Hat WEG eigentlich auch irgendeinen Vorteil, außer das man Kosten aufteilen kann?

Diskutiere Hat WEG eigentlich auch irgendeinen Vorteil, außer das man Kosten aufteilen kann? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Die Nachteile der WEG überwiegen doch hier eindeutig oder etwa nicht? Man muss eigentlich für alles was unter "Allgemeineigentum" (Fachwort...

  1. #1 Jadason, 11.09.2017
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    Die Nachteile der WEG überwiegen doch hier eindeutig oder etwa nicht? Man muss eigentlich für alles was unter "Allgemeineigentum" (Fachwort entfällt mir gerade) eine Erlaubnis von allen Eigentümern einholen, was auf Dauer sofern es nicht gerade Familienmitglieder sind wohl gewaltig Kopfschmerzen verursacht..
     
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  3. #2 Tobias F, 11.09.2017
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    Was heute evtl ein Nachteil ist, weil du mit dem Gemeinschaftseigentum nicht machen kannst was DU willst (eigentlich eine Selbstverständlichkeit), wird dann zum Vorteil wenn es andere daran hindert mit dem Gemeinschaftseigentum etwas zu tun was Dir NICHT GEFÄLLT.

    Weitere Vor- und Nachteile sind natürlich vorhanden. Diese sieht aber jeder aus seinem Blickwinkel.
     
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  4. #3 Tobias F, 11.09.2017
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    Gerade diese Konstellation ist häufig die streitbarste.
     
  5. #4 Jadason, 11.09.2017
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    Das ist natürlich ein Punkt der ebenso wichtig ist!, aber wenn ich mein eigenes Eigentum habe, also ohne WEG wäre es mir doch egal was der Nachbar links oder rechts neben mir mit SEINEM Eigentum fabriziert :).

    Bin wahrscheinlich noch zu Jung und zu Neu in diesem Bereich um zu verstehen, welchen SINN das ganze im Ursprung eigentlich haben sollte. Genauso wie Erbpacht, oder ein Wohnrecht (Wobei, dass für ältere Menschen natürlich sehr wichtig sein kann).
     
  6. #5 anitari, 11.09.2017
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    Einziger Vorteil der mir einfällt wäre das man sich als Eigentümer nicht um jeden Kleinkram, außerhalb der ETW, selbst kümmern muß.
     
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  7. #6 Jadason, 11.09.2017
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    Hallo mein Lieber :)

    Sprich du würdest bei einem Kauf auch von Häusern oder Eigentumswohnungen die nach WEG geteilt sind absehen ist das korrekt?
     
  8. Andres

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    In der Hoffnung, dass ich die Frage richtig verstehe: Einer der Grundsätze im deutschen Sachenrecht ist, dass das Eigentum an einem Grundstück untrennbar mit dem Eigentum an seiner Bebauung verbunden ist, § 93 BGB. Zwar wäre dieser Grundsatz abdingbar, aber dann müsste man für einen relativ gewöhnlichen Lebenssachverhalt ein recht spezielles Regelwerk entwerfen. Will man das vermeiden, ist die Errichtung einer Gesellschaft oder Gemeinschaft erforderlich, der das ganze Grundstück "gehört" und an der die einzelnen Eigentümer beteiligt sind. Die allgemeinen Konstrukte, die dafür existieren (u.a. §§ 705 ff. BGB), sind für das Eigentum an einer Wohnung wenig geeignet. Daher hat der Gesetzgeber eine besondere Rechtsform geschaffen und mit einer Grundausstattung an Regeln versehen, die für Wohngebäude (und weitgehend auch für andere Nutzungen) grundsätzlich geeignet sind.

    Der Vergleich zwischen "selbständigem" Eigentum und einer Eigentumswohnung ist ziemlich nahe an Äpfel und Birnen: Wenn man auf eine bestimmte Art von Immobilie festgelegt ist, deren Eigentümer man gerne wäre, stellt sich die Frage gar nicht.
     
