010
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    ich hab mich mal mit einem ehemaligen Klassenkameraden unterhalten der jetzt bei der arge arbeitet

    falls der Mieter die Miete direkt an den vermieter zahlen lassen will ist das kein Problem wenn er das eines tages nicht mehr möchte reicht ein Telefonanruf und es wird wieder umgeändert

    die Arge macht das so wie es der Harzler möchte EGAL was vereinbart wurde


    wenn mann an Harzler vermieten möchte/muß sollte mann den Mieter die arge von ihrer Schweigepflicht entbinden lassen so kann mann auch mal mit der arge reden und hört nicht nur "ich darf nicht mit ihnen reden Schweigepflicht"
     
  5. #4 pragmatiker, 12.06.2010
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    ich kann leider nur davon abraten, an arge mieter zu vermieten. wenn sie -weil die wohnlage so schlecht ist- andere mieter finden können, dann lieber 2 monate leerstand als arge.
     
  6. #5 Thomas76, 12.06.2010
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    Genau das ist das Hauptproblem dabei.Wobei das eigentliche Problem ja erst durch die evtl. Unzuverlässigkeit des Mieters entsteht, denn wer letzlich die Miete auf das Vermieter-Konto überweist ist ja wurst.

    Ich habe bisher zwei mal an HartzIV-Empfänger vermietet (einen davon aktuell immernoch) und kann mich nicht sonderlich beklagen, Miete kommt regelmäßig und Wohnung wird auch vernünftig behandelt.Kommt halt immer auf den Menschen an.

    Aber insgesamt betrachtet ist es sicherlich richtig, das das finanzielle Risiko bei HartzIV-Mietern prinzipiell höher ist.
     
  7. tokape

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    Immer an ARGE Leute vermieten! Da kommt das Geld sicherer als bei den "Normalos". Erfahrungen in dieser Richtung habe ich genug!

    Warum sollte das Risiko bei HIV´lern höher sein?

    Wenn die ARGE denn mal nicht zahlt aufgrund von Sanktionen, läuft es eigentlich foklgendermassen: Der HIV´ler ist wieder lieb und die offenen Mieten werden rückwirkend beglichen. Wenn der immer so liebe Arbeitnehmer mal nicht zahlt, weil ihm sein Urlaub jetzt wichtiger ist, als die Miete - wie lange dauert es, bis ihr die Miete wieder drin habt?


    Das ist hier echt eine blöde Diskussion!

    Es gibt überall schwarze Schafe. Bei mir halten sich die negativen Erfahrungen da absolut die Waage!

    An Pragmatiker und BarnyGumble: Ich hatte 2x mal den Fall; "Ehrenwerte" Leute in Lohn und Brot, Freundin trennt sich, Arbeit geht verloren, Alkohol fliesst in Strömen. Nach nem Jahr rausgeklagt und die Wohnung war Schrott. Möchte mal gerne wissen, wie ihr das sicher stellen könnt, dass da nichts passiert.
     
  8. #7 lostcontrol, 13.06.2010
    lostcontrol

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    nein, genau das ist nicht der fall. rückwirkend wird da garnichts beglichen, erst recht nicht wenn das geld als sanktion nicht bezahlt wurde (also z.b. wenn der hartz4-empfänger seinen auflagen nicht nachgekommen ist). was wär das auch für 'ne strafe, wenn das geld dann hinterher trotzdem kommt?
    und wenn der hartz4-empfänger seinen antrag nicht verlängert hat gibt's erst recht nichts rückwirkend.

    genauso lang wie beim hartz4-empfänger wenn der nicht bezahlt. ist doch logisch.
    nur dass man beim hartz4-empfänger das geld noch nicht mal einklagen kann, was beim arbeitnehmer kein problem sein sollte.

    dann hast du halt bisher einfach glück gehabt.

    ab "arbeit geht verloren" bist du doch wieder beim alg-empfänger (ob jetzt alg1 oder alg2 ist ja wurschd).

    wohnung schrott gibt's übrigens auch bei zahlenden mietern - und das sind noch nicht mal einzelfälle wie du diesem forum an zahlreichen stellen entnehmen kannst...

    der knackpunkt ist doch letztendlich, dass du bei einem hartz4ler NULL chancen hast dein geld jemals wiederzubekommen - das sieht bei einem arbeitnehmer logischerweise ganz anders aus.
     
