Hausgeld nicht gezahlt.

Diskutiere Hausgeld nicht gezahlt. im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo, ein Miteigentümer hat 3 Monate kein Hausgeld bezahlt. Der Verwalter hat dann gemahnt. Darauf hin wurde die fehlende Summe gezahlt aber...

  1. #1 pokimaut, 23.12.2019
    pokimaut

    pokimaut Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.12.2019
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Hallo, ein Miteigentümer hat 3 Monate kein Hausgeld bezahlt. Der Verwalter hat dann gemahnt. Darauf hin wurde die fehlende Summe gezahlt aber gleichzeitig Widerspruch bei Gericht eingelegt.
    Was ist nun zu tun?
     
  2. Anzeige

    Schau mal hier: Hausgeld nicht gezahlt.. Dort wird jeder fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Tobias F, 23.12.2019
    Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.04.2010
    Beiträge:
    2.204
    Zustimmungen:
    592
    Widerspruch gegen was und was hat ein Gericht damit zu tun?
     
  4. #3 pokimaut, 23.12.2019
    pokimaut

    pokimaut Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.12.2019
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Tobias, der Widerspruch kam vom Gericht und gilt für das damals fehlende Hausgeld. Der Verwalter soll jetzt ca 120 € bezahlen damit die Sache vor Gericht geklärt wird.
    Ps
    Die Mahnung vom Verwalter ging per Mahnbescheid.
     
  5. #4 FMBerlin, 23.12.2019
    FMBerlin

    FMBerlin Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    29.08.2013
    Beiträge:
    174
    Zustimmungen:
    86
    Es ist nichts mehr zu tun, vorausgesetzt der säumige Miteigentümer hat mit der Hausgeldnachzahlung auch die Kosten des Mahnverfahrens beglichen. Ohne Einzahlung eines Kostenvorschusses bei Gericht durch den Verwalter wird kein streitiges Verfahren durchgeführt. Eine eventuelle Zahlungsaufforderung durch das Gericht wäre zu ignorieren. Zahlt der Verwalter wegen des Widerspruches den Gerichtskostenvorschuß ein, kann es passieren, daß die Hausgemeinschaft die Kosten des durch die Hausgeldnachzahlung nun überflüssigen Verfahrens tragen muß.
     
  6. #5 immobiliensammler, 23.12.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.244
    Zustimmungen:
    3.268
    Ort:
    bei Nürnberg
    Außer es wurde bereits bei Antragstellung die Durchführung des streitigen Verfahrens im Falle des Widerspruchs beantragt (macht man zwar normalerweise nicht, aber das Feld gibt es zum Ankreuzen), dann müsste man etwas unternehmen, nämlich in der Hauptsache für erledigt erklären und Kostenauferlegung beantragen.

    Wie gesagt, es kommt darauf an, was hier genau im Rahmen des Mahnbescheidsantrages angekreuzt wurde!
     
  7. #6 pokimaut, 23.12.2019
    pokimaut

    pokimaut Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.12.2019
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Habe gerade gehört dass der Verwalter das Kreuz im Mahnbescheid gesetzt hat. Er wird jetzt wie vor beschrieben handeln müssen.
    Ich bedanke mich für die erklärenden Antworten und wünsche ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.:156:
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 23.12.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    4.892
    Zustimmungen:
    2.982
    Oha, die Buschtrommeln laufen bei dir auf Hochtouren.
    Kannst auch zugeben, dass du das abgelesen hast und nicht per Buschfunk erfahren.
     
  9. #8 immobiliensammler, 23.12.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.244
    Zustimmungen:
    3.268
    Ort:
    bei Nürnberg
    Dann würde ich mich anwaltlich beraten lassen, wie das weitere Verfahren genau ablaufen muss - meines Wissens muss dann nämlich die Gebühr für das streitige Verfahren bezahlt werden, damit dann wiederum vor dem Prozessgericht die Erledigungserklärung abgegeben werden kann! Könnte es sein, dass Du hier Verwalter bist?
     
    Tobias F gefällt das.
  10. #9 FMBerlin, 23.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2019
    FMBerlin

    FMBerlin Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    29.08.2013
    Beiträge:
    174
    Zustimmungen:
    86
    Ich hatte den Fall mit dem gesetzten Kreuz für die streitige Vrehandlung im Falle eines Widerspruches trotz beglichener Forderung. Nach Einzahlung des Kostenvorschusses und Beantragung der Gegenseite wegen Erledigung und Anerkenntnis die Kosten aufzuerlegen wurden mir vom Rechtspfleger die Kosten des Verfahrens aufgebrummt mit der (für mich falschen) Begründung, ich hätte das überflüssige gerichtliche Verfahren durch einfache Nichteinzahlung der Kosten vermeiden können. Daß das Gericht mich ausdrücklich zur Kosteneinzahlung aufgefordert hatte und der Gegner vor Einlegung des Widerspruches von der garantierten Verfahrensauslösung bei Widerspruch (angekreuzt) wußte, spielte keine Rolle. Zu einem Verfahren kam es dann gar nicht, der Rechtspfleger entschied endgültig ohne daß ein Richter involviert war. Ich hatte dann keine Lust, noch mehr Geld (für einen Anwalt) zu verbrennen. Anwaltlich beraten hatte ich mich vor Kosteneinzahlung lassen, aber kein Mandat (über einen Streitwert von 100€) erteilt.
     
