Haussanierung/Renovierung/ Mietminderung

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von DjangoEdwards, 23.05.2008.

  1. #1 DjangoEdwards, 23.05.2008
    DjangoEdwards

    DjangoEdwards Neuer Benutzer

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    Hallo!
    Habe in diesem Forum schon Stunden verbracht und die für mich glückliche Antwort noch nicht gefunden.

    Meine Frau und ich wohnen in einem Mehrfamilienhaus in München, seit 6/07. Eine Arbeitskollegin von mir mir Ehemann seit 8/07. Wir sind also in diesem Haus die "Neuen".
    Im Haus sind noch 2 Arztpraxen, denen so ziemlich alles Wurscht ist, weil sie am Wochenende eh aufs Land fahren und sogar dort wohnen.
    dann gibt es noch weitere 6 Parteien im Haus, wovon wir 2 nicht kennen, 2 gut befreundet sind mit dem Vermieter, 1 rebelliert und ständig mit den Handwerkern schimpft. und 1 kaum da ist.
    5 der 10 Parteien wohnen schon viele Jahre in dem Haus, das unter Denkmalschutz steht (20-30 Jahre).

    Das Haus wurde lange Jahre nciht wirklich gut behandelt. Die alten Doppelfenster sind undicht, bei Regen fließt Regenwasser bei manchen Mietern in die Wohnung.

    Unsere Wohnung wurde letztes Jahr, bevor wir einzogen, renoviert. Damals hieß es, es kämen neue Fenster rein. Die Vermieter haben sich nun aber entschieden, die Fenster in allen Wohnungen gangbar machen zu lassen. Dann sollen Sie abgeschliffen werden (die Handwerker wollen das im Eingangsbereich der Wohnung machen oder im Treppenhaus). Anschliessend wird neu gestrichen. Wenn die Maler unsauber arbeiten, dann schließen die Fenster wieder nicht richtig.

    Im September wurde begonnen, den Keller auszubauen. Neue Heizanlage soll rein. Ist inzwischen schon drin, aber noch nicht angeschlossen.
    Mauern wurden gezogen, andere verändert.
    Das Fundament für einen Fahrstuhl wurde geschaffen.

    Also seit Monaten Staub.
    Als unsere Wohnung knapp 2 Monate renoviert wurde, hatten die anderen Mieter sich nicht beschwert über nicht unerheblichen Baulärm. Heizkörper wurden versetzt, Wände geschlitzt....


    Seit 10 Tagen steht nun ein großes Gerüst vor dem Haus, das zugehängt ist. Es ist dunkel in den Räumen.

    Die Hausfassade wurde abgespritzt, die Rückseite des Hauses wurde gewaschen.
    Wasser und Dreck ....

    Der Hausflur wird kaum noch gereinigt vom Hausmeister, die Hausverwaltung (neu im Spiel, da die Besitzer überfordert sind. Wohnen auch nicht in München) ist inkompetent.

    Meine Frau hat im Haus eine Maßschneiderei. Kunden machen sich schmutzig. Sie muss Termine verschieben,wenn bei uns in der wohnung die Fensterarbeiten los gehen. Neue Rolläden sollen auch rein. Die alten sidn marode und müssen getauscht werden. 1 Woche wird meine Frau nicht im Atelier wie gewohnt arbeiten können. Verdienstausfall ist wahrscheinlich zu erwarten.

    ja, und wenn der fahrstuhl kommt, dann geht der Lärm und Schmutz weiter.
    wir im Hochparterre brauchen den Fahrstuhl gar nicht, meine Kollegin wohnt im 3. Stock und will ihn nicht. Sie geht lieber die Treppen (Frühsport).

    Wir sehen die meisten Arbeiten im Haus als Instandsetzung. seit Jahrzehnten wurde nichts gemacht. Rolläden ließen sich kaum schließen, Holzsplitter flogen schon. Jetzt sollen welche aus Alu rein.
    Ein Fassadenanstrich war dringend nötig. Neue Heizungsanlage und den Ausbaus des Kellers für Mülltonnen und Fahrräder konnte man auch nicht mehr aufschieben.
    Fahrstuhl ist Luxus.


    Verschönerung ist hier ein weiter Begriff.
    Der Architekt hat keinen Zeitplan, die Handwerksfirmen kenne sich nicht untereinander, so dass Absprachen nicht möglich sind.