  9. #8 pragmatiker, 14.06.2010
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    sicher im leben ist nur der tod. wie man sich weitgehender absichern kann, wurde hier in mehreren threads schon ausführlich erörtert. das du nicht so schlechte erfahrungen mit hartzern gemacht hast, freut mich für dich. ich kann es nur nicht bestätigen.
    der große unterschied bei harzern zu nicht harzern liegt in der vollstreckbarkeit meiner forderungen. bei nicht-harzern bin ich bisher immer an mein geld gekommen, bei harzern nie.
     
  10. #9 nobrett, 14.06.2010
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    Das kann ich nur unterschreiben!
     
  11. #10 Liliane, 15.06.2010
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    Dito. Ein 30 Jahre gültiger Vollstreckungstitel nützen bei jmd., der den Arsch höchstwahrscheinlich nie wieder über die Pfändungsgrenze bekommen wird, auch nix. Und wenn sich die Klage schön lange hinzieht und die späteren Reparaturkosten(is ja nich meins!) und die Prozesskosten, die man ja auslegen muss, hinzugerechnet werden, landet man schnell im oberen vierstelligen bis unteren fünfstelligen Bereich.
     
  12. #11 Thomas76, 15.06.2010
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    Wenn man schon an Hartz'er vermieten will/muß, würde ich Frauen mit kleinen Kindern bzw. Babys bevorzugen, weil da die Arge erst mal jahrelang sicher zahlt und kaum Gegenleistungen von der jungen Mutter vordern kann.
    Natürlich kann auch hier der/die betreffende theoretisch die Miete veruntreuen o.ä., aber zumindest wird hier längerfristig nicht mit Sanktion wg. verweigerter Arbeit u.ä. zu rechnen sein.
     
  13. #12 nobrett, 15.06.2010
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    Täusch Dich da nicht. Wenn es schief läuft kriegst Du eine Alleinerziehende mit einem kleinen Kind nie wieder raus. Habe ich einmal gemacht, denn das Mädel schien mir ok und eher eine Ruhige zu sein. Dann ist kurz drauf ihr Macker eingezogen, der vermutlich aufgrund seiner Kulturzugehörigkeit der Arbeit abgeneigt, aber was Besitzdenken und vermeintliche Rechte betraf sehr selbstbewusst war und seit dem gab es nur noch Probleme, von Schlägen für Mutter und Kind bis hin zu Pöbeleien. Ich war froh, dass er beim Auszug nicht allein kurz und klein gemacht hat in der zwei Jahre vorher von mir aufwendig komplett sanierten Wohnung, sondern sich die Schäden in Grenzen hielten. Er fand sich von mir schlecht behandelt, weil ich ihm nicht die geforderten 1.500,- Euro Abstand für den VOM JUGENDAMT bezahlten Herd, die Spüle und den Küchenschrank zahlen wollte. Alle drei Teile zwar nur 2 Jahre alt aber nie saubergemacht und eklig verdreckt. Und ich wollte die Auswahl der Nachmieter auch nicht davon abhängig machen ob ihm jemand so viel Abstand für seinen Müll zahlt, der neu nicht die Hälfte des geforderten Abstands gekostet haben wird.

    OK, ein Einzelfall den man nicht verallgemeinern kann.
     
  14. tokape

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    na da wollen wir mal hoffen, das alle Arbeitnehmer die in Mietwohnungen wohnen, nie arbeitslos werden und somit eventl. zu Hartz IV´lern werden! Wenn ich das aber so höre, dann scheint es ja kein Problem zu sein, solche Leute fristlos zu kündigen. Hab ich da eine neue Gesetzverabschiedung verpasst?

    Wenn ich das höre: "an Hartz IV vermieten will/muss"

    Ich finde das hier ein bischen diskriminierend, aber ist nicht jeder von uns ein bischen A..., solange bis es ihn selber erwischt! Wünsche euch in dieser Hinsicht nur das Allerbeste!!!!!!!!
     
