Hauskauf mit Wohnrecht. Schenkungssteuer?

Diskutiere Hauskauf mit Wohnrecht. Schenkungssteuer? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo. Mal angenommen, jemand möchte ein Haus kaufen, das einen Marktwert von 250.000 Euro hat. Beim geplanten Verkauf soll festgelegt werden,...

  1. Block9

    Block9 Benutzer

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    Hallo.
    Mal angenommen, jemand möchte ein Haus kaufen, das einen Marktwert von 250.000 Euro hat. Beim geplanten Verkauf soll festgelegt werden, dass der 76jährige vorherige Eigentümer das komplette Haus bis zu seinem Tode oder bis zu einem Auszug in ein Pflegeheim per Wohnrecht bewohnen darf. Die gängige Kaltmiete wäre 1200,- Euro.

    1) Um wieviel würde sich der Kaufpreis durch das eingeräumte Wohnrecht mindern lassen?

    2) Ist es korrekt, dass der Wohnberechtigte Schenkungssteuer zahlen muss, weil er keine Miete zahlen muss?

    3) Falls er Schenkungssteuer zahlen muss, wann müsste er sie zahlen? Nach seinem Tode ginge es ja nicht. Oder müssten dann seine Erben die Schenkungssteuer zahlen?

    4) Was ist steuerlich zu beachten, wenn der Wohnberechtigte frühzeitig freiwillig auf das Wohnrecht verzichtet und auszieht?

    5) Was ist steuerlich zu beachten, wenn der Wohnberechtigte frühzeitig unfreiwillig, zum Beispiel durch das Verlegen in ein Pflegeheim, auf das Wohnrecht verzichten muss?

    Über Antworten würde ich mich freuen.
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 19.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 19.03.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Das ist reine Verhandlungssache und abhängig von den Konditionen des Wohnrechts.

    Nein. Ein Wohnrecht schließt Mietzahlung nicht aus.
    "Erkauft" man sich ein Wohnrecht durch entsprechend niedrigerer Verkaufpreis, ist das keine Schenkung.

    4) + 5) lassen sich ohne genaue Kenntnisse was dieses Wohnrecht beinhaltet nicht beantworten.

    Wichtig vor Abschluß eines Hauskaufs ist immer die Beratung durch Steuerberater und Fachanwälte, wenn man selbst nicht sehr fundiertes Fachwissen dazu hat.
    Je nach genauer Ausgestaltung des/der Verträge ergeben sich völlig unterschiedliche Rechte und Pflichten für alle Beteilgten, die sich auch steuerlich völlig unterschiedlich auswirken können.

    Genaueres beantwortet dir gerne dein Steuerberater in allen denkbaren Fallkonstellationen.
     
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  4. #3 Goldhamster, 19.03.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    wenn wir von einer angenommenen Restwohndauer von 10a ausgehen, schreiben wir von 10x12x1200=144.000 Euro in 10Jahren.

    Wenn der Kaufpreis um diese 144.00Euro gemindert werden würde, hätte der Käufer ein schönes Geschäft gemacht.
    Zumindest gegenüber dem Fall, ein gleichwertiges Haus zu kaufen und eben dann für 1200Euro im Monat zu vermieten.

    Warum:
    1. Er braucht 144000Euro weniger finanzieren oder sonst wie aufbringen.
    2. Er muß keine Mieteinnahmen versteuern. Er erhält die Miete somit quasi steuerfrei im Vorraus.
    3. Er hat kein Mietausfallrisiko
    (Nachteile gibt es natürlich auch)

    Tolle Sache findet
    DER HAMSTER
     
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  5. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Lass dich von Steuerberater, Anwalt und Notar beraten.
    Das Thema ist sehr komplex, die Vertragsgestaltung und deren Auswirkungen davon abhängig was, wer genau erreichen will.
    Aus meiner Sicht häufiger Fehler sind zu unbestimmte Regelungen für das beenden des Wohnrechts.
    Je nach Vertragsgestaltung kann es zB passieren das bei einer Heimunterbringung des Wohnrechtsinhabers der Kostenträger die Vermietung der Wohnung zugunsten des Wohnrechtsinhaber bzw. des Kostenträgers erzwingen kann.
    Wer kommt für den Unterhalt der Wohnung auf? Wer trägt die Betriebskosten?
     
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Hauskauf mit Wohnrecht. Schenkungssteuer?

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