Haushaltnahedienstleistung

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Beluga, 23.02.2009.

  1. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Kann man als Mieter Haushaltnahedienstleistungen auch steuerlich absetzen ?


    Und kann man diese Bescheinigung direkt von Hausverwaltung verlangen, wenn der Vermieter selbst diese weder benötigt noch drum kümmern will ?


    Ich liebe :garfield
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Man kann...

    Der Mieter hat mit Sicherheit keinen Anspruch auf irgendwelche Leistungen eines Verwalters. Grundlage für einen eventuellen Anspruch auf Ausstellung einer Bescheinigung kann nur das Mietverhältnis sein. Weder der WEG-Verwalter noch der beauftragte Verwalter in einem Mietobjekt ist Vertragspartner des Mietverhältnisses und damit auch gegenüber dem Mieter nicht zu irgendwelchen Leistungen verpflichtet.
     
  4. #3 lostcontrol, 23.02.2009
    lostcontrol

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    was für 'ne bescheinigung willste denn da von der verwaltung bekommen?
    falls es eine putzfrau für die kehrwoche gibt, dann wird die ja über deine betriebskosten abgerechnet...
    die belege für die betriebskosten darfst du jederzeit (natürlich nach terminabsprache) bei der hausverwaltung einsehen - kopien muss man dir aber nicht anfertigen, es sei denn es ist (aufgrund der entfernung) nicht zumutbar, dass du persönlich dort vorbei schaust.
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Es geht bei der hier in Rede stehenden Bescheinigung nun nicht um die Richtigkeit einer Betriebskostenabrechnung und damit ist Belegeinsicht hier ein völlig nutzloser Anspruch.
    Eine Betriebskostenabrechnung weist Gesamtkosten, mehr oder weniger sinnvoll gegliedert, aus. Begünstigt nach § 35a EStG sind aber nur die Kosten für Arbeitsleistungen, nicht Materialkosten.
    Da der Mieter nicht über die (Original-)Rechnungen der entsprechenden Leistungen verfügen kann, benötigt er vom Vermieter eine Bescheinigung über die Höhe der steuerlich begünstigten Ausgaben. Um diese Bescheinigung und darum, ob und von wem der Mieter die Ausstellung verlangen kann, geht es hier.
     
  6. #5 lostcontrol, 24.02.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    das hat auch keiner gesagt.
    aber ich wüsste nicht welche "bescheinigung" der mieter denn würde haben wollen, wenn nicht z.b. diejenige für die putzfrau für treppenhaus & co, und die wird nun mal üblicherweise über die betriebskosten umgelegt.
    einen anspruch auf den original-beleg hat der mieter hier allerdings nicht, und auf eine kopie des original-belegs auch nur in ausnahmefällen.

    wer redet denn hier von materialkosten?

    als nachweis sollte dem finanzamt übrigens die betriebskostenabrechnung reichen.
    zumindest hier in bawü bzw. beim lokal zuständigen finanzamt ist das so.
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Dann frage ich mich, wozu der Hinweis auf das Recht zur Belegeinsicht gut gewesen sein soll... :?

    Dann erkläre mir mal, wie aus einer Gesamtsumme der Abrechnungsposition "Hausreinigung" - von mir aus für Schwaben auch "Kehrwoche" - der begünstigte Betrag erkennbar sein sollte. Zur Erinnerung: es sind nicht die Kosten der Hausreinigung begünstigt, sondern lediglich die Kosten der Arbeitsleistung und Fahrtkosten. Kosten für Putzmittel - um bei der Hausreinigung zu bleiben - sind nicht begünstigt.

    Die Frage
    lässt sich damit relativ einfach beantworten: unmittelbar ich und mittelbar der Gesetzgeber.


    Die Betriebskostenabrechnung wird auch in BW nur dann ausreichen, wenn die entsprechenden Kosten aufgeschlüsselt sind. In diesem, aber auch nur in diesem, Fall wäre die Betriebskostenabrechnung eine Bescheinigung über die Höhe der begünstigten Kosten.
     