  15. #14 nobrett, 15.06.2010
    nobrett

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    Nein, es geht hier rein sachlich um das Thema Recht haben und Recht bekommen.

    Natürlich kann heutzutags praktisch jeder Angestellte oder Arbeiter morgen von Arbeitslosigkeit betroffen sein, das steht ausser Frage.

    Eine Alleinerziehende junge Mutter mit Kind, die sich auf einen Härtefall beruft kannst Du nicht so einfach fristlos vor die Tür setzen.

    Wer unverschuldet arbeitslos geworden ist weiß auch was es heißt zu arbeiten und für seinen Lebensunterhalt selbst aufzukommen. Bei einer jungen Mutter die von H4 lebt wäre das mindestens kritisch zu hinterfragen.

    Wer kein Einkommen und kein Vermögen hat, von dem ist im Schadensfall nichts zu holen. Im Gegenteil können so jemand Dich mit Prozesskostenhilfe kostenlos verklagen und auf Beratungsschein wegen jedem Kinkerlitzchen umsonst zum Anwalt rennen, während Du deinen Anwalt den Du dann dringend brauchst selber zahlst.

    Und Anspruch darauf, die Miete direkt und gesichert vom Amt zu bekommen hast Du auch nicht.

    Das sind einfach Tatsachen, die es mit ins Kalkül zu ziehen gilt. Was man daraus für Schlüsse für seine persönliche Vermietungspraxis und für den jeweiligen Einzelfall zieht ist jedem selbst überlassen.
     
  16. #15 Thomas76, 15.06.2010
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    Ja, das Risiko mit (neuem) Macker&Co. ist natürlich da.Aber immerhin : Deine Miete hast du doch immer anstandslos bekommen, oder ? Also so gesehen schon mal weit mehr, als man von manch anderem Härtefall behaupten kann ;)

    Aber ist schon richtig, HartzIV-Mieter sind tendenziell sicherlich eher schwieriges Mieterklientel.
     
  17. #16 lexicat, 15.06.2010
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    Wir haben in jedem Mietvertrag diesen Passus eingebracht:

    Sollte der Mieter zur Begleichung seiner Mietschuld Wohngeld beziehen, hat dieser bei dem entsprechenden Amt zu veranlassen, dass das Wohngeld direkt auf das Konto des Vermieters überwiesen wird.


    Hilft natürlich nichts, wenn sich der Mieter nicht daran halten will oder nur einen Teil des Wohngeldes erstattet bekommt. Immerhin könnte man das dann als Vertragsverletzung deuten.

    Mit Harz-Mietern haben wir durchaus gemischte Erfahrungen gemacht.
    Die meisten sind willig ihren Pflichten nachzukommen und zahlen regelmäßig.
    Wenn nicht, hilft oft ein freundliches Hilfsangebot, z.B. eine schriftliche Kündigungsandrohung die an die Arge weitergereicht werden kann.

    Übrigens haben die Wohngeldstellen im drohenden Fall einer Kündigung auch entsprechenden Ermessensspielraum. Der Mieter muss sich allerdings auch kümmern.

    Um es mal so zu sagen: uns ist ein ehrlicher wohngeldberechtigter Mieter immer noch lieber als ein Einmietbetrüger, der sich mit gefälschten Dokumenten einmietet, nichts mehr zahlt und dann die Räumungsklage mit Hilfe eines Rechtsanwalts maximal hinauszögert...
     
  18. #17 Thomas76, 15.06.2010
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    Naja, die Miete nicht zu zahlen ist auch 'ne eindeutige Vertragsverletzung, von daher glaube ich nicht, das man sich im Ernstfall damit rechtlich verbessert :D

    Außerdem wäre noch zu prüfen, ob dieser Passus rechtlich überhaupt bestand hätte.

    Sicher, nur ist eben das große Problem, das vorher rauszufinden.Es hat ja (vermutlich) auch keiner per se etwas gegen HartzIV-Empfänger als Mieter,solange die Miete pünktlich bezahlt und die Bude pfleglich behandelt wird ist ja alles in Ordnung.Nur ist das eben gerade bei besagter Gruppe der HartzIV-Empfänger ja oft fraglich.
     
