Hausmeister und Nutzung

Diskutiere Hausmeister und Nutzung im Hausmeister Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, bisher gab es keinen Hausmeister. Möchte ihn aber einführen und das sollte wohl auch gehen, da Abrechnung nach...

  1. #1 Ich-bin-es, 12.11.2020
    Ich-bin-es

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    Hallo zusammen,

    bisher gab es keinen Hausmeister. Möchte ihn aber einführen und das sollte wohl auch gehen, da Abrechnung nach Betriebskostenverordnung vereinbart.

    Nun ist die bauliche Aufteilung speziell. Von den sechs Mietparteien gibt es drei, die bestimmte Bereiche des Hauses nie benutzen werden. Ein Haupthaus am Hang mit zwei Souterrain Wohnungen und Anbau. Souterrain und Anbau haben jeweils einen eigenen Eingang und benutzen zB. das Treppenhaus vom Haupthaus gar nicht. Nur mal exemplarisch. So gibt es auch andere Bereiche, die einzelne Mietparteien nie nutzen werden.

    Würde man hier alle Hausmeisterkosten auf alle umlegen, auch wenn Arbeiten in Bereichen verrichtet werden, die einzelne Mietparteien nie nutzen? Ich fürchte, das gibt Protest und ich fänd es selber ungerecht.

    Wäre es daher möglich, daß der Hausmeister seine Arbeiten auflistet, man das den einzelnen Bereiche zuordnet und nur an die betroffenen Mieter weitergibt? Hier würde ich das Problem sehen, wenn man das anfängt, kann es beliebig kleinteilig weitergetrieben werden. „Ich benutze diese oder jene Treppenstufe ja nie ....“

    Was meint ihr?

    Gruß
    Ich-bin-es
     
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  3. dots

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    Eine Betriebskostenabrechnung sollte/muss (in erster Linie bzw. grundsätzlich) korrekt sein, und nicht so, dass der eine oder andere es gerecht findet.

    Hast du eine Vorstellung davon, wie der korrekte Weg (in Bezug zu diesem Threadthema) auszusehen hat?
     
  4. #3 Ich-bin-es, 12.11.2020
    Ich-bin-es

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    Ja, ich habe eine Vorstellung. Die sagt, alles auf alle umlegen. Bin mir nur nicht sicher und wollte deshalb Rat. Ungerecht ist es schon für diejenigen, die die Bereiche nie benutzen. Und wenn es möglich wäre, in Nutzungseinheiten abzurechnen, wäre ich u.U. dazu bereit. Weiß nur nicht, ob das rechtens wäre.
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 12.11.2020
    ehrenwertes Haus

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    Die Umlagefähigkeit von Betriebskosten richtet sich nicht immer danach ob ein Mieter den Posten in der Abrechnung auch nutzten kann.

    Z.B.
    • Reinigung der Dachrinnen ist umlagefähig (sofern vereinbart). Welche Mieter "nutzen" eine Dachrinne? Aktiv wird eine Dachrinne kaum ein Mieter nutzen (außer zweckentfremdet als privater Müllsammler)
    • Gartenpflege ist umlagefähig, auch ohne Gartennutzung für die Mieter. Der Garten muss für umlagefähig nicht mal von der Wohnung aus sichtbar sein
    • Dachbodenbeleuchtung ist auch bei nicht genutztem Dachboden umlagefähig

    Wenn es bei der Umlegbarkeit der Nebenkosten nach der Häufigkeit/Intensität der Nutzung ginge, dann müßte man die Treppenhausreinigung nach einem irgendwie erfassten Wert von "welche Partei (einschließlich deren Besucher) lief wie oft durchs Treppenhaus und über wieviel Etagen" umlegen, natürlich unter Berücksichtigung Wer trägt wieviel Schmutz ein bzw. verteilt den im Treppenhaus.

    Fair und gerecht im Sinne von "Ferkel zahlen mehr" wäre das. Die Aufteilung der umlagfähigen Betriebkosten muss aber nicht fair oder gerecht sein. Warum sich mit vielleicht wirklich fairen und gerechten selbst kreierten Umlageschlüsseln angreifbar machen und aus lauter Gerechtigkeitswunsch u.U. auf den umlagefähigen Betriebskosten als VM sitzen bleiben?
     
  6. #5 Ich-bin-es, 12.11.2020
    Ich-bin-es

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    Echt? Gartenpflege ist umlegbar, auch wenn man ihn nicht nutzen kann?

    Dachrinnen Reinigung auch? Hab ich bisher nie gemacht.

    Ihr habt wohl Recht, wenn ich hier den Mietern entgegenkomme, mache ich mich nur angreifbar und ich befürchte selber, das wird immer komplizierter, wenn man erstmal diese Türen öffnet. Wer hat wie oft die Treppenstufen benutzt ....
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Bedenke bitte dabei, dass die DG-Bewohner auf dem Weg nach oben den meisten Schmutz bereits auf den ersten paar Stufen abgetreten haben.

    Und die Schuhgröße müsste auch einfließen: An einem Paar Schuhe der Größe 46 kann mehr Matsche-Masse anhaften, als an Kinderschuhen. Wobei da zu beachten wäre, dass Kinder kleinere Schritte machen, als der Herr mit den Quadratlatschen. Hebt sich also ggf. auf, der Effekt.
     
  8. Andres

    Andres
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    Vorsicht, bisschen ungenau: Die Gartenpflege von Vermieters Privatgarten hinter dem Mietshaus ist natürlich nicht umlegbar und für einzelnen Mietern exklusiv zugeteilte Flächen die Kosten der Gartenpflege auf alle Mieter zu verteilen, kann unverhältnismäßig sein. Aber eine gärtnerisch angelegte Fläche, die für den Mieter keinen Nutzwert jenseits von "sieht hübsch aus" (und wie @ehrenwertes Haus schreibt: noch nicht einmal notwendigerweise von der Wohnung aus) und womöglich schon aufgrund der Bepflanzung gar nicht nutzbar ist - ja, deren Pflege können umlegbare Betriebskosten sein.


    Auch hier bitte auf die Details achten: Wenn man einmalig die Dachrinne reinigen lässt, weil sich eine Verstopfung gebildet hat, sind das keine Betriebskosten. Aber die Dachrinne regelmäßig zu reinigen, sind Betriebskosten.


    Kurios dabei: Mir fällt kein Grund ein, warum ein solcher Umlageschlüssel prinzipiell nicht zulässig sein sollte. Wenn man seine Lebensaufgabe aber nicht darin sieht, fremder Leute Schuhe zu vermessen ...
     
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