Haus vermieten, Keller feucht....

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von DocHoliday, 06.12.2013.

  1. #1 DocHoliday, 06.12.2013
    DocHoliday

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    Guten Tag,

    ich habe mal eine Frage. Da ich kürzlich ein Haus geerbt habe hätte ich nun eine Frage zur Vermietung da sich der Hausverkauf doch etwas schwieriger gestaltelt als gedacht.

    Problem ist, der Vorbesitzer hat mal den Keller mit Wasser geflutet und nun sind die Aussenwände feucht, was auch nicht so ihne weiteres zu beheben ist.

    Aber nur der Keller und auch nicht an allen Aussenwänden. Das Haus ist ein Fertighaus aus den 70ern. Natürlich gäbe es das eine oder andere zu renovieren, aber dazu fehlt mir die Lust und das Geld....

    Hauptfrage ist nun, wenn ich das Haus mit Mängeln vermiete, diese Mängel auch im Mietvertrag aufzeige, und der Mieter trotzdem unterschreibt, kann er dann in 6 Monaten kommen und diese Mängel gegen mich verwenden, obwohl er es beim Einzug wusste und unterschrieben hat?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 06.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.12.2013
    Pharao

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    Hi DocHoliday,

    ist das hier ein Ein- oder Mehrfamilienhaus ?

    Eine Möglichkeit wäre ja zB bei einem Mehrfamilienhaus, das du den Keller nicht zur Mietsache dazu nimmst. Dann kann der Mieter auch keine Ansprüche bzw Mängel wegen zB einem feuchten Keller geltend machen. Bei einem Einfamilienhaus dagegen wird man m.E. schlecht den Keller aus der Mietsache rausnehmen können.

    Das Problem könnte m.E. hier sein, wenn dieser Mangel im laufe der Mietzeit schlimmer wird, gerade weil`s nicht so klingt, das du diesen Mangel überhaupt beheben lassen willst.

    Jetzt sind zB. nur die Wänden feucht, aber evtl bildet sich dann da auch mal Schimmel oder die Feuchtigkeit zieht über die Wände in`s EG, ect. Und solche Folgeschäden wirst du m.E. nicht vorab ausschliessen können, auch wenn du im MV jetzt den feuchten Keller benennst als Mangel.

    Naja, das sich ein renovierungsbedürftiges Haus schlechter verkaufen und auch vermieten lässt, gerade wenn der Preis nicht dementsprechend passt, das erklärt sich doch fast von selber. Natürlich musst du nicht alles machen, aber den Keller wieder trocken zu legen, das halte ich für sehr Sinnvoll, egal ob du vermieten oder/und verkaufen willst.

    Gibt es eigentlich einen Grund, warum der Vorbesitzer hier ein Schwimmbad wollte ?
     
  4. #3 DocHoliday, 06.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.12.2013
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    Danke für die Antwort.

    Es handelt sich hier um ein Einfamilienhaus was meine Mutter bewohnt hat.

    Das heisst, Keller gehört zur Mietsache...

    Die Feuchtigkeit ist durch mangelnde Aussenisoliereung im Laufe der Jahre in die Kellerwände gezogen. Dazu kam eben wie gesat, das meine mutter den Keller vpr ein paar Jahren unabsichtlich, ca. 50cm. unter Wasser gesetzt hat weil Sie den Schlauch von der Grundwasserpumpe ins Kellerfenster gelegt hat, und diese dann über Nacht den Keller geflutet hat.

    Das gab dem Keller dann den Rest. Die Kellerwände waren mit Holz beschlagen und da waren eindeutige Schimmelsporen zu erkennen.

    Die Holzverkleidung habe ich schon raus gerissen. Ein Gutachter hat die Wände gemessen.... 100% Feuchtigkeit. Obwohl die Beton Wände an sich, nicht von Schimmel befallen sind.

    Die Feuchtigkeit ist nur im Keller.... der Fertighausaufbau auf dem Keller ist nicht betroffen.

    Wie gesagt, eine Trockenlegung von aussen oder innen ist mir zu teuer, da ich ja eigentlich vorhabe das Haus zu verkaufen. Vermieten ist meine derzeitige alternative.

