Haus bauen um es zu verkaufen - welches Gewerbe

Dieses Thema im Forum "Steuer - Vermietung und Verpachtung" wurde erstellt von Manolo77, 16.09.2016.

  1. #1 Manolo77, 16.09.2016
    Manolo77

    Manolo77 Neuer Benutzer

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    Hallo Leute,

    kurz zur Erklärung:

    Ich habe ein Grundstück geerbt, ich bin Handwerker und möchte es mit einem Einfamilienhaus bebauen und danach verkaufen.

    Wie sieht die Sache steuerlich aus? Gewinnerzielungsabsicht ist ja von Anfang an gegeben, muss ich dafür extra ein Gewerbe anmelden oder kann ich es über mein bestehendes (nichts mit Bau) abwickeln, muss es sogar ein 34C sein? Hab versucht durch Google mehr zu erfahren, hab aber nicht wirklich hilfreiches gefunden.

    Vielleicht kann mir hier jemand helfen, ich bedanke mich im vorraus.
     
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  3. GSR600

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    Warum macht man sowas?
    Der Käufer hat ja evtl ganz andere Vorstellungen von einem Haus, wäre der Verkauf ohne Haus nicht sinnvoller?
     
  4. #3 Manolo77, 16.09.2016
    Manolo77

    Manolo77 Neuer Benutzer

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    Nein wäre es nicht, für mich zumindest nicht. Käufer wird ja nur wem es gefällt...

    Aber mir gehts jetzt eher um die Gewerbe / Steuerseite
     
  5. #4 immobiliensammler, 16.09.2016
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    34c wäre m.E. nur einschlägig wenn Du als Bauträger arbeiten willst, also mit Mitteln des Käufers bauen willst. Wenn Du auf eigene Rechnung baust und dann das fertige Haus verkaufst dann unterliegst Du wohl nicht dem § 34c
     
  6. #5 taxpert, 18.09.2016
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    Aus steuerlicher Sicht ist die GewO ohne Relevanz! Das Steuerrecht legt den tatsächlich verwirklichten Sachverhalt zu Grunde, egal ob der hätte nach GewO gemeldet oder sogar hätte genehmigt werden müssen! Selbst ein illegaler Sachverhalt löst Steuer aus!

    Wenn es sich tatsächlich nur um ein Grundstück handelt, unterstelle ich mal, dass die Wiederholungsabsicht fehlt. Von daher liegen keine gewerblichen Einkünfte im Sinne des EStG vor, sondern private Vermögensverwaltung.

    Solange das eigene Gewerbe wirklich nichtsmit Bau zu tun hat, hat der Vorgang damit überhaupt nichts zu tun (also bitte auch keine VoSt aus den Rechnungen für den Hausbau ziehen!). Sollte das eigene Gewerbe irgendwas mit "Bau" zu tun haben, könnte man auf die Idee kommen, das es sich um ein Hilfsgeschäft handelt! Wäre EInzelfallentscheidung!

    Ich unterstelle mal eine Haltenszeit des Rechtsvorgängers von mehr als zehn Jahren! Ob sich durch die Bebauung ein privates Veräußerungsgeschäft (ggf. nur im Hinblick auf das Gebäude) ergibt, muss ich am Montag erst nachschauen!

    Natürlich kann es auch im Nachhinein noch zu einer Gewerblichkeit kommen (3-Objekte-Regelung), wenn weitere z.B. vermietete Wohnungen in den nächsten Jahren veräußert werden.

    taxpert
     
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  7. #6 taxpert, 23.09.2016
    taxpert

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    Hier noch der versprochene Nachtrag:

    Die Bebauung ändert nichts am Ablauf der Behaltendfrist des §23 EStG.

    taxpert




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  8. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Die steuerliche Seite hat taxpert schon ganz gut beleuchtet denke ich.
    Nur mal als Gedankengang, wenn du vom Bau kommst, müsste dir klar sein, das es bei den meisten Bauten von Einfamilienhäusern Bauherren gibt. Warum ist das so? Nun, normalerweise weil die Klientel die neu baut, so etwas gerne nach den eigenen Vorstellungen haben will. Leute die fertige/gebrauchte Häuser kaufen tun das oft wegen des besseren Preises. Das kann sich in Haussiedlungen tortzdem rechnen, aber ein Haus das du selber baust, da wirst du so nicht kalkulieren können wie wenn du 20 Häuser baust.
    Außerdem, auch wenn du viel selber machst, solltest du deine eigene Arbeitszeit nicht verschenken um dir evtl. am Ende vorzumachen du hättest damit was verdient.
     
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