  19. #18 lostcontrol, 15.06.2010
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    lexicat - das kannste leider gleich mal total vergessen, weil schon der ausdruck "wohngeld" das ganze dingens kippt.
    alg2-empfänger (hartz4ler) bekommen kein wohngeld. die bekommen ihre "existenzsicherung" (oder so ähnlich nennt sich das), und kein "wohngeld".
    hatte das thema grad erst vorhin mit einer ARGE-mitarbeiterin durchgekakelt (meine ex-einliegerin). deine klausel nutzt dir also nur bei den relativ wenigen tatsächlichen "wohngeld"-empfängern etwas (und ich gehe eigentlich davon aus, dass sie ohnehin ungültig sein dürfte, da zu ungunsten des mieters - immerhin wird ihm so ein teil seiner selbständigkeit genommen, das wird vermutlich kein richter zulassen können).

    es nutzt dir auch dann nichts, wenn der alg2-empfänger sanktioniert worden ist - denn dann bekommt er GARKEIN geld mehr von der ARGE bzw. die ARGE wird dir dann auch kein geld überweisen (weil der alg2-empfänger ja keine ansprüche mehr hat). im extremfall wird ein alg2-empfänger auf lebensmittelgutscheine und krankenkasse reduziert, also das absolute minimum staatlicher unterstützung.

    meiner persönlichen praktischen erfahrung nach interessiert sich die ARGE nullkommanull für kündigungs-androhungen. die interessieren sich noch nicht mal für kündigungen, selbst für fristlose nicht. ist doch auch logisch, das ist nicht ihr bier - sie sind ja nicht dein vertragspartner.
    der ARGE sind die vermieter definitiv völlig egal. auch das hab ich gerade erst wieder bestätigt bekommen.

    die wohngeldstellen interessieren sich genauso wenig für die vermieter wie die ARGE. sie haben sogar noch weniger interesse daran, denn wohngeld reicht ja ohnehin nur im ausnahmefall fürs anmieten einer wohnung sondern ist lediglich ein zuschuss.

    das kann ich wiederum nachvollziehen.
    aber mir ist dann ein alg2-empfänger noch lieber als ein wohngeldberechtigter mieter (der alg2-empfänger bekommt nämlich vom amt die miete in der erforderlichen höhe, während wohngeld wie gesagt im normalfall nur ein zuschuss ist).
    am liebsten ist mir aber - verständlicherweise - ein mieter der ganz normal einer arbeit nachgeht (und möge sie auch noch so einfach sein).
     
  20. #19 lexicat, 17.06.2010
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    Die normalverdienenden Mieter werden leider immer seltener.

    2009 hatten 22% der Leute ein Einkommen im Niedriglohnbereich,
    und damit Anspruch auf Wohngeld oder sonstige Zuwendungen.
    Bekommt man als Vermieter normalerweise auch gar nicht mit.

    Gutverdiener hingegen leisten sich oft ein eigenes Häuschen oder eine Eigentumswohnung.

    Damit hat ein Vermieter, der nur Mieter mit genügend Einkommen, am besten Doppelverdiener ohne Kinder und ohne Haustiere, möglichst auch noch Nichtraucher ect. will, einen Großteil seiner potenziellen Kunden ausgegrenzt...
    Die Strategie funktioniert also ausschließlich in sehr guten Wohnlagen bei entsprechender Nachfrage.

    Wenn man hingegen "handverlesene" Niedriglohnempfänger, die unbedingt aus ihrem "Glasscherbenviertel" rauswollen, eine Wohnung in mittlerer Wohnlage gibt (aus der sie auch nicht wieder ausziehen wollen), tun die alles was irgendwie möglich ist damit der Mietvertrag bestehen bleibt. Soweit unsere Erfahrungen.

    Ob nun Niedriglohn, Halbtagsjob mit Aufstockung oder HarzIV... wir schauen uns die Leute erstmal genauer an, lassen uns ggf. erzählen wie sie in die Lage kamen und wenn erkennbar wird dass sie den Willen haben ihre Lage zu verbessern, bekommen sie bei uns auch einen Mietvertrag.

    Das hat sich wohl mittlerweile herumgesprochen. Wir könnten derzeit etwa doppelt soviele Wohnungen vermieten, wie wir zur Verfügung haben. Darunter sind auch etliche Normalverdiener...
     
