Haustüre demoliert, alles fragwürdig

Diskutiere Haustüre demoliert, alles fragwürdig im Versicherungsschäden Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo und guten Abend, ich hoffe sehr auf Hilfe. Mein Lebensgefährte hat eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus vermietet. Die Vermieterin hat...

  1. steeny

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    Hallo und guten Abend,

    ich hoffe sehr auf Hilfe. Mein Lebensgefährte hat eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus vermietet. Die Vermieterin hat vor einiger Zeit angerufen mit dem Hinweis das versucht wurde in ihre Wohnung einzubrechen. Sie hat nicht die Polizei informiert aus Angst. Es wurde eine Firma beauftragt, das Schloß bzw die Türe anzuschauen für einen Kostenvoranschlag. Nun hat die Firma bestätigt das es sich keinesfalls um einen versuchten Einbruch handeln kann. Es sieht eher so aus als sei jemand gegen die Türe gerummpelt. Ein Gutachten wurde bisher nicht erstellt. Jetzt stellt sich allgemein die Frage wie man in der Sache vorgehen muss. Ist das ein Fall für die Versicherung der Mieterin? Und falls ja, wie sollen/müssen wir vorgehen? Wer muss sich um was kümmern? Und wie argumentieren? Das ist die erste Wohnung die mein Lebensgefährte vermietet und das erst seit ca. 9 Monaten. Sind also noch sehr unerfahren und hoffen hier auf Hilfe.

    Vielen lieben Dank im voraus und schöne Grüße
     
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  3. Andres

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    Du meinst die Mieterin?


    Ich ahne, dass das nicht zur Klärung des Sachverhalts beitragen wird, aber mich juckt es in den Fingern: Angst vor was?


    Von wem?


    Im Titel schreibst du von "demoliert". In welchem Zustand befindet sich die Türe denn? Bei rein kosmetischen Mängeln wären im Moment sehr wahrscheinlich gar keine Schritte zwingend erforderlich. Schließt die Türe nicht mehr richtig oder ist sie sonst in ihrer Funktion eingeschränkt, dann ist das grundsätzlich ein Fall für den Vermieter.

    Nun wurde hier der Verdacht geäußert, dass der Mieter den Schaden selbst verursacht haben könnte. Gibt es dafür auch eine Begründung? Ich meine, ...
    ... kann ja jeder mit Zugang zum Treppenhaus (also mehr oder weniger wirklich jeder) gewesen sein. Die Theorie vom Einbruch passt ja eher zu Schäden auf der Außenseite.

    Wie auch immer: Die Beweispflicht für Verschulden der Mieterin liegt hier beim Vermieter. Mit "es sieht eher so aus" kommt ihr da nicht weit.


    Das braucht euch nicht zu interessieren. Sofern ihr den Schaden von der Mieterin ersetzt haben wollt, weil sie ihn verschuldet hat, richtet sich euer Anspruch gegen die Mieterin. Ob die dann versucht, das über eine bestehende Versicherung zu regulieren, ist ihre Sache.

    Sollte es sich tatsächlich um einen Einbruchsversuch handeln, könnte es sich um einen Fall für die Gebäudeversicherung handeln. Das kommt aber auf den genau vereinbarten Leistungsumfang an. Wenn man das in Anspruch nehmen will, sollte man umgehend die Versicherung informieren. Da es sich wohl um eine Eigentumswohnung handelt, läuft das vorzugsweise über die Verwaltung.


    Da ihr bereits jetzt Zweifel habt, ob es wirklich ein Einbruch war, würde ich bei allen Einlassungen (z.B. gegenüber der eigenen Versicherung) dringend vermeiden, den Vorfall selbst als Einbruch zu bezeichnen. Die Mieterin hat behauptet, dass es sich um einen Einbruch handelt.

    Man könnte der Mieterin (unabhängig vom Wahrheitsgehalt :36:) auch mitteilen, dass die eigene Versicherung auf einer Anzeige bei der Polizei besteht. Mal sehen, ob die Mieterin riskiert, sich selbst strafbar zu machen, falls die Geschichte tatsächlich frei erfunden sein sollte ...
     
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  4. #3 steeny, 24.01.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24.01.2017
    steeny

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    Bitte entschuldige. Ja, ich meinte die Mieterin.




    Das würden wir auch gerne wissen. Und werden das auf jeden Fall nochmal hinterfragen.




    Mein Lebensgefährte hatte eine Schreinerei beauftragt.




    Leider nicht nur ein kosmetischer Mangel. Unterhalb des Schlosses wurde die Türe eingedrückt? Dagegengeschlagen? Also im Holz selbst. Noch lässt sich die Türe schliessen. Würde man mit roher Gewalt erneut dagegenschlagen würde wohl das Schloss samt Türgriff aus dem Holz gerissen werden. Ich weiß nicht wie ich den Schaden anders beschreiben könnte.

    Unsere Begründung: Erst Tage danach hat sich die Mieterin gemeldet, an der Aussenseite sind keinerlei Schäden. Natürlich könnten es auch andere Bewohner der anderen Wohnungen gewesen sein. Zum anderen hatten wir mit der Balkontüre einen mehr oder weniger ähnlichen Schadensfall. Nicht mit der Aussage das es ein versuchter Einbruch war aber denoch hatte sich auch da die Mieterin um Kopf und Kragen geredet und sich in Widersprücher verwickelt. Letztendlich hat mein Lebensgefhrte damals ein Auge zugedrückt und den die Kosten des Schadens persönlich getragen.

