Hausgeldzahlungen zwingend an neuen Wirtschaftsplan anpassen?

Diskutiere Hausgeldzahlungen zwingend an neuen Wirtschaftsplan anpassen? im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Wirtschaftsjahr der WEG = Kalenderjahr. Die mtl. Hausgeldabschläge der ersten Monate im neuen Kalenderjahr entsprechen noch je 1/12 des Hausgeldes...

  1. #1 Fremdling, 05.05.2015
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    Wirtschaftsjahr der WEG = Kalenderjahr. Die mtl. Hausgeldabschläge der ersten Monate im neuen Kalenderjahr entsprechen noch je 1/12 des Hausgeldes auf der Basis des Wirtschaftsplans [WPL] des Vorjahres. In der ersten Jahreshälfte wird in der WEG-Versammlung für das laufende Jahr ein neuer WPL mit höheren Hausgeldbeträgen beschlossen. Bisher ging ich davon aus, dass der Verwalter nach der Versammlung die Beträge der nächsten Hausgeldraten gemäß neuem WPL einzieht und für die bisher gezahlten Monate eine Verrechung (Nachbelastung) mit der laufenden Monatsrate vornimmt. Sofern ein unterjähriger Verkauf einer Wohnung erfolgte, wird über das laufende Wirtschaftsjahr mit dem zum Zeitpunkt der Abrechnung vorhandenen Eigentümer (hier: Käufer) abgerechnet.

    Sollte der Verkäufer durch seine Vorausszahlungen und eine niedriger erwartete Abrechnung eine Rückzahlung erwarten, sofern er nicht verkauft hätte, wären diesbezügliche Regelungen durch Zahlungsausgleich im Kaufvertrag bilateral zu treffen.

    Soweit habe ich es u.a. von Euch gelernt, sofern ich es korrekt verstand. - Nun meine Fragen und schon mal ein herzliches DANKE für Eure Antworten:

    1. Habe ich den obigen Sachverhalt korrekt wiedergegeben?
    2. Gibt es -mir bisher nicht bekannte- Umstände, die den Verwalter dazu berechtigen, die bis zur Beschlussfassung über den neuen WPL ab Januar gezahlten Beträge nicht an den neuen WPL anzupassen oder sogar bis zur Eigentumsübergabe an den Käufer auf dem alten Niveau beizubehalten?
    3. Widerspricht eine derartige Einzel-HGA nicht ordentlicher Verwaltung und wäre so auch durch den Käufer anfechtbar?
    4. Unterstellen wir mal, es gäbe auch für den Käufer nachvollziehbare wirtschaftliche Gründe die alten Abschläge des Verkäufers bis zum Eigentumsübergang in der Höhe zu belassen und es wäre dem Käufer recht, würdet Ihr Euch als Verwalter darauf einlassen?
    5. Oder seid Ihr für 'klare Kante' und würdet Euch auf diese Weise in bilaterale Interessen gar nicht einbinden lassen, zumal es nicht ganz abwegig wäre, wenn im Streitfall der Richter der Verwaltung Verfahrenskosten aufbrummt?
     
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  3. #2 Martens, 05.05.2015
    Martens

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    moin,

    die Eigentümer beschließen über den Wirtschftsplan, wenn dieser für das Kalenderjahr gelten soll, erfolgt für die bereits abgelaufenen Monate eine Nachbelastung oder Gutschrift.
    Hiervon abweichende Vorgehensweisen müssen beschlossen werden, z.B. die neuen Vorauszahlungen gelten erst ab nächten Monat o.ä.

    Der Verwalter ist verpflichtet, die Beschlüsse der WEG umzusetzen, er ist nicht befugt, die Vorauszahlungen einzelner Eigentümer nach "Wetterlage" anzupassen.

    Die WEG-Abrechnung ist eine Jahresabrechnung, es darf keine zeitanteilige Abrechnung erfolgen, wie sie bei Mietern vorgeschrieben ist.
    Der Verkäufer schuldet der WEG (nur?) die Vorauszahlungen nach Wirtschaftsplan und diese bis zum grundbuchlichen(!) Übergang.

    Christian Martens
     
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