Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer

Diskutiere Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, Ich habe letzten Sommer mein Haus (vermietete Wohneinheiten) verkauft und zum 01.09.2021 an die neuen Eigentümer übertragen...
  • Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer Beitrag #1

Emre

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Hallo zusammen,
Ich habe letzten Sommer mein Haus (vermietete Wohneinheiten) verkauft und zum 01.09.2021 an die neuen Eigentümer übertragen.
Allerdings ist der Grundbucheintrag erst im Mai 2022 erfolgt. Bis dahin konnte ich verschiedene Verträge wie z.B. die Wohngebäudeversicherung etc. nicht auf die neuen Eigentümer umschreiben und habe somit bis vor kurzem diese Beiträge bezahlt. Mit der neuen Hausverwaltung ist abgemacht, dass ich nun alle Kosten, die seit September 2021 angefallen sind in Rechnung stellen kann und daran sitze ich gerade.
Wir sprechen hier mit Gas, Wasser, Strom, Versicherung, Grundsteuer, Müllgebühren, Kabelanschluss und die bisherige Abrechnung durch Minol inkl. Leihgeräte von ca. 5.500,00EUR. Selbstverständlich erhält die neue Hausverwaltung alle Belege dazu. Nun zu meiner Frage:
Kann ich auch beispielsweise die Kontoführungskosten ansetzen? Das Konto war speziell für diese Immobilie und durch die Lastschriftverfahren wollte/konnte ich dieses Konto nicht kündigen.
Außerdem würde mich interessieren, ob man auf diesen Betrag sowas wie Zinsen erheben kann? Es ist ja kein geringer Betrag und ich strecke diese Kosten mittlerweile seit einigen Monaten vor. Gibt es hierzu einen Rechtsspruch oder ähnliches? Persönliche Erfahrungen? Gibt es sonst Kosten, die ich vielleicht noch garnicht im Kopf habe?
Vielen Dank euch!
 
  • Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer Beitrag #2

Ferdl

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  • Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer Beitrag #3

Emre

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  • Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer Beitrag #4
Andres

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Kann ich auch beispielsweise die Kontoführungskosten ansetzen? Das Konto war speziell für diese Immobilie und durch die Lastschriftverfahren wollte/konnte ich dieses Konto nicht kündigen.
Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, zunächst einmal einen Blick in den Kaufvertrag zu werfen, was dort genau zum Lastenübergang vereinbart ist. Es ist zwar unwahrscheinlich, speziell dazu eine Vereinbarung im Vertrag zu finden, aber nachlesen, was dort steht, musst du sowieso.

Nach üblichen Formulierungen, die ich im Zusammenhang mit Kaufverträgen gesehen habe, bin ich mehr als skeptisch, ob Kontoführungsgebühren "Lasten" oder "Kosten" der Immobilie sind. Diese Kosten entstehen nicht durch die Immobilie selbst (d.h. den Gegenstand des Kaufvertrags) sondern durch die Bewirtschaftung der Immobilie.

Davon abgesehen halte ich die vorgebrachte Logik für ... etwas seltsam. Inwiefern halten die Lastschrifteinzüge davon ab, das Konto zu kündigen und zukünftig die Einzüge über andere Konten abzuwickeln? Alle Gründe die man dafür vielleicht finden könnte, sind nicht in der Sphäre der Immobilie angesiedelt, sondern hängen mit der Verwaltung der Immobilie zusammen.

Zuletzt finde ich es äußerst seltsam, beim Verkauf eines Hauses wegen 8 Monaten Kontoführungsgebühr Diskussionen anzufangen. Der Preis muss ja schlecht gewesen sein ...

Die Kosten sind aber selbstverständlich sog. "nachträgliche Werbungskosten", auch wenn bereits keine Mieteinnahmen mehr erzielt werden.

Außerdem würde mich interessieren, ob man auf diesen Betrag sowas wie Zinsen erheben kann?
Ohne vertragliche Vereinbarung sehe ich dafür keine Grundlage. Wenn du den Betrag nicht vorstrecken wolltest, hättest du eben früher abrechnen müssen. Nach angemessener Fristsetzung hätte man den Käufer dann ggf. in Verzug setzen können und ab dann gäbe es Verzugszinsen.
 
  • Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer Beitrag #5

Emre

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Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, zunächst einmal einen Blick in den Kaufvertrag zu werfen, was dort genau zum Lastenübergang vereinbart ist. Es ist zwar unwahrscheinlich, speziell dazu eine Vereinbarung im Vertrag zu finden, aber nachlesen, was dort steht, musst du sowieso.

Nach üblichen Formulierungen, die ich im Zusammenhang mit Kaufverträgen gesehen habe, bin ich mehr als skeptisch, ob Kontoführungsgebühren "Lasten" oder "Kosten" der Immobilie sind. Diese Kosten entstehen nicht durch die Immobilie selbst (d.h. den Gegenstand des Kaufvertrags) sondern durch die Bewirtschaftung der Immobilie.

Davon abgesehen halte ich die vorgebrachte Logik für ... etwas seltsam. Inwiefern halten die Lastschrifteinzüge davon ab, das Konto zu kündigen und zukünftig die Einzüge über andere Konten abzuwickeln? Alle Gründe die man dafür vielleicht finden könnte, sind nicht in der Sphäre der Immobilie angesiedelt, sondern hängen mit der Verwaltung der Immobilie zusammen.

Zuletzt finde ich es äußerst seltsam, beim Verkauf eines Hauses wegen 8 Monaten Kontoführungsgebühr Diskussionen anzufangen. Der Preis muss ja schlecht gewesen sein ...

Die Kosten sind aber selbstverständlich sog. "nachträgliche Werbungskosten", auch wenn bereits keine Mieteinnahmen mehr erzielt werden.


Ohne vertragliche Vereinbarung sehe ich dafür keine Grundlage. Wenn du den Betrag nicht vorstrecken wolltest, hättest du eben früher abrechnen müssen. Nach angemessener Fristsetzung hätte man den Käufer dann ggf. in Verzug setzen können und ab dann gäbe es Verzugszinsen.
Alles klar, danke dir!
Schon wieder schlauer geworden :)
 
  • Haus verkauft - Nebenkostenabrechnung mit neuem Eigentümer Beitrag #6
prinzregent

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Hallo zusammen,
Ich habe letzten Sommer mein Haus (vermietete Wohneinheiten) verkauft und zum 01.09.2021 an die neuen Eigentümer übertragen.
Allerdings ist der Grundbucheintrag erst im Mai 2022 erfolgt. Bis dahin konnte ich verschiedene Verträge wie z.B. die Wohngebäudeversicherung etc. nicht auf die neuen Eigentümer umschreiben und habe somit bis vor kurzem diese Beiträge bezahlt. Mit der neuen Hausverwaltung ist abgemacht, dass ich nun alle Kosten, die seit September 2021 angefallen sind in Rechnung stellen kann und daran sitze ich gerade.
Wir sprechen hier mit Gas, Wasser, Strom, Versicherung, Grundsteuer, Müllgebühren, Kabelanschluss und die bisherige Abrechnung durch Minol inkl. Leihgeräte von ca. 5.500,00EUR. Selbstverständlich erhält die neue Hausverwaltung alle Belege dazu. Nun zu meiner Frage:
Kann ich auch beispielsweise die Kontoführungskosten ansetzen? Das Konto war speziell für diese Immobilie und durch die Lastschriftverfahren wollte/konnte ich dieses Konto nicht kündigen.
Außerdem würde mich interessieren, ob man auf diesen Betrag sowas wie Zinsen erheben kann? Es ist ja kein geringer Betrag und ich strecke diese Kosten mittlerweile seit einigen Monaten vor. Gibt es hierzu einen Rechtsspruch oder ähnliches? Persönliche Erfahrungen? Gibt es sonst Kosten, die ich vielleicht noch garnicht im Kopf habe?
Vielen Dank euch!
Die Antwort hast du eigendlich schon selbst gegeben: Du schreibst "
"Mit der neuen Hausverwaltung ist abgemacht, dass ich nun alle Kosten, die seit September 2021 angefallen sind in Rechnung stellen kann"

Ich würde nach dem Grundsatz gehen: Keine Buchung ohne Beleg.

Eine klare Abrechung.

Zinsen würde ich keine draufpacken.
 
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