Hausmeisterdilemma: Minijob oder selbstständig?

Diskutiere Hausmeisterdilemma: Minijob oder selbstständig? im Hausmeister Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Ich habe ein kleines Mehrfamilienhaus gekauft (4 Wohneinheiten). Einer der Mieter ist für 80€/Monat als Hausmeister tätig (Treppenhausreinigung/...

Catharina

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Ich habe ein kleines Mehrfamilienhaus gekauft (4 Wohneinheiten). Einer der Mieter ist für 80€/Monat als Hausmeister tätig (Treppenhausreinigung/ Gartenpflege/ Winterdienst). Ihm wurden bisher die 80€ einfach überwiesen. In der Nebenkostenabrechnung wurden die 80€ dann auf alle 4 Parteien umgelegt.
Da es sich hier wohl um Schwarzarbeit handelt, würde ich das gern ändern.
Problem: Die Hausmeisterkosten würden bei einer gewerblichen Minijobanmeldung (Beiträge/Unfallversicherung) ziemlich steigen. Da es nur 4 Parteien gibt, wären die Kosten dann überdurchschnittlich hoch und nicht wirklich zu rechtfertigen.
Wenn der Mieter (er ist Renter) ein Gewerbe anmelden würde und mir Rechnungen schreiben würde, würde das aber wahrscheinlich als Scheinselbstständigkeit eingestuft werden, oder?

Für einen Rat wäre ich dankbar!
 

Volker Racho

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Wenn der Mieter (er ist Renter) ein Gewerbe anmelden würde und mir Rechnungen schreiben würde, würde das aber wahrscheinlich als Scheinselbstständigkeit eingestuft werden, oder?
Ja, da er keine anderen Auftraggeber hat.
 

Catharina

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Danke für Ihre Antwort. Dann bleibt mir wohl keine andere Wahl als die Kosten in der Abrechnung zu erhöhen. Das tut mir leid für die Mieter.
 
Andres

Andres

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Da es sich hier wohl um Schwarzarbeit handelt, würde ich das gern ändern.
Es handelt sich definitiv um ebensolche und der Entschluss ist gut.

Problem: Die Hausmeisterkosten würden bei einer gewerblichen Minijobanmeldung (Beiträge/Unfallversicherung) ziemlich steigen.
Die pauschalen Abgaben liegen bei ca. 30 %, dazu kommt der Beitrag für die Unfallversicherung, was hier wohl aufgrund des geringen Gehalts der Mindestbeitrag von derzeit 48 € jährlich sein dürfte, also weitere 5 %.

Da es nur 4 Parteien gibt, wären die Kosten dann überdurchschnittlich hoch und nicht wirklich zu rechtfertigen.
Hole Angebote von externen Dienstleistern ein. Ich möchte wetten, dass das noch teurer wird. Außerdem ist der aktuelle Zustand eine tickende Zeitbombe. Du bist dauerhaft erpressbar - wenn irgendjemand mit irgendetwas nicht einverstanden ist, gibt es einen anonyme Meldung bei Zoll oder Finanzamt. Passiert dem Mieter etwas (Hausmeistertätigkeiten haben eine ziemliche Gefahreneinstufung bei der BG ...), haftest du privat.

Apropos teurer: Mindestlohn, Dokumentation ist bei Minijobs verpflichtend.

Dann bleibt mir wohl keine andere Wahl als die Kosten in der Abrechnung zu erhöhen. Das tut mir leid für die Mieter.
Warum? Bisher hat die Hausgemeinschaft kollektiv den Staat beschissen und den hausmeisternden Mieter auch noch ein bisschen. Auch nach korrekter Anmeldung werden die Kosten noch unter den Preisen auf dem freien Markt liegen. Ich würde mir da wirklich gar keinen Kopf machen.
 

Hutchinson Hatch

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Es gilt doch auch der Mindestlohn in Höhe von 9,50€, oder nicht? Das wäre dann eine Höchstarbeitszeit von 8 Stunden pro Monat bei 80€ brutto.
 
Andres

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Es gilt doch auch der Mindestlohn in Höhe von 9,50€, oder nicht?
Seit Anfang des Monats sind es 9,60 € und auch das gilt nur, wenn die Tätigkeit noch nicht dem Branchenmindestlohn für Gebäudeinnen- oder gar Glasreinigung unterliegt, was ich aber hier nicht sehe.
 

Catharina

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Warum? Bisher hat die Hausgemeinschaft kollektiv den Staat beschissen und den hausmeisternden Mieter auch noch ein bisschen. Auch nach korrekter Anmeldung werden die Kosten noch unter den Preisen auf dem freien Markt liegen. Ich würde mir da wirklich gar keinen Kopf machen.
Ja, ich werde ihn ganz normal anmelden. Das ich die Arbeitszeiten dokumentieren muss, ist mir bekannt.
Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.
 

Catharina

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Wie geschrieben: es ist nur ein kleines Haus. Die Arbeitsstunden sind ausreichend. (Ausgenommen es kommt ein sehr schneereicher Winter, dann muss eventuell mehr abgerechnet werden). Die Stunden werden im Jahresmittel gerechnet (steht so im Vertrag).
 
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