Haus an Sohn und seine Freundin vermieten, was bei Trennung

Diskutiere Haus an Sohn und seine Freundin vermieten, was bei Trennung im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, ich möchte mein Haus an meinen Sohn und seine Freundin vermieten. Aus steuerlichen Gründen soll es ein Mietvertrag über 66 % der...

  1. #1 Vermieti, 19.09.2019
    Vermieti

    Vermieti Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich möchte mein Haus an meinen Sohn und seine Freundin vermieten. Aus steuerlichen Gründen soll es ein Mietvertrag über 66 % der Nachbarmiete werden. Was ist, wenn die sich trennen und sie nicht ausziehen will? Gibt es da irgendwo eine Abhandlung, wie man das formuliert, damit später alles geregelt ist? Hat jemand Erfahrungen damit? Denn nichts ist unmöglich. Ich möchte natürlich zum jetzigen Zeitpunkt keine Mißstimmung aufbringen. Oder sollte mein Sohn mit ihr einen Untermietvertrag schließen? Wenn sie z. B. dort ohne meinen Sohn wohnen blieben, müßte ich wohl aus steuerlichen Gründen die volle Miete verlangen - weiss ich nicht genau.
    Danke im Voraus für die Antworten.
    Gruße
    Vermieti
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Was soll dann sein? Dann will sie halt nicht ausziehen.
    Ist (zu dem Zweck) nicht nötig - weil bereits alles geregelt ist.
    Der Mietvertrag besteht im Grunde solange, wie er nicht gekündigt ist/wurde.
    Daran ändert eine Trennung nichts.

    Du solltest dir erst mal selbst klar werden/machen, was du willst.
     
  4. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Als Eltern sollte man sich tunlichst davor hüten die Lebensplanung der Kinder durch Verträge regeln zu wollen.
    Nein, musst du nicht.

    Achtung, jetzt kommt Halbwissen: Wenn du an nicht-Verwandte vermietest kannst du auch weniger als die 66% der Ortsüblichen Miete nehmen.
     
  5. Andres

    Andres
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    Am einfachsten "formuliert" man das so, dass nur einer der Partner im Mietvertrag steht. Den Rest sollen die beiden untereinander klären, über einen Untermietvertrag, einen Partnerschaftsvertrag - oder von mir aus auch gar nicht. Als Vermieter (egal ob nun verwandt oder nicht) hält man sich aus solchen Dingen besser raus.


    Die Zeiten dieser Unterscheidung sind vorbei, grob geschätzt seit 20 Jahren.
     
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  6. #5 Vermieti, 19.09.2019
    Vermieti

    Vermieti Neuer Benutzer

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    Ich möchte ergänzen: Die 66 %-Miete ist wirklich nur ein herzliches Entgegenkommen gegenüber meinem Sohn. Um Tilgung und Zinsen davon zu zahlen, reichen nicht einmal 100 %, weil Mieten zu 100 % versteuert werden und die Tilgungen nicht abgesetzt werden können. Zinsen können abgesetzt werden, aber die fallen z. Z. nicht ins Gewicht. Mietwohnungsbau rechnet sich in unserer Gegend nicht.
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 19.09.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    An Wen du vermietest ist mietrechtlich völlig egal. Das Mietrecht kehrt Alle über einen Kamm, egal ob Verwandschaft, Freunde und Bekannt, Arbeitskollegen oder gar nicht aus deinem beruflichen und sozialen Umfeld der neue Mieter kommt.

    Ob die Einnahmen aus Vermietung einen Wohnungskauf finanzieren oder nicht, spielt im Mietrecht auch keine Rolle.
    Dem FA ist es egal, ob du damit Gewinn machst oder nicht, solange du die Einnahmen angibst.

    Mietersponsering ist Privatsache. Da wird dir hier niemand reinreden, außer du fragst explizit danach.


    Bei der Vertragsgestaltung bist du weitgehend frei. Schau dir einfach verschiedene Vertragsmuster von Vermietervereinen im Netz an. Von den Mustern der Mietervereine läßt du bitte die Finger bei deiner Vermietung.

    Die Idee hierbei Sonderkonditionen mit "Wir kennen uns doch"-Bonus auszuhandeln, ist oftmals keine gute Idee, weil genau diese Dinge eine Mietverhältnis unnötig kompliziert machen können. Als Mieter ist dein Sohn (und evt. auch seine Freundin) dein Geschäftspartner. Nicht mehr. Wenn du Bedenken hast, dass diese Trennung Geschäft und Privat/Familie klappt nicht, diese Vermietungsidee besser nochmal überdenken.
     
  8. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Eine weitere Möglichkeit währe es die Wohnung zum üblichen Preis an einen Freden zu Vermieten und das drittel der Miete die du deinem Sohn erlassen wolltest ihm zu schenken. Dann kann er sich die Wohnung nehmen die ihm gefällt und evtl. Mietstreitigkeiten müssen nicht unter Verwandten ausgefochten werden.
     
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  9. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Wenn du über die 66% vermietest kannst du zumindest die Afa, die Zinsen u. angefallene Instandhaltungskosten abziehen, somit schon mal keine 100%

    Naja die Tilgung kannst du einfach auch als Sparvertrag anschauen, nur in umgekehrter Richtung.

    Aber wenn man so viele Bedenken hat, warum will man das dann machen? Da bin ich auch bei @Ferdl, dann vermiete an Fremde zu 100%
     
  10. #9 Melanie123, 20.09.2019
    Melanie123

    Melanie123 Erfahrener Benutzer

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    Ich finde es absolut ok, die Sache steuerlich zu betrachten, aber:
    -Nicht die Nachbars-, sondern die ortsübliche Miete ist für das FA in Bezug auf die 66% relevant.
    -Da die Einschätzungen des FA auch von Deinen bzw. des Mietspiegels (einige sind einfach, andere kompliziert gestaltet) abweichen könnten, wäre eine Pufferzone nach oben überlegenswert (also eher 70% +).Das natürlich nur, wenn es abzugsfähige Werbekosten in nennenswerter Höhe gibt. Die Pufferzone sollte dabei umso größer sein, je weniger man Lust hat, mit dem FA und Gerichten zu kommunizieren.

    Für Deinen Sohn wäre es besser, Du würdest nur mit ihm den Mietvertrag machen.
    Wie sich dann ein Untermietverhältnis gestalten könnte, hat sehr mit persönlichen Gegebenheiten zu tun.
     
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