"Haushaltsnahe Dienstleistung" im Mietshaus?

Dieses Thema im Forum "Hausmeister" wurde erstellt von lostcontrol, 01.10.2012.

  1. #1 lostcontrol, 01.10.2012
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    ihr lieben, könnt ihr mir weiterhelfen?

    ich möchte gerne einem mieter einen minijob geben über 50 euro im monat für hausmeisterdienste (unter anderem winterdienst, kleinkram usw.). an sich erstmal kein problem. nur:
    es steht die frage im raum ob wir einen hausmeister für ein mietshaus, in dem niemand von der familie wohnt, auch als "haushaltsnahe dienstleistung" absetzen können, das wären dann ja 15 anstatt 30%.
    klar, das sind jetzt nicht wirklich bemerkenswerte geldbeträge, trotzdem, ich hätte gerne klarheit und googeln hat jetzt nicht wirklich was gebracht?

    hat jemand von euch erfahrung damit?

    grüssle
    loschdi bzw. lkw-manfred aus bochum
     
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  3. Syker

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    Hallo Manfred:hut015:


    Wenn du die Kosten auf die Mieter umlegst,
    dann kann der Mieter diese Lohnkosten in seiner Steuererklärung
    als Haushaltsnahedienstleistung geltend machen.
    Du müsstest diese Lohnkosten dann auf der Abrechnung als solche ausweisen.

    Wie das mit den nicht umlagefähigen Kosten ist kann ich dir nicht beantworten.


    VG Syker
     
  4. #3 lostcontrol, 01.10.2012
    lostcontrol

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    hi Syker,

    oh, da hast du was missverstanden bzw. ich hab mich missverständlich ausgedrückt:
    mir geht's darum, ob WIR das als haushaltsnahe dienstleistung behandeln können (weil das für uns günstiger kommt steuerlich gesehen). ob die mieter das absetzen oder nicht ist mir ziemlich egal (zumal ohnehin noch nicht klar ist ob ich das überhaupt umlegen könnte).
     
  5. #4 DomusBerlin, 01.10.2012
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    Der Abzug ist ausgeschlossen, sofern die Aufwendungen zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen oder Kinderbetreuungskosten (§ 9c EStG) gehören.

    Die Hauswartsleistungen sind Werbungskosten im Bereich der Kapitaleinkünfte.
     
  6. #5 lostcontrol, 01.10.2012
    lostcontrol

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    widerspricht sich das denn jetzt nicht?
    abgesehen davon: dazu hat unser steuerberater schon gesagt dass wir das als werbungskosten absetzen könnten.

    was mich aber hier an dieser stelle interessiert ist ob wir das als "haushaltsnahe dienstleistungen" laufen lassen können, obwohl es um tätigkeiten im mietshaus geht, in dem ja niemand von uns wohnt.
    wären immerhin 15% unterschied...
     
  7. #6 DomusBerlin, 01.10.2012
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    Das habe ich schon verstanden.
    Haushaltsnahe Dienstleistung ist ein nachrangiger Abzug, d.h. alles was Werbungskosten ist, kann nicht HNDL sein.
     
  8. #7 lostcontrol, 01.10.2012
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    will heissen: wir müssen mit den 30% leben?
    mist... anders wär's mir lieber gewesen...
     
  9. Syker

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    Hi Losti,


    Also wenn überhaupt,
    dann nur für Kosten die nicht umgelegt werden.
    Solbald du die Kosten auf die Mieter umlegst,
    erhält auch der Mieter auch die Möglichkeit,
    das in seiner Steuererklärung anzugeben.


    VG Syker
     
  10. #9 DomusBerlin, 01.10.2012
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    Tut mir leid, aber vielleicht kennt dein StB ja noch einen anderen Trick oder ist anderer Auffassung.
    Mein Post ist ja nur eine Meinung und keine Beratung.
     