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  9. Duncan

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    Also bei mir ist das mehrheitliche Immobilieneigentum in WEG gebunden. Hat für mich den Vorteil, dass ich mich ggf. auch mal über eine längere Zeit gar nicht drum kümmern müsste und es würde laufen. Sind bei mir derzeit auch renditestärker als die Objekte wo ich Alleineigentümer bin. Liegt hier aber auch vor allem am Baujahr und der Nutzungsart (Wohnen vs. Gewerbe). Habe hier also durch die "Hintertür" Zugang zu Objekten und Märkten die ich mir als Alleineigentümer nicht leisten könnte. Das eine z.B. dürfte derzeit mit über 15 Millionen veranschlagt werden...
     
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  10. #9 Jadason, 11.09.2017
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    In einigen Punkten macht das sicherlich Sinn, aber unsinnig finde ich (so habe ich es zumindest mal gelesen), dass man seinen Nachbarn sofern man auf einem Grundstück nach WEG geteilt ist, an seiner eigenen ETW in bestimmten Bereichen erst nach Zustimmung der Miteigentümer, seine Veränderungspläne durchführen lassen kann. Da verstand ich den Sinn nicht wirklich. Klar ist, dass man die Zustimmung einholen sollte wenn man etwas im gemeinsamen Grundstück verändern möchte, z.B. Terasse, Garten etc, aber innerhalb der EIGENEN Wohnung? Fand ich etwas übertrieben, oder die Schilderung war nicht ganz korrekt.
     
  11. #10 Jadason, 11.09.2017
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    15 Mio :o. Da macht das natürlich Sinn, aber da müsstest du ja mit einigen zusammenlegen wenn diese Immobilie in betracht kommen sollte..
     
  12. Duncan

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    siehst in einer WEG mit dreistelliger Eigentümerzahl gar kein Problem.
    WEG werden eher mit zu wenigen ET kompliziert, insbesondere wenn an einer Hand abzählbar, natürlich sind solche riesigen WEG von über 1.000 ET auch nicht ohne. Aber so um 100 ist gar nicht so schlecht, der einzelne ist nicht vollkommen entmachtet und kann noch was bewegen, aber einzelne Stiesel kann man zuverlässig ruhigstellen.
     
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  13. #12 Lucky Strike, 12.09.2017
    Lucky Strike

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    Findest Du bzw. an welchen Punkten siehst Du da Probleme?

    Wir sind auch nur 3 Eigentümer. das funktioniert eigentlich sehr gut. Kleine Runde, man kann relativ problemlos zB. Reparaturen oder Stromanbieterwechsel (auch abseits der Versammlung per eMail) besprechen und beschließen. Ok, vllt. ist unsere Konstellation auch ein "Glücksfall"...?

    Im Objekt meiner Mutter sind es um die 60 Eigentümer, glaub ich...die haben da jedesmal Theater bei den Versammlungen, selten das alles zusammenkommen, dann fehlen Stimmen bei der Abstimmung, immer gibts Ahnungslose oder Sparbrötchen die gegen alles stimmen, ein Eigentümer schickt seinen Mieter zur Versammlung (welcher ein absoluter Vollpfosten ist) usw...
     
  14. dots

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    Wenn von den 3 Eigentümern aber eine Partei ein Arschloch ist, alles boykottiert, den anderen beiden Steine in den Weg legen will, ... , dann ist das der Super-GAU.
    Je mehr Eigentümer, um so weniger Einfluss hat der eine Querulant. Und selbst wenn es mehrere Querulanten sind, ist die Gefahr gering. Es sei denn, die Querulanten tun sich zusammen und ziehen an einem Strang.

    Das sollte ein guter Verwalter m.E. durch geschickte Organisation, Information und geschicktes Leiten der Versammlung zumindest halbwegs in den Griff bekommen.
     
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  15. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Es kommt doch darauf an was Du verändern willst!
    Es macht schon einen Unterschied ob Du die Farbe Deiner Wände, die Fliesen im Bad änderst oder mal eben andere Fenster oder Rollläden austauschen bzw. anbauen willst. Oder Du möchtest die Heizkörper abmontieren und auf Fußbodenheizung umstellen. Abgesehen davon, dass der Boden wohl zu warm sein wird, veränderst Du mit solchen Aktionen den ganzen Abgleich der Heizungsanlage für alle Bewohner.
    Oder stell Dir vor Du reißt den Estrich raus und verlegst Deinen Holzboden direkt auf den Boden was wiederum die Decke des unter Dir wohnenden ist. Also es macht meiner Meinung nach schon einen Sinn, dafür Regelungen zu haben.
     
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