  8. #7 lostcontrol, 24.02.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    einfach um klarzustellen dass es eine kopie vom original nur in ausnahmefällen gibt.

    tja, dann wird das wohl entsprechend aufgedröselt werden müssen.

    du schriebst doch grad selbst dass z.b. kosten für putzmittel nicht begünstigt sind.
    was für materialkosten also?
    es wurde ja immernoch nicht beantwortet WELCHE haushaltsnahen dienstleistungen hier gemeint sein könnten. mir fällt da nur die putzfrau ein.

    wenn die entsprechenden kosten nicht aufgeschlüsselt sind, ist das ganze ding doch ungültig dachte ich?
     
  9. Mac

    Mac Erfahrener Benutzer

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    Um weiteren irreführenden Informationen keinen Vorschub zu leisten:

    (Es wird im Folgenden nicht auf die Möglichkeit der Steuerermäßigungen für Vermieter, Eigentümer, Eigentümergemeinschaften, selbst beauftragte Handwerker §35a Abs.3 EStG oder hauswirtschaftliche Dienste §35a Abs.1 EStG, §35a Abs.2 Satz 2 EStG eingegangen.)

    Als Mieter kann man die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen gem. §35a Abs.2 Satz 1 EStG in seiner persönlichen Einkommensteuerklärung ansetzen und die Steuerermäßigung in Anspruch nehmen, wenn die von ihm lt. MV zu zahlenden Nebenkosten begünstigte Beträge enthalten.

    Bis 2008: 20% der Aufwendungen und max. bis EUR 600 je Haushalt. Die max. anzusetzenden Kosten belaufen sich demnach auf jährlich EUR 3.000 (x 20% = EUR 600).

    Ab 2009: 20% der Aufwendungen und max. bis EUR 4.000 je Haushalt. Die max. anzusetzenden Kosten belaufen sich demnach auf jährlich EUR 20.000 (x 20% = EUR 4.000).


    Diese gem. §35a Abs.2 Satz 1 EStG steuerbegünstigten Beträge müssen zur Geltendmachung aus der BK-Abrechnung hervorgehen oder vom Vermieter oder seines Verwalters mittels Bescheinigung nachgewiesen werden. In wieweit ein zivilrechtlicher Anspruch auf diese Erstellung der Bescheinigung besteht entzieht sich meiner Kenntnis. Grundsätzlich würde ich den in der BK-Abrechnung ausgewiesenen Betrag gegenüber dem FA zum Ansatz bringen wollen.

    Ein Nichtausweis der §35a Abs.2 Satz 1 EStG-Dienstleistungen in einer BK-Abrechnung lässt die Annahme der fehlerhaften Erstellung nicht zu. Die Anforderungen an eine dem DMB annähernd genügende BK-Abrechnung sind schon kaum praxisnah zu erreichen.

    Begünstigete Kosten gem. §35a Abs.2 Satz 1 EStG

    Lohn-/Arbeitskosten, Fahrtkosten, Maschinenkosten und auch Verbrauchsmittel (Reinigungs-, Spül-, Schmiermittel und Streugut); evtl. zzgl. in Rechnung gestellte MwSt.
    i.R.d. BK-Abrechnung z.B. Gärtner, Fensterputzer, Hausmeister, Treppenhaus- und Unterhaltsreinigung (auf nicht öffentlichen Flächen), wenn diese den Bezug zur allgemeinen Hauswirtschaft haben.

    Nicht begünstigte Kosten gem. §35a Abs.2 Satz 1 EStG

    Materialkosten oder sonstige i.R.d. Leistung gelieferte Ware. Selbst der Ansatz der Lohnkosten kann i.R.d. Steuerermäßigung ausgeschlossen sein, wenn die Lieferung der Ware im Vordergrund steht z.B. Lieferung Blumenerde.
     
Thema: Haushaltnahedienstleistung
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