Hausgeldabrechnung erhöhte Wasserkosten durch Wasserschaden

Diskutiere Hausgeldabrechnung erhöhte Wasserkosten durch Wasserschaden im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, in meiner vermieteten Eigentumswohnung war Anfang des Jahres ein Wasserschaden. Als Teil der Ursache war eine Undichtigkeit der...

Becksprinz

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Hallo zusammen,

in meiner vermieteten Eigentumswohnung war Anfang des Jahres ein Wasserschaden. Als Teil der Ursache war eine Undichtigkeit der Toilette aus meiner Wohnung. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt einen Sondereigentumsverwalter hatte, hat mir die Hausverwaltung eine Mail geschrieben, mit der bitte den Schaden zu beseitigen. Ich war zu der Zeit auf Dienstreise und habe die Mail erst später gelesen.

Weil die Reparatur deshalb ein bisschen hingezogen hat, sind die Kosten für Kaltwasser in der Hausgeldabrechnung um 350 € gestiegen. Wie würdet ihr damit verfahren?
Es sind umlagefähige Nebenkosten die eigentlich mein Mieter bezahlen müsste. Auf der anderen Seite hätte die Hausverwaltung mich einfach angerufen oder direkt mein Sondereigentumsverwalter kontaktiert (für solche Fälle bezahle ich ihn schließlich), hätte sich die Reparatur nicht solange hingezogen.

Gruß

Christian
 
immobiliensammler

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War der eigentliche Wasserschaden denn versichert? In fast jeder Gebäudeversicherungspolice die ich kenne ist der Leitungswasserverlust dann bis zu einem bestimmten Betrag (oft 500 Euro) mitversichert.
 
Andres

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Es sind umlagefähige Nebenkosten
Nein. Betriebskosten sind nur die Kosten, die durch "den bestimmungsmäßigen Gebrauch" entstehen, § 1 BetrKV. Wasser, das in Folge einer Beschädigung austritt, ist nicht Teil dieses bestimmungsmäßigen Gebrauchs, daher sind die Kosten auch nicht umlagefähig. Nun ist die Menge des ausgetretenen Wassers ja mehr oder weniger zwangsläufig nicht genau bestimmbar, daher ist Schätzung zulässig. Der Mieter hat diese Kosten aber nicht zu tragen.

Der Einwand von @immobiliensammler ist zwar richtig (wenn der Mieter über die Betriebskosten für eine Versicherung zahlt, dann kann er verlangen, dass diese Versicherung auch in Anspruch genommen wird), aber so weit kommt es gar nicht erst. Der Mieter muss diese Kosten schon prinzipiell nicht tragen, ganz egal ob sie womöglich auch von einer Versicherung abgedeckt sind.
 

Ferdl

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Für diese Kosten ist der VM Verantwortlich.
Eine frage wäre, ob die VS den Schaden übernimmt, hat sie den Ursprungsschaden übernommen wird das kein Problem sein, wurde der Schaden nicht gemeldet kann sich die VS gemütlich zurücklehnen.
Eine weitere Möglichkeit Kosten zu reduzieren ist, beim Wasserversorger anzufragen ob sie den auf den Schaden belaufenden Anteil der Abwassergebühren erlässt, das ist häufig in der Satzung so festgelegt oder kann aus Kulanz genehmigt werden.
Auch dieses hätte man besser direkt erledigt.
Die Kosten der HV überzuhelfen halte ich für unwahrscheinlich.
 

Becksprinz

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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten und die damit verbundene Hilfe. Die Versicherung hat den Schaden, der durch das ausgetretene Wasser entstanden ist, übernommen. Ich habe nur die Reparatur meiner Toilette bezahlt.

  • Wenn ich euch richtig verstanden habe, muss ich die Kosten als Vermieter tragen.
  • Die Kosten muss ich leider schätzen, weil es nicht mehr nachvollziehbar ist.
  • Ich hätte aber die Chance die Kosten von Versicherung wiederzubekommen. Dazu würde ich aber die Hausverwaltung kontaktieren, weil die damals den Versicherungsschaden abgewickelt hat.
  • Sollte ich bei der Hausverwaltung keine Erfolg haben, könnte ich noch beim Wasserversorger nachfragen, ob es möglich ist, die Angelegenheit über Kulanz zu regeln.
  • Falls so ein Schaden noch mal auftritt, würde ich mein Mieter darauf hinweisen, dass er sich den Stand der Wasseruhr notiert, um die Kosten von der Versicherung erstattet zu bekommen.

Habe ich das so richtig verstanden?

Gruß

Christian
 
Andres

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Habe ich das so richtig verstanden?
So zumindest meine Auffassung vom Sachverhalt. Ob es so wahnsinnig sinnvoll ist, den Mieter darum zu bitten, den Zählerstand zu notieren, ist eine andere Frage. Bei akuter Havarie hat man meist andere Sorgen, der Mieter ist dazu auch nicht verpflichtet und letztendlich ist doch immer die Frage, ob dieses Problem wirklich so häufig auftritt, dass man dafür ein "Verfahren" braucht. Grundsätzlich kann man das schon machen ...
 
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