Hausmeisterservice statt Hausmeister

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Anselm, 27.07.2016.

  1. Anselm

    Anselm Benutzer

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    Hallo,

    unser Hausmeister, für den es in der Anlage eine Hausmeisterwohnung als Gemeinschaftseigentum gibt, ist in den Ruhestand gegangen. Unsere WEG-Verwaltung möchte nun einen Hausmeisterservice beauftragen, der die Wohnung mieten, und in der ein Mitarbeiter wohnen und (aber nicht ausschließlich) für uns zuständig sein soll. Als Vorteile werden der notfalls einfachere Austausch des Mitarbeiters genannt und dass der Hausmeisterservice seine Arbeitsmittel selbst bereitstellt. Etliche Eigentümer wollen dennoch lieber einen "eigenen" Hausmeister wie bisher.

    Die Teilungserklärung besagt, dass der Verwaltung das Recht auf Einstellung und ggf. Entlassung eines Hausmeisters zusteht. Kann sie stattdessen ohne Eigentümerbeschluss den Hausmeisterservice mit den genannten Optionen beauftragen?

    Danke im Voraus für Tipps und Gruß

    Anselm
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Wie ist das genau formuliert?


    Können kann sie, dürfen darf sie eher nicht, zumindest nach der bisher bekannten Formulierung. Einen Auftrag an einen Dienstleister zu vergeben ist weder "Einstellung" noch ist die Beendigung der Zusammenarbeit mit einem solchen Dienstleister eine "Entlassung".

    Ich würde nicht lange herumlawieren, was die Verwaltung möglicherweise darf oder auch nicht darf, sondern den Willen der Eigentümer baldmöglichst in einem Beschluss deutlich machen und so die Verwaltung daran zu binden.
     
  4. Duncan

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    je nach Größe der WEG sollten die ET sich auch informieren welche Kosten und Risiken mit dem HM verbunden sind und ob sich das wirklich lohnt und wie viel einem ggf. auch Luxus wert ist.
     
  5. Anselm

    Anselm Benutzer

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    Danke für die Antwort.
    Ich habe fast wörtlich aus der Teilungserklärung von 1967 zitiert:
    6. In Erweiterung der gesetzlichen Befugnisse stehen dem Verwalter folgende Rechte zu:
    c) die Einstellung und ggf. Entlassung eines Hausmeisters;

    Das sehe ich eben auch so.
    Die nächste ordentlich Eigentümerversammlung ist nächstes Frühjahr. In der vorigen wurde das Thema ohne Beschlussfassung kurz erörtert. Zumindest haben einige Teilnehmer bekundet, dass sie keinen Hausmeisterservice möchten.

    Seit Ausscheiden des bisherigen Hausmeisters versieht ein anderer Hausmeisterservice vertretungsweise den Dienst. Der von der Verwaltung ausgeguckte soll schon am 1. August anfangen. Bis dahin können ja noch nicht mal ein Viertel der Eigentümer eine außerordentliche Versammlung fordern, gescweige denn kann sie einberufen werden.

    Sicher nicht uninteressant: Der Verwaltungsbeirat unterstützt die Hausmeisterservice-Lösung.

    Gruß, Anselm
     
  6. Anselm

    Anselm Benutzer

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    HM übersetze ich mit Hausmeister, nicht mit Hausmeisterservice. Die Kosten und Risiken des Hausmeisters sind seit 49 Jahren bekannt. Der Hausmeisterservice sei deutlich billiger: statt bisher knapp 70 TEUR/Jahr nur ca. 40 TEUR/Jahr (je ohne Mieteinnahme Hausmeisterwohnung). Weitere angegebene Vorteile habe ich schon genannt. Beim jetzigen Interims-Hausmeisterservice macht sich der Qualitätsverlust allerdings schon deutlich bemerkbar, und ob der neue besser ist, bezweifle ich. Wenn man bedenkt, dass der bisherige Betrag in voller Höhe dem Hausmeister zugutekam, und dass vom geplanten auch noch der Service, die Arbeitsmittel, Vertretungen usw. finanziert werden sollen, kann man sich leicht vorstellen, dass man an den "Neuen" nicht die gleichen Anforderungen stellen kann. In der WEG muss nicht auf jeden Cent geachtet werden.

    Gruß, Anselm
     
  7. Andres

    Andres
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    Naja, so überraschend ist es nun auch nicht, dass die Verwaltung schnellstmöglich eine Übergangslösung sucht. Bei einer großen Anlage, fällt ja doch täglich Arbeit an und die muss irgendwie erledigt werden. Auch ist der Hausmeister (egal in welcher organisatorischen Form) sicher für einige vermietete Einheiten Bestandteil der vertraglich vereinbarten Leistung geworden - da drohen Minderungen, wenn kein Ersatz gefunden wird. Solange man an diesen Dienst nicht längerfristig gebunden ist, sehe ich da kein Problem.


    Doch, uninteressant. Der Beirat hat keine Beschlusskompetenz.
     
  8. Anselm

    Anselm Benutzer

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    Vielleicht habe ich das nicht deutlich genug geschrieben: Nach dem bisherigen Hausmeister und dem jetzigen Interims-Hausmeisterservice soll ein anderer Hausmeisterservice den Hausmeisterjob dauerhaft übernehmen, Vertragslaufzeit jeweils ein Jahr mit (vermutlich automatischer) Vertragsverlängerung.

    Gruß, Anselm
     
  9. Andres

    Andres
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    Etwa in der Art habe ich mir das schon gedacht. Es macht aber keinen Unterschied: Grundsätzlich darf der Verwalter solche Verpflichtungen auch für die Gemeinschaft eingehen. Wollen die Eigentümer das anders regeln, sollten sie einen entsprechenden Beschluss fassen.
     
  10. Anselm

    Anselm Benutzer

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    Siehe #4. Ab Montag wird es vollendete Tatsachen geben. Gruß, Anselm
     
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