    Frage ist ja, auch wenn man sämtliche Mänge im Mietvertrag aufzählt und sich vom Mieter unterschreiben lässt, oder der dann nicht doch einen pfiffigen Anwalt auf mich hetzen kann.....
     
  5. Pharao

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    Hi,

    also meiner Meinung nach kannst du natürlich bestehende Mängel vorab mit aufnehmen in den MV. Dann kann auf jeden Fall der Mieter schwerer dagegen vorgehen, weil ihm das ja bei Anmietung bewusst war. Aber das bezieht sich m.E. nur auf Mängel die sich nicht verschlechtern. Wenn hier also während der Mietzeit was schlechter wird als bei Vertragsbeginn genannt wurde, dann wäre das ja trotzdem ein Mangel.
     
  6. GJH27

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    Wenn die Kellerwände derart stark durchfeuchtet sind, sollte es eigentlich außer Frage stehen, eine Trockenlegung durchführen zu lassen! Schließlich ist das kein kosmetisches Problem mehr - sondern das kann längerfristig u. U. die Standsicherheit des ganzen Hauses gefährden!

    Und es findet sich auch sicher leichter ein Käufer, wenn die Kellerwände saniert sind und das nicht an ihm hängenbleibt...
     
  7. #6 DocHoliday, 06.12.2013
    DocHoliday

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    Na ja, soooo feucht ist das ganze dann wohl doch nicht ,sonst hätte der Gutachter das wohl erwähnt...mir persönlich ist auch kein Fall bekannt wo das Haus wegen durchnässtem Keller eingestürtz wäre...

    Natürlich wäre es Vorteil wenn man den Keller entweder von innen oder aussen trocken legt, die Möglichkeit besteht ja...

    Aber, es erhöht deswegen nicht den Verkaufspreis. Das heisst, ich müsste locker 30.000 Euro investieren die definitiv weg sind.

    Damit soll sich der Käufer beschäftigen. Es geht hier nur darum das es dem zukünftigen Mieter, wenn das Haus nicht verkauft wird, bekannt ist, und der nicht im nachhinein dagegen Klagen kann....

    Ich habe hier auch schon was gefunden..... Aber, recht haben und recht bekommen sind ja bekanntliherweise immer 2 Paar Schuhe:

     
  8. #7 Pharao, 06.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.12.2013
    Pharao

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    Naja, ein potenzieller Käufer könnte auch so rechnen: 30.000€ muss ich hier auf jeden Fall noch investieren, also ziehe ich das schon mal von deinem jetzigen Wunsch-Verkaufspreis ab.

    Ja, aber das Schützt dich m.E. eben nicht davor, wenn der Schäden im laufe der Mietzeit größer wird als bei Vertragsabschluß bekannt war ! Und das extrem feuchte Wände auf Dauer sicherlich zu weiteren Problemen führen wird, da würde ich ja fast schon drauf Wetten.
     
  9. GSR600

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    Bin ja keine Fachfrau aber 100% Feuchtigkeit in einer Mauer finde ich sehr hoch.
     
  10. Pharao

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    Bei 100% brauchen wir wohl nicht groß diskutieren, das diese Wand klatsch-nass ist ..... :91:
     
  11. #10 DocHoliday, 06.12.2013
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    Also fühlbar nass ist Sie nicht....aber das Messgerät zeigte eben einen Wert über 90 an.

    Es gibt ja mehrere Gründe zur Minderung des Kaufpreis.

    Aber das Grundstück alleine hat einen Grundwert von 230.000 Euro.

    Wenn man es richtig machen wollte, Haus abreissen (Fertighaus aus den 70ern, die Aussenplatten sind Asbesthaltig) das Asbest stellt aber keine momentane Gefahr für den Bewohner dar, aber es gibt ja immer welche die dann anfangen zu überlegen... Keller sanieren, und neu bauen.....

    Mein VK liegt bei 210.000 Euro. Was der Käufer dann damit macht ist mit egal.

    Wenn ich das nötige Kleingeld hätte würde ich den Keller selber machen und einziehen.