    Unser Mietzins liegt um ca. 20-22% unter der ortsüblichen Miete. Die anderen Altbauten sehen aber tadellos aus optisch und technisch (Klingelanlage, Mülltonnenbereich...). Der Architekt meint, wir sollten oder müssten sogar still sein, da am ende als doch viel schöner sein werde und unsere Mieten eh vergleichweise billig seien. Unglaublich, in der Zeit, in der der Keller umgebaut wurde, hat man in der Leopoldstr. ein 3 Stöckiges Haus abgerissen und wieder aufgebaut.

    1 Tag, bevor die Handwerker in die Wohnung müssen zum Abmessen oder sonstigem, hängt ein Zettel im Treppenhaus, dass am nächsten Tag z.B. alle Rolläden hochgezogen sein müssen. Das dieses und jenes gemacht wird, erfährt man erst kurz davor, oft gar nicht. da steht dann plötzlich ein Handwerker vor der Tür, während gerade Kunden Kleidungsstücke probieren.

    Man kann sich aufgrund der kurzfristigen Terminankündigen nicht einstellen und Kunden informieren.

    Wir befürchten nun, dass wir nach der Renovierung/Instandsetzung eine Mieterhöhung bekommen werden. Für was eigentlich? das jetzt kein wasser mehr durch die Fenster läuft?

    fahrstuhl: der kostet 180000 Euro. sollen den die mieter finanzieren? Zahlt ein Hochparterre soviel Anteil wie ein 3. Stock oder 5. Stock? Im 5. Stock hat der Vermieter noch eine Wohnung.

    Im Haus ist im 1. Stock eine Ärztin. reger Patientenverkehr. dieser wird hauptsächlich den Fahrstuhl nutzen.

    Müssen wir anteilig für den fahrstuhl zahlen. man sagte mir 50cent pro Quadratmeter.

    Toll, dann hat der, der im 5. stock wohnt und die kleinste Wohnung hat, am meisten davon.

    Mietminderung: Ich denke, eine Mietminderung wäre angebracht. Vom Vermieter kam vorher nicht der Hinweis, sondern über den Archtikten besagter Hinweis, dass es doch schöner würde.

    20%-30% Mietminderung dafür, dass hinterher die Miete erhöht werden wird?

    Wir wollen mit dem Vermieter reden und auf unsere Situation aufmerksam machen. Gerade auch wegen der Schneiderei.
    Uns wäre mehr daran gelegen, dass wir keine Erhöhung bekommen für einen bestimmten Zeitraum.

    Aber sind die Baumaßnahmen überhaupt mieterhöhungsberechtigt? Dann würden wir mit einer Minderung besser fahren.
    Auch wurden die Mieten im Haus jahrelang nicht erhöht.

    Wir 2 neuen Parteien im Haus wollen ein gutes Mietverhältnis. Die Vermieter wollten sich durch eine Hausverwaltung entlasten. Beschwerden rasseln jetzt bei der Verwaltung ein, die es an die Vermieter weiter gibt. Ja, und die sind inzwischen genervt und lassen sich nicht blicken.
    Bis mItte August soll alles vorbei sein. wir rechnen mit Oktober.

    Wie sollen wir uns verhalten?????????

    danke fürs Lesen meiner langen Geschichte.
    Danke auch für Tipps.

    Servus
     
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  3. #2 F-14 Tomcat, 23.05.2008
    F-14 Tomcat

    F-14 Tomcat Erfahrener Benutzer

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    ich würd da still halten

    eine normale Mieterhöhung darf in 3 Jahren 20% betragen zu dieser normalen Erhöhung darf er alle modernisierungen (Fenster, Lift, alles was den wohnwert nachhaltig erhöht oder Einsparungen bewirkt) zu 11% auf alle Wohnungen pro Jahr umlegen
    (Beispiel nur der Lift 18000€ Investition berechtigt zu einer Erhöhung um 13.63€ monatlich)
     