  11. #10 DomusBerlin, 01.10.2012
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    Das glaube ich eher nicht, sonst würde ja in Zukunft jeder Kapitalanleger seine nicht umlegbaren Kosten der vermieteten Eigentumswohnung als HNDL ansetzen ...
     
  12. #11 lostcontrol, 01.10.2012
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    wie gesagt, es ist mir egal was die mieter damit anfangen.

    ok, ich erklär's mal ausführlicher:
    mieter X soll für seine hilfe im haus entlohnt werden, dafür gibt's zwei möglichkeiten:
    a) er kriegt 'ne ermässigte miete, es wird aber im mietvertrag festgehalten welche pflichten er dafür übernehmen muss (z.b. winterdienst). nachteil: 1.) könnte schwer werden mit dem umlegen auf die anderen mieter und 2.) wenn's nicht klappt könnte es schwer werden das durchzusetzen und die miete auf "normalmaß" zu setzen
    b) er zahlt die normale miete und kriegt ausserdem einen hausmeisterjob auf minijob-basis. nachteil: wir müssen den job entsprechend anmelden, abgaben zahlen (um genau die geht's mir hauptsächlich, eben ob 15 oder 30%) und haben noch mehr papierkrieg als ohnehin schon.

    zur variante a) gibt's ja in diesem forum so einiges an beispielen dafür, wie sowas schiefgehen kann, meist im zusammenhang mit renovierungsleistungen oder "nach dem rechten gucken" - wie man sich da am besten absichert weiss ich jetzt auch noch nicht so recht, machbar müsste das aber schon irgendwie sein.

    sprich: was die mieter mit ihren betriebskosten machen ist mir ziemlich egal, bisher war's auch nicht nötig mir darüber gedanken zu machen, wir haben ja die klassisch-schwäbische kehrwoche...
     
  13. #12 lostcontrol, 01.10.2012
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    seh ich grad erst:
    es geht nicht um 'ne eigentumswohnung, es geht um ein 6- bzw. 7-parteien-mietshaus.
    die hausmeisterdienstleistung wäre als nicht auf eine einzelne wohnung bezogen sondern eben auf's ganze haus.
    macht aber vermutlich keinen unterschied, oder?
     
  14. #13 DomusBerlin, 01.10.2012
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    Meiner Meinung nach nicht, da es dem EStG ja egal ist, ob die Einnahmen aus Vermietung von einer Eigentumswohnung oder aus einem Miethaus stammen.
     
  15. #14 lostcontrol, 01.10.2012
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    nehm ich auch erstmal an...
    aber von der sache her macht's ja schon 'n grossen unterschied, da es hier ja nicht um irgendwelche "nicht umlegbaren" kosten geht die man als eigentumswohnung-eigentümer eben einfach (meist unter "hausgeld") bezahlen müsste ohne sie umlegen zu können sondern ganz klar um eine dienstleistung, die allen im haus bzw. dem haus selbst zugute kommt. was da gemacht würde sind definitiv umlegbare kosten und nicht irgendwelche instandhaltungs- oder instandsetzungsarbeiten, es geht wirklich nur um so kehrwochen-sachen wie eben winterdienst, hausreinigung, straßenreinigung etc.
    instandhaltung- und instandsetzung machen wir auch weiterhin selbst bzw. nehmen die kosten auf unsere kappe wie es sich gehört und gesetzlich vorgegeben ist. das wird keine mischkalkulation.
     
  16. #15 DomusBerlin, 01.10.2012
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    Was dem FA ziemlich egal sein wird.

    Was ja eigentlich ein Gegenargument ist. Warum sollte das FA auf eine Leistung Steuern erstatten, die zu 100% auf die Mieter umlegbar war.

    Die Diskussion ist IMHO theoretisch, weil das Entscheidende eher die Sache mit der Nachrangigkeit ist. Es sind Kosten, die im Rahmen der Vermietung entstehen und somit Werbungskosten.
     
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