    Geht hier aber erst mal nur um Vermietung. Und darum dem Vermieter die Mängel anzuzeigen. Ob er dann einzieht ist seine Sache.

    es ist ja "nur" der Keller der feucht ist.... der Rest des Hauses ist staubtrocken.
     
  12. GSR600

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    Du solltest eben auch bedenken, wenn Du das Haus jetzt vermietest, dann schreckt das bei nem EFH sicher auch viele Käufer ab, weil da ist dann wenn der Mieter erst ein paar Monate drin ist der Ärger wegen einer Eigenbedarfskündigung vorprogramiert.
     
  13. GJH27

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    :geil :geil :geil

    Ich will ja nicht unnötig für schlechte Laune sorgen, aber nach dem, was Du bislang geschrieben hast, ist der Verkaufspreis zu hoch: wenn es sich nicht grad um eine extrem begehrte teure Gegend handelt, wo es vor allem drauf ankommt, überhaupt dort ein Grundstück zu kriegen, berechnet sich allgemein der Verkaufspreis mit nem Abrisshaus folgendermaßen:

    Grundstückswert minus Freilegungskosten

    Und der fachgerechte Abbruch inkl Entsorgung eines kompletten Einfamilienhauses mit Asbest und evtl noch anderen Schadstoffen wird kaum für unter 30.000,00 zu machen sein! Heutzutage ist eben nix mehr mit einfach nur wegschieben und alles ungetrennt auf nen Schuttberg kippen...
     
  14. #13 DocHoliday, 06.12.2013
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    Es ist ein frei stehendes Haus an einem Naturschutzgebiet, direkt am Wald, aber dennoch nicht "einsam", mit grossem Garten.

    Kein Verkehr und gute Anbindung an Zug und Autobahn.

    Also der Preis ist schon gerechtfertigt. Klar kann man nicht einfach abreissen und entsorgen....Aber wie gesagt, das will ich nicht zu meinem Problem machen.

    Es MUSS ja nicht abgerissen werden, aber es sind halt einige Sachen zu modernisieren.

    Wie gesagt, es müsste nochmal investiert werden, keine Frage. dennoch bekommt man zu DEM Preis wenig vergleichbares.
     
  15. #14 Pharao, 06.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 07.12.2013
    Pharao

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    Hi,

    mag ja sein, trotzdem scheinen die Kaufinteressenten nicht gerade Schlange bei dir zu stehen, obwohl`s aus deinem Munde wie ein Schnäppchen klingt ..... :91:

    Ob dein Verkaufspreis günstig oder teurer ist bzw gerechtfertig oder überzogen, das werden wir hier nicht feststellen können, aber für 210.000€ (plus mit möglichen Renovierungs- & Entsorgungskosten, die ja bei dir noch anfallen würden, für den nassen Keller, das Asbest, ect) bekommt man auch schon Häuser wo man sooft einziehen kann ohne große Reparaturen.

    Mag auch sein, das es Leute gibt die genau sowas suchen und auch bereit wären deinen Wuschverkaufspreis zu zahlen, aber machmal kann das Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis man solche Leute findet :( Und deine Immobilie wird nicht besser werden, wenn garnix gemacht wird und der Verkauf sich weiter hinzieht .....

    Wir Wiederholen uns hier langam ..... Und warum jemand was Anmieten sollte ohne das dann nutzen zu wollen, das versteh ich jetzt mal nicht.

    Nur noch als Info: wie ein Mieter so "drauf" ist, das wird dir auch keiner sagen können. Wenn du einen streitsüchtigen Mieter dir in die Wohnung reinstetzt, dann viel Spaß ....

    Einheit :?

    Sorry, ich versteh nicht warum du das runterspielen willst, der Schaden ist doch da, ansonsten hättest du hier ja nicht das Schimmelproblem ! Und gerade bei Schimmel reagieren Mieter & Käufer nicht gerade erfreut .... :91:
     
  16. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich würde den Preis nicht ausgeben für ein Haus mit nassem Keller und Asbest an der Fassade was jeder Eigentümer teuer entsorgen werden muss.

    Und dem Käufer müsstest Du mitteilen das es Asbest ist, ansonsten könnte er Dir das überhelfen.

    Es könnte sein, das man dann lieber ein anderes Haus vorzieht in nicht so guter Lage.
     
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