Hausgeld-Weiterzahlung bei nicht möglicher Zwangsvollstreckung

Diskutiere Hausgeld-Weiterzahlung bei nicht möglicher Zwangsvollstreckung im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo, ich möchte eine Wohnung ersteigern. Der jetzige Eigentümer wohnt drin, wird aber wohl nicht rauszubekommen sein. Momentan zahlt er selbst...

  1. Adora

    Adora Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich möchte eine Wohnung ersteigern. Der jetzige Eigentümer wohnt drin, wird aber wohl nicht rauszubekommen sein. Momentan zahlt er selbst 400 Euro Hausgeld als Eigentümer, enthalten u. a. auch Wasser und Heizung. Der jetzige Eigentümer wird weder ausziehen (wahrscheinlich) noch an mich Miete zahlen wollen. Frage: Muss ich als neuer Eigentümer jetzt auch das komplette Hausgeld übernehmen, also ihm seinen ganzen Verbrauch zahlen? Das Geld sehe ich doch auch nie wieder, genau wie den Mietausfall. Oder besteht die Möglichkeit, da ich ja Eigentümer bin, aber quasi nichts verbrauche, da ich ja nicht drin wohne, das Hausgeld zu verringern oder Wasser und Strom abzustellen? Ich muss dem guten Mann ja keinen Mietvertrag geben, sondern kann einen Nutzungsentschädigung verlangen (offiziell, zahlen wird er auch das nicht). Wenn er kein offizieller Mieter ist, kann ich dann alles abstellen lassen dort in der Wohnung, Strom u. Wasser?

    Für Antworten bin ich dankbar, denn ob ich ersteigere und die Raten für den Kredit UND 400 Euro Hausgeld im Monat stemmen kann ist fraglich ...

    Gruß

    F. B.
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Nein, das musst du nicht. Du musst nur das zahlen, was die WEG gegenüber dir als Wohnungseigentümer abrechnet.

    Welchen Mietausfall? Die Wohnung ist doch gar nicht vermietet!

    Interessante Idee! Kannst das ja mal den vermietenden WEG-Mitgliedern vorschlagen. Die verbrauchen ja auch selbst nichts in ihren vermieteten Wohnungen.

    Verlangen kannst du viel.

    Woher sollen wir wissen, ob du das kannst? Ich würde es dir aber schon zutrauen.

    Okay, jetzt mal ernsthaft:
    Lass es! Wenn dir solche Dinge schon "das Genick brechen", was machst du dann, wenn du irgendwann mal an einen Mieter gerätst, der ein paar Monate lang nicht zahlt, zusätzlich Rechtsstreitkosten verursacht und dir die Wohnung verwüstet, so dass du vor einer Neuvermietung erst mal renovieren darfst?
    Was meinst du, warum die Wohnung versteigert wird - und nicht "normal" verkauft?
     
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  4. Adora

    Adora Neuer Benutzer

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    Hallo,

    es bricht mir nicht das Genick. Ich sehe es nur nicht ein, 400 Euro Hausgeld im Monat zu zahlen, die Wasser und Heizung enthalten, die ich nicht verbrauche und die der "Bewohner", der sich wahrscheinlich weigert, auszuziehen, nicht zahlen wird. Mit RA-Kosten und Renovierung habe ich ja schon relativ großzügig kalkuliert. 1/3 des Hausgeldes sind die üblichen Rücklagen und 2/3 sind Verbrauchskosten des Mieters/Eigentümers.

    Und mit Mietausfall meinte ich, dass ich die Wohnung vermieten könnte und davon die Raten der Bank zahlen könnte, aber wenn der alte Eigentümer nicht auszieht, dass ich dann die Raten quasi aus eigener Tasche zahle, das meinte ich mit Mietausfall. Auch diesen habe ich schon einkalkuliert, auf ca. 1.5 Jahre.

    Gruß

    F. B.
     
  5. Andres

    Andres
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    Klare Frage, klare Antwort: Sobald du Eigentümer bist, treffen dich auch alle Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, u.a. also die Zahlung des Hausgelds. Ob, wann und in welcher Form du das wiederbekommst, interessiert die WEG zu Recht nicht.