  21. #20 lostcontrol, 17.06.2010
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    klar, der mittelstand stirbt aus. nix neues.

    das kannste so grundsätzlich nicht sagen.
    a) viele gutverdiener müssen flexibel sein und wechseln häufiger ihren arbeitsort - schon deshalb ziehen viele von ihnen miete vor. nehmen wir doch mal den ingenieur (womöglich noch mit doktortitel) der mal ein jahr hier, mal 2 jahre im ausland, dann wieder 3 jahre dort usw. seinen job macht (durchaus bei der gleichen firma).
    b) auch der gutverdiener-nachwuchs wird z.b. fürs studium nicht gleich 'ne wohnung kaufen sondern lieber mieten.
    die meisten der gutverdiener die ich so kenne wohnen zur miete. die einen mit dem oben genannten argument, dass sie ja ohnehin nie lange am gleichen ort sind, die anderen mit dem argument dass ihnen der ganze stress zuviel ist, sich um eigentum kümmern zu müssen. neulich erst gab's 'ne sehr gute doku im fernsehen die gezeigt hat, dass es im schnitt 27 jahre dauert, bis das eigentum tatsächlich billiger ist als die miete. verdammt lange zeit, gell?

    wie gesagt - das würde ich nicht so sehen und es deckt sich auch nicht mit meiner erfahrung. davon abgesehen gibt's ja doch noch so einiges zwischen gutverdienern und sozialhilfe-empfängern. nämlich die ganz normalen leute, z.b. handwerker, angestellte usw.
    wie die haustiere da reinpassen versteh ich jetzt nicht - entweder man erlaubt sie oder man erlaubt sie nicht - finanziell ist das doch kein ernstzunehmender faktor, oder doch?

    man sollte seine "strategie" natürlich schon dem anpassen, was man zu bieten hat. alles andere ist natürlich blödsinn.

    oh, das kann auch umgekehrt laufen. und die zahl der "absacker" ist deutlich höher als die zahl der "aufsteiger". und genau die "absacker" sind ja die problemfiguren in dem spiel...

    wieso steckt ihr bitte halbtags- bzw. teilzeitjobber da mit rein?
    sorry, aber es gibt genügend leute die von ihrem halbtags- oder teilzeitjob problemlos eine wohnung bezahlen können!
    halbtags- oder teilzeitjobber jetzt mit hartzern in die gleiche schublade zu stecken finde ich jetzt schon ziemlich daneben.
    und ganz ehrlich: wenn ich mich bei euch um 'ne wohnung bewerben würde und ihr würdet mich allen ernstes fragen, wie ich denn in die lage gekommen bin, dass ich halbtags arbeite und ob ich denn den willen habe mich zu verbessern, ich würde euch den krempel grad mal auf den tisch schmeissen und euch 'nen vogel zeigen.
    wenn der halbtags-job völlig ausreicht um die miete davon zu bezahlen, dann kann euch das doch egal sein, warum jemand nur halbtags arbeitet, oder nicht? oder wollt ihr dann hören dass er den rest vom tag zeit braucht um sein altes mütterlein zu pflegen etc.? oder dass er lieber weniger geld, aber mehr zeit zur verfügung hat?
    ich finde das sollte euch nicht interessieren. wichtig ist, dass die miete bezahlt werden kann, nicht mehr und nicht weniger.

    ist bei uns genauso. wir haben interessenten ohne ende. ob das an mund-zu-mund-propaganda liegt dass wir gute vermieter sind glaube ich nicht so wirklich. ich denke einfach dass bei uns das preis-leistungs-verhältnis stimmt und wir von daher so viele interessenten haben.
    ob jemand nur halbtags arbeitet oder vollzeit ist mir total wurschd, solange sein einkommen für die miete reicht. WARUM er in dieser "situation" ist bzw. warum er sich damit zufrieden gibt geht mich nichts an und ich werden den teufel tun und mich bei einer vorstands-sekretärin aufführen wie ein sozialarbeiter und fragen wie sie denn in diese situation gekommen ist und ob sie denn den willen hat sich zu verbessern...
     
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