Hausverkauf, neuer Eigentümer/Vermieter

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von Grosser, 17.11.2013.

  1. #1 Grosser, 17.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 17.11.2013
    Grosser

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    Wir wohnen allein in einem 2-Familienhaus, (Oberwohnung seit längerem nicht vermietet) welches nun verkauft werden soll. Kann uns der neue Besitzer wegen Eigenbedarfs kündigen? Oder, wenn er weiter vermieten will, die Miete sofort erhöhen? Wir bewohnen diese Whg. seit dem Jahr 2000. Gilt dann wie im Mietvertrag die Kündigungsfrist von 12 Monaten?
    Danke vorab für die Antwort(en).
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Grosser:

    "Wir wohnen in einem 2-Familienhaus, welches nun verkauft werden soll. Kann uns der neue Besitzer wegen Eigenbedarfs kündigen?"
    - Ja, wenn er ihn ausreichend nachweisen kann.

    "Oder, wenn er weiter vermieten will, die Miete sofort erhöhen?"
    - Was denn nun?

    "Wir bewohnen diese Whg. seit dem Jahr 2000. Gilt dann wie im Mietvertrag die Kündigungsfrist von 12 Monaten?"
    - Der Verkauf der Immobilie ändert nichts an Eurem Mietvertrag (ausser dem VM).
     
  4. #3 Grosser, 17.11.2013
    Grosser

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    Das Haus steht zum Verkauf, es ist aber noch nicht verkauft. Deshalb wissen wir noch nicht, was wirklich auf uns zukommen wird.
     
  5. Andres

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    Auch für die Mieterhöhung ändert der Verkauf nichts, also die üblichen Fragen:
    Wann war die letzte Erhöhung? Wird womöglich die Kappungsgrenze erreicht?
    Wieviel gibt der Mietspiegel bzw. die ortsübliche Vergleichmiete her?

    Grundsätzlich müssen Mieterhöhungen mindestens drei Monate im Voraus angekündigt werden.
     
  6. #5 Grosser, 18.11.2013
    Grosser

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    Die Miete wurde hier noch nie erhöht. Im Gegenzug habe ich dafür Hausmeistertätigkeiten ohne Berechnung übernommen. Im Gegenteil, ich habe sogar 2 Fussböden auf eigene Rechnung erneuert. Der Witz ist, das der Vermieter mich gefragt hat, ob ich das Haus kaufen möchte. Als ich verneinte offerierte er mir die Mieterhöhung :)
    Daraufhin hab ich eine Mietmängelanzeige erstellt (Haus ist Bj 1979 und es wurde wenig saniert.).

    Sollte ich eine Mieterhöhung bekommen, würde ich vom Mietminderungsrecht Gebrauch machen.
    Ich denke aber ich werde in 2014 umziehen...
     
  7. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Was nun, hast Du eine Mieterhöhung bekommen oder nicht? Ich gehe mal davon aus dass Du seit 2000 keine Mieterhöhung bekommen hast. Falls Du mitbekommen hast haben sich aber die Lebenskosten auch in dieser Zeit erhöht, das muss Dir wohl entgangen sein.

    Was hat eine Mietminderung mit einer Mieterhöhung zu tun? Wie Du Dich verhältst kommt mir eher so vor, wie ein kleines Kind das sich bockig verhält.

    Wenn Du unser BGB als Witz bezeichnest zeigt das schon Deine Einstellung, denn im § 577 des BGB ist das mit dem Voraufsrecht der Mieter geregelt.
     
  8. Andres

    Andres
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    Wenn man es richtig macht: Die Minderung gleicht die Erhöhung aus. Sollte man bisher auf freiwilliger Basis auf eine berechtigte Minderung verzichtet haben, wird man diesen Entschluss bei Zugang eines Mieterhöhungsverlangens doch überdenken dürfen, oder?

    Was erwartest du? Soll sich der Mieter jetzt freuen, dass seine Miete steigt und er vielleicht umziehen muss?

    Ein Witz ist eher das Zitieren von Vorschriften, die man nicht gelesen - oder zumindest nicht verstanden - hat. § 577 BGB bezieht sich auf die Bildung von Wohnungseigentum und das liegt hier erkennbar nicht vor.
     
  9. #8 BHShuber, 28.12.2013
    BHShuber

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    Kündigunsfristen

    Hallo,

    hier mal was über Kündigungsfristen:

    § 573c Fristen der ordentlichen Kündigung

    (1) Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate.

    (2) Bei Wohnraum, der nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet worden ist, kann eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart werden.

    (3) Bei Wohnraum nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 ist die Kündigung spätestens am 15. eines Monats zum Ablauf dieses Monats zulässig.

    (4) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1 oder 3 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

    Das heisst:

    0-5 Jahre Mietdauer = 3 Monate Kündigungsfrist
    5-8 Jahre Mietdauer= 6 Monate Kündigungsfrist
    ab 8 Jahre Mietdauer= 9 Monate Kündigungsfrist


    Wenn im Mietvertrag eine andere und längere Kündigungsfrist vereinbart ist, so gilt sie nur für den Vermieter. Haben Mieter und Vermieter hingegen kürzere als die gesetzlich festgelegten Kündigungsfristen vereinbart, kann hiervon nur der Mieter Gebrauch machen.


    Wohnen Mieter und Vermieter in einem Zweifamilienhaus oder einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung zusammen unter einem Dach, hat der Vermieter ein Sonderkündigungsrecht. Er muss weder einen der oben aufgeführten Kündigungsgründe noch Eigenbedarf geltend machen.


    Allerdings verlängert sich die Kündigungsfrist in diesem Fall um drei Monate. Wohnt der Mieter bereits seit fünf Jahren in der Wohnung, hat er statt sechs Monaten neun Monate Zeit, um sich etwas Neues zu suchen.

    Mehr hierzu bei: Kündigung Mietvertrag - Kündigungsfristen für Ihre Wohnung im Mietrecht - Finanztip...

    Gruß

    BHShuber
     
Thema:

Hausverkauf, neuer Eigentümer/Vermieter

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