  4. #3 Lalünchen, 10.06.2008
    Lalünchen

    Lalünchen Benutzer

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    Also sind Sie doch froh,das der Eigentümer eine großzügige Renovierung am Haus vornimmt.
    Sie wollen also ernsthaft die Miete um 20%mindern?? das sollten sie nicht einfach machen.Mietminderung kann wiedersprochen werden.Reden Sie erst mal mit dem Vermieter.
    Eine ungerechtferigte oder zu hohe Minderung gibt dem Vermieter das Recht zur Kündigung wenn 2 Monatsmieten überschritten sind.
    Ich verstehe das so,das sie mindern möchten,um so die evt.Mieterhöhung aufzufangen.Mindern darf man nur wenn rechtens so lange bis der Schaden behoben ist und dann muß man voll weiter zahlen.
    Das mit den Arztpraxen wußten Sie doch schon beim unterzeichnen des Mietvertrages,denn das läßt sich eigentlich nicht übersehen.Nun müssen Sie den regen Verkehr dulden.
    Von den alten Doppelfenstern wußten sie sicherlich auch schon bei der Besichtigung,denn nach so was schaut man bevor man mietet.

    ich habe damals in meiner Mietwohnung komplett neue Fenster bekommen,war richtig Sauerei,wirklich.Die Miete habe ich aber deswegen nicht gemindert.

    Wo gehobelt wird fallen auch Späne !!!
     
  5. #4 Henry36, 06.07.2008
    Henry36

    Henry36 Neuer Benutzer

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    Ein Hallo nach München :top

    Auch wenn das Thema schon länger her ist, es ist für Sie sicherlich noch aktuell, da die Instandhaltungsarbeiten und die Mod mit dem Fahrstuhl sicherlich noch im Gange ist....

    ALSO :

    1. Die Verwaltung ist inkompetent ? :gehtnicht
    Für eine Verwaltung ist so eine große Aktion immer schwierig, weil oft sehr emotionaler Mieterkontakt auftritt und jede berechtigte Mietminderung bei den Eigentümer auf Widerstand stößt :motzki

    2. Auch wenn der Mieter keinen echten Nutzen davon hat, wird er die 11% nach §559 BGB Mod-Erhöhung für den Fahrstuhl mittragen müssen.

    3. Betriebskosten für den Fahrstuhl kann auch auf den Hochparterre-Mieter umgelegt werden (Wartung / Notruf etc.pp.)

    4. Alles andere sind Instandhaltungsarbeiten - die nicht umlagefähig sind. Wurde hier ja schon schön erklärt. Aber da eine Hausverwaltung, Inkompetenz hin oder her ja auch etwas verdienen will, wird nach Abschluss der Arbeiten sowieso eine Mieterhöhung nach §558 BGB um bis zu 20% erfolgen. Wenn nicht, dann sind die Verwalter ja wirklich inkompetent :lesen

    5. Mietminderung - auch wenn der Mieter Duldungspflicht und Mitwirkungspflicht - so wie alles geschildert wurde, wäre Mietminderung schon berechtigt. Auch wenn ich hierzu nichts weiter schreiben werde :?

    Wünsche weiterhin gute Nerven,

    Henry
     
  6. ConnyB

    ConnyB Neuer Benutzer

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    11% Mieterhögung wegen Fahrstuhlreparatur und 20% wegen Sanierung, das wären ja 31% Mieterhöhung? Oder ist in den 20% dann die Fahrstuhlreparatur mit drin?
     
  7. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    nein, da mehrere mathematik- und gedankenfehler:

    1) keine fahrstuhlreparatur, sondern neuschaffung durch einen neu(ein)bau (zumindest habe ich das hier so gelesen). bisher gibt es keinen. somit gesteigerter "luxus"/-gewinn im hause.

    2) 11% der für sanierung/luxus/wohnwertzugewinn entstandenen kosten pro jahr anteilig auf die wohnung gerechnet, nicht 11% des bisherigen mietzinses, somit bitte keine addition reiner prozentzahlen!

    3) 20% rechtlich abgesegnete mietzinserhöhung ist die maximale gerechtfertigte mieterhöhung binnen 3 jahren zur anpassung/annäherung an höhere vergleichsmieten anderer häuser/wohnungen in der umgebung, wenn bei etwa gleicher ausstattung/zustand/lage deutlich weniger miete denn der vergleichsmieten oder des gemittelten mietspiegels, je nach argumentationsform des VM (bedenke: der mietspiegel ist ein regionaler durchschnittswert, tatsächliche qm-kaltmieten streuen auch im gleichen wohnviertel oft nach unten und natürlich auch mal deutlich nach oben) bezahlt werde würde.
     
Thema: Haussanierung/Renovierung/ Mietminderung
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