    Und das hat man wohl als Vermieter den meisten Ärger.




    Absolut. Und diesmal ist es wirklich so das wir den Ansprach gegen die Mieterin erheben möchten.

    Wäre bei einem tatsächlichen Einbruch oder dem Versuch, die Mieterin in einer Art Meldepflicht gegenüber der Verwaltung gewesen? Polizei ist klar.




    Dann würden wir wohl so am besten fahren, oder? Und falls sie es nicht riskiert aus welchen Gründen auch immer....Kostenvoranschlag auf den Tisch legen, und die Mieterin mal selbst machen lassen mit ihrer Versicherung?
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo steeny,
    was soll diese Fullquote??:013sonst:
     
  6. Andres

    Andres
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    Ich habe mal eben die Zitate korrigiert. Das wird sonst unübersichtlich.

    Mir ist das deutlich genug. Selbst wenn ihr den Schaden aus eigener Tasche bezahlen müsst: Das sollte unbedingt behoben werden. Wenn nämlich jemand tatsächlich diesen Schaden zu einem Einbruchsversuch nutzen sollte, habt ihr nur noch mehr Ärger an der Backe.


    Naja, das ist zwar irgendwie seltsam, aber an sich noch kein Beweis für irgendetwas.


    Insgeheim habe ich auf diese Antwort gehofft, auch wenn mir das irgendwie doch etwas zu einfach erschien. Wie soll das denn bei einem Einbruch passiert sein? Hat sich der Einbrecher unbemerkt in die verschlossene Wohnung gebeamt, kam dann nicht mehr raus und musste daher die Tür von innen aufbrechen? Und als er das nicht geschafft hat (die Türe war ja nicht aufgebrochen, es war nur ein Versuch) ist er durchs Abflussrohr davongeschwommen? :90:

    Ok, ernsthaft: Dass der Schaden auf der Innenseite der Türe ist, macht die Sache für euch viel einfacher. Der Schaden ist im Einflussbereich der Mieterin, auch das Verhalten ihres Besuchs müsste sie sich hier zurechnen lassen und die Geschichte mit dem Einbruch erscheint mir äußerst unglaubwürdig.

    Ich würde so vorgehen:
    • Den Schaden sorgfältig dokumentieren, Fotos bei guter Beleuchtung aus mehreren Winkeln, auch von der unbeschädigten Außenseite.
    • Den Schreiner bitten, seine Einschätzung zur Schadensursache kurz schriftlich darzulegen, ein halber Satz auf einem Kostenvoranschlag genügt mir.
    • Den Schaden beheben lassen.
    • Die Kosten dafür vom Mieter einfordern - falls erforderlich auch gerichtlich.
    Kern dieser Vorgehensweise ist meine persönliche Einschätzung, dass der Schaden nicht als Teil einer üblichen Nutzung der Mietsache entstanden ist. Nach dieser Logik muss dem Mieter keine Frist zur Beseitigung des Mangels gesetzt werden, der Vermieter dürfte den Schaden sofort beseitigen und die Kosten als Schadenersatz vom Mieter einfordern. Da wir hier im Forum keine Rechtsberatung im Einzelfall leisten dürfen und können, musst du selbst abwägen, ob du diese Einschätzung teilst, und ggf. professionellen Rechtsrat bei einem Anwalt einholen.

    Ein Anwalt könnte auch prüfen, ob es sich hier taktisch anbietet, eine Strafanzeige (z.B. wegen versuchten Betrugs) als "Meinungsverstärker" nachzuschieben. Ich persönlich halte davon zwar wenig - vor allem im Selbstversuch mit Rechtslaien, weil das gerne mal in Richtung Nötigung abdriftet - aber dazu gehen die Meinungen auseinander.


    Nein, gegenüber dem Vermieter, und natürlich nur, falls es zu Schäden gekommen ist. Ich habe gemeint, dass der Eigentümer gegenüber der Versicherung die Obliegenheit hat, Schäden unverzüglich zu melden.


    Das würde ich vermeiden. Das nächste Hindernis ist dann nämlich, dass die Mieterin die Reparatur mit allen Mitteln verhindert, weil ihr das viel zu teuer ist.
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Vielleicht mit einem Foto. Je nach Schaden sind vielleicht auch mehrere Fotos nötig, um den Schaden sinnvoll darzustellen.
     
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  9. #7 PHinske, 25.01.2017
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    Wohnungseingangstüren gehören zum Gemeinschaftseigentum.

    Der Schaden ist der Verwaltung zu melden.
    Diese hat das Notwendige zu veranlassen.

    Das Wort "Haustür" in der Überschrift ist wohl ein Versehen gewesen?

    MfG PHinske
     
  10. #8 Fremdling, 25.01.2017
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    ... es sei denn, z.B. die Teilungserklärung regelt die Instandhaltungs- und Instandsetzungspflicht des Sondereigentümers auf dessen Kosten. In diesem Fall dürfte es die Verwaltung nicht interessieren, dass der Sondereigentümer seiner Pflicht ordentlich nachkommt und als Vermieter dabei Rückgriff auf den Zerstörer (Mieter) nimmt.
     
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