Hausgeld zusammensetzung - Was bekommt der Eigentümer wieder

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Dragonate, 06.09.2016.

  1. #1 Dragonate, 06.09.2016
    Dragonate

    Dragonate Neuer Benutzer

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    Moin Leute,

    ich hab da mal eine Frage zur Zusammensetzung des Hausgeldes und welche Posten vom Mieter übernommen werden. Im Prinzip meine ich es zu wissen, aber da die Werte dann nicht ganz übereinstimmen bin ich stutzig.

    -Mieterin Frau X bezahlt eine Warmmiete von ca. 548,- € / Monat (hinzu kommt nur noch der Strom)
    -ca. 117 € davon sollen für Heizung und Wasser sein
    -ca. 71 € davon sollen Betriebskosten sein
    -Kaltmiete beträgt somit ca. 360 €

    Im Wirtschaftsplan mit seperater Aufteilung des Hausgeldes für den ET tauchen dann im Hausgeld auch Betriebskosten, Heizung und Wasser/Abwasser auf. Sehe ich es richtig, das der ET von den 230 € Hausgeld sich diese drei Posten aus der Warmmiete wieder rauszieht? Ich möchte eigentlich wissen was der ET effektiv an Hausgeld zahlt... Würde mich über eine Antwort freuen.

    Ich sehe gerade das ich keine Bilder hochladen darf, das ist ja ärgerlich. Also das ist die Hausgeldabrechnung / Wirtschaftsplan:


    Anteile: 87

    Verwaltung: 18,50

    Heizung: 53,65

    Betriebskosten: 56,72

    Wasser/Abw. 23,44

    Rücklagen: 70,56

    Kabelfernsehen: 7,14

    Hausgeld: 230,00
     
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  3. #2 immobiliensammler, 06.09.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Hallo Dragonate,

    Du musst die Hausgeldabrechnung der WEG-Verwaltung gedanklich in zwei Abrechnungen aufteilen, in die umlagefähigen und die nicht umlagefähigen Kosten. In Deinem Beispiel oben wären die Positionen Rücklagen und Verwaltung nicht umlagefähig, die sonstigen Positionen wären auf den ersten Blick - entsprechende Vereinbarung im Mietvertrag vorausgesetzt - auf die Mieterin umlagefähig.

    Bei diesen Beträgen bekommst Du also monatlich mehr Nebenkosten von der Mieterin als Du an die Verwaltung zahlst, es kommt jedoch nicht darauf an, sondern auf die endgültige Abrechnung zum Ende des (Wirtschafts-)Jahres, denn dann kann ja noch eine Nachzahlung oder Erstattung rauskommen.

    Dann rechnest Du entsprechend ab und erstattest Deiner Mieterin Ihr Guthaben bzw. forderst eine Nachzahlung, genauso macht es dann die WEG-Verwaltung mit Dir.
     
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  4. #3 anitari, 06.09.2016
    anitari

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    230 €

    Das Hausgeld setzt sich aus den nicht umlegbaren und umlegbaren Betriebskosten gem. § 1 und § 2 Betriebskostenverordnung zusammen. Die BK gem. § 2 können, wenn vertraglich vereinbart, auf den Mieter umgelegt werden.
     
  5. #4 Dragonate, 06.09.2016
    Dragonate

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    Ich bedanke mich schonmal für eure Antworten.

    @anitari
    Du weißt aber schon wie ich das gemeint hatte... Da der ET umlegt bezahlt er am Ende ja nicht Effektiv 230,- € ...

    @immobiliensammler
    Danke für deine verständlichen Ausführungen. Das bedeutet also in meinem Beispiel, das der ET aus seiner Tasche nur Verwaltung und Rückladenbildung übernimmt, für die anderen Posten in Vorkasse geht, diese sich aber über die Gesamtmiete wiederholt? Und voraussichtlich einen höheren Satz in diesem Beispiel gewählt hat und dann ggf. am Ende des Jahres zurückzahlt?
     
  6. #5 immobiliensammler, 06.09.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    So sieht es aus, es können dann aber in der Endabrechnung noch weitere nicht umlagefähige Beträge dazukommen (z.B. Reparaturen). Die Formulierung "über die Gesamtmiete zurückholt" ist für die Korinthenk*** etwas unglücklich gewählt, da es ja keine Gesamtmiete gibt sondern die Mieterin ihrerseits Vorauszahlungen leistet, aber von der Grundidee her ist es richtig!
     
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  7. #6 Dragonate, 06.09.2016
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    Alles klar.

    Super dann habe ich es verstanden und werde in Zukunft auf die Formulierungen achten! Danke dir
     
  8. #7 JorgStB, 06.09.2016
    JorgStB

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    Noch ein kleiner Tip:
    Neben den umlegbaren Kosten gemäß Hausgeldabrechnung ist auch die Anteilige Grundsteuer auf den Mieter umlegbar, sofern dies im Mietvertrag so geregelt ist.
     
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  9. #8 Papabär, 07.09.2016
    Papabär

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    Im Gegenzug ist der WEG-Verwalter nicht unbedingt verpflichtet, eventuelle Hauswartkosten in umlagefähig/nicht umlagefähig zu unterteilen. Eine Prüfung kann sich hier lohnen.
     
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