    Daher muss das in die Kalkulation des Kaufpreises einfließen.
     
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  6. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Wieso grad diese Wohnung?
     
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  7. Adora

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    Weil sie günstig gelegen ist und mir der Grundriss sehr gefällt. Und weil sie recht günstig zu ersteigern ist. Klar, mit dem ganzen Hickhack, das man sich da noch auflädt ...
     
  8. #7 immobiliensammler, 16.11.2017
    immobiliensammler

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    Dann musst Du eben die Folgekosten einkalkulieren, vielleicht ist die Wohnung ja genau deswegen so günstig.
     
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  9. Adora

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    Ja, danke für die Antworten.

    Noch eine Frage, anderes Thema (ja ich weiß, gehört hier wohl nicht rein, ich mache es jetzt mal trotzdem).

    Wenn ich die Wohnung kaufe und dann Eigentümerin bin, dem jetzigen Eigentümer aber keinen Mietvertrag gebe, sondern, wie mir empfohlen wurde, eine Nutzungsentschädigung verlange. Was ist dann sein Status? Er ist ja dann kein Eigentümer und kein Mieter, sondern?
     
  10. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Adora,
    "brauchst" Du Probleme...?
     
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  11. Adora

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    Ich verstehe diese Frage nicht. Ich versuche nur, alle Seiten zu betrachten. Aber auch du scheinst den neuen Status des Bewohners nicht zu wissen.
     
  12. #11 immobiliensammler, 16.11.2017
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    Ich verstehe Bernys Frage durchaus. Ich kaufe/ersteigere doch kein Objekt beim dem ich jetzt schon weiß, dass es zu Problemen kommt, außer natürlich der Kaufpreis ist so billig dass ein paar Jahre Mietausfall (inklusive der weiterlaufenden Zahlungsverpflichtungen aus Hausgeld etc.) sowie Anwalts- und Gerichtskosten eingepreist sind. Und selbst dann würde ich mir wohl den Streß nicht antun wollen ....
     
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  13. #12 Sweeney, 16.11.2017
    Zuletzt bearbeitet: 16.11.2017
    Sweeney

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    Er ist Besitzer.

    Der Immobilienerwerb aus einer Zwangsvollstreckung eignet sich für Personen, die einerseits umfangreiche Erfahrung mitbringen und andererseits das notwendige Kleingeld in der Tasche haben. Anhand der hier gestellten trivialen Fragen und insbesondere folgender Aussage ...


    ... scheint das Vorhaben gleich mehrere Kragenweiten zu groß.

    Die Räumung nach einer Zwangsvollstreckung kann ein höchst kostspieliges Abenteuer werden, wenn der Voreigentümer sich querstellt. Der Ersteher müsste in diesem Fall die gesamten Vollstreckungskosten vorschießen bei nur geringer Aussicht, das Geld vom Schuldner wiederzubekommen, da er ja offensichtlich keins hat.

    Zudem zerstören nicht wenige vormalige Eigentümer bei der Räumung aus Frustration noch einiges am Gebäude, um den Ersteher zu schädigen. Erfolgsaussichten aus einem durchsetzbaren Schadenersatzanspruch tatsächlich Geld zu sehen, dürften aus vorbenannten Gründen ebenfalls gegen Null konvergieren, denn einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen.
     
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  14. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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  16. #14 BHShuber, 18.11.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    ganz einfache Lösung des Problems, steigere nicht mit, das wird eh nix und aus welchem nachvollziehbaren Grund sollte ein normal denkender Mensch sich so was antun wollen?

    Gruß
    BHShuber
     
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  17. Duncan

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    Also die Wohnung klingt für mich nach einem perfektem Projekt für einen juristisch sehr versiertem Anleger, der möglichst schon mehrere Wohnungen in dem Objekt hat und der ausreichend "Kriegskasse" und Geduld hat. Für alle sonstigen sehe ich eher schwarz. Allein daraus wird sich auch der vermeidlich günstige Verkehrswert ergeben.

    Aber schön, dass man schon vorher genau weiß, vom Bewohner der Wohnung kann man kein Geld erwarten, der hat es amtlich nicht über die Pfändungsfreigrenze zu kommen...
     
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