Hausgeldüberschuss bei Besitzwechsel vor Eigentumswechsel

Dieses Thema im Forum "Immobilien - Erwerb/Veräußerung im Inland" wurde erstellt von Sinn, 07.10.2015.

  1. Sinn

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    Hallo zusammen,
    diesen Sommer habe ich meine erste Wohnung gekauft.
    Der Notartermin war im Juni wobei eine Anzahlung getätigt wurde und bereits die Schlüsselübergabe und somit auch die Besitzübergabe der damals leerstehenden Wohnung stattfand.
    Die restliche Kaufsumme habe ich dann im August überwiesen.
    Die Verkäuferin hatte zum Zeitpunkt des Notartermins ein Guthaben aus der Hausgeldabrechnung von 2014. Dadurch hat sie kaum Hausgeld für die Zeit nach dem Notartermin gezahlt, verlangt nun jedoch das Hausgeld in voller Höhe für diese Zeit.
    Deshalb meine Frage: Muss ich das volle Hausgeld erstatten oder nur den Teil, den sie tatsächlich gezahlt hat.

    Mit meiner Internetrecherche konnte ich diesen konkreten Fall leider nicht lösen und würde mich deshalb über Rat freuen!

    Vielen Dank!

    VG
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Zur Klarstellungs: Die Abrechnung 2014 hat eine Rückzahlung an die Verkäuferin ergeben. Das Guthaben wurde aber nicht ausgezahlt, sondern mit der laufenden Hausgeldzahlung verrechnet?

    Was steht im Kaufvertrag bezüglich des Übergangs der Lasten? Gibt es mehr als die allgemeine Feststellung, dass Nutzen und Lasten mit vollständiger Zahlung des Kaufpreises übergehen?
     
  4. #3 Newbie15, 07.10.2015
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    Welche vertragliche Vereinbarung zum Thema Hausgeld habt ihr im Kaufvertrag darüber getroffen? Lass mich raten: gar keine über die üblichen Klauseln hinaus?

    Eine Internetrecherche kann den Fall nur schwer lösen, weil man dazu eure Vereinbarung im Kaufvertrag kennen müsste bzw. wissen, ob es eine gibt oder nicht. Wir hatten in der selbstgenutzten Wohnung beispielsweise festgehalten, dass ab Besitz(nicht Eigentums!)-Übergang das Hausgeld von uns als Käufer zu zahlen ist und auch eine Zwischenabrechnung zu diesem Stichtag taggenau erfolgt und der jeweilige Besitzer=Nutzer in seinem Nutzungszeitraum Nachzahlungen zu leisten hat bzw. Überschüsse zurückbekommt. Letztlich also wie bei einem Mieterwechsel. Schlimmstenfalls muss man das zwar zivilrechtlich einfordern, aber dazu hat man eine vertragliche Grundlage.

    Wenn nichts vereinbart ist, schuldet der Eigentümer das Hausgeld und kann das Interessant wird es dann aber auch bei der Abrechnung, denn wenn bis dahin du Eigentümer bist, schuldest du ggf. Nachzahlungen. Wenn ihr keine vertraglichen Vereinbarungen dazu getroffen habt, würde ich das dem Verkäufer entsprechend mitteilen. Sonst läufst du nämlich Gefahr, sowohl das Hausgeld als auch evtl. Nachzahlungen tragen zu müssen. Einmal, weil du es halt freiwillig gemacht hast, einmal, weil du dazu verpflichtet bist.
     
  5. Sinn

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    Das Guthaben wurde nicht ausgezahlt sondern ´nur´ mit den beiden Hausgeldzahlungen, die nach dem Notartermin erfolgten verrechnet und ist dementsprechend nicht unbedeutend.

    Ich bin der Meinung, dass alle Pflichten beim Notartermin auf mich übergingen, kann jedoch leider erst morgen mittag wieder in den Kaufvertrag gucken und werde dies natürlich hier noch ergänzen.
     
  6. Sinn

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    Es wurde vereinbart, dass ich das Hausgeld ab Notartermin trage, weiter wurde nichts festgelegt.
     
  7. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Was wurde in Eurem Kaufvertrag vereinbart? Denn in der Regel steht im Kaufvertrag, dass der wirtschaftliche Übergang mit der Kaufpreiszahlung stattfindet. Es heißt so schön "Übergang von Besitz, Nutzungen und Lasten" es ist damit der Zeitpunkt gemeint, zu dem die Wohnung wirtschaftlich auf den Käufer übergeht.
    Das Hausgeld (Höhe und Zahlungsweise) wird gemäß Beschluss der Versammlung über den Wirtschaftsplan festgelegt. Wenn sie also ein Guthaben aus 2014 hat das die z.B. monatlichen Zahlungen ab dem Übergang begleicht, hast Du die durch die WEG in der Versammlung beschlossene Vorauszahlung an sie zu bezahlen, denn das Guthaben stammt ja aus 2014 und gehört somit der Eigentümerin der Wohnung von 2014.
    Nächstes Jahr rechnet Ihr mit der dann vorliegenden, durch die WEG Versammlung in 2015 beschlossenen, Jahresabrechnung für 2014, nochmal ab.
     
  8. #7 Martens, 07.10.2015
    Martens

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    Im Innenverhältnis ist die Klausel eindeutig, der Erwerber schuldet die Zahlung des monatlichen Wohngeldes ab Notartermin.
    Im Außenverhältnis ist die Regelung auch eindeutig, der WEG schuldet der eigetragene Eigentümer die Zahlungen, genauso stehen ihm Guthaben aus Abrechnungen zu.

    Also zahle Dein Wohngeld und alles ist gut. Natürlich leistest Du die Zahlungen an die WEG-Verwaltung und nicht an den Verkäufer ;)

    Christian Martens
     
  9. #8 Newbie15, 07.10.2015
    Newbie15

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    Dann ist es eindeutig. Du musst das Hausgeld zahlen, selbstverständlich in voller Höhe, direkt an die WEG. Die Verwaltung wird dann der Verkäuferin ihr zu viel gezahltes Hausgeld rückzahlen. Das Guthaben aus 2014 steht natürlich der Verkäuferin zu, damit hast du nichts zu tun.
     
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