Hausgeldreduzierung möglich?

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Blauaeugig, 02.05.2014.

  1. #1 Blauaeugig, 02.05.2014
    Blauaeugig

    Blauaeugig Benutzer

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    Guten Morgen,
    ich habe eine Frage und würde mich über eine Antwort freuen:

    wir haben in 2012 ein mtl. Hausgeld i. H. v. 250€ gehabt, die Rückzahlung betrug 350,51€. In 2013 ist das Hausgeld auf 220€ reduziert worden, die Rückzahlung beträgt 330,89€. Für das laufende Jahr ist das Hausgeld bei 220€ belassen worden. Nun würden wir das Hausgeld gern auf 200€ mtl. reduzieren. Ist es möglich, einen solchen Antrag beim Hausverwalter zu stellen und falls ja, unter welchen Begründungen kann er diesen ablehnen?

    Wir haben vor, die Differenz mtl. zurückzulegen anstatt der WEG einen Kredit zu gewähren.

    Wie handhaben andere Hausverwalter diese Lage?

    Vielen Dank für Antworten und Meinungen sagt
    Blauaeugig
     
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  3. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Das Hausgeld wird über den Wirtschaftsplan, der in der WEG Versammlung beschlossen wird, festgelegt.
    Demnach hat der Verwalter nur den Wirtschaftsplan zu erstellen und kann einem Antrag auf reduzierung nicht statt geben.
     
  4. #3 Nashörnchen, 03.05.2014
    Nashörnchen

    Nashörnchen Gast

    Ich finde es generell nicht sinnvoll, wenn überschüssige Hausgelder erstattet werden.

    Es müssen ja auch Rücklagen gebildet werden und da macht es ja schon Sinn, wenn diese in etwa der jeweiligen Abnutzung entsprechen.

    Und da deine überschüssigen Zahlungen ja auf dem Hausgeldkonto eben so verzinst werden, wie auf deinem privaten Konto, dürfte sich dein finanzieller Verlust in engen Grenzen halten.

    Oder beabsichtigst du die Wohnung zu veräußern und hast Angst, dann zuviel Geld in Form von Rücklagen zu verlieren?

    Wobei es da auch so ist, dass viele potentielle Käufer durchaus auch die Höhe der Rücklagen in ihre Kaufentscheidung einbeziehen, bzw. ein Instandhaltungsstau oft ein KO Kriterium ist.

    Da man die finanziellen Möglichkeiten seiner Miteigentümer eben nicht kennt, finde ich persönlich es sehr wichtig, dass relativ hohe Rücklagen gebildet werden. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man zuschauen muss, wie eine Wohnung an Wert verliert, weil das Haus verfällt.

    Also da müssten die Rücklagen schon sehr hoch sein und etliche Arbeiten abdecken, damit ich einem solchen Antrag zustimmen würde.

    Aber klar, da entsteht u. U. ein Konflikt zwischen denen, die möglicherweise veräußern wollen und denen, die die Immobile langfristig in gutem Zustand wissen wollen.
     
  5. Duncan

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    Ich sehe eigentlich nur den Weg per Eigentümerversammlung den Wirtschaftsplan entsprechend anzupassen und damit eine Reduzierung des Hausgeldes anzustreben, im wesentlichen geht das zu Lasten der Instandhaltungsrücklage.
    Wenn in meiner WEG ein Überschuss entstehen sollte hat sich eingebürgert diesen der Instandhaltungsrücklage zuzuschlagen. Reduziert für jeden Einzelnen eine eventuelle Sonderumlage, die sind schwerer zu kalkulieren.
     
  6. #5 Tobias F, 03.05.2014
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    Damit stehst Du wohl ziemlich alleine.


    Was haben die Rücklagen (sind im Wirtschaftsplan und der Hausgeldabrechnung enthalten) mit einem Guthaben aus der Hausgeldabrechnung zu tun?


    Sorry, aber das ist totaler Schwachsinn.
    Sein Konto ist SEIN Konto, dass Girokonto der WEG sowie das Rücklagenkonto der WEG sind nicht seine Konten - darauf hat er keinen Zugriff.


    Hast Du überhaupt eine Ahnung von der Materie? Die Rücklagen bildet nicht er - sondern die Gemeinschaft.


    Du hast echt keinen Plan. Die Frage des TS war ob er, eigenmächtig oder in Absprache mit der HV, seine Hausgeldzahlungen reduzieren kann.
    Da musst DU nicht zustimmen, und da kann auch der Verwalter nicht zustimmen, denn Zahlungen sind gemäß dem beschlossenen Wirtschaftsplan zu leisten. So einfach ist die Welt.
     
  7. Duncan

    Duncan
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    genau da dürfte in diesem Fall das hüpfende Komma zu finden sein.

    Wobei es auch hier sich lohnt genau hinzusehen. Hört sich toll an, wenn eine WEG buchhalterisch eine Instandhaltungsrücklage im mittleren 6stelligen Bereich hat. Sch..asbad, wenn diese zu über 50% aus Forderungen bestehen, die man wohlwollend mit nur schwer einbringbar umschreiben kann...
    Wenn sich unbedarfte Leute haben erzählen lassen die Whg. bezahlt ihnen das Finanzamt aus ihren Steuern und man dann bemerkt hat, dass wenn man so viele Steuern hätte sparen können, man auch das Geld für den Barkauf verdient hätte, ist das gar nicht so selten.
     
  8. #7 DerFremde, 04.05.2014
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    Warum zahlt Ihr den zuviel Hausgeld? Was wird zu hoch bei Euch kalkuliert?

    Bei uns waren es immer die Heizkosten nach Wohnfläche.

    Letztendlich haben wir uns dann darauf geeinigt das wir in unserem 5 Parteien Haus im Wirtschaftsplan einfach den prozentualen Vorjahresverbrauch ansetzen!

    Anstatt 1.200€, müssen wir also nur 900€ Heizkosten vorauszahlen. Andere dafür dann 1.500€ anstatt 1.200€!

    Die einen zahlen nicht zuviel, und die anderen erwartet keine Nachzahlung.

    Gruß
     
  9. #8 Blauaeugig, 05.05.2014
    Blauaeugig

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    Guten Morgen,
    Danke für eure Beiträge.
    Eine grundsätzliche Feststellung vorab: wir hatten nie vor und werden uns auch hüten, das Hausgeld eigenmächtig kürzen und "einfach so" weniger zahlen. Geht auch gar nicht, weil der HV auf eine Einzugsermächtigung bestanden hat.

    Die Eigentümer haben sich in der konstituierenden Sitzung darauf geeinigt, eine jährliche Instandhaltungsrücklage von 1000€ für das gesamte Haus zu bilden. Das Haus ist ein Neubau aus dem Jahre 2011. Unser Anteil beträgt 208€ p. A. . Wir sparen selber monatlich ca. 160€ für anfallende Sonderumlagen, die mit einer so extrem niedrigen Instandhaltungsrücklage zwangsläufig kommen werden. Zumal der HV die laufenden Reparaturen und "Kleinkramrechnungen" aus dieser Instandhaltungsrücklage begleicht. Unser Antrag, einen monatlichen Betrag von 50€ pro Wohneinheit für Reparaturen zu sparen, wurde abgelehnt mit der Begründung, dass das völlig überzogen sei.

    Es ist uns völlig klar, dass bei einem Verkauf die angesparte Rücklage beim Haus verbleibt, da gehört sie ja nun auch eindeutig hin!

    Wie in meinem Eingangspost geschrieben, sind die jährlichen Rückzahlungen immer recht hoch und ich möchte der WEG ganz einfach nicht immer eine Art Kredit gewähren. In diesem Jahr werden die Nebenkosten noch weniger werden, weil wir ca. 3 Monate im Ausland sein werden und die Wohnung dann unbewohnt ist (Freunde übernehmen Betreuung der Wohnung). Mir ist bewußt, dass Allgemeinstrom usw. weiter anfallen. Dagegen haben wir aber 3 Monate keine Frisch- und Abwasserkosten und kaum Stromkosten. Heizkosten sind nicht betroffen, weil der Zeitraum im Sommer ist.

    Es geht mir grundsätzlich darum, angemessene Hauskosten zu zahlen. Die recht hohen Rückzahlungen zeigen mir, dass mein Hausgeld zu hoch ist. Ein weiterer Eigentümer kommt meist ungefähr +/- 0€ auf, die anderen 3 Eigentümer zahlen jährlich nach.

    Vielen Dank für Antworten und
    VG
    Blauaeugig
     
  10. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    @ Blauaeugig

    kann es sein dass Du im Moment das Gras wachsen hörst ? Klar ist es nicht leicht in einem Haus zu wohnen wo man nur Probleme hat. Aber nehmt die Rückzahlung und macht Euch einen schönen Wellnes Tag, dann sind die 330 Euro sehr gut angelegt.
     
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