  11. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.07.2005
    Beiträge:
    3.851
    Zustimmungen:
    150
    Die Begründung ist keineswegs falsch, sondern zutreffend.


    Man sollte schon genau hinschauen und das Geschriebene auch verstehen...
    Das Gericht fordert zur Kosteneinzahlung auf um das streitige Verfahren zu betreiben. Keine Einzahlung, kein streitiges Verfahren, Fall zu Ende.
     
  12. #11 immobiliensammler, 23.12.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.244
    Zustimmungen:
    3.268
    Ort:
    bei Nürnberg
    Falsch - wenn man schon im MB-Antrag die direkte Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt dann gilt das auch, man hat es ja ausdrücklich so beantragt! D.h. man muss dann auch die Gerichtskosten einzahlen und das Verfahren zu Ende bringen. Erkläre mir ansonsten mal, warum es das Feld "für den Fall des Widerspruchs wird das streitige Verfahren beantragt (oder so ähnlich)" gibt!
     
  13. #12 pokimaut, 24.12.2019
    pokimaut

    pokimaut Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.12.2019
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Könnte es sein, dass Du hier Verwalter bist?

    Nein, nur der Beirat. Wer kommt denn jetzt für die Kosten auf, (wenn denn welche entstehen) persönlich der Verwalter, oder die Gemeinschaft?
     
  14. #13 immobiliensammler, 24.12.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.244
    Zustimmungen:
    3.268
    Ort:
    bei Nürnberg
    Im Zweifel wohl der, der Schuld daran ist.

    Also im Außenverhältnis entweder
    a) der Eigentümer, sofern er mit den Hausgeldzahlungen tatsächlich in Verzug war
    oder
    b) die Gemeinschaft, die den Mahnbescheid beantragt hat

    Das entscheidet das Prozessgericht (nicht das Mahngericht) im Beschluss über die Kostentragung. Dazu muss man eben die Gerichtskosten einzahlen und die entsprechenden Prozesshandlungen vornehmen.

    Sollte das Gericht entscheiden, dass die Gemeinschaft die Kosten trägt dann kann man im Innenverhältnis noch darüber nachdenken, denjenigen haftbar zu machen, der beim Mahnbescheidsantrag das falsche Kreuz gesetzt hat. Der Antrag, im Falle des Widerspruches sofort ins streitige Verfahren zu gehen ist schlicht unnötig. Durch die Zahlung des Gerichtskostenvorschusses wird sowieso das streitige Verfahren ausgelöst, im anderen Fall werden auch erst die Gerichtskosten angefordert bevor etwas passiert. Ich wüsste nicht, welchen Vorteil das Ankreuzen des Antrages haben soll, evtl. können hier unsere Juristen im Forum noch näher aufklären.
     
  15. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.07.2005
    Beiträge:
    3.851
    Zustimmungen:
    150
    Dann ist ja alles klar... Wie konnte ich nur auf die Idee kommen irgendetwas zu wissen... Wo doch schon der Rechtspfleger, der tagtäglich damit befasst ist, keine Ahnung hat.
     
  16. #15 ehrenwertes Haus, 24.12.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    4.892
    Zustimmungen:
    2.982
    Der Verwalter handelt im Auftrag der Eigentümergemeinschaft.
    Was glaubst du wie lange ihr den Verwalter noch habt, wenn er die Kosten für Aufträge, die er im Rahmen seiner Verwaltertätigkeit für die Eigentümergemeinschaft tätigt, aus der eigenen Hosentasche zahlen soll?

    Man die enstandenen Kosten bei dem Verursacher eintreiben. Das kann der Verwalter sein, wenn ihm ein Fehler unterlaufen ist, der säumige Miteigentümer oder die Eigentümergemeinschaft. Im Zweifel wird das ein Richter entscheiden, wenn man sich anderweitig nicht einigen kann oder will.
     
  17. #16 immobiliensammler, 24.12.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.244
    Zustimmungen:
    3.268
    Ort:
    bei Nürnberg
    Dann erklär doch einfach mal, warum man ein Kreuz für die direkte Beantragung des streitigen Verfahrens in das Formular eingebaut hat, wenn dies doch immer erst mit der Einzahlung ausgelöst wird?

    Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, wie das abläuft, wenn man so vorgeht wie Du es vorschlägst:
    a) Im Mahnbescheidsantrag wird das streitige Verfahren direkt mit beantragt
    b) Schuldner legt Widerspruch ein, man will das Verfahren aber nicht mehr durchführen und reagiert als Antragsteller also einfach nicht auf die GK-Anforderung
    c) nach ca. 6 Monaten kommt ein Beschluss vom Prozessgericht, dass die Klage zurückgewiesen wird, da der GK-Vorschuss nicht fristgerecht eingezahlt wird und der Antragsteller die Verfahrenskosten zu tragen hat
    d) kurz danach kommt eine Gerichtskostenrechnung (nicht mehr Vorschuss) über glaube ich eine Gebühr (also nicht die 3 aus dem Vorschuss)

    Okay, und jetzt erklärt Du mal, wie es Deiner Meinung nach abläuft!
     
  18. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.07.2005
    Beiträge:
    3.851
    Zustimmungen:
    150
    Es wird genau so ablaufen, wie es Dir vom Rechtspfleger schon erklärt wurde...
    Durch das entsprechende Kreuzchen wird das Verfahren vom Mahngericht an das Prozessgericht abgegeben und und dort mangels Vorschusszahlung nach Ablauf einer gewissen Zeit "weg gelegt" - so der dafür gängige Ausdruck.
     
  19. #18 immobiliensammler, 25.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 25.12.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.244
    Zustimmungen:
    3.268
    Ort:
    bei Nürnberg
    Wo hat mir das bitte der Rechtspfleger erklärt? Und warum kam dann eine Abweisung der Klage mangels Vorschusszahlung und anschließend die Kostenrechnung dafür?

    Wenn es so abläuft wie Du es erklärst verklage ich morgen spaßeshalber 10 Leute auf je 5 Millionen, kommt dann ja das übliche Schreiben, dass die Klage erst nach Zahlung des Gerichtskostenvorschusses zugestellt werden kann. Wenn ich diesen Vorschuss also nicht einzahle wird die Klage nach Deiner Logik nach Ablauf einer gewissen Zeit weggelegt, zahlen muss ich dann also nicht! Gibst Du mir eine Garantie (mit Haftung für evtl. Kosten), dass es so wie von Dir beschrieben abläuft?


    Ergänzung:
    Gerade noch etwas Tante Goggel befragt und z.B -neben anderen - folgenden Link gefunden:

    https://www.mahnbescheid.com/mahnbescheid-news/items/mahnbescheid-Prozess.html

    Ist zwar von 2009, aber die ZPO wurde meines Wissens diesbezüglich nicht geändert.

    Lies das mal und nimm dazu Stellung - eventuell hatten die Verfasser aber ja auch den falschen Rechtspfleger gefragt!
     
  20. #19 paulbremer85, 25.12.2019
    paulbremer85

    paulbremer85 Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    03.09.2019
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Fast genau den gleichen Fall hatten wir vor einigen Monaten in einem Objekt mit 18 Einheiten auch - das Ganze landete am Ende vor Gericht (und dauert an)
     
Thema:

Hausgeld nicht gezahlt.

Die Seite wird geladen...

Hausgeld nicht gezahlt. - Ähnliche Themen

  1. Hausgeld steuerlich absetzbare Posten

    Hausgeld steuerlich absetzbare Posten: Versuche meine Steuererklärung selbst zu machen. Als Vermieter kann ich ja neben der umlagefähigen NK-Pauschale auch einige weitere Posten als...
  2. Hausgeld und nicht umlagefähige Kosten

    Hausgeld und nicht umlagefähige Kosten: Hallo, ich bin beim Erstellen meiner Steuererklärung auf folgenden Sachverhalt gestoßen. Mein Steuerprogramm möchte die Felder...
  3. Hausgeld frisst Kaltmiete?!

    Hausgeld frisst Kaltmiete?!: Hallo erstmal zusammen , Ich besitze in einem 6 Familienhaus eine ETW Größe: 56qm als Kapitalanlage, habe sie vermietet für 308,-€ Das...
  4. NK Nachzahlung wird nicht gezahlt

    NK Nachzahlung wird nicht gezahlt: Hallo zusammen, ich habe einen (für mich) schwierigen Fall und hoffe, dass Ihr mir helfen könnt. Ich vermiete ein Dreifamilienhaus und habe die...
  5. Hausgeld getrennt von Instandhaltungsrücklage?

    Hausgeld getrennt von Instandhaltungsrücklage?: Moin! Ich habe mal wieder ne Frage. Wir sind ja eine kleine WEG mit 4 MEA und 3 Eigentümern, in Selbstverwaltung. Bisher haben wir das Hausgeld...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden